DE2507394B2 - Verfahren und anordnung zur stromentlastung elektrischer fahrleitungen - Google Patents
Verfahren und anordnung zur stromentlastung elektrischer fahrleitungenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Stromentlastung elektrischer Fahrleitungen.
Die Traktionsleistung und damit der zu übertragende Strom wacht mit der 3. Potenz der Geschwindigkeit. Bei
der heutigen Tendenz zu Hochgeschwindigkeitsfahrzeugen, vornehmlich des herkömmlichen Rad/Schiene-Systems,
sind die Grenzen der Belastbarkeit herkömmlicher Oberleitungen als der brauchbarsten Form für die
Energieübertragung bereits sichtbar. Einerseits sollen aus schwingungstechnischen Gründen die Massen von
Oberleitung und Stromabnehmer abgestimmt gering gehalten werden, d. h. der Querschnitt des Fahrdrahtes
sollte relativ klein sein, andererseits ist der Querschnitt aber wesentlich für die Stromtragfähigkeit und für die
Erwärmung. Die Belastbarkeit des Fahrdrahtes endet in jedem Fall an der oberen Erwärmungsgrenze des
Fahrleitungskupfers, darüber hinaus wird das Material spröde und bruchanfällig. Aus diesem Grunde sollen
80°C nicht überschritten werden. Da die Fahrleitung den Summenstrom aller auf der Strecke zwischen den eo
Speisepunkten verkehrenden Züge führen muß und damit hoch belastet wird, wird sie warm.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Entlastung der normalen Fahrleitung zu erreichen mit dem Zweck,
höhere Ströme übertragen bzw. einen dichteren b5 Verkehr auf der Strecke zulassen zu können und doch
die Vorteile des kleinen Querschnitts für die Dynamik und das Bewegungsverhalten zu haben. Die Erfindung
behandelt ein darauf gerichtetes Verfahren zur Stromentlastung elektrischer Fahrleitungen und besteht darin,
daß über das Verhältnis der Impedanzen der Fahrleitung und einer ihr parallel zu schaltenden Leitung
geringer Induktivität eine selbsttätige Stromaufteilung derart erfolgt, daß die Parallelieitung ständig den
Hauptanteil des Fahrstroms führt und nur der gerade vom Stromabnehmer bestrichene Fahrleitungsabscnnitt
kurzzeitig mit dem vollen Fahrstrom belastet wird. Damit wird erreicht, daß 80 bis 90% des Fahrstroms
über ein Parallelkabel geführt werden. Die Fahrleitung ist ständig mit 10 bis 20% belastet, was zu keiner
nennenswerten Dauererwärmung führt Dadurch ist es möglich, entweder den Fahrleitungsquerschnitt zu
verkleinern oder aber die übertragbare Traktionsleistung auf der Strecke erheblich zu vergrößern. Der
Aufwand ist vertretbar, und vor allem sind vorhandene Oberleitungsnetze ausbaufähig und nachrüstbar.
In einer speziellen Anordnung zur Durchführung des Verfahrens findet als Parallelleitung ein Kabel mit
wesentlich niedriger Impedanz als bei der Fahrleitung (2) Verwendung, und durch Querverbindungen in
regelmäßigen Abständen ist die Fahrleitung in Fahrleitungsabschnitte aufgeteilt. Die Versorgung innerhalb
eines Speisebereiches erfolgt somit abschnittsweise. Weitere Merkmale der Erfindung sind den weiteren
Ansprüchen in Verbindung mit der erläuternden Beschreibung und Zeichnung zu entnehmen.
Anhand eines Schaltschemas wird die Erfindung näher erläutert. Die Figur zeigt einen Fahrzeugstromabnehmer
1, der mit definierter, willkürlich vorgebbarer Geschwindigkeit eine Fahrleitung 2, die z. B. zweiseitig
auf den Seiten a und b einer 162/3-Hz-Wechselspannung
gespeist wird, bestreicht. Der Fahrleitung 2 ist ein Kabel 3 besonderer Bauart, vorzugsweise ein Koaxialkabel mit
sehr niedriger Impedanz, parallel geschaltet. Eine Freileitung ist aus Induktivitätsgründen schlechterdings
zur Zeit nicht verwendbar. Querverbindungen 4,5, 6, 7 zum Parallel-Kabel 3, z. B. in 750-m-Abstand, teilen die
Fahrleitung 2 in Abschnitte 8,9,10.
