DE2508452C2 - Verfahren zur Herstellung von Alkylphenolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylphenolen

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Description

mit wäßrigem Wasserstoffperoxid, das mehr a!s etwa 30 Gew.-% H2O2 enthält, in Gegenwart eines Halogen-Wasserstoffs sowie gegebenenfalls in Anwesenheit von inerten, gebundenen Sauerstoff enthaltenden Lösungsmitteln, und Hydrolyse der erhaltenen Alkylphenolformiate, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxidation im Temperaturbereich von etwa —50 bis etwa +500C in Gegenwart von Fluont^serstoff in einer Menge von etwa 0,5 bis etwa 4 Mol, bezogen auf die gesamte molare Menge der im Reaktionsgemisch vorhandenen, gebundenen Sauerstoff enthaltenden Verbindungen, und etwa 3 bis 20 Moi, bezogen auf den alkylsubstituierten aromatischen Aldehyd, durchführt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Fluorwasserstoff in einer Menge von etwa 0,8 bis etwa 1,20 Mol, bezogen auf die gesamte molare Menge der im Reaktionsgemisch vorhandenen, gebundenen Sauerstoff enthaltenden Verbindungen und etwa 5 bis etwa 15 Mol, bezogen auf den alkylsubstituierten aromatischen Aldehyd, einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Fluorwasserstoff in wasserfreier Form einsetzt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxidation im Temperaturbereich von etwa 0 bis etwa 10°C durchführt.
D« Alkylphenole stellen wertvolle Zwischenprodukte für Kunststoffe, Industriechemikalien, Pharmazeutika sowie Chemikalien für die Landwirtschaft dar. Unabhängig davon, ob die Alkylphenole aus Teersäuren oder nach anderen synthetischen Methoden erhalten worden sind, in den physikalischen Eigenschaften der Alkylphenole besteht eine große Ähnlichkeit und zwar nicht nur unter den Isomeren, sondern auch unter den Homologen. Es ist daher schwierig, industriell die einzelnen Alkylphenole in reinem Zustand aus den kompliziert zusammengesetzten Mischungen, wie Teersäure, die eine große Anzahl verschiedener Isomere und Homologe enthält, zu isolieren. Außerdem weisen die synthetischen Methoden, wie das Sulfonierungs-Alkalischmelze-Verfahren oder der Cumol-Prozeß, einige Nachteile auf: das erstere produziert viele Isomere und industrielle Abfallprodukte,
der letztere macht kostspielige Apparaturen erforderlich und ist von vielen Nebenreaktionen begleitet. igj
Die Umwandlung von Carbonylverbindungen in Ester oder Carbonsäuren wird gewöhnlich durch die Baeyer- |J
Villiger-Oxidation mit Hilfe von Persäure oder Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel erreicht. Die Persäure f|
wird in Gegenwart von saurem Katalysator und das Wasserstoffperoxid in alkalischem Medium benutzt. Beide ^i
Reagenzien weisen jedoch bei Anwendung in der Praxis Unzulänglichkeiten auf, da die Persäure ziemlich |
kostspielig ist und langsam reagiert, während das Wasserstoffperoxid weniger selektiv reagiert. Außerdem *;:
liefert die Baeyer-Villiger Reaktion nicht immer gute Ausbeuten an Phenolester aus aromatischen Aldehyden, da 'A
sie die Tendenz haben, zu Carbonsäuren oxidiert zu werden (vgl. offengelegte japanische Patentanmeldung i j
48-56 635). Nach der DE-OS 22 49 167 ist bereits vorgeschlagen worden, zur Herstellung von A^ylphenolen .);
alkylsubstituierte aromatische Aldehyde mit wäßrigem Wasserstoffperoxid in Gegenwart einer Säure mit einer i.';
Dissoziationskonstanten von mehr als 10~3 aus der Gruppe de* Mineral- oder Sulfonsäuren — vorzugsweise fj
Schwefelsäure — zu oxidieren und die erhaltenen Alkylphenolformiate zu hydrolysieren. Die dabei erzielten Jjj!
