DE2506726A1 - Verwendung von perfluoralkansulfonamiden und/oder ammoniumsalzen von perfluoralkansulfonsaeuren und/oder cyclimmoniumsalzen von perfluoralkansulfonsaeuren als entformungsmittel - Google Patents
Verwendung von perfluoralkansulfonamiden und/oder ammoniumsalzen von perfluoralkansulfonsaeuren und/oder cyclimmoniumsalzen von perfluoralkansulfonsaeuren als entformungsmittelInfo
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Description
1 7. Feb. 1975
Verwendung von Perfluoralkansulfonamiden und/oder Ammoniumsalzen
von Perfluoralkansulfonsäuren und/oder Cyelimmoniumsalzen von Perfluoralkansulfonsäuren als Entformungsmittel
Aromatische Polycarbonate wurden aufgrund ihrer typischen
zähelastischen Eigenschaften auf vielen technischen Anwendungsgebieten eingesetzt. Nachteilig ist ihre schlechte
Entformbarkeit im Spritzguß, was oft verhältnismäßig lange Zykluszeiten zur Folge hat. Aus wirtschaftlichen und technischen
Gründen ist es jedoch erwünscht, die Zykluszeiten so weit wie möglich zu verkürzen, um größere Stückzahlen pro
Zeiteinheit auf den Spritzgußmaschinen herzustellen. Das läßt sich z.B. durch Entformen bei höheren Temperaturen erreichen.
Dazu muß Jedoch die Polycarbonatschmelze so ausgerüstet sein, daß die Trennung des Formteils von der Werkzeugwand mit
niedrigen Entformungskräften und bei hohen Temperaturen ohne Kleben der erstarrten Schmelze vonstatten geht. Ein leichtes
Entformen bei hohen Temperaturen ist besonders auch bei komplizierten Foxmkörpern erwünscht, die in Werkzeugen mit
nicht kühlbaren Teilen (beispielsweise Stegen, Kernen usw.) hergestellt werden.
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ORIGINAL INSPECTED
Bisher werden zur Verbesserung der Entformbarkeit aromatischen
Polycarbonaten langkettige aliphatische Carbonsäureester von ein- und dreiv/ertigen Alkoholen nach DOS 2 064 095
und DOS 2 220 185 zugesetzt. Nachteilig ist jedoch der Abfall der mechanischen Eigenschaften bei längerer Temperaturbelastung,
wodurch die nach DOS 2 064 095 und DOS 2 220 leicht entformbar eingestellten aromatischen Polycarbonate
manchen technischen Anforderungen nicht mehr genügen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es nun, ein Entformungsmittel
für aromatische Polycarbonate zu finden, das den zu entformenden Polycarbonaten ein für alle technischen
Anwendungen ausreichendes Entformungsverhalten gibt und auf
der anderen Seite das mechanische Eigenschaftsniveau der reinen aromatischen Polycarbonate auch nach längerer
Temperaturbelastung im wesentlichen unbeeinflußt läßt. Besonders erwünscht ist ein Entformungsmittel für höhere
Entformungstemperatüren in Anbetracht der oben beschriebenen
Vorteile.
Gegenstand der vorliegende!Erfindung ist somit die Verwendung
von Perfluoralkansulfonsäureamiden und/oder .^Ammoniumsalzen
von Perfluoralkansulfonsäuren und/oder Cyclimmoniumsalzen von Perfluoralkansulfonsäuren für Formmassen
aus thermoplastischen hochmolekularen aromatischen Polycarbonaten .
Hochmolekulare, thermoplastische, aromatische Polycarbonate sind insbesondere solche auf Basis Dihydroxydiarylverbindungen
der Formel I
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worin R gleich oder verschieden und H, C1 - C.-Alkyl, Cl oder Br und
X C1- Cg-Alkylen, C2 - Cg-Alkyliden, C5 - C^-Cycloalkylen,
und Cr - Cjc-Cycloalkyliden sind.
Perfluoralkansulfonsäureamide sind instesondere solche der
Formel Ha
Rp - SO2 - X, Ha
R-, ein linearer oder verzweigter oder cyclischer aliphatischer
Perfluoralkylrest mit 1 bis 12 C-Atomen ist und
1 2
X NR R ist, worin R1 und R2 gleich oder verschieden und
X NR R ist, worin R1 und R2 gleich oder verschieden und
Wasserstoff, C1 - C,„-Alkyl, Cr7- Cr,n-Aralkyl und
1 ig ( c\j 1 2
Cc - C2Q-Cycloalkyl sein können und außerdem R und R
mit dem N-Atom einen Heterocyclus bilden können.
