DE2505744B2 - Verfahren zur behandlung eines papierfaserhaltigen abwassers - Google Patents

Verfahren zur behandlung eines papierfaserhaltigen abwassers

Info

Publication number
DE2505744B2
DE2505744B2 DE19752505744 DE2505744A DE2505744B2 DE 2505744 B2 DE2505744 B2 DE 2505744B2 DE 19752505744 DE19752505744 DE 19752505744 DE 2505744 A DE2505744 A DE 2505744A DE 2505744 B2 DE2505744 B2 DE 2505744B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wastewater
resin
dicyandiamide
parts
formaldehyde resin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19752505744
Other languages
English (en)
Other versions
DE2505744A1 (de
DE2505744C3 (de
Inventor
Mikio Fujisawa Kanagawa; Kuwabara Kiyoaki Yokohama; Nakajima (Japan)
Original Assignee
Nippon Carbide KogyoK. K., Tokio
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nippon Carbide KogyoK. K., Tokio filed Critical Nippon Carbide KogyoK. K., Tokio
Publication of DE2505744A1 publication Critical patent/DE2505744A1/de
Publication of DE2505744B2 publication Critical patent/DE2505744B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2505744C3 publication Critical patent/DE2505744C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/54Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using organic material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/5236Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using inorganic agents
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S210/00Liquid purification or separation
    • Y10S210/928Paper mill waste, e.g. white water, black liquor treated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