Ausbeaten an Alkylphenolen von maximal 70% waren jedoch unbefriedigend. Pj
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß man die Ausbeute an den gewünschten Alkylphenolen auf 90% $
und mehr steigern kann, wenn man die Wasserstoffperoxidoxidation von alkylsubstituierten aromatischen ·;
Aldehyden in Gegenwart von Fluorwasserstoff, der in wäßriger Lösung eine Dissoziationskonstante von weni- -i
ger als 10-J aufweist, durchführt. ,
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alkylphenolen durch Oxidation von alkylsubstituier- / ;
ten Aldehyden der allgemeinen Formel ■'.';
I
RnARCHO, i;
in der .;$
1,5 R eine Alkyigruppe,
Ar eine mono- oder polycyclische Arylgruppe und i
π eine ganze Zahl von 1 bis 5 bedeuten, >
mit wäßrigem Wasserstoffperoxid, das mehr als etwa 30 Gew.-% H2O2 enthält, in Gegenwart eines Halogenwasserstoffs sowie gegebenenfalls in Anwesenheit von inerten, gebundenen Sauerstoff enthaltenden Lösungsmitteln und Hydrolyse der erhaltenen Alkylphenolformiate, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Oxidation im Temperaturbereich von etwa —50 bis etwa +500C in Gegenwart von Fluorwasserstoff in einer Menge von etwa 0,5 bis etwa 4 Mol, bezogen auf die gesamte molare Menge der im Reaktionsgemisch vorhandenen, gebundenen Sauerstoff enthaltenden Verbindungen, und etwa 3 bis etwa 20 Mol, bezogen auf den alkylsubstituierten aromatischen Aldehyd, durchführt
Bei der Oxidation der alkylsubstituierten aromatischen Aldehyde nach der Erfindung zu den entsprechenden Alkylphenolformiaten bleibt die Stellung der Alkylseitenketten unverändert, und die so erhaltenen Alkylphenolformiate werden dann zu den Alkylphenolen hydrolysiert Obgleich die Anzahl der Kohlenwasserstoffatome in dem Alkylrest nicht beschränkt ist, wird Alkylgruppen mit einer Kohlenwasserstoffzahl im Bereich von 1 bis 4 der Vorzug gegeben.
Im Verfahren gemäß der Erfindung besteht keine Beschränkung hinsichtlich der alkylsubstituierten aromatischen Aldehyde als Ausgangsstoffe. So können als Aldehyde solche, die durch Formylieren oder Autoxidation, oder solche, die durch Oxidation substituierter aromatischer Kohlenwasserstoffe mit Oxidationsmitteln erhalten worden sind, verwendet werden. Besonders geeignet sind gereinigte alkylsubstituierte aromatische Aldehyde, die durch Formylierung, wie die Gattermann-Koch-Synthese, hergestellt worden sind, d. h. durch Umsetzung von reaktionsfähigen aromatischen Verbindungen mit Kohlenmonoxid in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren, wie wasserfreiem Aluminiumchlorid oder Kupfer (I)-chlorid. So enthalten z. B. p-Toluylaldehyd aus Toluol, 2,4-P'methylbenzaldehyd aus m-Xylol, 2,5-Dimethylbenzaldehyd aus p-Xylol, 2,4,5-Trimethylbenzaldehyd aus PstLidocumol weniger isomere Aldehyde und eignen sich somit zur Herstellung besonders reiner Alkylphenole.
Nach der Erfindung können die als Ausgangsstoffe benutzten alkylsubstituierten aromatischen Aldehyde in Form einer Mischung mit anderen aromatischen Aldehyden oder in Form einer Lösung in einem gesättigten oder aromatischen Kohlenwasserstoff eingesetzt werden.
Zweckmäßig wird wasserfreier Fluorwasserstoff als Katalysator benutzt, jedoch ist auch feuchter Fluorwasserstoff anwendbar, wenn die Reaktionsbedingungen entsprechend sind. So kann man gemäß Erfindung Fluorwasserstoff, der weniger als etwa 20% Wasser enthält, verwenden.
Was das Oxidationsmittel anbetrifft, so wurden gute Ergebnisse mit einer Wasserstoffperoxidlösung erhalten, die eine höhere Konzentration als die des Handels (30 Gew.-% wäßrige Lösung) hat. Einer Wasserstoffperoxidlösung mit mehr als etwa 60 Gew.-% wird der Vorzug gegeben, da bei Anwesenheit von zuviel Wasser in der Reaktionsmischung die Möglichkeit zur Tendenz von Reduktionsreaktionen beim Ausgangsmaterial und damit die Ursache für Nebv-nreaki-jnen besteht. Die besten Ergebnisse wurden bei Anwendung von etwa 90 Gew.-%igem Wasserstoffperoxid erhalten, wie die Beispiele zeigen.
