DE2507491B2 - Verfahren zum Herstellen und Ausbessern von Fest- und Hubbalken eines Hubbalkenofenherdes - Google Patents
Verfahren zum Herstellen und Ausbessern von Fest- und Hubbalken eines HubbalkenofenherdesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen und Ausbessern von Fest- und Hubbalken eines
Hubbalkenofenherdes, bei dem auf einen metallischen Träger eine aus Blöcken bestehende zweischichtige
Feuerfestauskleidung aus einer unteren Isolierschicht und einer oberen feuer- und verschleißfesten Deckschicht
aufgebracht wird, in die von dem Träger ausgehende Anker hineinragen.
Bei einem aus der deutschen Auslegeschrirt 11 90 485
bekannten Hubbalken für Hubbalkenöfen liegen Füllsteine lose in der nach oben offenen Öffnung eines
kastenförmigen Trägers aus Stahlguß. Weiterhin liegen Decksteine ebenfalls lose auf diesen Füllsteinen. Zudem
sind die seitlichen Außenflächen des Trägers mit Abdecksteinen versehen.
Derartige Hubbalken weisen den Nachte:! auf, daß es
zu einer Beschädigung der Auskleidung der Hubbalken und/oder der zwischen den Hubbalken liegenden
Festbalken kommt, wenn aus irgendwelchen Gründen die Decksteine und die Füllsteine bzw. die Abdecksteine
der Hubbalken während der Bewegung der Hubbalken mit den Festbalken in Verbindung kommen, weil sie
sämtlich nicht über eine Armierung miteinander und mit dem Träger verbunden sind.
Des weiteren sind Hubbalken bekannt, deren kastenförmige Träger aus hochlegierten Stählen eine
obenliegende Öffnung aufweisen und die mit einer feuerbeständigen keramischen Stampfmasse ausgefüllt
und überdeckt sind. Bei diesen Hubbalken erweist es sich als nachteilig, daß sich die unteren Rahmenteile aus
legiertem Stahl bei Wärme verziehen und bei Auftreten der Reibung die Ausmauerung zerstören.
Darüber hinaus erweist es sich als Nachteil, daß bei Arbeiten, inbesondere Ausbesserungsarbeiten am Boden
eines Hubbalkenofens nicht nur das Entfernen wenigstens einer Schicht der alten Feuerfestauskleidung
sowie das Aufbringen einer neuen Schicht längere Zeit beansprucht, sondern die Arbeit auch in dem zuvor
abgekühlten Ofen durchgeführt werden muß. Der Ofen muß dann nach Abschluß der Arbeiten wieder
aufgeheizt werden.
Des weiteren sind Blöcke bekannt, die zum Auskleiden elektrischer Lichtbogenöfen dienen. Diese
Blöcke sind sehr groß und weisen ein Gewicht von etwa einer Tonne auf. Von der Armierung in den Auskleidungsblöcken
treten an der oberen Fläche des Blockes vier Holme heraus, mit deren Hilfe der Block mittels
eines Krans gehoben und transportiert werden kann. Ein solcher Block könnte schon wegen der freiliegenden
Holme für die Feuerfestauskleidung von Fest- und Hubbalken eines Hubbalkenofens keine Verwendung
finden.
Weiterhin ist eine für den Ofenbau bestimmte feuerfeste wärmeisolierende Wand bekannt, die aus
einem gewellten Metallblech als Widerstandselement einer im wesentlichen parallel zum Blech ausgerichteten
feuerfesten Auskleidung, einer Vielzahl von diese beiden Bauteile zusammenhaltenden Verbindungselementen
und einer isolierenden Zwischenlage besteht. Die isolierende Zwischenlage ist zweiteilig aufgebaut;
sie besteht aus einer dem Wellblech zunächstgelegenen Schicht Mineralwolle und einer sich daran anschließenden
Schicht aus Isolierbeton. Diese Wand ist wegen des Vorhandenseins der Mineralwollschicht mechanisch
nicht sehr fest, so daß diese Wand nicht mit größeren Kräften von außen her belastet werden darf und daher
nicht als Feuerfestauskleidung für Fest- und Hiibbalken
von Hubbalkenöfen Verwendung finden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen und Ausbessern von Fest-
und Hubbalken eines Hubbalkenofenhodens /u schaf-
fen, dem die vorerwähnten Nachteile nicht anhaften, das vielmehr ohne großen technischen Aufwand Arbeiten
am Boden eines Hubbalkenofens ermöglicht und ein unbeabsichtigtes Verschieben bzw. Lesen der Blöcke
ausschließt
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs geschilderten Art dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß
als Träger für die Feuerfestauskieidung Tragbleche verwendet werden, mit denen außerhalb des
Ofens maßhaltige Blöcke fest verbunden werden, deren ι ο unterer Teil aus hydraulisch abbindendem Isolierbeton
und deren oberer Teil aus feuerfestem Hydrokeramikbeton hergestellt wird, wobei die Anker an dem
Tragblech befestigt werden und in die feuer- und verschleißfeste Schicht hineinragen. Die Tragbleche
lassen sich mit dem Unterbau verschrauben, wodurch sich verschlissene Blöcke leicht gegen andere austauschen
lassen und die Gewähr dafür gegeben ist, daß es nicht zu einem unbeabsichtigten Verschieben bzw.