ringerten Kosten erzielt werden kann. Wenn ein handelsübliches kationisches modifizier
Der hier verwendete Ausdruck »Trübungskompo- tes Ausflockungsmittel vom Polyacrylamidtyp, wel
nente« bezeichnet den getrockneten festen Rück- 45 ches in weitem Gebrauch als bestes Ausflockungs
stand, welcher nach der Abdampfung der Flüssig- mittel gekommen ist, zusammen mit Aluminiumsul
keitskomponente des faserhaltigen Abwassers hinter- fat bei der Behandlung von faserhaltigem Abwasse
bleibt und der allgemein organische und anorga- verwendet wird, kann jedoch kein zufriedenstellen«
nische Komponenten umfaßt, die die Trübung des hoher Grad des Klärungseffektes erhalten werden
Abwassers verursachen. Diese Komponenten sind 50 und zwar unabhängig von der Reihenfolge der Zu
hauptsächlich als suspendiertes oder kolloidales Ma- gäbe, wie sich aus einem späteren Vergleichsbeispie
terial enthalten, sind jedoch auch teilweise in dem zeigt.
Abwasser gelöst. Es ist dadurch bestätigt, daß der vorstehende un
Um die Trübungskomponenten von industriellem erwartete Sachverhalt eine einzigartige Erscheinuni
Abwasser zu entfernen, ist es Praxis, diese mit einem 55 ist, die lediglich bei einer Kombination des Dicyan
Ausflockungsmittel, beispielsweise anorganischen diamid-Formaldehydharzes und Aluminiumsulfat be
Metallsalzen, wie Aluminiumsulfat, Poly-aluminium- der Behandlung von faserhaltigem Abwasser auf
Chlorid odei Ferrich'orid oder kationischen, nicht- tritt.
ionischen oder anionischen organischen Polymeren Aufgabe der Erfindung ist deshalb die Schaffun;
iuszuflocken und das ausgeflockte Material abzu- 60 eines Verfahrens zur Behandlung von faserhaltigen
trennen und zu entfernen. Abwasser, Wodurch eine verbesserte Klärung de
Die anorganischen Metallsalze werden hauptsäch- Abwassers mit niedrigen Kosten und mit erniedrigte!
Hch als Chemikalien zur Anwendung in der Klärung Mengen eines Dicyandiamid-Formaldehydharzes al
von faserhaltigen Abwassern aus den Papierbrei- und Ausflockungsmittel und mit einer einfachen Arbeits
Papierherstellungsindustrien verwendet, jedoch kön- 65 weise erhalten werden kann.
nen, da sehr scharfe gesetzliche Bestimmungen hin- Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zur Be
sichtlich der Freigabe von Industrieabfällen im Hin- handlung eines papierfaserhaltigen Abwassers, wo
blick auf die Verhinderung von Umweltver- bei Dicyandiamid-Formaldehydharz bzw. Alumi
2b 05
niumsulfat als Ausflcckungsmittel zu dem papierfaserhaltigen Abwasser zugegeben und das erhaltene ausgefiockte Material abgetrennt und entlernt wird, geschaffen, das dadurch gekennzeichnet is.t, daß zunach.-· 1 bis 50 Gewichtsteile auf 1000 Gewichtsteile der Trübungskomponenten im Abwasser eines Dicyandiamid-Formaldehydharzes mit dem Abwasser vermischt werden und dann Aluminiumsulfat zu dem Gemisch zugesetzt wird.
Das beim erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Dicyandiamid-Formaldehydharz ist bekannt und kann beispielsweise durch Auflösung, von jtwa 1 Mol Dicyandiamid in etwa 1 Mol Salzsäure, allmähliche Umsetzung der Lösung unter Haltung des Reaktionsgemisches bei etwa 90 bis 100r C unter Zusatz von etwa 2 Mol Formaldehyd und Umsetzung desselben unter Rühren während etwa 4 bis etwa 6 Stunden, vorzugsweise etwa 5 Stunden, hergestellt werden.
