DE2506455C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glaskörpern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glaskörpern

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DE2506455C2 DE19752506455 DE2506455A DE2506455C2 DE 2506455 C2 DE2506455 C2 DE 2506455C2 DE 19752506455 DE19752506455 DE 19752506455 DE 2506455 A DE2506455 A DE 2506455A DE 2506455 C2 DE2506455 C2 DE 2506455C2
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B11/00Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing
    • C03B11/06Construction of plunger or mould
    • C03B11/08Construction of plunger or mould for making solid articles, e.g. lenses

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Description

Die Erfindung betrifft gemäß einem ersten Erfindungsgedankcn ein Verfahren zur Herstellung von Glaskörpern, insbesondere von Glaskörpern mit einem Volumen bis maximal 5 cm1, die in einer mit verformbaren Glas beaufschlagten Form gepreßt werden, deren Konfiguration der Konfiguration des herzustellenden Glaskörpers entspricht, und geht gemäß einem weiteren Krfindungsgcdanken auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens mit mindestens einer zweiteiligen Form.
l;ür die Herstellung von Präzisionstcilen aus Glas, deren Maßtoleranzen 5% der geforderten Abmessungen unterschreiten, sind bei den bekannten Herstellungsverfahren in Form eines Preß-, Gieß-, Druckgießoder Walzvorgangs, aufwendige Nacharbeiten erforderlich, um die geforderten Toleranzen einzuhalten, insbesondere wenn es um kleine Teile mit einem Volumen bis zu 5 cm1 geht. Der Grund für die erforderlichen Nacharbeiten ist darin zu sehen, daß mit den zur Verfugung stehenden Dosiervorrichtungen für flüssiges Glas bei einer für die Verformung in etwa erforderlichen Viskosität von 1O4 Poise, das für die Füllung einer Form erforderliche Glasvolumen nicht mit der erforderlichen Gcnaugikeit dosiert werden kann. Bei den bekannten Herstellungsverfahren wird daher in der Regel mit einem größeren als dem erforderlichen Glasvolumen gearbeitet, wobei das überschüssige Glas an einer geeigneten Stelle der Form entweichen muß und einen Prcßrand bildet, der durch Nacharbeit entfernt werden muß. l'.s wurde auch schon versucht, die Form für das Pressen von Teilen so zu gestalten, daß sie sich dem in die Form dosierten Glasvolumen anpassen kann. Da die Dosierung von flüssigem Glas insbesondere bei einem VoIu-
men unterhalb von 5 cmJ mit der erforderlichen Genauigkeit nicht durchführbar ist, liegen auch hier die ToIeranzen weit über dem geforderten Toleranzbereich und können auch hier nur mit aufwendiger Nacharbeit cingeengt werden. Außerdem ist davon auszugehen, daß bei der Verarbeitung von Glas in einem Viskositätsbereich von 10J bis 105 Poise im Verlauf der Erkaltung eine Schrumpfung eintreten kann, wodurch sich Einfallsslcllen und ähnliche störende Defekte ergeben, die ebenfalls einer Nacharbeit bedürfen.
Hiervon ausgehend ist es daher eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren eingangs erwähnter Art zu schaffen, mit Hilfe dessen ohne Nacharbeit Präzisionsteile aus Glas herstellbar sind, deren Maßtoleranzen 5% der idealen Abmessungen unterschreiten. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine einfache und dennoch zuverlässige Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zur Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig dadurch gelöst, daß ein aus Glas bestehendes Vorprodukt, dessen Volumen dem Volumen des herzustellenden Glaskörpers innerhalb der zugelassenen Toleranzgrcnzen entspricht, erwärmt und anschließend in die Form überführt und in dieser umgeformt wird.
Diese Maßnahmen führen auf einfache Weise zu Präzisionstcilen hoher Genauigkeit, da die bisher vorhandenen Dosierungsungenauigkeiten entfallen. Dennoch bleibt der hierbei erforderliche Aufwand gering. Auf die Form des verwendeten Vorproduktes kommt es hierbei nämlich in vorteilhafter Weise nicht an. Für unterschiedliche Glasteile kann daher stets dieselbe Form des Vorprodukts Verwendung finden. Bei diesem Vorprodukt kann es sich daher um ein in großen Stückzahlen hergestelltes, einfache geometrische Formen aufweisendes Massenprodukt handeln, das trotz der zur Erzielung der gewünschten Volumengenauigkeit u. U. erforderlichen Nacharbeit kostengünstig herstellbar ist. Bei dem genannten Vorprodukt kann es sich beispielsweise um eine Glaskugel handeln. Glaskugeln werden in großen Stückzahlen in jeder gewünschten Größe und jeder gewünschten Genauigkeit hergestellt und sind daher kostengünstig erhältlich. Außerdem ermöglicht die Kugelform einen einfachen Transport z. B. miltets einer Schnecke.