Lösen der Blöcke vom Unterbau kommt. Weiterhin ist nach dem erfindungsgemäßen Verfahren sichergtsiellt,
daß die einzelnen Bauteile unter günstigeren Bedingungen, wie z. B. ausreichenden Platzverhältnissen, als
normalerweise, montiert werden können. Insbesondere ermöglicht dieses Verfahren den Fortfall der unteren
Rahmenteile aus legiertem Stahl, die sich bei Wärme verziehen und bei auftretender Reibung die Ausmauerung
zerstören.
Weiterhin besteht die gesamte Oberfläche des nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Blök- ■»
kes aus feuerfestem Material, das außerdem besonders verschleißfest ist. Des weiteren sind die Anker
insgesamt in der feuerfesten Schicht eingebettet und somit vor ungünstigen Dehnungen geschützt, die sie
ausführen würden, wenn sie durch die Isolierschicht Ji
geführt wären.
Weiterhin können für den unteren Teil des Blockes den Betriebsbedingungen entsprechende Isolierplatten
und -steine verwendet werden.
Für den oberen Teil eignet sich dagegen feuerfester 4»
hydraulischer Beton und chemische Stampfmassen.
Zum Gießen des Betons oder zum Einstampfen der Stampfmasse wird um das Tragblech eine feste
Verschalung aus mit Splinten oder mit Keilen verbundenen Rahmenstücken gelegt. Die Form muß 4r>
ausreichend steif sein, um dem Druck beim Füllen zu widerstehen. Die Verweilzeit in der Form, die
Trocknungsbedingungen und die Temperatur sind abhängig von der Beschaffenheit des verwendeten
Materials. Erfindungsgemäß soll das feuerfeste Material 5I)
so beschaffen sein, daß es beispielsweise nach einem Vibrationsverfahren kalt aushärtet und alsdann eine
ausreichende Festigkeit besitzt, um ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen, beispielsweise mit einem Laufkran,
gehandhabt zu werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Hubbalkenofens des näheren
erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Hubbalkenofen,
m>
Fi g. 2 eine Draufsicht auf den Ofen gemäß Fig. 1,
Fig.3 eine perspektivische Darstellung mit einer Schnittansicht eines Blockes und einen Teil des
Unterbaus.
Der Ofen 10 ist mit vier Hubbalken 12 und fünf Festbalken 14 ausgerüstet, von denen zwei Seitenbalken
16 sind. Die Länge der Blöcke 18 beträgt gleichbleibend 775 mm, mit Ausnahme der Blöcke, die beiderseits der
Gelenke der Hubbalken liegen; ihre beträgt 482 mm. Die Breite der Blöcke 18 entspricht der Breite der
Seitenbalken 16. der Hubbalken 12 und der Festbalken 14; ihre Höhe beträgt 484 mm. Der Block 18 ruht auf
einem Tragblech 20, mit einer Dicke von ca. 10 mm, das
seitlich durch angeschweißte Flacheisen 22 und in Querrichtung du^ch zwei U-Träger 24 versteift isL Auf
dem Tragble~h sind in Abständen, beispielsweise alle
200 mm, als Anker Bügel 26 aus ca. 8 bis 10 mm starkem Rundmaterial angeschweißt, die ungefähr alle 150 mm
durch einen ca. 6 mm dicken Querstab 28 miteinander verbunden sind. Der für die Bügel und Querstäbe
verwendete Stahl variiert entsprechend der Temperaturbeanspruchung.