Ammoniumsalze von Perfluoralkansulfonsäuren sind insbesondere
•solche der Formel Hb
R1, - SO2- X
R- die für Ha aufgeführte Bedeutung hat und
X 0e £~NR1, R2, R5, RJ7* ist, worin R1, R2, R5 und R4"
entweder Wasserstoff oder gleiche oder verschiedene C1 - C18-AIl^rIe, C7 - C20-Aralkyle und C5 - C2(y-Cycloalkyle
sein können.
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Cyclimmoniunrsalze von Perfluoralkansulfonsäuren sind
insbesondere Fölche der Formel lic
Γ- ρ - SO2 - X Hc
R-p die für Ha angeführte Bedeutung hat und
X 0θ /~N = Q 7 * ist,
"A1 "
R1 C1 - C^-Alkyl, C7 - C20-Aralkyl oder C5 - C^-Cycloalkyl
se;n kann und N=Q ein Heterocyclus ist.
Die erfindungsgenräßen Entf ormungsmi ttel werden in Mengen
von 0,001 bis 1 Gew.-^, bevorzugt 0,001 bis 0,01 Gew.-$,
bezogen auf Polycarbonat, eingesetzt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung gewinnt man folgende Torteile.
Die mechanischen Eigenschaften der Polycarbonate sowie deren
Molekulargewicht werden durch das zugesetzte Entfcrmungsffiittel
nicht beeinflußt. Selbst nach Temperung von 300 Std. bei 130 C v,ird kein Molekulargewichtsabbau und kein Abfall
dei mechanischen Eigenschaften beobachtet. Das ist insbesondere
im Hinblick auf Mehrfachextrusion und Abfallwiederverwertung von besonderem Vorteil.
Die mechanischen Eigenschaften der mit den erfindungsgeraä3en
Entformungsttitteln versetzten Polycarbonate sind identinci
mit den'-n der reJnenPolycarbonate. Aufgr-nd der ungewöh:ilichen
thermischen Stabilität und der vollkommenen löslichkeit der
erfindungegemäßen Perfluoralkan-Sulfonsäure-Derivate in der
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-U-
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Polycarbonatschmelze bleiber die mit den erfindungsgemäßen
Entformungsmitteln versetzten Polycarbonat-Formmassen transparent
und völlig farblos.
Mit den erf indur.gsgemäßen Entfo:mungsmitteln erreicht man
eine hervorragende Entformbarkeit von Polycarbonat-Formkörpern
wobei ein besonderer Vorteil darin besteht, daß die Entformung in einem sehr breiten Temperatuibereich erfolgen kann.
Dadurch werden die Spritzzyklen unabhängig von Temperaturschwankunger:
im Spritzwerkzeug, was für die Kunststoff-Verarbeiter ein großer Vorteil ist.
Das ttberrasehende der Erfindung liegt darin, daß gegenüber
bekannten Enfojmungsmitteln, wie z.B. den Fettsäureestern
des Glycerins, durch weit geringere Mengen der erfindungsgemäßen Entformungsmittel eine Entformbarkeit erreicht wird,
die der mit. bekannten Entformungsmitteln weit überlegen ist.
So wird durch Zugabe von z.B. 0,001 Gew.-^ Tetraäthylammoniumperfluoroctansulfonat
ein Entformungsverhalten eines aromatischen
Polycarbonats erreicht, das nur mit erheblich größeren
Mengen (0,5 Gew.-$) an beispielsweise Glycerxntrxstearylester erreicht wird, der aber in dieser Konzentration bereite die
mechanischen Eigenschaften der Polycarbonate negativ beeinflußt, sofern diese längeren Temperaturbelastungen ausgesetzt
sind.
Unter aromatischen Polycarbonaten im Sinne dieser Erfindung werden Homopolycarbonate und Copolycarbonate verstanden,
denen z.B. ein oder mehrere der folgenden Bisphenole zugrundeliegen:
Bis(hydroxyphenyl)-alkane Bis—(hydroxyphenyl)-cycloalkane
sowie derer, kernalkylierte und kernhalogenierce Verbindungen.
Weitere aromatische Dihydroxyverbindungen sind z.B. in den
US-Patentschriften 3 028 365, 2 999 835, 3 H8 172, 3 271 368,
2 991 273, 3 271 367, 3 280 078, 3 OH 891 und 2 999 846, Le A 16 235 - 5 -
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in den deutschen Offenleg;ngsschriften 1 570 703, 2 063 050,
2 063 052, 2 211 956, 2 211 957, der franz. Patentschrift
1 561 518 und in der Monographie "H. Schnell, Chemistry and Physics of Polycarbonates, Interscience Publishers, New York,
1964", beschrieben.