Das erhaltene Dicyandiamid-Formaldehydharz wird in einer Menge von vorzugsweise etwa 1,5 bis etwa 40 Gewichtsteilen und insbesondere etwa 2 bis etwa 35 Gewichtsieilen auf 1000 Gewichtsteile der Trübungskomponenten in dem faserhaltigen Abwasser verwendet. Falls die Menge des Harzes zu gering ist, ist der Ausflockungseffekt nicht ausreichend und falls sie andererseits übermäßig ist, wirkt das Harz als Dispergiermittel oder Schutzkolloid für die Trübungskomponenten, so daß ein erniedrigter Ausflockungseffekt verursacht witd.
Das anschließend zuzusetzende Aluminiumsulfat wird in einer Menge von mindestens etwa 100 Gewichtsteilen, vorzugsweise etwa 100 bis etwa 400 Gewichtsteilen, bezogen auf 1000 Gewichtsteile der Trübungskomponenten in dem Abwasser, zugegeben.
Um den Ausflockungseffekt sicherzustellen, ist es günstig, den pH-Wert des faserhaltigen Abwassers auf die saure Seite, vorzugsweise etwa 3 bis etwa 5 einzuregeln. Eine pH-Einstellung sollte deshalb erforderlichenfall., vorgenommen werden, wenn der pH-Wert des faserhaltigen Abwassers im alkalischen Bereich liegt.
Bei der Behandlung des faserhaltigen Abwassers wird aas Dicyandiamid-Formaldehydharz zunächst zu dem Abwasser zugegeben und hiermit einheitlich vermischt und dann wird Aluminiumsulfat zugefügt. Sämtliche gewünschten Maßnahmen können zur Vermischung desselben angewandt werden, beispielsweise mechanische Rührmaßnahmen 'ider nichtmechanische Rührmaßnahmen, wie Fließver- mischung.
Die Entfernung des während der Behandlung des faserhaltigen Abwassers erhaltenen ausgeflcckten Materials kann durch Ahhennung des sedimentierten und/oder schwimmenden Material? durch Filtration oder andere gewünschte Feststoff-Flüssigkeit-Trennarbeitsgänge bewirkt werden.
Gemäß der Erfindung zeigt die Klarheit des behandelten Abwassers eine markante Zunahme gegenüber dem Verfahren, wo zunächst Aluminiumsulfat zugesetzt und dann das Dicyaiidiamid-Formaldehydharz zugegeben wird, und darüber hinaus können ausreichende Effekte mit kleinen Mengen der Chemikalien erzielt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren kann in einfacher Arbeitsweise ausgeführt werden und trägt wesentlich zu einer Verringerung der Kosten der Behandlung des Abwassers bei.
Die folgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren im einzelnen. Falls nichts anderes angegeben ist, sind sämtliche Teile auf das Gewicht bezogen.
Beispiel ] und Vergleichsbeispiele 1 und 2
Ein Dicyandiamid-Formaldehydharz, das ais DDF-Harz abgekürzt wird, wurde zu 300 ml Abwasser aus der Kraftpapierherstellung, dessen Konzentration der Trübungskomponenten, die nachfolgend bisweilen als, feste Komponente oder Feststoffgehalt angegeben wird, 500 ppm betrug und deren pH-Wert auf 4 eingestellt war, in einer Menge von 6 Teilen auf 1000 Teile des Feststoffgehaltes des Abwassers zugesetzt. Das Gemisch wurde mit einem Behältertester bei 150 U/min während 5 min gerührt. Dann wurden 200 Teile auf 1000 Teile des Feststoffgehaltes der Flüssigkeit an Aluminiumsulfat weiter hinzugefügt, und das Gemisch wurde mit 50 U/min während 5 min gerührt.
Das Gemisch wurde bei verringertem Druck filtriert und das Filtrat auf Lichtdurchlässigkeit einer Wellenlänge von 380 nm untersucht. Die Durchlässigkeit betrug 99,9 °/o. Die visuelle Untersuchung der behandelten Flüssigkeit zeigte, daß sie klar wie Leitungswasser war.
Zum Vergleich wurde das vorstehende Verfahren wiederholt, wobei die Menge des zugesetzten Dicyandiamid-Formaldehydharzes auf 0,7 Teile bzw. 55 Teile geändert wurue (Vergleichsbeispiele 1 und 2). In jedem Fall betrug die Durchlässigkeit 75 °/o und das Filtrat war trübe, wenn es visuell beobachtet wurde.
Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengefaßt.
Tabelle I Reihenfolge Zugesetzte Menge Grad der Klarheit des
Versuch der Zugabe (Teile bezogen auf Feststoff behandelten Abwassers
gehalt des Abwassers)
DDF-Harz Aluminium Durchlässigkeit visuelle
sulfat C 0) Beobachtung
Beispiel 1
Vergleichsbeispiel 1
Vergleuhsbeispiel 2
zunächst
DDF-Harz
und dann
Aluminiumsulfat
ebenso
ebenso
0,7
55
200
200 200 99,9
75
75
transparent
trüb
trüb
Beispiel 2 und Vergleichsbeispiele 3, 4 und
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch die Menge des DDF-Harzes geändert wurde, wie aus Tabelle II ersichtlich. Die Ergebnisse sind in Tabelle II enthalten. Versuch 3 in Tabelle II bringt die Ergebnisse von Beispiel 1. Bei sämtlichen Versuchen war das behandelte Abwasser transparent, wenn es visuell beobachtet wurde.
Zum Vergleich wurde das Verfahren von Beispiel 2 wiederholt, wobei jedoch die Reihenfolge des Zusatzes des DDF-Harzes und des Aluminiumsulfates umgekehrt wurde (Vergleichsbeispiel 3). Die Ergebnisse sind gleichfalls in Tabelle II enthalten. In Vergleichsbeispiel 3 wurde das beste Ergebnis bei Versuch 5 erhalten, wo die Durchlässigkeit 85,3%
Ό 6
war. Bei sämtlichen Versuchen war das behandelte Abwasser trübe, wenn es visuell beobachtet wurde.
Zum weiteren Vergleich wurde das Verfahren von Beispiel 2 wiederholt, wobei jedoch ein handelsübliche;, kationisches modifiziertes Ausflockungsmittel vom Polyacrylamid-Typ (abgekürzt als PAA-Harz) an Stelle d:s DDF-Harzes verwendet wurde (Vergleichsbeilspiel 4). Weiterhin wurde das Vergleichsbeispiel 3 wiederholt, wobei jedoch das PAA-Harz an Stelle des DDF-Harzes (Vergleichsbeispiel 5) verwendet wurde. Die erhaltenen Ergebnisse sind gleichfalls aus Tabelle II zu entnehmen. Die beste bei diesen Vergleichsbeispielen erhaltene Durchlässigkeit betrug etwa 80% und das behandelte Abwasser war deutlich trüb, wenn es visuell beobachtet wurde.
Tabelle II
Beispiel Nr.
Versuch Nr.
Reihenfolge der Zugabe
Menge (Teile) Aluminium
sulfat
Ausmaß der Trübung des
behandelten Abwassers
transparent
Harz 200 Durchlässigkeit visuelle
(°/o) Beobachtung
ebenso
2 200 95,0 ebenso
4 200 97,0 ebenso
6 200 99,9 ebenso
10 200 99,9 ebenso
30 200 99,0 trübe
40 200 97,1 ebenso
2 200 77,0 ebenso
4 200 78,5 ebenso
6 200 79,3 ebenso
10 200 81,0 ebenso
30 200 85,3 trübe
40 200 85,0 ebenso
2 200 78,0 ebenso
4 200 78,3 ebenso
6 200 78,2 ebenso
10 200 78,2 ebenso
30 200 78,3 trübe
40 200 78,5 ebenso
2 200 73,1 ebenso
4 200 78,3 ebenso
6 200 78,8 ebenso
10 200 78,2 ebenso
30 200 78,8
40 79.1
2 3 4 5 6 1
2 3 4 5 6 1
2 3 4 5 6 1
2 3 4 5 6
zunächst DDF-Harz und dann Aluminiumsulfat
ebenso ebenso ebenso ebenso ebenso
zunächst Aluminiumsulfat und dann DDF-Harz
ebenso ebenso ebenso ebenso ebenso
zunächst PAA-Harz und dann Aluminiumsulfat
ebenso ebenso ebenso ebenso ebenso
zunächst Aluminiumsulfat und dann PAA-Harz
ebenso ebenso ebenso ebenso ebenso
B = Beispiel.
V = Vergleichsbeispiel.
Die Ergebnisse von Vergleichsbeispiel 3 und Beispiel 2 sind in der Zeichnung aufgeführt. In der -Zeichnung bezeichnet die ausgezogene Linie α die Ergebnisse von Beispiel 2 und die gestrichelte Linie b bezeichnet die Ergebnisse von Vergleichs-Beispiel 3. Es zeigt sich klar aus den in der Zeichnung angegebenen Ergebnissen, daß ein markant hoher Klärungseffekt mit einer verringerten Menge an Harz durch das erfindungsgemäße Verfahren erzielt werden kann.
Beispiel 3 und Vergleichsbeispiele 6 bis 8