Obgleich die Anwesenheit vo Lösungsmitteln nicht unbedingt notwendig ist, wird bei dem Verfahren der Erfindung der Reaktionsführung in einem organischen Lösungsmittel der Vorzug gegeben, da die bei der Reaktion entwickelte Hitze durch das Lösungsmittel leicht abgeleitet werden kann. Für das Verfahren der Erfindung geeignete Lösungsmittel stellen Verbindungen mit Sauerstoffatomen in den Molekülen dar, wie niedere aliphatische Alkohole, Äther, Ester sowie Carbonsäuren, z. B. Methanol, Äthanol, Diäthyläther, Essigester und Essigsäure.
Bei Anwendung dieser Lösungsmittel werden die kristallinen aromatischen Aldehyde in Lösung gebracht, womit man eine glatte Reaktion in einem homogenen System unter Unterdrückung von Nebenreaktionen erzielt
Das Verfahren der Erfindung wird im Temperaturbereich von etwa —50 bis etwa +500C, vorzugsweise etwa — 20 bis etwa +200C, durchgeführt. Die besten Ergebnisse erhält man im Bereich von etwa 0 bis etwa 10° C. Bisweilen wird die Reaktion unter Druck durchgeführt, um die Reaktionsmischung flüssig zu halten. Etwas erhöhter Druck kann höhere Reaktionstemperaturen zur Folge haben.
Obgleich das Molverhältnis von Wasserstoffperoxid zu aromatischem Aldehyd durch verschiedene Faktoren geregelt wird, sollte es 1,05 bis 2,00, vorzugsweise 1,05 bis 1,30, betragen, wenn die umgewandelte Aldehydmenge groß sein soll.
Die Menge des eingesetzten Fluorwasserstoffs hängt beträchtlich von der Endkonzentration an Wasser im Reaktionssystem und von der An- oder Abwesenheit eines Lösungsmittels ab. Die katalytische Wirkung des Fluorwasserstoffs wird durch das Verhältnis zwischen Fluorwasserstoff und den Verbindungen, die Sauerstoffatome enthalten, im Reaktionssystem beeinträchtigt. Eine große Menge Fluorwasserstoff säuert das Reaktionssystem an, die katalytische Wirkung des Fluorwasserstoffs wird zu stark und verursacht Nebenreaktionen. Dagegen werden die Sauerstoff enthaltenden Verbindungen als basisch angesehen, die die katalytische Wirkung des Fluorwasserstoffs schwächen. Werden vier Mol oder mehr Fluorwasserstoff auf die gesamte molare Menge der Sauerstoff enthaltenden Substanzen (einschließlich Wasser, Wasserstoffperoxid, aromatischer Aldehyde, Reaktionsprodukte und Lösungsmittel) zugesetzt, treten Nebenreaktionen auf, wie Kondensation und Polyhydroxylierung der Alkylphenole, und das gewünschte Endprodukt wird nur in sehr niedriger Ausbeute erhalten.
Setzt man dagegen zu der gesamten molaren Menge der Sauerstoff enthaltenden Substanzen 0,5 Mol oder weniger Fluorwasserstoff zu, tritt eine Schwächung seiner katalytischen Aktivität ein, und seine Wirkung ist ungenügend. Für einen glatten Reaktionsverlauf hat sich als besonders günstig ein Verhältnis von 0,8 bis 1,20 Mol Fluorwasserstoff pro gesamter moiarer Menge der Substanzen erwiesen, die Sauerstoffatome in ihren Molekülen enthalten. Bei Anwendung eines Lösungsmittels wird Fluorwasserstoff in einem molaren Verhältnis von etwa 3 bis etwa 20, vorzugsweise von etwa 5 bis etwa 15, auf die aromatischen Aldehyde bezogen, zugesetzt. Unter diesen Bedingungen wird der größte Teil der als Ausgangsmaterial eingesetzten aromatischen Aldehyde innerhalb von 5 bis 20 Minuten bei 00C zu Alkylphenolformiaten umgesetzt.