Bevorzugte Bisphenole sind z.B.:
2, 2-Bis— (4-I~ydr xyphenyl)— propan
2,4-Bi£r-(4-l-ydroxyphenyi)-2-iEethylbutan
1,1-Bis-(hydr;)xyphenyl)-cyclohexan 2,2-Bis-(3-ir;ethyl-4-hydroxyphenyl )-propan
2,2-Bis-(3-chlor-4-hydroxyphenyl)-propan
Bis-(3,5-dirce thyl-4-hydroxyphenyl)-me than
2,2-Bis-(3,5-dime thyl-4-hydroxyphenyl)-propan
2,4-Bis-(3,5-dime thyl-4-hydroxyphenyl)-2-me thylbutan
1,1-Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-cyclohexan
2,2-Bi£-(3,5-dichlor-4-hydroxyphenyl)-propan 2,2-Bis-(3,5-dibrom-4-hydroxyphenyl)-propan
Besonders bevorzugte Bisphenole sind z.B.:
2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan
2,2-Bis-(3,5-dimethyl-4-hydroxyphenyl)-propan
2,2-Bis-(3,5-dichlor-4-hydroxyphenyl)-propan
2,2-Bis- ν 3,5-dibroD5-4 -hydroxyphenyl) -propan
1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-cyclohexan
Bevorzugte aromatische Polycarbonate sind solche, denen ein
oder mehrere der als bevorzugt genannten Bisphenole zugrunde, liegen. Besonders bevorzurt v/erden Polycarbonate auf Basis
von 2,2-Biε-(4-hydroxyphenyl)-propan und eines der anderen
als besonders bevorzugt genannten Bisphenole.
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Die aromatischen Polycarbonate können nach bekannten Verfahren
hergestellt werden, so z.B. nach dem Schmelzumesterungsverfahren
aus Bisphenolen und Diphenyicarbonat und dej Zweiphasengrenzflächenverfabren
aus Bisphenolen und Phosgen, wie es in der obengenannten Literatur beschrieben ist.
Die aromatischen Polycarbonate können auch durch den Einbau geringer Nengen an Polyhydroxyverbindungen, z.B. 0,05 - 2,0 MoI-(bezogen
auf die eingesetzten Bisphenole), verzweigt sein. Polycarbonate dieser Art sind z.B. in den deutschen Offenlegungsschriften
1 570 533, 1 595 762, 2 116 974, 2 113 347, der britischen Patentschrift 1 079 821 und in der US-Patentschrift
3 544 514, beschrieben. Einige der verwendbaren
Polyhydroxyverbindungen sind beispielsweise Phloroglucin,
4,6~Dimethyl-2.4, 6-tri-(4-hydroxyphenyl)~hepten-2, 4,6-Dimethyl-2,4,
6-tri-(4-hydroxyphenyl)-heptan, 1,3,5-Tri-(4-hydroxyphenyl)-benzol,
1,1,1-Tri-(4-hydroxyphenyl)-äthan,
Tri- (4-hydroxyphenyl)-phenylmethan, 2,2-Bis-\h, 4-(4,4' -dihydroxydiphenyl)-cyclohexyl]-propan,
2,4-Bis-(4-hydroxyphenyl-4-isopropyl)-phenol,
2,6-Bis-(2'-hydroxy-5'-methylbenzyl)-4-methylphenol,
2,4-Dihydroxy-benzoesäure, 2-(4-Hydroxyphenyl)-2-(2,4-dihydroxyphenyl)-propan
und 1,4-Bis-(4',4"-dihydroxytriphenyl-inethyl)-benzol.
Die aromatischen Polycarbonate sollen in der Regel Molekulargewichte
M von 10 000 bis über 200 000, vorzugsweise von 20 000 bis 80 000 haben.
PerfluoralkansulfOTisäure-Derivate im Sinne der vorliegenden
Erfindung sind insbesondere die der Formel
RpSO2X II (Ha + lib + lic)
wie oben ausgeführt.
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Die Darstellung der Ammoniumsalze der Formel Hb, worin R1, R2, R3 und R sowohl Alkyl, Aralkyl, Cycloalkyl als
auch Wasserstoff sein können, ist nach folgender Methode möglich:
1) R17SCUR4 + NR1R2R3 >
Rt?SO, fc (NR1 R2R3R4^.
Es können hierbei sowohl die freien Perfluoralkansulfonsäuren, als auch die.entsprechenden Ester - welche bekanntlich
stark alkylierend wirken - mit Ammoniak bzw. primären, sekundären oder tertiären Aminen umgesetzt werden (.vgl.
auch J. Org. Chem. 37, 24,Seiten 3968-71 (1972)). Hierdurch sind zugänglich:
RpSO3NH,, RgSO3NH3R1, RpSO3NH2R1R2, RpSO3NHR1R2R3 und
RpSO3NR R2R3R , worin R1, R2, R3 und R mit Ausnahme von
Wasserstoff die auf Seite 3 für Hb genannten Alkyle, Aralkyle oder Cycloalkyle sein können.