Aus der DE-AS 12 84 581 ist zwar ein Verfahren bekannt, bei dem zur Herstellung eines Glaspräzisionsteils mit maßgenaucn Außenflächen ein Vorkörper Verwendung findet. Bei diesem bekannten Verfahren soll der Vorkörper jedoch lediglich eine der Konfiguration des Endprodukts angenäherte Konfiguration aufweisen, die durch einen anschließenden Kalibriervorgang auf das endgültige Maß gebracht wird. Die Maßhaltigkeil der Außenoberfläche wird hierbei durch eine Dehnung des Materials erreicht. Der Vorkörper soll dementsprechend gegenüber den Endabmessungen Untermaß aufweisen. Auf die Maßhaltigkeit des Vorkörpers kommt es hierbei demnach gar nicht an. Auch können bei diesem bekannten Verfahren nicht beliebige Vorkörper Verwendung finden. Vielmehr wird für jedes Endprodukt ein konuirmäßig hieran angepaßter Vorkörper benötigt Die aus der bei der Herstellung einzelner Massenartikel aus Glas crzielbaren Genauigkeit resuliierenden Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens kommen hier daher überhaupt nicht .'.um Tragen. Im Gegensatz zum crfindiingsgcmiißcn Verfahren, bei dem ein leicht erhältlicher Vorkörper in einem Schritt umgeformt wird, benötigt d-:>s bekannte Verfahren eine Vielzahl von Hcrstcllungsschritten, um überhaupt zu einem geeigneten Vorkörper zu kommen, der anschließend noch einer Nacharbeitung in Form eines Kalibriervorgangs unterworfen werden muß.
In vorteilhafter Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das erwärmte Vorprodukt vor Erreichen einer zu einer Viskosität von !O4 Poise gehörenden Temperatur in die Form überführt und umgeformt werden. Diese Maßnahme stellt sicher, daß das Vorpro-
K) dukt einerseits ausreichend weich und daher verformbar ist, und andererseits dennoch in sich soweit stabil bleibt, daß keine Schrumpfung zu befürchten ist.
Eine weitere zweckmäßige Maßnahme kann darin bestehen, daß das erwärmte Vorprodukt in der Form bis zum Einsetzen des Preßvorgangs warmgehalten wird. Hierdurch lassen sich in vorteilhafter Weise konstante Arbeitsbedingungen erreichen.
Ausgehend von einer Vorrichtung mit mindestens einer zweiteiligen Form gelingt die Lösung der auf die Vorrichtung sich beziehenden Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß die Form eine stationäre Buchse mit einem dem größten Querschnitt des herzustellenden Glaskörpers entsprechenden, lichten innenquerschnitt aufweist, in die ein mit einer Antriebseinrichtung verbundener, in Richtung der Buchsenachse bewegbarer Oberstempel einfahrbar ist und in der ein in Richtung der Buchsenachse bewegbarer Unterstempel geführt ist, dessen zur Einfahrbewegung des Oberstempels gleichläufige Bewegung durch einen stationären An-
iü schlag begrenzt ist. Diese Maßnahmen ergeben in vorteilhafter Weise nicht nur ein eine Teilfuge aufweisendes Gesenk, sondern eine geschlossene Form mit innerhalb der Buchse kolbenartig bewegbaren Stirnwandungen. Preßränder können hierbei in vorteilhafter
J5 Weise nicht entstehen. Das erwärmte, in die Form einzulegende Vorprodukt wird dabei in vorteilhafter Weise von dem von der Buchse umfaßten, von seinem Anschlag abgehobenen Unterstempel abgefangen, was eine zuverlässige Positionierung ergibt. Dennoch ist sichergestellt, daß der Unterstempel bei der Durchführung des eigentlichen Preßvorgangs unverrückbar ist, was den Aufbau der gesamten Presse vereinfacht.