Ein Dicyandiamid-Formaldehydharz wurde zu 300 ml Abwasser aus der Kraftpapierherstellung (Fesistoffkonzentration 500 ppm, eingestellt auf pH 4) in einer Menge von 30 Teilen je 1000 Teile des Feststoffgehaltes dem Abwasser zugesetzt und das Gemisch mit 150 U/min während 5 min gerührt. Dann wurden 400 Teile auf 1000 Teile Feststoffgehalt des Abwassers an Aluminiumsulfat zugesetzt und das Gemisch mit 50 U/min während 5 min gerührt. Das Gemisch wurde bei verringertem Druck filtriert und das Filtrat auf Lichtdurchlässigkeit mit einer Wellenlänge von 380 nm untersucht. Die Durchlässigkeit betrug 99,6 °/o.
Das gleiche Verfahren wie vorstehend wurde wie
derholt, wobei jedoch die Menge des Aluminiumsulfates auf 100 Teile bzw. 200 Teile geändert wurde und die Durchlässigkeit jedes Filtrates bestimmt wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle III enthalten.
Zum Vergleich wurde das Verfahren von Beispiel 3 wiederholt, wobei jedoch die Reihenfolge des Zusatzes von DDF-Harz undl Aluminiumsulfat umgekehrt wurde (Vergleichsbeispiel 6). Die Ergebnisse sind in Tabelle III enthalten. Im Vergleichsbeispiel 6 betrug die höchste Durchlässigkeit 85,3% bei Versuch 2, der das beste Ergebnis brachte. Bei sämtlichen Versuchen war das behandelte Abwasser trübe, wenn es visuell beobachtet wurde.
Zum weiteren Vergleich wurde Beispiel 3 wiederholt, wobei jedoch ein handelsübliches kationisches modifiziertes Polyacrylamidausflockungsmittel an Stelle des DDF-Harzes verwendet wurde (Vergleichsbeispiel 7). Das Vergleichsbeispiel 7 wurde wiederholt, wobei jedoch die Reihenfolge von Zugabe des Harzes und Aluminiumsulfats umgekehrt wurde (Vergleichsbeispiel 8). Die Ergebnisse sind in Tabelle III enthalten. Selbst bei dem Versuch, der das beste Ergebnis brachte, war die Durchlässigkeit unterhalb 8O°/o. Das bei diesen Versuchen behandelt« Abwasser war deutlich trüb, wenn es visuell beobachtet wurde.
Tabelle III Beispiel
Versuch
Nr.
Reihenfolge der Zugabe Menge (Teile)
Harz
Aluminium
sulfat
Ausmaß der Klärung des
behandelten Abwassers
Durchlässigkeit visuelle
(°/o) Beobachtung
transparent
zunächst DDF-Harz und
dann Aluminiumsulfat
30 100 98,9 ebenso
ebenso 30 200 99,0 ebenso
ebenso 30 400 99,6 trübe
zunächst Aluminiumsulfat
und dann DDF-Harz
30 100 75,0 ebenso
ebenso 30 200 85,3 ebenso
ebenso 30 400 80,0 trübe
zunächst PAA-Harz und
dann Aluminiumsulfat
30 100 75,0 ebenso
ebenso 30 200 78,3 ebenso
ebenso 30 400 78,0 trübe
zunächst Aluminiumsulfat
und dann FÄA-Harz
30 100 75,2 ebenso
ebenso 30 200 78,8 ebenso
php.n<in 30 400 78.5
B3 2
B3 3
V6 1
V6 2
V6 3
V7 1
V 7 2
V7 3
V8 1
V8 2
V8 3
Vergleichsbeispiele 9 und 10
beispiei 9). Weiterhin wurde Versuch 4 wiederh wobei jedoch kein Aluminiumsulfat verwendet wu 65 (Vergleichsbeispiel 10).
Versuch 4 von Beispiel 2 wurde wiederholt, wo- Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammen
bei jedoch 10 Teile DDF-Harz und 200 Teile Alumi- den Ergebnissen von Versuch 4 von Beispiel 2 ; niumsulfat gleichzeitig zugesetzt wurden (Vergleichs- geführt.
609 583
S1
Tabelle IV
Beispiel Nr.
Versuch Nr.
B2 V9
VlO
Reihenfolge der Zugabe Hierzu 1 Menge (Teile) ■Ausmaß der Klärung des (%) Beobachtung
behandelten Abwassers 99,9 transparent
Harz Aluminium- Durchlässigkeit visuelle
sulfat 80,1 trübe
zunächst DDF-Harz und 10 200
dann Aluminiumsulfat
DDF-Harz und Alu 10 200 75,1 trübe
miniumsulfat gleichzeitig
zugesetzt
Aluminiumsulfat 10 0
nicht verwendet
Blatt Zeichnungen