Eine weitere Herstellung von Hb kann gemäß Gleichung 2
erfolgen:
2) RpSO3H + (NR1R2R3R4)0H >
RpSO3 6(NR1R2R3R4)e + H£0
(Beispiele vgl. J. Org. Chem. 37,24, Seiten 3968-71 (1972)).
1 4 Eine weitere Herstellung von Hb, wobei R bis R nicht Wasserstoff
sein kann, kann gemäß Gleichung 3)erfolgen:
3) RpSO2F + NR1R2R3 + R4O-Si^ RpSO®(NR1R2R3R4)φ + FSiJ
Die Umsetzung von Perfluoralkansulfonylfuorid mit einem tertiären Amin (NR RR) in Gegenwart eines Silans ist beschrieben
von V. Beyl, H. Niederprüm, P. Voss in Liebigs Ann. Chem. 731, 58-66 (1970) und in DOS 1 929 665 sowie in
US 3 723 512.
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Verbindungen des Typs Hb sind z.B.:
Trimethyl-stearyl-ammonium-perfluorhexansulfonat
Trimethyl-dodecyl-ammonium-perfluorheptansulfonat Trimethyl-stearyl-ammonium-perfluordodecansulfonat
Tetramethyl-ammonium-perfluoroctansulfonat
Tetraäthyl-ammonium-perfluoroctansulfonat
Tributy1-äthyl-ammonium-perfluoroctansulfonat
Tripropyl-amyl-ammonium-perfluoroctansulfonat
Tripropyl-amyl-ammonium-perfluordecansulfonat
N,N-Dimethylimidazolinium-pe:r f luoroctansulf onat
N,N-Dime thylmorpholinium-perfluorο c tansulfonat
N, N-Dimethylpyrolidinium-perf luoroctansulf onat Trimethylbenzylanraionium-perfluoroctansulfonat
Tetramethylammonium-perfluoroctansulfonat
Ammoniumperfluoroctansulfonat.
Die Amide der Pormel Ila können in Analogie zu bekannten
Verfahren bei Ausschluß von Wasser durch Umsetzung der Perfluoralkansulfonsäurehalogenide mit sekundären oder
primären Aminen bzw. Ammoniak erhalten werden: siehe Gmelin
Handbuch, Ergänzungswerk zur 8. Auflage, Band 12, Teil 2, Seiten 158 ff.
Verbindungen vom Typ Ha sind z.B.:
N-Cyclohexyl-perfluoroctansulfonamid
N-Me thyl-p erfluorο c tansulfonamid
N-Methyl-perfluordecansulfonamid
N-Butyl-perfluoroctansulfonamid
N,N-Dimethy1-perfluoroctansulfonamid
N-Benzyl-perfluordecansulfonamid
ÜT-Stearyl-perf luoroctansulf onamid
N-Stearyl-N-methyl-perfluoroctansulfonamid
Perfluorooctansulfonamid
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Die Cyclimmoniumsalze der Formel lic sind ebenfalls erhältlich
nach der von V. Beyl, H. NiederprUm, P. Voss in Liebigs Ann. Chem. 731, 58-66 (1970) beschriebenen Umsetzung
von Perfluoralkansulfonylfluorid mit Silan in
Anwesenheit der entsprechenden heterocyclischen Stickstoffverbindungen .
Verbindungen vom Typ lic sind z.B.: N-Methyl-pyridinium-perfluorbutansulfonat
N-Methyl-pyridinium-perfluoroctansulfonat
N-Methyl-chinolinium-perfluoroctansulfonat.
Die erfindungsgemäße Verwendung der Perfluoralkansulfonsäurederivate
der Formel Hb und Hc als Entformungsmittel für Polycarbonate war insofern überraschend, da bei den PoIycarbonatverarbeitungstemperaturenvon
etwa 3000C und mehr zu erwarten waren, daß quarternierte Stickstoffverbindungen dieses
Typs nach A.W. v. Hofmann thermisch unter Abspaltung der entsprechenden Olefine bzw. Ringaufspaltung sich zersetzen
(Vgl. H. Beyer, Lehrbuch der org. Chemie, 1963, S. 632). Als Beispiel sei daher hier nur das Tetraäthylammoniumperfluoroctansulfonat
aufgeführt, welches nach der Differential-Thermo-Analyse
und der Thermo-Gravimetrischen-Analyse bis zu ca. 370 C thermisch völlig stabil ist. Diese thermische
Stabilität dieser quarternierten Stickstoffverbindung war nicht zu erwarten.
Eine weitere ungewöhnliche Eigenschaft dieser Fluorverbindung ist, daß sie sich im Gegensatz zu vielen anderen Tensiden,
in der Grenzphase offensichtlich extrem schnell orientiert und zudem auch in die Grenzphase sehr schnell diffundieren
kann, so daß diese Eigentümlichkeit hier bei den schnell ablaufenden Spritzvorgängen voll zum Tragen kommt.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß als Entformungsmittel gemäß vorliegender Erfindung vor allem die Tetraalkylammonium-
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perfluoralkansulfonate geeignet sind, insbesondere auch wegen ihrer technisch leichten Zugänglichkeit, was vor allem
für das Tetraäthylammoniumperfluoroctansulfonat zutrifft.