Wird das Verfahren gemäß Erfindung diskontinuierlich durchgeführt, so kann man entweder so verfahren, daß ,man das Wasserstoffperoxid einer Mischung aus aromatischem Aldehyd und Fluorwasserstoff zusetzt. Man kann aber auch eine Mischung aus Fluorwasserstoff und Wasserstoffperoxid dem aromatischen Aldehyd zufügen. In beiden Fällen erhält man gute Ergebnisse. In dem Verfahren der Erfindung ist die durch Fluorwasserstoff gesteigerte Aktivität des Wasserstoffperoxids so hoch, daß die Reaktion innerhalb kurzer Zeit bei so niedrigen Temperaturen, wie —50° C, unter Unterdrückung von Nebenreaktionen und wirksamer Umwandlung in die Alkylphenolester beendet werden kann.
Die gemäß Erfindung erhaltenen Reaktionsprodukte sind die Alkylphenoiformiate, die dann zu den entsprechenden Alkylphenolen hydrolysiert werden.
Das Verfahren der Erfindung soll durch die folgenden Beispiele näher erläutert werden.
Beispiel 1
In einem 200-ccm-Autoklaven, ausgerüstet mit einem Rührer, vermischt man 10 g (0,08 Mol) p-Toluylaldehyd und 30 g (0,50 Mol) Eisessig, setzt der erhaltenen Mischung zunächst 17,2 g (0,86 Mol) wasserfreien Fluorwasserstoff unter heftigem Rühren zu, und dann fügt man eine Lösung von 4,0 g (0,1! Mol als H2O2) 90 Gew.-°/oigem wäßrigem Wasserstoffperoxid in 10 g (0,17 Mol) Eisessig tropfenweise innerhalb von 10 Minuten bei einer Temperatur von 0 bis 10° C zu, indem man den Autoklav mittels eines Kühlmediums in der Autokiavenummantelung kühlt. Nach 5 Minuten Rühren bei derselben Temperatur wird der gesamte Autoklaveninhalt in eine korrosionsbeständige Plastikflasche umgefüllt, danach verbindet man die Flasche mit einer Destillationsapparatur und erhitzt sie auf einem Ölbad, um den Fluorwasserstoff zu entfernen. In dieser Stufe wird .' rs p-KresoIformiat zu p-Kresoi hydrolysiert, und die gebildete Ameisensäure wird mit dem Fluorwasserstoff aügedampft. Die gaschromatographische Analyse eines Teils des Rückstandes ergab, daß 95,2 MoI.-°/o p-Toluylaldehyd in Reaktion getreten waren und sich 80,0 Mol.-°/o p-Kresol — berechnet auf umgesetzten Aldehyd— gebildet hatten.
Beispiel 2
Es wurde wie im Beispiel 1 verfahren, jedoch die Essigsäure durch die äquimolare Menge Essigester ersetzt. 89,2 MoI.-% p-Toluylaldehyd waren in Reaktion getreten, und es hatten sich 78,4 MoL-% p-K.rer.ol, berechnet auf den umgesetzten Aldehyd, gebildet.
Beispiel 3
Den Autoklaven des Beispiels 1 beschickte man mit einer Lösung von 10 g (0,08 Mol) p-Toluylaldehyd in 82 g einer äquimolaren Mischung aus Fluorwasserstoff und Diäthyläther und fügte danach dieser Lösung eine Mischung aus 43 g (0,11 g) 90 gew.-°/oigem wäßrigem Wasserstoffperoxid und 9 g der vorstehend erwähnten Fluorwasserstoff-Diäthyläther-Mischung tropfenweise zu. Die Reaktion und die weitere Aufarbeitung der gesamten Mischung erfolgte in derselben Weise und bei derselben Temperatur wie in Beispiel 1. 79,3 Mo! -% p-Toluylaldehyd waren in Reaktion getreten, und es hatten sich 90,2 Mol.-% p-KresoI, bezogen auf den umgesetzten Aluehyd, gebildet.
Beispiel 4
In den Autoklaven des Beispiels 1 gab man 10,7 g (0,09 MoI) p-Toluylaldehyd, 24 g (0,75 Mol) Methanol und 23 g (1,15 Mol) wasserfreien Fluorwasserstoff und tropfte dann eine Lösung von 3,9 g (0,10 Mol) 90 gew.-%igem wäßrigem Wasserstoffperoxid in β g (0,25 Mol) Methanol unter heftigem Rühren bei +4°C innerhalb von 10 Minuten zu. Die Reaktionsmischung wurde dann in der im Beispiel 1 angegebenen Weise weiter aufgearbeitet. 97,8 Mol.-°/o p-Toluylaldehyd waren in Reaktion getreten, und man erhielt 81,6 Mol.-% p-Kresol, auf den umgesetzten Aldehyd bezogen.
