DE250529C - - Google Patents

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DE250529C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K5/00Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
    • G01K5/02Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a liquid
    • G01K5/025Manufacturing of this particular type of thermometer

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  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.fc 250529 KLASSE Ali. GRUPPE
EDMUND JAHN in CHARLOTTENBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1912 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine demselben entsprechende Einrichtung zur Herstellung hochgradiger Thermometer, welche einen sicheren Verschluß besitzen und vollkommen frei von Luft und Wasserdampf sind.
Zur Erreichung der Erfindungszwecke wird folgendermaßen verfahren. Zunächst wird das in gewöhnlicher Weise, beispielsweise durch
ίο Auskochen luftleer und wasserdampf frei gemachte, zugeschmolzene Thermometer in geschlossenem Zustande in einen Raum eingeführt, welcher mit dem in das Thermometer unter Druck einzufüllenden Gas gefüllt werden kann. Darauf wird das Thermometer innerhalb dieses Druckgasfüllraums geöffnet und nach erfolgtem Eintritt des hochgespannten Gases (Stickstoff) in das Innere des Thermometers innerhalb des Druckgasfüllraums
ao durch Hitzeanwendung zugeschmolzen.
Die Öffnung des zugeschmolzenen, ausgekochten Thermometers in dem Gasfüllraum erfolgt zweckmäßig durch den Schlag eines in diesem Raum gelagerten Hammers, während das Wiederzuschmelzen des Thermometers nach der Füllung durch einen elektrischen Heizkörper, der ebenfalls im Füllraum, angeordnet ist, geschieht. Es empfiehlt sich, den Heizkörper mit dem Hammer derart zu kuppeln, daß beim Abheben des Heizkörpers von der Thermometerspitze der Hammer auf die Spitze auftrifft und diese abschlägt, während beim Senken des Heizkörpers der Hammer aus der Bewegungsbahn des letzteren ausgerückt wird, so daß der Heizkörper sehr nahe an die zuzuschmelzende Thermometerspitze gebracht werden kann.
Um die Beheizung der zu verschmelzenden Thermometerspitze besonders wirksam zu machen, empfiehlt es sich, den Heizkörper auf der dem Thermometer zugekehrten Seite mit einer Höhlung zu versehen, welche über das Thermometerende geschoben werden kann. Die nachteilige Wärmezerstreuung kann durch eine geeignete Dichtung zwischen Heizkörper und Thermometer vermieden werden.
Die Ausführung der Erfindung gestaltet sich im einzelnen unter Benutzung der auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulichten Vorrichtung wie folgt: ·
Nachdem das oben zugeschmolzene, luftleer gemachte Thermometer 8 in die untere rohrartige Verlängerung eingeführt ist, wird das Rohrende zunächst lose mit dem Behälter 1 durch die Mutter 12 verbunden. Der Hahn 2 des Behälters 1 steht mit der Gasbombe in Verbindung. Nach öffnen des Hahnes 2 und des Ventils an der Bombe tritt der Stickstoff in den Behälter, welchen man kurze Zeit durch den Apparat strömen läßt, um die Luft daraus zu entfernen. Alsdann wird die Mutter fest angezogen und der Druck auf die gewünschte Höhe von 20 Atm. gebracht. Nun wird ein elektrischer Strom durch das Solenoid 5 geführt, wodurch der Eisenkern 6 in das Solenoid hineingezogen wird. Dabei stößt das als Heizkörper ausgebildete Unterteil des Eisenkerns gegen den Kniehebel 10, welcher dann mittels geeigneter Zwischenhebel die Spitze des Thermometers durch den Ham-
mer 11 abschlägt. Das trockene Stickstoff gas strömt nun in die Kapillarröhre. Nachdem das Solenoid wieder stromlos gemacht ist, fällt der Eisenkern 6 wieder zurück. Derselbe trägt an seinem unteren Ende einen Heizkörper 7, dem über die Anschlußklemmen 3 und 4 und die Zuführungsfedern 9 elektrischer Strom zugeführt werden kann. Der Heizkörper legt sich hierbei über das aufgeschlagene Ende des Thermometerrohres, und nach ganz kurzer Zeit ist die Erhitzung so groß, daß das offene Ende des Thermometers zuschmilzt. Ein Aufblähen des Glasrohres kann hier nicht eintreten, da der Innendruck und der Außendruck des Thermometers der gleiche ist. Nachdem der Heizkörper 7 kurze Zeit (etwa 3 Minuten lang) unter Strom stand, wird der letztere unterbrochen und der Hahn 2 geschlossen. Nach Ablauf einer weiteren Minute wird die Mutter 12 abgeschraubt und das Thermometer fertig verschlossen herausgenommen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung hochgradiger Thermometer, dadurch gekennzeichnet, daß das in bekannter Weise luft- und wasserdampffrei gemachte Thermometer in zugeschmolzenem Zustande in den Druckgasfüllbehälter eingeführt, dort geöffnet und nach erfolgter Füllung innerhalb des Füllbehälters durch Hitzeanwendung wie^ der zugeschmolzen wird.
  2. 2. Einrichtung zur Herstellung hochgradiger Thermometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Druckgasfüllbehälter (1) ein elektrischer Heizkörper (7) verschiebbar gelagert ist, der mit einem Hammer (11) zum Aufschlagen des in zugeschmolzenem Zustande in den Füllbehälter eingeführten Thermometers derart gekuppelt ist, daß beim Abheben des Heizkörpers von der Thermometerspitze der Hammer gegen die letztere ge- Schwüngen, bei der Annäherung dagegen aus der Bewegungsbahn des Heizkörpers ausgerückt wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizkörper auf seiner der Einführungsöffnung des Thermometers in den Füllbehälter zugekehrten Seite eine Höhlung besitzt, welche über das Thermometerende geschoben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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