Die Bügel 26 und Querstäbe 28 sind mit schwarzer Bitumen-Farbe gestrichen, die Bügel sind
zusätzlich mit Densoband umwickelt und die freien Enden der Stäbe 28 mit in Talg gebundenem
Polyvinylchlorid ummantelt. Auf dem Tragblech 20 des Blockes 18 befindet sich an der Innenseite eine
Isolierschicht 30 und darüber eine feuerfeste Schicht 32.
Der Block 18 besteht im unteren Teil 30 aus Isolierbeton und der der Hitze und Erschütterungen
ausgesetzte obere Teil 32 aus feuerfestem Hydrokeramikbeton. Diese Blöcke bilden den Ofenboden und
werden außerhalb des Ofens formgegossen, nach vierundzwanzig Stunden ausgeschalt und auf die
Tragbleche 20 mit lufttrocknendem pastcsem Zement aufgeklebt.
Die Tragbleche können auch durch 10 mm starke, durch Splinte miteinander verbundene Bleche eingefaßt
werden, um so eine den Ausmaßen und Umrissen der Blöcke entsprechende Form zu schaffen. Der in einer
Betonmischmaschine aufbereitete hydraulische Beton wird in die Formen gegeben und beispielsweise
pneumatisch vibrationsverdichtet. Zum leichteren Härten befinden sich in jedem Block kleine Luftkanäle mit
einem Durchmesser von 3 bis 4 mm. Die Masse verbleibt ungefähr acht Stunden in der Form; alsdann
werden die Blöcke ausgeschalt. Schließlich werden die Blöcke an den Hubbalken 12, den Festbalken 14 und den
Seitenbalken 16 befestigt. Hierzu dienen als Befestigung Hammerkopfschrauben 34. Diese ragen in Bohrungen
von am Unterbau 36 befindlichen U-Trägern 38 und sind mit diesen verschraubt.
Die Blöcke für die Festbalken 14 und 16 werden auf dem Unterbau abgesetzt und dort verschraubt. Die
Fugen zwischen den Blöcken werden mit keramischen Fasern ausgefüllt. Die Hubbalken werden außerhalb des
Ofens mit den Blöcken ausgerüstet, wobei ebenfalls Dehnfugen belassen werden, die im Bereich der
Gelenkverbindungen jedoch doppelte Breite aufweisen. Anschließend werden die fertig bestückten Hubbalken
in den Ofen eingesetzt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen und Ausbessern von Fest- und Hubbaiken eines Hubbalkenofenherdes,
bei dem auf einen metallischen Träger eine aus Blöcken bestehende zweischichtige Feuerfestauskleidung
aus einer unteren Isolierschicht und einer oberen feuer- und verschleißfesten Schicht aufgebracht
wird, in die von dem Träger ausgehende Anker hineinragen, dadurch gekennzeichnet,
daß als Träger für die Feuerfestauskleidung Tragbleche verwendet werden, mit denen außerhalb
des Ofens maßhaltige Blöcke fest verbunden werden, deren unterer Teil aus hydraulisch abbindendem
Isolierbeton und deren oberer Teil aus feuerfestem Hydrokeramikbeton hergestellt wird,
und daß die Anker an dim Tragblech befestigt
werden und in die feuer- und verschleißfeste Schicht hineinragen.
2. Verfahren nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß das feuerfeste Material für den oberen Teil des Blockes bei niedriger Temperatur aushärtet
und eine ausreichende Grünfestigkeit besitzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Metallanker aus hitzebeständigem
Stahl auf dem Tragblech befestigt und durch Querstäbe aus hitzebeständigem Stahl verbunden
werden.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche t bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stäbe mit schwarzer Bitumen-Farbe gestrichen und die äußeren Enden einige Millimeter dick mit
geteertem oder PVC-getränktem Band umhüllt werden.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anker aus feuerfestem Stahl senkrecht zur Längsachse des Ofens angebracht werden.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tragbleche mit Blech, Holz oder mit Blech beschlagenem Holz mit Befestigungsmitteln verschalt
werden und das feuerfeste Material in die Schalung gebracht wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
untere Teil des Blockes außer aus hydraulisch abbindendem Isolierbeton aus einem Isolierbetonblock
oder aus auf das Grundblech mit pastösem oder lufttrocknendem Zement aufgebrachten feuerfesten
Isoliersteinen, -platten oder -blocken gefertigt wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Blöcke in den Ofen gebracht, mit der Tragkonstruktion verbunden und die Fugen mit keramischem
Faserfilz gefüllt werden.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8. dadurch gekennzeichnet, daß die
Hubbalken außerhalb des Ofens mit den Blöcken versehen und komplett eingebaut werden.
ίο
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