In zweckmäßiger Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann der obere Rand der Buchse trichterförmig ausgebi'det sein. Diese Maßnahme erleichtert die Positionierung und Zentrierung des jeweils eingelegten Vorkörpers.
Eine weitere zweckmäßige Maßnahme kann darin bestehen, daß im Bereich des vorzugsweise trichterförmi-
5(i gen, oberen Rands der Buchse eine Heizeinrichtung angeordnet ist. Diese Maßnahme ermöglicht den Ausgleich von Wärmeverlustcn und stellt daher sicher, daß das in die Form eingelegte Vorprodukt trotz nicht vermeidbarcr Wärmeverlustc auf der für die Umformung erforderlichen Temperatur gehalten wird.
Eine weitere, zu bevorzugende Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kennzeichnet sich durch eine zum oberen, vorzugsweise trichterförmigen Rand der Buchse hinführende, beheizbare Zuführeinrichtung für
wi die Vorprodukte. Hierbei werden die Vorprodukte gleichzeitig zugeführt und erwärmt, was eine Automatisierung des gesamten Herstellungsvorgangs erleichtert. Vorteilhaft kann die Zuführeinrichtung als Schnecke ausgebildet sein, der eine Heizeinrichtung zugeordnet
ii5 ist. Eine Förderschnecke hier verwendeter Art gewährleistet einen langsamen und schonenden Transport der vorzugsweise als Kugeln ausgebildeten Vorkörper.
Gemäß einer weiteten vorteilhaften Ausgestaltung
der übergeordneten Maßnahmen kann der Unterstcmpel mittels eines mit der Antriebseinrichlung verbundenen Steuerorgans solange gleichläufig mit dem in Einfahrrichtung bewegten Oberstempel bewegbar sein, bis dieser in die Buchse eingreift. Hierdurch ist sichergestellt, daß auf das Vorprodukt keine Verformungskräftc ausgeübt werden, solange der Oberstempel nicht in die Buchse eingreift. Das Steuerorgan kann dabei einfach als lotrecht zur Buchsenachse bewegbarer Schieber ausgebildet sein, der eine mit einer Auskragung des Unterstempels zusammenwirkende, schrage Steuerkante aufweist.
Für den Fall, daß der herzustellende Glaskörper eine Durchbrechung aufweisen soll, kann eine im Oberslcmpel geführte Nadel zum Ausstanzen dieser Durchbrechung vorgesehen sein. Diese Nadel wird dabei zweckmäßig so betätigt, daß die Durchbrechung ausgestanzt wird, bevor der Unformdruck ausgeübt wird.
Eine Preßvorrichtung mit einem Ober- und Unter-Stempel, sowie einer im Oberstempcl geführten Nadel ist aus der DE-OS 15% 704 an sich bekannt. Hierbei bilden der Ober- und Unterstempel jedoch ein Gesenk, das zur Herstellung von Präzisionsteilen nicht geeignet ist.
Weii.ere zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung in Verbindung mit den restlichen Unteransprüchen. In der Zeichnung zeigt
F i g 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig 2 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
F i g 3 eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
F i g 4 einen Schnitt entlang der Linie I V/l V in F i g. 3,
Fig 5 eine Seitenansicht eines mit der Vorrichtung gemäß Fig. 1 bis 4 herstellbaren Glaspräzisionsteils
UI IVl
Fig 6 eine Seitenansicht des Glasprä/isionsleils gemäß F i g. 5.
