DE2507561B2 - Verfahren zur Herstellung von Verbundmaterial fur Dreistofflager oder Gleitstucke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Verbundmaterial fur Dreistofflager oder GleitstuckeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verbundmaterial für Dreistofflager oder Gleitstükke,
bei dem auf einen Stahlstreifen eine Schicht aus einer Kupferlegierung gebunden ist und darauf eine Legierung
auf Bleibasis aufplattiert ist.
Dreistofflager sind beispielsweise aus MTZ, Jahr- 5η
gang 21, Heft 10, Oktober 1960, Seiten 420 bis 421, bekannt. Solche Dreistofflager wurden bisher durch
Gießverfahren oder Elektroplattieren hergestellt. Beispielsweise hat man so bereits eine Weißmetallegierung
auf Bleibasis auf der Legierungsschicht auf Kupferbasis eines Bimetallstreifens, der aus einem Stahlrücken und
der Legierungsschicht auf Kupferbasis, gebunden an die Oberfläche des Stahlrückens, besteht, aufgebracht.
Aus der DT-AS 15 27 599 ist es weiterhin bekannt, Weißmetall auf ein verzinntes Stahlband aufzubringen, t,o
indem man das Stahlband erhitzt und anschließend das Weißmetall in Form eines Bandes bei Raumtemperatur
mit dem Stahlband in den Spalt eines Walzenpaares einführt und bei gleichzeitiger Verformung auf das
Stahlband aufplattiert. Für die Herstellung von Verbundstoffen für einfache Lager wird in der DT-PS
63 005 ein Verfahren beschrieben, bei dem auf eine Stahlunterlage eine Aluminiumlegierung aufgewalzt
wird, und zwar unter einem Druck, daß die Schichtstärke der Aluminiumlegierung um mindestens 20%
vermindert wird.
Die Walzplattierung ist bisher nicht für die Herstellung von Dreistofflagern vorgesehen worden, weil es
offenbar bisher nicht gelungen war, die für die Funktion des Lagers wesentlichen Schichtdicken und Gefügezustände
mit den durch die für die Verbindungsfestigkeit wesentliche Verformung hervorgerufenen Zustandsänderungen
in Einklang zu bringen.
Wenn das Gießverfahren angewendet wird, besteht wegen des bei einer Temperatur oberhalb des
Schmelzpunktes der Bleilegierung durchgeführten Verfahrens die Tendenz, daß sich spröde, intermetallische
Verbindungen zwischen der Legierungsschicht auf Kupferbasis und der Bleilegierungsoberflächenschicht
bilden, die zu vermindertem Bindevermögen unter dynamischen Bedingungen führen. Da außerdem das
durch Gießen hergestellte Legierungsprodukt keine gleichmäßige Dicke aufweist, muß vor der Preß- bzw.
Druckverformung eine Glättung durchgeführt werden. Wenn andererseits das Elektroplattierungsverfahren
angewendet wird, ist es notwendig, die Elektroplattierung durchzuführen, nachdem die Werkstücke in die
entsprechenden Formen bzw. Gestalten überführt worden sind; das Ergebnis ist eine Verminderung der
Produktivität und außerdem müssen komplizierte und teuere Elektroplattierungsanlagen verwendet werden.
Außerdem ist der Elektrolyt sehr schwer zu steuern. Wenn die Steuerung ungenau durchgeführt wird,
werden die unerwünschten Bestandteile an dem Werkstück galvanisch niedergeschlagen. Es ist außerordentlich
schwierig, jederzeit eine elektrolytische Fällung einer erwünschten und nicht variierenden Zusammensetzung
zu bekommen. Eine ungenaue Steuerung des Elektrolyten führt auch zu schweren Problemen
bezüglich des Abschälens der Elektrolytschicht. Außerdem ist es selbstverständlich, daß die Verwendung eines
Elektrolyten ein Verschmutzungsproblem darstellt. Das Elektroplattierungsverfahren hat somit verschiedene
Nachteile, wie sie oben beschrieben wurden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Verbundmaterial für Dreistofflager
oder Gleitstücke aufzuzeigen, unter Anwendung des technisch vorteilhaften Walzplattieren. Weiterhin
besteht die Aufgabe darin, Verbundmaterialien für Dreistofflager herzustellen, welche bessere mechanische
Eigenschaften aufweisen als die bekannten, durch Elektroplattierung erhaltenen Produkte.