Die Einarbeitung der erfindungsgemäßen Entformungsmittel erfolgt z.B. dadurch, daß man die normalerweise in Pulverform
vorliegenden Substanzen auf das Granulat des Polycarbonats auftrudelt und anschließend über einen Doppelwellenextruder
bei ca. 2800C zu einem Strang extrudiert und granuliert.
Die Einarbeitung des Entformungsmittels kann aber auch schon während der Herstellung des Polycarbonats erfolgen. In diesem
Fall wird die Perfluorverbindung entweder in einem Lösungsmittel gelöst vor der Ausdampfschnecke oder ohne Lösungsmittel
in die Polycarbonatschmelze eindosiert.
Bei den erfindungsgemäß zu verwendenden kleinen Mengen an Entformungsmitteln ist es für die gleichmäßige Dosierung
und Einarbeitung günstig, zuerst ein Konzentrat der erfindungsgemäß zu verwendenden Perfluorverbindungen in Polycarbonat nach
üblichen Methoden herzustellen, das in die Polycarbonatschmelze eindosiert wird.
Die erfindungsgemäße Verwendung der Entformungsmittel macht sich weder in der Transparenz noch in der Farbe der Polycarbonate
nachteilig bemerkbar.
Dem Polycarbonat können ggf. noch Farbstoffe, Pigmente, Stabilisatoren, Flammschutzmittel, Füllstoffe und Glasfasern
u.a. zugesetzt werden, ohne daß dadurch die Wirksamheit des Entfcrmungsmitteis beeinträchtigt wird.
Geeignete Glasfasern in diesem Zusammenhang sind alle im Handel erhältlichen Glasfasersorten und -typen, also ge-
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schnittene Glasseide (Langglasfaser und Kurzglasfaser), Rovings oder Stapelfasern, sofern sie durch geeignete
Schlichten Polycarbonat-verträglich ausgerüstet sind.
Die Länge der Glasfäden, ob sie nun zu Fasern gebündelt
sind oder nicht, soll bei Langglas zwischen 60 mm und 6 mm liegen, bei Kurzglas soll die Maximallänge zwischen 5 mm
(500 /um) und 0.05 mm (50 /um) liegen.
Zwei Glaüfasertypen werden besonders bevorzugt:
I. Langglasfaser mit einer mittleren Faserlänge von 6000 /um einem Durchmesser 0 von 10 ,um und einem Pulveranteil (<
50/um) von ca. 1 Gew.-%, und
II. Gemahlene Kurzglasfaser mit einer mittleren Faserlänge von 230/um, einem Durchmesser 0 von 10/um und einem Pulveranteil
(<50/um) von 5 Gew.-%.
Als Glasmaterial ist das alkalifreie Aluminium-Bor-Silikat-Glas ("Ε-Glas") oder auch das alkalihaltige "C-Glas" brauchbar.
Als geeignete Schlichten können die in der Literatur bekannten verwendet werden, besonders bewährt für Polycarbonatmassen
ist die für Kurzglasfasern bekannte Wasserschlichte (vgl. DT-AS 1 201 991).
Weitere Einzelheiten über Glasfasern und deren Verwendung in Kunststoffen, insbesondere in Polycarbonaten sind aus "Harro
Hagen, Glasfaserverstärkte Kunststoffe, Springer-Verlag, Berlin Göttingen, Heidelberg, 1961 (insbesondere Seiten 182-252)
und aus US-Patent 3 577 378 (Ue 2159-Cip) bekannt.
Die Glasfasern können im vorliegenden Zusammenhang in den
üblichen Mengen eingesetzt werden, vorzugsweise in Mengen
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von 1 Gew.-% "bis 30 Gew.-%, bezogen auf Gesamtgewicht Glasfaser
+ Polycarbonat.
Die mit den erfindungsgemäßen Entformungsmitteln leicht
entformbar ausgerüsteten thermoplastischen Polycarbonat-Formmassen
finden überall dort Anwendung, wo Formkörper in großer Stückzahl mit kurzen Zykluszeiten voll automatisch im Spritzgießverfahren
hergestellt werden. Das gilt z.B. für die Verwendung auf dem elektrotechnischen und optischen Sektor,
z.B. für Steckerleisten, Spulenkörper, Gehäuseteilen wie Projektorgehäuse, Schaltkästenunterböden usw. und für besonders
komplizierte Formkörper, die aus Werkzeugen, in denen Bereiche mit stark unterschiedlichen Temperaturen vorliegen, verformt
werden. Bei solchen Teilen treten auch bei erhöhter Temperatur keine Entformungsschwierigkeiten auf.