Claims (4)

1 η 2 ι ) schmutzung aufgestellt sind, diese Metallsalze keim Patentansprüche: ^ ausreichenden Effekte ergeben.
1. Verfahren zur Behandlung eines papierfaser- Es ist weiterhin bekannt, ein Dicyandiamid-Form haltigen Abwassers, wobei Dicyandiamid-Form- aldehydharz als Ausflockungsmittel zu verwendei aldebydharz bzw. Aluminiumsulfat als Ausflok- 5 (japanische Patentveroffent'ichung 23 231/61). Je kungsmittel zu dem papierfaserhaltigen Abwasser doch kann unter den scharfen Abfallbeseitigung* zugegeben und das erhaltene ausgeflockte Mate- Vorschriften die Anwendung dieses Harzes allein al rial abgetrennt und entfernt wird, dadurch Ausflockungsmittel in den beschrankten erfindungs
■gekennzeichnet, daß zunächst 1 bis 50 Ge- gemäß angegebenen Mengen kernen zufriedenstellen wichtsteile auf 1000 Gewichtsteile der Trübungs- io den Kläreffekt auf die Behandlung von papierfaser
komponenten im Abwasser eines Dicyandiamid- haltigem Abwasser ergeben. Dies ergibt sich aucl
Formaldehydharzes mit dem Abwasser vermischt später aus einem Vergleicnsbeispiel.
werden und dann Aluminiumsulfat zu dem Ge- Es wurden nunmehr Untersuchungen auf die ge
misch zugesetzt wird. meinsame Anwendung der anorganischen Metallsalze
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 15 und des Dicyandiamid-Formaldehydharzes gerichtei kennzeichnet, daß eine Menge des Dicyandiamid- Zunächst wurde die technisch allgemeine Kenntni Formaldehydharzes von 1,5 bis 40 Gewichtstei- befolgt, daß ein anorganisches Metallsalz, weiche len, auf der gleichen Basis verwendet wird. billig ist, zunächst in relativ großer Menge verwende
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch wird und nach der Entfernung des erhaltenen aus gekennzeichnet, daß eine Menge des Aluminium- 20 geflockten Materials, die verbliebenen Komponentei sulfates von 100 bis 400 Gewichtsteilen auf durch Anwendung eines organischen polymeren Aus 1000 Gewichtsteile der Trübungskomponenten im flockungsmittel, welches relativ kostspielig ist, ent Abwasser verwendet wird. fernt werden, so daß zunächst ein faserhaltiges Ab
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch wasser mit Aluminiumsulfat und dann mit einem Di gekennzeichnet, daß der pH-Wert des papierfaser- as cyandiamid-Formaldehydharz behandelt wurde. Wi< haltigen Abwassers auf 3 bis 5 eingestellt wird. sich jedoch aus den späteren Vergleichsbeispielen er
gibt, konnte hierbei kein zufriedenstellender Eiffek
zur Klärung der Flüssigkeit erhalten werden. Wem
jedoch diese beiden Materialien gleichzeitig zugeset7
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behänd- 3° werden, sind die Ergebnisse gleichfalls unzufrieden
lung eines papierfaserhaltigen Abwassers aus den stellend, wie sich spater aus einem Vergleichsbeispie
verschiedenen Stufen der Papierherstellung und der ergibt.
Papierfaserbreiherstellungsindustrien, wobei Dicyan- Inforiedessen wurde nunmehr die Reihenfolge de
diamid-Formaldehydharz bzw. Aluminiumsulfat als Zusatzes entgegengesetzt zur allgemeinen technische!
Ausflockungsmittel zu dem papierfaserhaltigen Ab- 35 Kenntnis umgekehrt und das Aluminiumoxid züge
wasser zugegeben und das erhaltene ausgeflockte setzt, nachdem das Dicyandiamid-Formaidehydhar
Material abgetrennt und entfernt wird. in vollem Kontakt mit den Trübungskomponcntei
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren des Abwassers gebracht worden waren. Dabei wurdi
lur Behandlung von faserhaltigem Abwasser, wo- völlig unerwartet gefunden, daß ein größerer Klä
durch die Klärung das Abwasser mit verringerten 40 rungseffekt erhalten werden kann bei einer markan
Mengen an Behandlungsmitteln oder Ausfbckungs- niedrigeien Menge des Dicyandiamid-Formaldehyd
mitteln und mit einer einfachen Arbeitsweise bei ver- harzes.
DE19752505744 1974-02-13 1975-02-12 Verfahren zur Behandlung eines papierfaserhaltigen Abwassers Expired DE2505744C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP49016763A JPS50111864A (de) 1974-02-13 1974-02-13
JP1676374 1974-02-13