Die Erfindung wird in den Patentansprüchen beschrieben.
Fig. 1 ist eine erläuternde Darstellung, die eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
darstellt, in welcher diagrammatisch eine Anlage zur Durchführung der Ausführungsform der Erfindung
erläutert ist;
Fig. 2A und 2B sind Diagramme eines durch Druck gebundenen Legierungsstreifens, wobei F i g. 2A die
Beziehung zwischen der Größe der Dickenreduktion und der Härte angibt, und Fig.2B die Beziehung
zwischen der Tempertemperatur und der Härte angibt;
F i g. 3 ist ein Diagramm, in welchem die Größen der Dickenreduktion eines Stahlrückens und Legierungsschichten erläutert sind, die verschiedenen Gesamthöhen
der Dickenreduktion entsprechen, und die in einer Serie von Druckbindeverfahren gemessen wurden;
Fig. 4 ist eine Ansicht von Sektionen eines Legierungsstreifens und eines Bimetallstreifens, die
nicht durch Druck gebunden sind;
Fig. 5 ist eine Schnittansicht, die ein Dreischichterimaterial
erläutert, das durch Druckbindung gebildet wurde, und
F i g. 6 ist ein Diagramm, das die Veränderungen in -> den mechanischen Eigenschaften des Dreischichtenma-Uirials
zeigt, die durch die Änderungen der Bedingungen während der Hitzebehandlung ausgelöst wurden.
Fig. 1 ist ein schematisches Fließschema einer Herstellungsanlage zur Durchführung der Erfindung, m
Eine Abwickelvorrichtung A hat darauf aufgewickelt einen Legierungsstreifen bzw. ein Legierungsband auf
Bleibasis 1, welches zu einem Lager oder einer Lageroberflächenschicht verarbeitet werden soll. Die
Legierung des Streifens bzw. Bandes 1 enthält r, wenigstens ein Legierungsmetall wie Sn, Sb, Cu, Zn, Te,
In, As, TI in Mengen von nicht mehr als 40% des Gesamtvolumens und der Rest ist Blei. Aus experimentellen
Ergebnissen ist bekannt, daß der Legierungsstreifen bzw. das Legierungsband 1 eine Vickers-Härtezahl 2t ι
von 11 oder mehr haben muß, wie später noch in größerem Detail beschrieben wird.
Eine Abwickelvorrichtung A'hat darauf aufgewickelt
einen Streifen bzw. Band 2 eines sogenannten Bimetalls, das aus einem Stahlrücken oder einem mit Kupfer ?>
elektroplattierten Stahlrücken und einer Legierungsschicht auf Kupferbasis besteht, die an den Stahlrücken
oder an den mit Kupfer elektroplattierten Stahlrücken gebunden ist. Die Legierungsschicht auf Kupferbasis des
Bimetallstreifens 2 kann aus jeder Legierung auf «ι Kupferbasis, die für Lager geeignet ist, zusammengesetzt
sein und beispielsweise eine Kupfer-Blei-Legierung für Lager oder eine Blei-Bronze-Legierung für
Lager sein.
Der Legierungsstreifen 1 und der Bimetallstreifen 2 r>
werden von den Abwickelvorrichtungen A und A' abgewickelt und durch Entfettungstanks 3 und 3', die
Trichloräthylen-Dampf enthalten, hindurchgeführt, um
deren Vorderseiten zu reinigen. Dann werden die Bindungsseiten des Legierungsstreifens 1 und des 4«
Bimetallstreifens 2 mit Drahtbürsten 4 und 4' gebürstet, so daß die Bindungsseiten bzw. Bindungsflächen eine
Oberflächenrauhheit im Bereich von einigen bis einigen 10 μιη aufweisen. Die beiden Streifen werden durch
Leitrollen 5 und 5' in den Walzenspalt eingeführt. 4> Während dieses Walz- und Druckbindeverfahrens wird
die Temperatur der Walzen in dem Walzwerk 6 und die Temperatur der Streifen so gesteuert, daß die
Temperatur der Vorderseite der gebundenen Streifen unmittelbar nach dem Druckbindeschritt im Bereich jo
zwischen Raumtemperatur und 2000C gehalten wird.