Die Wirksamkeit der Perfluoralkansulfonsäure-Derivate wird anhand der "bei der Entformung von Spritzgußmassen "benötigten
Entformungskräfte gemessen. Diese werden in den folgenden
Beispielen dadurch gemessen, daß man den in dem ölzylinder des Auswerfersystems bei der Entformung aufbauenden Druck
über ein optisches und gleichzeitig schreibendes Anzeigegerät sichtbar macht.
Folgende Beispiele sollen den Erfindungsgegenstand näher erläutern:
Herstellung eines Polycarbonate, Herstellung je eines Entformungsmittels
der Formel Ha, Hb und Hc
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Allgemeine Herstellungsvorschrift für Polycarbonate. Ca. 454 Teile 4,4'-Dihydroxydiphenyl-2,2-propan ^d. 9,5 Teile
p-tert.-3utylphenol werden in 1,5 1 Wasser suspendiert. In einem 3-Halskolben, ausgestattet mit Rührer und Gaseinleitungsrohr,
wird der Sauerstoff aus der Reaktionsmischung entfernt, indem unter Rühren 15 Minuten lang Stickstoff durch die
Reaktionsmischung geleitet wird. Dann werden 355 Teile 45 ^iger
Natronlauge und 1000 Teile Methylenchlorid zugegeben. Die Mischung wird auf 250C abgekühlt. Unter Aufrechterhaltung dieser
Temperatur durch Kühlen werden 237 Teile Phosgen während einer Zeitdauer von 120 Minuten zugegeben. Eine zusätzliche Menge
von 75 Teilen einer 45 %igen natronlauge wird nach 15- 30 Minuten zugegeben bzw. nachdem die Phosgenaufnahme begonnen
hat. Zu der entstandenen Lösung werden 1,6 Teile Triäthylamin zugegeben und die Mischung weitere 15 Minuten gerührt.
Eine hochviskose Lösung wird erhalten, deren Viskosität durch Zugabe von Methylenchlorid reguliert wird. Die wäßrige
Phase wird abgetrennt. Die organische Phase wird mit V/asser, salz- und alkalifrei gewaschen. Das Polycarbonat wird aus der
gewaschenen Lösung isoliert und getrocknet. Das Polycarbonat hat eine relative Viskosität von 1,29 - 1,30, gemessen in einer
0,5 %igen Lösung von Methylenchlorid bei 20°. Das entspricht
ungefähr einem Molekularge\\richt von 32000. Das so gewonnene
Polycarbonat wird extrudiert und granuliert.
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Herstellung eines Entformungsmittels der Formel Ha:
N-Methyl-perfluoroctansulfonamid wird nach US-Patent
3 636 085 der Ciba-Geigy Corp. (E.K. Kleiner) aus Perfluoroctansulfonylfluorid
und Methylamin in Äther als Lösungsmittel bei einer Reaktionstemperatur von -30 bis
00C und einer Reaktionszeit von 2-3 Stunden erhalten. Der Schmelzpunkt beträgt 101 bis 103°C.
Herstellung eins Entformungsmittels der Formel Hb Darstellung von Tetraäthylammoniumperfluoroctansulfonat.
750 g Chlorbenzol, 272 g (0,5 Mol)92,4 %iges Perfluoroctansulfonylfluorid,
53 g (0,53 Mol) Triäthylamin und 31,2 g (0,175 Mol) Triäthoxymethylsilan werden in einen 2 Liter
Kolben mit Rührer und Rückflußkühlung gegeben. Das Reaktionsgemisch erwärmt sich dabei um einige Grade (von ca. 25 auf
30 C) und wird danach unter Rühren im Zeitraum von 1 Stunde auf 1000C erwärmt. Bei etwa dieser Temperatur setzt leichte
Gasentwicklung ein, die durch Erwärmen auf 1050C heftig
wird. Das hierbei entstehende Trifluormethylsilan (Kp = -300C)
wird durch einen an den Rückflußkühler angeschlossenen Gasblasenzähler geleitet und bei -780C kondensiert. Nach Beendigung
der Gasentwicklung läßt man unter Rühren auf Zimmertemperatur abkühlen. Es kristallisiert ein gelbgefärbter
Niederschlag, der filtriert und im Vakuum (10 Torr) getrocknet wird. Das so erhaltene Tetraäthylammoniumperfluoroctansulfonat
ist bereits sehr rein, kann aber leicht aus Chlorbenzol umkrisrallisiert werden. Ausbeute 300 g (95,3 % d.Th.) bezogen
auf eingesetztes Perfluoroctansulfonylfluorid.