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2505744A1 DE2505744A1 (de) 1975-09-25
DE2505744B2 true DE2505744B2 (de) 1977-01-20
DE2505744C3 DE2505744C3 (de) 1977-09-08

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3823847A1 (de) * 1988-07-14 1990-01-18 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zum de-inken von bedrucktem altpapier

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3823847A1 (de) * 1988-07-14 1990-01-18 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zum de-inken von bedrucktem altpapier

Also Published As

Publication number Publication date
JPS50111864A (de) 1975-09-02
FR2260539A1 (de) 1975-09-05
FR2260539B1 (de) 1980-03-21
DE2505744A1 (de) 1975-09-25
US3960648A (en) 1976-06-01
IT1031682B (it) 1979-05-10
GB1475052A (en) 1977-06-01
CA1047178A (en) 1979-01-23

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68902625T2 (de) Abtrennung von rotschlamm aus bayer-prozess-laugen.
DE69606274T2 (de) Verfahren zum Entfernen von Farben
DE2329455C2 (de) Verfahren zur Aufbereitung von Kaolinton unter Entfernung von TiO&amp;darr;2&amp;darr;-Verunreinigungen
DE69006183T2 (de) Verfahren zur selektiven Abtrennung eines Nichteisenmetalles.
EP0527148B1 (de) Zusammensetzung zum behandeln von mit metallionen verunreinigtem wasser, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
DE3032831A1 (de) Verfahren zur reinigung von farbstoffe enthaltenden abwaessern
DE2329454A1 (de) Verfahren zur raschen selektiven ausflockung von kaolin-schlaemmen
DE3709950C2 (de) Verfahren zur Behandlung sulfathaltigen Abwassers
DE2107120A1 (de)
DE69502598T2 (de) Wässrige suspensionen von anorganischen stoffen
DE2440933B2 (de) Verfahren zur praktisch vollständigen Schließung des Abwasserkreislaufs in der Papierindustrie
WO1992000917A1 (de) Zusammensetzung und verfahren zum behandeln von metallionen und organische und/oder anorganische verunreinigungen enthaltendem wasser
DE69014447T2 (de) Verfahren für die Aufbereitung von leicht trübem Wasser.
DE69017049T2 (de) Verfahren zum entfernen von anorganischen gels und nichtzusammendrückbaren feststoffen aus sauren medien.
DE2505744C3 (de) Verfahren zur Behandlung eines papierfaserhaltigen Abwassers
DE2515175C2 (de) Verfahren zur Klärung einer wäßrigen Abfallflüssigkeit
DE2505744B2 (de) Verfahren zur behandlung eines papierfaserhaltigen abwassers
DE4141777A1 (de) Verfahren zur faellung waessriger, polyvinylalkoholhaltiger kunststoffdispersionen
DE2432497A1 (de) Ausflockungsverfahren
EP0158269B1 (de) Verfahren zur Bereitung und Reinigung wässriger Calciumhydroxid-Lösungen
DE4018628A1 (de) Koagulationsmittel auf der basis von doppelschichthydroxid-verbindungen
DE2443889A1 (de) Verfahren zur entfernung von phosphaten aus der hauptmasse des abstroms von phosphate enthaltenden abwaessern
DE4301364C2 (de) Verfahren zum Entfärben ausgedienter Aluminium-Färbe- und -Spülbäder
DE4036116A1 (de) Verfahren zur abwasserreinigung oder wasseraufbereitung und schlammentwaesserung
EP1151965A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyaluminiumnitraten und deren Verwendung bei der Wasseraufbereitung

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8328 Change in the person/name/address of the agent

Free format text: KOHLER, M., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN

8339 Ceased/non-payment of the annual fee