Wenn diese Vorderseitentemperatur 2000C übersteigt, bleibt der Legierungsstreifen 1 an den WaUun des
Walzwerks 6 kleben oder es wird schwierig, geeignete dimensionale Werte des Streifens beizubehalten, wodurch
sich eine Verringerung der Arbeitseigenschaften ergibt. Das Druckbindeverfahren kann in einer nichtoxidierenden
Atmosphäre oder in einer reduzierenden Atmosphäre durchgeführt werden. Die Größen für die
Dickenreduktion des Stahlrückens und der Legierungs- bo
schichten müssen so gesteuert werden, daß sie innerhalb der folgenden Bereiche liegen:
Bimetallstreifen:
Stahlrücken 3 - 35% und b5
Legierungsschicht auf Kupferbasis 0,5—20%
Legierungsstreifen:
Legierungsschicht auf Bleibasis 25—90%.
Die Gesamtgröße der Dickenreduktion während des Druckbindeverfahrens soll im Bereich von 8 bis 40%
liegen.
Die untere Grenze wurde auf 8% festgesetzt, auf Basis der Tatsache, daß zur Erzielung einer vollständigen
Bindung ein Minimalwert von 8% für die Gesamtgröße der Dickenreduktion Da erforderlich ist.
Der Stahlrücken des Materials für die Lager hat vorzugsweise als mechanische Eigenschaft eine Vickers-Härtezahl
von 200 oder weniger. Aus diesem Grund wurde die Gesamtgröße der Dickenreduktion zur
Erzielung dieser Härte (DA 40%) als obere Grenze
gewählt.
Das Dreischichtenmaterial, das unter den oben beschriebenen Bedingungen unter Druck gebunden
wurde, wird in einen Ofen 7 zur Hitzebehandlung eingeführt, wo die Bindung verstärkt wird.
Das Verbundmaterial 8, das gemäß dem oben beschriebenen Verfahren druckgebunden wurde, wird
dann auf einen Wickler Caufgewickeit.
Die Fig. 2A und 2B zeigen die Eigenschaften eines
Legierungsstreifens, der durch Druck gebunden werden soll und der eine Zusammensetzung von 10% Zinn
aufweist, wobei der Rest aus Blei besteht. F i g. 2A ist eine graphische Illustration der Beziehung zwischen der
Vickers-Härte Hv und der Größe der Dickenreduktion D. Es zeigt sich, daß die Härte Hv mit dem Anstieg der
Größe an Dickenreduktion D abfällt. Fig. 2B ist eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der
Vickers-Härte Hv und der Temperatur 7} Es versteht sich, daß die Härte Hv mit steigender Temperatur Ti
ansteigt. Wie aus den Figuren deutlich hervorgeht, hat der obengenannte Legierungsslreifen die Eigenschaft
weich zu werden, wenn er bearbeitet wird (gemäß Fig. 2A) und die Eigenschaft zu härten, wenn es
wärmebehandelt wird (gemäß Fig. 2B). Aus diesem Grund ist es, um ein druckgebundenes Lagermaterial 8
zu erhalten, das frei von Defekten ist, notwendig, daß der obengenannte Legierungsstreifen eine Vickers-Härtezahl
von 11 oder mehr aufweist.
In den Fig. 2A und 2B bezeichnen die schattierten Anteile die Bereiche, die Vickers-Härtezahlen von 11
oder mehr entsprechen. Wenn der Legierungsstreifen eine Vickers-Härtezahl von weniger als 11 aufweist,
unterliegt der Legierungsstreifen einer außerordentlichen Dehnung bzw. Streckung, die zur Bildung von
ausgedrückten Enden und Defekten im Mittelteil führt. Deshalb sollte, in Abhängigkeit von den dimensionalen
Bedingungen, der Legierungsstreifen, d. h. von der Dicke und der Länge, dem Druckbindeverfahren eine
Wärmebehandlung vorhergehen.