Beispiel 5
8 g (0,07 Mol) p-Toluylaldehyd mischt man 58 g einer äqu'mo'r.nn Lösung von Fluorwasserstoff und Methanol zu, fügte der erhaltenen Mischung 4,5 g (0,12MoI als H2O2) 90 gew.-%iges wäßriges Wasserstoffperoxid langsam zu und ließ sie bei derselben Temperatur wie in Beispiel 1 reagieren. Die Reaktionsmischung wurde in der in Beispiel 1 angegebenen Weise weiter aufgearbeitet. 94,7 Mol.-% p-Toluylaldehyd waren in Reaktion getreten, und es hatten sich 86 Mol.-% p-Kresol — auf umgesetzten Aldehyd berechnet — gebildet.
Beispiel 6
Nach dem Verfahren des Beispiel 5 ließ man eine Mischung aus 11,7 g (0,09 Mol) 2,4-Dimethylbcnzaldehyd und 4,3 g (0,11 Mol als H2O2) 90 gew.-°/oigem wäßrigem Wasserstoffperoxid mit 50 g einer äquimolaren Mischung aus Fluorwasserstoff und Methanol reagieren.
Die Reaktionstnijchung wurde in der in Beispiel 1 angegebenen Weise weiter aufgearbeitet. Nahezu 100% des Aldehyds waren in Reaktion getreten, und es hatten sich 73,6 Mol.-% 2,4-Xylenol — auf den umgesetzten Aldehyd bezogen — gebildet.
Beispiel 7
10 g (0,07 Mol) 2,4,5-Trimethylben~aldehyd mischte man zu 50 g einer äquimolaren Lösung aus Fluorwasserstoff und Methanol, setzte dieser Mischung 3,5 g (0,09 Mol als H2O2) eines 90 gew.-Voigem wäßrigen Wasserstoffperoxids langsam zu und ließ sie bei derselben Temperatur wie im Beispiel 1 reagieren.
Die Reaktionsmischung wurde in der in Beispiel 1 angegebenen Weise weiter aufgearbeitet und analysiert. Nahezu 100% des Aldehyds waren in Reaktion getreten, und es hatten sich 72,8 Mol.-% 2,4,5-Trimethylphenol
— auf den umgesetzten Aldehyd bezogen — gebildet.
Beispiele
10 g (0,07 Mol) 4-!sopropylbenzaldehyd vermischte man mit 47 g einer äquimolaren Lösung aus Fluorwasserstoff und Methanol, fügte der erhaltenen Mischung langsam 3,5 g (0,09 Mol als H2O2) 90 gew.°/oiges wäßriges Wasserstoffperoxid zu und ließ sie bei derselben Temperatur wie im Beispiel 1 reagieren.
Die weitere Aufarbeitung der Reaktionsmischung erfolgte in der im Beispiel 1 angegebenen Weise. Nahezu 100% des Aldehyds waren in Reaktion getreten, und es hatten sich 78.0 Mol.-% 4-isopropylphenol — auf den umgesetzten Aldehyd bezogen — gebildet.
Beispiel 9
Der Versuch wurde mit derselben Menge an Ausgangsmaterialien und unter Anwendung derselben Verfahrensführung wie im Beispiel 4, jedoch mit der Ausnahme durchgeführt, daß das wäßrige Wasserstoffperoxid bei einer Temperatur von —15 bis —5°C innerhalb von 15 Minuten tropfenweise eingeführt wurde. Nach dem Zutropfen wurde die Mischung 30 Minuten bei derselben Temperatur ruhen gelassen.
Danach erfolgte die weitere Aufarbeitung in der im Beispiel 1 angegebenen Weise. 94 Mo!.-% p-Toluylaldehyd waren in Reaktion getreten, und es wurden 74,0 Mol.-% p-Kresol — auf den umgesetzten Aldehyd bezogen
— erhalten.
Beispiel 10
In dem Autoklaven des Beispiels 1 mischte man 12,0 g (0,10 Mol) p-Toluylaldehyd, 12,8 g (0,40 Mol) Methanol und 9,6 g (0,48 Mol) wasserfreien Fluorwasserstoff und tropfte dann eine Lösung von 4,1 g (0,11 Mol als H2O2) 90gew.-%igem wäßrigem Wasserstoffperoxid bei einer geregelten Temperatur im Bereich von 0 bis 100C zu. Nach dem Zutropfen ließ man die Mischung 20 Minuten bei derselben Temperatur stehen.