Die den Fig.) bis 4 zugrundeliegende Vorrichtung besteht aus einer Presse und einer dieser zugeordncicn Zuführeinrichtung. Die Presse besteht aus einem stationär angeordneten Unterteil t und einem hiergegen auf- und abbewegbaren Oberteil 2. Das Oberteil 2 ist auf einer Führungsstange 3 aufgenommen, die in eine Führungst'uchse 4 des Unterteils I eingreift. Zum Bewegen des Oberteils 2 ist eine einerseits am stationären Unterteil 1 und andererseits an der Führungsstange 3 angelenkte, zweiarmige Schere 5 vorgesehen, an der ein Stößel 6 in Form einer hydraulisch oder pneumatisch bewegten Kolbenstange oder einer mechanisch bewegten Gewindespindel angreift. Die auf der Presse aufnehmbare Form besteht, wie am besten aus F i g. 4 zu erkennen ist, aus einem im bewegbaren Oberteil 2 cinspannbaren Oberstempel 7, einer im stationären Unterteil 1 mit zur Achse des Oberstempels 7 koaxialer Achse festlegbaren Buchse 8 und einem in der Buchse 8 geführten, gegen Verdrehen gesicherten, im Unterteil 1 bewegbar aufgenommenen Unterstempel 9. Die unterste Stellung des Unterstempels 9 wird durch einen im Unterteil 1 verstellbar angeordneten, hier als Spindel ausgebildeten Ansch!ag 10 definiert. In der obersten Stellung liegt der Unterjitempel 9 mit einem Bund an der eine diesem zugeordnete Aniaufkante bildenden, unteren Stirnseite der Buchse 8 an.
Der lichte Innenquerschnitt der Buchse 8 entspricht dem größten Querschnitt des herzustellenden Glaskörpers. Im dargestellten Ausführtingsbeispicl besitzt der herzustellende Glaskörper, wie I·' i g. 5 und b zeigen, die r, Form eines abgestumpflen Doppelkegels mit zylindrischem Mittelteil Il und hieran angesetzten Kegelstümpfen 12. Die Buchse 8 besitzt dementsprechend eine zylindrische Bohrung mit dem Durchmesser des zylindrischen Mittelteils Il entsprechendem Durchmesser.
ίο Der Obcrslcmpel 7 und der Unterstempel 9 sind mit den Kegelstümpfen 12 zugeordneten Vertiefungen versehen. Zur Gewährleistung der bei der Herstellung von Präzisionsteilen erforderlichen Genauigkeit finden hierbei Vorprodukte Verwendung, deren Volumen dem Vo-
ΙΊ lumen des herzustellenden Glaskörpers innerhalb der zugelassenen Toleranz entspricht. Hierbei kann es sich um Glaskugeln handeln, die in jeder Größe und jeder gewünschten Genauigkeit leicht erhältlich sind. Diese Vorprodukte werden außerhalb der Form auf die crfordcrlichc VerformungstemperaUir erwärmt, dann in die von dem in seine den F i g. 1 bis 4 zugrundeliegende Ausgangsstellung hochgefahrenen Obersiempel freigegebene Buchse 8 eingelegt und anschließend durch Aktivierung des Stößels 6 umgeformt, wobei der Ober-
2r> stempel 7, die Buchse 8 und der Untcrstempel 9 einen geschlossenen Formhohlraum begrenzen. Die hier beispielsweise als Vorprodukte verwendeten Glaskugeln werden der Buchse 8 mittels einer in F i g. 2 angedeuteten, etwa als Schnecke ausgebildeten Zuführeinrichtung 13 zugeführt, der eine Heizeinrichtung 14 etwa in Form von im Bereich des durch eine Leiste oder dergleichen begrenzten Transportwegs angeordneten Brennern zugeordnet ist. Die Transportgeschwindigkeit der Zuführeinrichtung 13 richtet sich nach der zur F.rwärmung der Vorprodukte auf die Umformlemperalur erforderlichen Zeit. Im dargestellten Ausführungsbeispiel soll die Transportgeschwindigkeit der Schnecke 13 so gewählt sein, daß die Vorprodukte kurz vor Erreichen einer zu einer Viskosität von 104 Poisc gehörenden Temperatur in die Buchse 8 eingelegt werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist lediglich eine durch die Zuführeinrichtung 13 beaufschlagte Presse vorgesehen. Es wäre aber auch denkbar, mehrere, mittels einer gemeinsamen Zuführeinrichtung beaufschlagte Pressen vorzusehen.
4', Diese können auf einem Drehtisch angeordnet sein, der sich in Sehaitschriitcn oder koniinuierlich synchron zur Zuführeinrichtung 14 bewegt.
Anstelle von Glaskugeln können selbstverständlich auch Glaskörper mit anderer geometrischer Form, beispiplswrisp. Glaszylinder etc., als Vorkörper Verwendung finden.
Der obere Rand der Buchse 8 ist. wie F i g. 4 erkennen läßt, trichterförmig ausgebildet, wodurch der jeweils eingelegte Vorkörper zentriert und stabilisiert wird.