Herstellung eines Entformungsmittels der Formel Hc: N-Methyl-pyridinium-perfluorbutansulfonat
151 g (0,5 Mol) Perfluorbutansulfonylfluorid, 30 g (0,025 Mol) Dimethyldimethoxysilan, 39,5 g (0,5 Mol) Pyridin und 200 ml
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Acetonitril als Lösungsmittel werden in einem Kolben zusammengegeben und gerührt; die ursprünglich zweite Phase
verschwindet dabei innerhalb von ca. 10 Stunden. Anschließend wird das Lösungsmittel und das entstandene Fluorsilan abdestilliert
und der Rückstand mit Benzol gewaschen. Nach dem Trocknen erhält man die gesuchte Verbindung in einer
Ausbeute von ca. 85 % d. Th.
I. Die verwendeten aromatischen Polycarbonate
Ihre Viskositäten sind gemessen bei einer Konzentration von g/l.
Ihre Viskositäten sind gemessen bei 25°C in Methylenchlorid
A. Ein aromatisches Polycarbonat auf Basis von 4,4'-Dihydroxy diphenylpropan-2.2 (Bisphenol A) mit einer relativen
Viskosität von *'rel = 1,30, MLg = 28 000, (MLg = Lichtstreu-Molekulargewicht)
.
B. Ein aromatisches Polycarbonat auf Basis von 90 Mol-% Bisphenol A und 10 Mol-% 4,4'-Dihydroxy-3,3',5,5'-tetrabromdiphenylpropan-2,2
(Tetrabrombisphenol A) mit einer relativen Viskosität von '.' el = 1,33 M^0 = 37 000.
(MLS = Lichtstreu-Molekulargewicht).
C. Ein aromatisches Polycarbonat auf Basis von 70 Mol-%
Bisphenol A und 30 Mol-% 4,4'-Dihydroxy-3,3',5,5'-Tetramethyldiphenylpropan-2,2
(Tetramethylbisphenol A) mit einer relativen Viskosität von ^rel =1,28 MLg = 31 000.
D. Ein aromatisches Polycarbonat auf Basis von 4,4'-Dihydroxydiphenylpropan-2,2
(Bisphenol A) mit einer relativen Viskosität von νrel = 1,32, M^g = 30 000, mit einem Glasfasergehalt
(geschlichtete Langglasfaser, mittlere Faserlänge 6 mm, Durch-
Le A 16 235 - 16 -
£09834/0846
messer 10 /U, Pulveranteil <T 50 /U ca 1 %) von 20 Gew.-%.
Es wird erhalten, indem 80 kg eines Polycarbonats mit einer relativen Viskosität ■>■ ωΊ = 1,32, M1. Q = 30 000 in einem
Doppelwellenextruder bei 310 C extrudiert werden. Gleichzeitig gibt man 20 kg einer Glasfaser (,geschlichtete Langglasfaser,
mittlere Faserlänge 6 mm, Durchmesser 10 /u, Pulveranteil ^"50/u 1 Gew.-%) hinzu. Das so glasfaserverstärkte
Polycarbonat wird nach üblichen Techniken granuliert. Die Eigenschaften sind in den Tabellen 1 und 2 beschrieben.
II. Die verwendeten Entformungsmittel
E. Glycerintriester mit Säureresten der Stearinsäure, Palmitinsäure, Myristinsäure im Verhältnis 1 : 1 : 0,1,
Schmelzpunkt 48°C. (Erhältlich nach üblichen Estersynthesen; vgl. auch DT-OS 2 064 095).
F. Tetraäthylammoniumperfluoroctansulfonat, Schmelzpunkt
170 bis 7.9O0C: CgF17SO3 0 ZP(C2H5 ) J®
G. N-Methyl-perfluoroctansulfonamid
C8F17SO2 NHCH3, Schmp. = 101 - 103°C
H. N-Methyl-pyridinium-perfluorbutansulfonat
C4F9SO3 6 /CH3N®C5H57 Schmp. = 83-85°C
Le A 16 235 - 17 -
609834/0848
Beispiele 1, 2, 3, 4
(Polycarbonate A, B, C und D ohne Entformungsmittel)
Dae Entformungsverhalten der Polycarbonate A, B, C und D
wird an einem konischen Zylinder von 35 mm länge und den Durchmessern von 40 und 42 mm mit einer Wandstärke von 3 mm
durch das Messen des sich im Auswerfersystem aufbauenden Drucks geprüft. Die Entformungsdrucke und Temperaturen
werden in Tabelle 1 angegeben. Ein aus diesen Polycarbonaten bei 2700C gespritztes Formteil hat die in der Tabelle 2
beschriebenen mechanischen Eigenschaften.
0,5 kg Entformungsmiitel E werden auf 99,5 kg Polycarbonat A
in einer Trommel bei Raumtemperatur aufgetrudelt, anschließend
über einen Extruder bei 2800C zu einem Strang extrudiert und
granuliert. Das Entformungsverhalten wird wie in Beispiel 1 geprüft. Die Eigenschaften sind in den Tabellen ? und 2
beschrieben.