F i g. 3 illustriert die Größe der Dickeredaktion des Stahlrückens und der Legierungsschichten, die in einer
Serie von Kaltdruckbindeverfahren gemessen wurden. Da designiert die Gesamtgröße der Dickereduktion, die
in Prozenten ausgedrückt ist, während Dgdie Größe der Dickenreduktion des Stahlrückens und der Legierungsschichten aufzeigt, ebenfalls ausgedrückt in Prozenten.
F i g. 4 ist eine Schnittansicht, die den Legierungsstreifen 1 und den Bimetallstreifen 2 zeigt, die nicht durch
Druck gebunden sind. Die Symbole ift t, und/bzw. to
designieren die Dicke des Stahlrückens, die Dicke der Legierungsschicht auf Kupferbasis und die Dicke der
Legierungsschicht auf Bleibasis.
Fig.5 ist eine Schnittansicht, die einen Legierungsstreifen Γ und einen Bimetallstreifen 2' illustriert, die
durch Druck gebunden wurden. Die Dicke des Stahlrückens wird durch U- designiert, die Dicke der
Legierungsschicht auf Kupferbasis durch t:,' und die
Dicke der Legierungsschicht auf Bleibasis durch to'.
Fig. 6 zeigt die mechanischen Eigenschaften des Dreischichtenmaterials, das auf die oben beschriebene
Art und Weise hergestellt wurde. In den Kurven sind die gemessenen Werte eingezeichnet, die die mechanischen
Eigenschaften zeigen, die bei Anwendung verschiedener Hitzebehandlungsbedingungen bei gewalzten Legierungsstreifen
auf Bleibasis der gleichen Dicke wie die Dicke to der durch Druck gebundenen Legierungsschicht, wie sie in Fig.5 illustriert ist, erhalten wurden.
T-i zeigt die Hitzebehandlungstemperaturen in CC
(•60 min), und Hv, F bzw. £ designieren die Vickers-
Härten, die Zugfestigkeiten (kg/mm2) und die Dehnungen (%).
Das Lagermaterial, das nach dem oben angegebener erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde, hai
wesentlich bessere Eigenschaften als Lagermaterial, das durch Elektroplattierung der gleichen Blei-Zinn-Legierung,
wie sie auch erfindungsgemäß verwende! wurde hergestellt wurde.
Die Tabelle 1 zeigt einen Vergleich zwischen den κι mechanischen Eigenschaften des gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren erhaltenen Produktes und den mechanischen Eigenschaften eines bekannter
Produktes.
Mechanische Eigenschaften
Produkt gemäß der vorliegenden
Erfindung
(durch Druck gebunden) Legierung, die die Lagerschicht bildet
10% Sn-Rest Pb
10% Sn-Rest Pb
Bekanntes Produkt
(elektroplattiert)
(elektroplattiert)
10% Sn-Rest Pb
Vickers-Härte (Hv) 11-12
Zugfestigkeit (kg/mm2) 4,5—5,5
Dehnung (Streckung) (%) 15-25
Ein Vergleich zwischen dem durch Druck gebundenen Produkt gemäß vorliegender Erfindung (unter
Verwendung einer Legierung aus 10% Sn und dem Rest aus Pb) und dem bekannten elektroplattierten Produkt in
(unter Verwendung einer Legierung aus 10% Sn und dem Rest aus Pb) ergibt, daß das erstere Produkt eine
höhere Härte und Zugfestigkeit als das letztere Produkt hat und daß sie nahezu die gleiche Dehnung bzw.
Streckung aufwiesen. Neben diesem Vergleich wurden j>
noch Vergleiche unter identischen Legierungszusammensetzungsbedingungen
durchgeführt zwischen den gemäß der vorliegenden Erfindung durch Druck gebundenen Produkten mit verschiedenen Legierungszusammensetzungen, bekannten elektroplattierten Pro-
dukten für Lageroberflächenschichten mit verschiedenen Legierungszusammensetzungen und bekannten
Weißmetall-Gießprodukten auf Bleibasis für Lageroberflächenschichten verschiedener Legierungszusammensetzungen.