Zum Ausgleich von Temperaturverlusten des in die Buchse 8 eingelegten Vorkörpers ist eine im Bereich des oberen, trichterförmigen Rands der Buchse 8 wirksame Heizeinrichtung 15 vorgesehen. Die aus Oberstempcl 7. Buchse 8 und Unlerstempcl 9 bestehende Form kann
w) durch Erwärmen oder Kühlen auf einer solchen Temperatur gehallen werden, daß die herzustellenden Glaskörper eine ausgezeichnete Oberfiächcnqualiläl aufweisen.
Der in die Buchse 8 eingelegte, aufgrund seiner Er-
bri wärmung weiche, aber dennoch in sich noch stabile Vorkörper wird durch den unter der Wirkung einer Feder 16 in seiner oberen Endstellung gehaltenen Unterstempel 9 abgestützt. Bei Betätigung der durch den Stößel 6
verdeutlichten Antriebseinrichtung wird der Oberslempel 7 abgesenkt und in die Buchse 8 eingefahren. Gleichzeitig wird dabei der Unterstempel 9, auf dem der Vorkörper aufliegt, ebenfalls soweit abgesenkt, daß der Obcrsiempel 7 zum Ringriff mit der Buchse 8 kommt, bevor auf den Vorkörper eine Umformkraft ausgeübt wird. Hierzu ist, wie insbesondere die Fig. 1 und 2 zeigen, ein Steuerorgan 17 in Form eines etwa lotrecht zur Buchsenachse bewegbaren, mit einem Schenkel der Schere 5 durch einen Stift-Schlitz-Verbindung vcibun- ι ο denen Schiebers vorgesehen, der eine mit einem seillich auskragenden Stift 18 des Unterstcmpels 9 zusammenwirkende, schräge Steuerkante 19 aufweist, durch die der Unterstcmpel 9 beim Einfahren des Schiebers 17 entgegen der Kraft der Feder 16 abgesenkt wird. Das r> erwärmte Vorprodukt sinkt beim Absenken des LJnierstempels 9 in eine durch die Buchse 8 und den Unieistcmpei 9 begrenzte Formvertiefung ein. Die Steuerkante 19 ist so ausgebildet und angeordnet, daß die mittels des Sieuerorgans 17 bewerkstelligte Verschiebung des Unterstempels 9 endet, bevor dieser den Anschlag 10 erreicht. Der das Steuerorgan 17 bildende Schieber ist so ausgestaltet, daß der mit der Steuerkante 19 zusammenwirkende Stift 18 bei Beendigung der durch die Sieucrkante 19 bewerkstelligten Verschiebung des Un- 2r> terstempels 9 von der Steuerkanic 19 abgehoben werden kann. Im Verlauf der weiteren Absenkung des Oberstempels 7 wird der Unterstempel 9 somit weiter abgesenkt, bis er zur Anlage an dem seine untere l-.ndstellung vorgebenden Anschlag 10 kommt, wobei der jo Preßvorgang durchgeführt wird. Da das Volumen des eingelegten Vorprodukts dem Volumen des herzustellenden Präzisionskörpers entspricht und die Umformtemperatur so gewählt ist, daß keine Schrumpfung zu befürchten ist, wird auch bei der Herstellung sehr kleiner Glaskörper mit einem Volumen unterhalb von 5 cm1 eine bisher nicht für möglich gehaltene Genauigkeit erreicht.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt der herzustellende Glaskörper, wie die Fi g. 5 und 6 erkennen 4« lassen, eine zentrale Bohrung 20. Zur Herstellung der Bohrung 20 kann in an sich bekannter Weise eine im Oberstempc! 7 geführte, hier nicht näher dargestellte Nadel vorgesehen sein, die durch eine von der Bewegung des Obcrstcmpels 7 abhängige oder unabhängige Ar> Bewegung die Bohrung 20 in das erhitzte Vorprodukt stanzt, bevor auf dieses der Umformdruck ausgeübt wird.