0,1 kg Entformungshilfsmittel G werden auf 99,9 kg Polycarbonat A in einer Trommel bei Raumtemperatur aufgetrudelt,
anschließend über einen Extruder bei 2800C zu einem Strang
extrudiert und granuliert. Das Entformungsverhalten wird wie in Beispiel 1 geprüft. Die Eigenschaften sind in den
Tabellen 1 und 2 beschrieben.
10 kg Polycarbonat B (enthaltend 0,1 Gew.-%
Le A 16 235 - 18 -
609834/0846
Entformungsriittel F) werden 90 kg reinem Polycarbonat B
in den Doppelwellenextruder bei 31O0C zudosiert, zu einem
Strang extrudiert und granuliert. Das Entformungsverhalten wird wie im Beispiel 1 geprüft. Die Eigenschaften sind in
den Tabellen 1 und 2 beschrieben.
1 kg Polycarbonat C (enthaltend 0,1 Gew -% Entformungsmittel
F) wird 99 kg reinem Polycarbonat C in den Doppelwellenextruder zudosiert, bei 300 C zu einem Strang extrudiert
und granuliert. Das Entformungsverhalten wird wie in Beispieli geprüft. Die Eigenschaften sind in den Tabellen 1 und 2
beschrieben.
Polycarbonat D, bei dessen Herstellung zusammen mit der Glasfaser
noch 10 g eines Entformungsmittels H eindosiert werden. Die Eigenschaften des nach Extrusion erhaltenen Granulats sind in
den Tabellen 1 und 2 beschrieben.
Le A 16 235 - 19 -
60983W0846
-2.0-
EntiorEungsverhalten der Polycarbonate aus den Beispielen
bis 9
Beispiel Zusammensetzung Entformungstemperatur 0C
Entformungsdruck bar
150° 160° 170° 180°
1CO $ Polycarbonat A
100 $ Polycarbonat B 40 30 85 entformt
nicht
44 36 80 "
100 $ Polycarbonat C 48 35 82
100 % Polycarbonat D 42
7
8
9
8
9
99,5$ Polycarbonat A
0,5$ Entforimingsmittel E
99,9$ Polycarbonat A 0,1$ Entformungsirittel G
Polycarbonat B
0,01 $ Entformungsmittel F
Polycarbonat C
0,00^ $ Entformungsmittel F
Polycarbonat D 0,01 $ EntformungsiDittel H 18
65 ent- entformt formt nicht nicht
15 37 starkes Kleben
5 3 80
10
10
3 35
80
18 80 starkes Kleben
Le A 16 235
- 20 -
609834/0846
ti Tabelle 2
*** Eigenschaften der Polycarbonate aus den Beispielen 1 bis 9
cn
cn
UJ —
Dimension DIN 1234 5678 9
01 7 rel 1»30 1,33 1,28 1,30 1,28 1,29 1,32 1,28 1,30
O
« Reißdehnung <f0 53 455 120 100 125 4,3 110 II5 100 120 4,3
^ W Kerbschlagzähigkeit KJ/m2 53 453 44 38 Η 12 36 43 39 14 12
2 ' η ^
^ Vicat B 0C 53 460 150 155 156153 145 150 151 150 153 "^
*)
Reißdehn.n.Temperung 53 455 115 100 120 3,5 60 110 100 115 3,2
Reißdehn.n.Temperung 53 455 115 100 120 3,5 60 110 100 115 3,2
Yicat B n.Temperung 53 46Ο 150 154 154 152 135 148 150 I50 152
rel.n. Temperung*) ' 1f30 1,32 1,29 1,30 1,24 1,29 1,31 1,27 1,30
Die Polycarbonat-Prüfkörper wurden 300 Std. bei 1300C getempert.
Claims (2)
1. Verwendung von Perfluoralkansulfonsäureamiden und/oder
Ammoniumsalzen von Perfluoralkansulfonsäuren und/oder
Cyclimmoniumsalzen von Perfluoralkansulfonsäuren als Entformungsmittel für thermoplastische hochmolekulare
aromatische Polycarbonate in Mengen von 0,001 his 1 Gew.-$, bezogen auf Polycarbonat.
2. Formmassen aus thermoplastischen Polycarbonaten auf Basis von Dihydroxydiarylalkanen mit einem Gehalt von 0,001
bis 0,01 Gew.-/^ an Perfluoralkansulfonsäureamiden und/oder
Ammoniumsalzen von Perfluoralkansulfonsäuren und/oder Cyclimmoniumsalzen von Perfluoralkansulfonsäuren, bezogen
auf Polycarbonat.
Ie A 16 255
609834/0846
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