Die weitere Aufarbeitung der Reaktionsmischung erfolgte in der in Beispiel I angegebenen Weise. 95 Mol.-% p-Toluylaldehyd waren in Reaktion getreten, und es wurden 78,0 Mol.-% p-Kresol — auf den umgesetzten p-Toluylaldehyd bezogen — erhalten.
Beispiel 11
In dem Autoklaven des Beispiels 1 mischte man 10,7 g (0,09 Mol) p-Toluylaldehyd, 24 g (0,75 Mol) Methanol und 25,4 g (1,27 Mol) wasserfreien Fluorwasserstoff und tropfte dann eine Lösung von 5,4 g (0,10 Mol als H2O2) 60 gew.-%igem wäßrigem Wasserstoffperoxid in 8 g (0,25 Mol) Methanol zu und führte die Reaktion in derselben Weise wie in Beispiel 4 durch.
Die Reaktionsmischung wurde in der in Beispiel 1 angegebenen Weise weiter aufgearbeitet. 93 Mol.-% p-Toluylaldehyd waren in Reaktion getreten, und es wurden 80,3 Mol.-% p-Kresol — auf den umgesetzten p-Toluylaldehyd bezogen — erhalten.
Beispiele 12 bis 16
Der Mischung a>!s p-Toluylaldehyd, Äthanol und wasserfreiem Fluorwasserstoff tropfte man 90 gew.-%ige. wasserfreies Wasserstoffperoxid bei einer Temperatur von 0 bis 5° C zu und ließ die Mischung 20 Minuten reagieren. Die weitere Aufarbeitung der Reaktionsmischung erfolgte wie im Beispiel 1. Die eingesetzten Mengen an Ausgangsmaterialien und die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Tabelle
IO
Bei p-Toluylaldehyd Mol Äthanol Mol 90 gcw.%igcs Mol Kluo rwasser- HF/Gesami- Umge Gebildetes
spiel g g H1O; Moff menge an setzter p-Kresol.auf
Nr. g g Mol Sauerstoff p-Toluyl- umgesetzten
atome ent aldehyd p-Toluylalde
0,14 hüllenden O) hyd bezogen
0,13 0.51 0.10 Substanzen (%)
12 15,0 0,08 23,8 0,61 5,1 0.10 23.8 1,19 1.45 94,7 74.2
13 10,0 0,09 28.2 0.73 3.9 0,10 18,4 0.92 1.14 93,0 85,6
14 10,2 0,08 33,7 0.88 3,6 0,10 17.9 0,89 0,95 94,6 90,5
15 10,0 0,08 40,8 1,35 3,7 17,7 0,88 0,81 90,2 88.5
16 9,9 62,1 3.8 18,0 0,90 0,58 87,1 78,2
Vergleichsbeispiel 1
Es wird wie im Beispiel 6 verfahren, aber 2,4-Dimethylbenzaldehyd durch die äquimolare Menge Benzaldehyd ersetzt. 95,4 MoL-o/s des Aldehyds sind ir. Reakiion getreten, aber r.ür 7,4 MoL-0Zo Phenol — auf den urrigesetzicü Benzaldehyd bezogen — wurden erhallen.
Vergleichsbeispiel 2
Es wurde wie im Beispiel 5 verfahren, aber die Mischung aus Fluorwasserstoff und Methanol durch eine äquimolare Mischung aus Chlorwasserstoff und Methanol ersetzt. 94,8 Mo!.-% p-Toluylaldchyd waren in Reaktion getreten, aber nur 34,6 Mol.-% p-Kresol — auf den umgesetzten Aldehyd bezogen — wurden erhalten.
40 45 50 55 60 65

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Alkylphenolen durch Oxidation von alkylsubstituierten aromatischen Aldehyden der allgemeinen Formel
RnARCHO
in der
ίο R eine Alkyigruppe,
Ar eine mono- oder polycyclische Arylgruppe und
π eine ganze Zahl von 1 bis 5 bedeuten,
DE2508452A 1974-03-04 1975-02-27 Verfahren zur Herstellung von Alkylphenolen Expired DE2508452C2 (de)

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