Nach dem Umformvorgang wird der Oberslempel 7 in seine den F i p. I bis 4 zugrundeliegende Aust'un^soo- "io sition zurückgefahren. Gleichzeitig wird der Unterstempcl 9 durch die Feder 16 vom Anschlag 10 abgehoben und in seine obere Anschlagstellung gebracht. Hierdurch wird das hergestellte Preßteil entformt und mittels des nach oben bewegten Unterstempels 9 soweit angehoben, daß es leicht entnommen werden kann. Die Steuerkante 19 gewährleistet dabei eine gleichförmige Bewegung des Unterstempels 9. Im dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt der das Steuerorgan 17 bildende Schieber eine zweite, die Hubbewegung des Unter- to stempeis 9 unterstützende Steuerkante 19a, die zur Bewerkstelligung des am inneren Ende der Steuerkante 19 benötigten Freiraums für den Stift 18 steiler als die Steuerkante 19 verläuft
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Herstellung von Glaskörpern, insbesondere von Glaskörpern mit einem Volumen von maximal 5 cm3, die in einer mit verformbarem Glas beaufschlagten Form gepreßt werden, deren Konfiguration der Konfiguration des jeweils herzustellenden Glasteils entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Glas bestehendes in Vorprodukt, dessen Volumen dem Volumen des herzustellenden Glaskörpers innerhalb der zugelassenen Toleranzgrenzen entspricht, erwärmt und anschließend in die Form überführt und in dieser umgeformt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorprodukt vor Erreichen einer zu einer Viskosität von 104 Poise gehörenden Temperatur in die Form überführt wird.
    3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspräche, dadurch gekennzeichnet, daß das erwärmte Vorprodukt in der Form bis zum Einsetzen des Preßvorgangs warmgehalten wird,
    4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle einer 21S den herzustellenden Glaskörper durchsetzenden Ausnehmung (20) diese ausgestanzt wird, bevor der Umformdruck ausgeübt wird.
    5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorpro- in dukte eine Glaskugel Verwendung findet.
    6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5 mit mindestens einer mehrteiligen Form, dadurch gekennzeichnet, daß die Form eine stationäre Buch- y, se (8) mit einem dem größten Querschnitt des herzustellenden Glaskörpers entsprechenden lichten Innenquerschnitt aufweist, in die ein mit einer Antriebseinrichtung (5,6) verbundener, in Richtung der Buchsenachse bewegbarer Oberstcmpel (7) einfahrbar ist und in der ein in Richtung der Buchsenachse bewegbarer Unterstempel (9) geführt ist, dessen zur Einfahrbewegung des Oberstempels (7) gleichläufige Bewegung durch einen stationären Anschlag (10) begrenzt ist. 4ri
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Rand der Buchse (8) trichterförmig ausgebildet ist.
    8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des oberen, vorzugsweise trichterförmigen Rand der Buchse (8) eine Heizeinrichtung (15) vorgesehen ist.
    9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, gekennzeichnet durch eine zum Yi oberen, vorzugsweise trichterförmigen Rand der Buchse (8) hinführende Zuführeinrichtung (13) für die Vorprodukte und eine der Zuführeinrichtung (13) zugeordnete Heizeinrichtung (14).
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge- w) kennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung (13) als Schnecke ausgebildet ist.
    11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß clic Buchse (8) und/oder der Oberstempel (7) und/oder μ der Unterstempel (9) lempcrierbar sind.
    12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 11. dadurch gekennzeichnet, daß
    der stationäre Anschlag (10) verstellbar ist
    53. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß de,- Unterslcmpel (9) mittels einer Feder (16) vom stationären Anschlag (10) abhebbar und in Anlage an einer dem Anschlag (10) gegenüberliegenden Anlaufkante bringbar ist.
    14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Unlerstempel (9) mittels eines mit der Antriebseinrichtung (5,6) verbundenen .Steuerorgans (17) solange gleichläufig mit dem in Einfahrrichtung bewegten Oberstempels (7) bewegbar ist. bis dieser in die Buchse (8) eingreift.
    15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (17) als lotrecht zur Achse der Buchse (8) bewegbarer Schieber ausgebildet ist, der eine mit einer Auskragung (18) des Uniersiempcls (9) zusammenwirkende, schräge Stcuerkantc(19) aufweist.
    16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 15, gekennzeichnet durch mindestens eine im Oberstempel (7) geführte Nadel zum Ausstanzen einer Ausnehmung (20) des herzustellenden Glaskörpers.
    17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere vorzugsweise auf einem Drehtisch angeordnete, mittels einer gemeinsamen Zuführeinrichtung (13) bcaufschlagbare Formen (7, 8,9) vorgesehen sind.
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