Die Testergebnisse zeigten, daß diese 4Τ drei Produkte die mechanischen Eigenschaften und
Eigenschaften als Lagermaterial haben, die nahezu den in Tabelle 1 angegebenen mechanischen Eigenschaften
gleich sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat ganz bestimm- ϊο
te Vorteile gegenüber den bekannten Gießverfahren bzw. Elektroplattierungsverfahren, wie im folgenden
ausgeführt wird:
(I) Ein Produkt mit besseren Verarbeitungseigenschaften wird erhalten.
(II) Eine kontinuierliche Produktion ist möglich.
(III) Es wird ein größerer Anwendungsbereich erhalten. Es ist nicht notwendig, komplizierte Verfahrensschritte, wie beispielsweise das Elek-7-8
(III) Es wird ein größerer Anwendungsbereich erhalten. Es ist nicht notwendig, komplizierte Verfahrensschritte, wie beispielsweise das Elek-7-8
2,5-3
10-25
troplattieren einer Legierungsschicht oder das Einebnen nach dem Gießen, durchzuführen. Das
erfindufigsgemäße Verfahren ist auf alle Legierungen
auf Bleibasis anwendbar, aus denen Legierungsstreifen bzw. Legierungsbänder hergestellt
werden können.
(IV) Die Dimensionskontrolle in der Richtung der Dicke wird leicht durchgeführt. Ein Verbundmaterial
mit bestimmten erforderlichen Dimensionen kann durch Auswahl der Bedingungen für die
Dickenreduktion, wie beispielsweise durch das Einstellen der Walzen in der Walzenmühle, in
Abhängigkeit von den Eigenschaften des zu verwendenden Legierungsstreifens hergestellt
werden.
(V) Das erfindungsgemäße Verfahren stellt kein Problem für die Umweltverschmutzung dar. Das
Verfahren ergibt keine Probleme, wie beispielsweise das Abfallwasser aus dem Elektroplattierungsverfahren
oder die Luftverschmutzung aus dem Gießverfahren.
(VI) Die Herstellung kann mit niedrigen Kosten durchgeführt werden. Wie oben beschrieben,
erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren eine kontinuierliche Produktion, die natürlich eine
bemerkenswerte Einsparung der Kosten bewirkt. Außerdem schließt das erfindungsgemäße
Verfahren Materialkosten und elektrische Kosten, die für das Elektroplattierungsverfahren
benötigt werden, aus, wie auch die verschiedenen Ausgaben und Kosten eines Schneideverfahrens
für die gegossene Legierungsschicht auf Bleibasis, das in dem Gießverfahren notwendig ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung von Verbundmaterial für Dreistofflager oder Gleitstücke, dadurch -,
gekennzeichnet, daß auf einen Streifen mit einer Stahlrückseite und einer Schicht einer
Legierung auf Kupferbasis, die an die Stahlrückseite gebunden ist, ein Streifen einer Legierung auf
Bleibasis durch Walzen bei einer Temperatur der m beiden Streifen von Raumtemperatur bis 2000C und
einer Dickenreduktion der Streifen um 8 bis 40% aufplattiert wird, wobei die Dicke des Stahlrückens
um 3 bis 35%, die Dicke der Legierungsschicht auf Kupferbasis um 0,5 bis 20% und die Dicke des |-,
Legierungsstreifens auf Bleibasis um 25 bis 90% reduziert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Legierung auf Bleibasis neben Blei 40 Vol.-% Sn, Sb, Cu, Zn, Te, In, As und/oder Tl _>»
enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung auf Kupferbasis eine
Blei-Bronze-Legierung für Lager ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- >->
zeichnet, daß zwischen dem Stahlrücken und der Legierung auf Kupferbasis eine elektrolytisch
aufgetragene Kupferschicht angeordnet ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Legierungsstreifen auf Bleibasis so
auf einer Seite eine Schicht aus Zinn oder einer Zinnlegierung daran gebunden aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Walzvorgang die Streifen
entfettet und mit Bürsten auf den Vorderseiten eine j5
Oberflächenrauhheit bewirkt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Anschluß an den Plattierungsvorgang
eine Wärmebehandlung in nichtoxidierender bzw. reduzierender Atmosphäre erfolgt.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8235 | Patent refused |