Zur Funktion ist folgendes zu bemerken:
Erfolgt z. B. eine Stromabnahme von außerhalb des Bildes, wird der Fahrstrom nur zu einem unwesentlichen
Teil über die hier sichtbare Fahrleitung 2, zu einem wesentlichen Teil dagegen, z. B. zu 80%, über das hier
sichtbare Parallel-Kabel 3 gehen. Die Fahrleitungsabschnitte 8, 9, 10 werden dabei kaum erwärmt. Erfolgt
dagegen entsprechend der Figur die Stromentnahme im Fahrleitungsabschnitt 9, ergibt sich infolge der Impedanzverhältnisse
(hohe Impedanz der Fahrleitung 2 / niedrige Impedanz des Kabels 3) eine Stromaufteilung,
bei der der befahrene Abschnitt, hier 9, immer zweiseitig gespeist wird und den vollen Fahrstrom führt. Die
daraus resultierende Erwärmung kann spürbar sein, stellt sich jedoch als zu vernachlässigende Kurzzeitbelastung
dar. Im nächsten Moment wird in der gleichen Weise Fahrleitungsabschnitt 9 usw. gespeist.
Als besonders induktivitätsarm und frei von Querkapazitäten ist als Parallelleitung ein Zweileiter-Koaxialkabel
mit Cu-Innenseele und mit geerdetem Metall-Außenleitermantel
geeignet. Das Kabel kann günstig als Erdkabel verlegt werden. Zwischen Innen- und Außenleiter
liegt dabei die volle Betriebsspannung. Die Querschnitte der Leiter bestimmen sich aus der
Stromdichteverteilung, die für beide gleich sein sollte, um die Stromaufteilung umgekehrt wie die Impedanzen
zu erzielen, d. h., bei einem Fe-Außenmantel benötigt
man wegen der magnetischen Effekte und der größeren
Stromverdrängung einen größeren Querschnitt als z. B. bei einem Al-Außenmantel. Der Außenmantel muß
gleichzeitig den mechanischen Schutz des Kabels ■ibernehmen können. Eine weitere Variante wäre die
Verwendung des Zweileiter-Koaxialkabels als Tragseil für das Kettenwerk. In diesem Fall wäre der Innenleiter
vorzugsweise aus Fe und geerdet, und der Cu-Außenmantel mit der Fahrleitung verbunden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zur Stromentlastung elektrischer Fahrleitungen, dadurch gekennzeichnet,
daß über das Verhältnis der Impedanzen der Fahrleitung (2) und einer ihr parallel zu schaltenden
elektrischen Leitung geringer Induktivität eine selbsttätige Stromaufteilung derart erfolgt, daß die
Parallelleitung ständig den Hauptanteil des Fahr-Stroms führt und nur der gerade vom Stromabnehmer
(1) bestrichene Fahrleitungsabschnitt (8) kurzzeitig mit dem vollen Fahrstrom belastet wird.
2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als
Parallelleitung ein Kabel (3) mit wesentlich niedrigerer Impedanz als bei der Fahrleitung (2) Verwendung
findet, und daß durch Querverbindungen (4,5, 6, 7) in regelmäßigen Abständen die Fahrleitung (2)
in Faiirleitungsabschnitte (8,9,10) aufgeteilt ist.
3. Anordnung nach dem Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Parallelieitung vorzugsweise
ein induktivitätsarmes Zweileiter-Koaxialkabel (3) mit geerdetem Außenleitermantel Verwendung
rindet.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnitte von Innenleiter und
Außenleiter entsprechend einer gleichmäßigen Stromdichteverteilung bei der Betriebsfrequenz
ausgelegt sind.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Parallelleitung als
Erdkabel verlegt ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (3) als
Tragseil für das Kettenwerk der Fahrleitung (2) dient, wobei der Innenleiter geerdet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752507394 DE2507394C3 (de) | 1975-02-18 | 1975-02-18 | Verfahren und Anordnung zur Stromentlastung elektrischer Fahrleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19752507394 DE2507394C3 (de) | 1975-02-18 | 1975-02-18 | Verfahren und Anordnung zur Stromentlastung elektrischer Fahrleitungen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2507394A1 DE2507394A1 (de) | 1976-08-26 |
| DE2507394B2 true DE2507394B2 (de) | 1978-01-26 |
| DE2507394C3 DE2507394C3 (de) | 1978-10-05 |
Family
ID=5939410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752507394 Expired DE2507394C3 (de) | 1975-02-18 | 1975-02-18 | Verfahren und Anordnung zur Stromentlastung elektrischer Fahrleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2507394C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2695438C1 (ru) * | 2018-10-12 | 2019-07-23 | Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Российский университет транспорта (МИИТ)" РУТ (МИИТ) | Способ измерения электрических сопротивлений в неоднородных рельсовых нитях на электрифицированных участках железных дорог |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0249643A1 (de) * | 1986-06-14 | 1987-12-23 | Azienda Trasporti Municipali | Kabel zum Umwandeln elektrischer Leistung von Wechselstrom in Gleichstrom |
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1975
- 1975-02-18 DE DE19752507394 patent/DE2507394C3/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE2507394A1 (de) | 1976-08-26 |
| DE2507394C3 (de) | 1978-10-05 |
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