DE2505198C2 - Bürstenelement und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Bürstenelement und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Bürstenelement für eine Bürste, einen Besen, einen Pinsel oder dergleichen, mit einer Vielzahl von aus Einzelfasern oder -fäden gebildeten U-förmigen Bündeln, die am gebogenen Ende eine Basis und andererseits freie Faser- und Fadenenden aufweisen, wobei die Bündel in der Ebene des U nebeneinander angeordnet und durch mindestens eine Maschenreihe eines Verbindungsfadens zusammengehalten sind. Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Bürstenelements.
- Häufig werden Bürsten, Besen, Pinsel und dergleichen aus einzelnen Borsten oder Borstenbündeln hergestellt, die aus natürlichem oder synthetischem Material, z. B. Tierhaaren oder Kunststoff oder sogar Holz, bestehen können. Die einzelnen Borsten oder Borstenbündel werden in einem geeigneten Halter, z. B. dem Bürstenrücken, eingesetzt. Der Halter kann mit einer oder mehreren Nuten zur Aufnahme der Enden der einzelnen Borsten oder mit einer Vielzahl von Öffnungen für diesen Zweck versehen sein. Die Borsten oder Borstenbündel werden dann in den Nuten oder Öffnungen durch Einkleben oder durch andere Befestigungsmittel fixiert. Die Herstellung dieser Bürsten und dergleichen ist zeitraubend und teuer, und das Produkt ist nicht in vollem Umfang zufriedenstellend, insbesondere wenn eine Vielzahl von Öffnungen zum Festhalten der Enden der Borsten verwendet werden, da die Borstendichte an den äußeren Borstenenden nicht sehr groß sein wird und dadurch die Wirksamkeit der Bürste zu wünschen übrig lassen kann. Auch können die Borsten nach einiger Zeit des Gebrauchs aus der Bürste herausfallen.
- Bei einer Bürste der eingangs genannten Art (AT-PS 64 177) sind mehrere U-förmige Borstenbündel nebeneinander angeordnet, die durch eine Maschenreihe zusammengehalten werden und ggf. noch an einem flexiblen Tuch oder dergleichen befestigt werden. Damit kann die ganze Anordnung zum Reinigen flächig auseinandergerollt und für die Verwendung als Pinsel, Bürste und dergleichen zusammengerollt werden.
- Die Herstellung ist aber teuer, da die Maschen sehr sorgfältig um die Borstenbündel gelegt werden müssen, damit keine Einzelborsten oder ganze Bündel herausfallen können. Trotzdem wird sich das Herausfallen solcher einzelnen Borsten oder Borstenbündel kaum ganz vermeiden lassen.
- Eine ähnliche mehr oder weniger flächenhafte Borstenreihenanordnung wird auch zunächst bei der Herstellung einer anderen Bürste erzeugt (FR-PS 4 32 157). Diese Bürstenreihe wird dann zickzackförmig zusammengelegt und in einem Halter angeordnet, um so eine größere Bürste zu bilden. Ganz abgesehen davon, daß diese Herstellung umständlich ist, besteht hier ebenfalls die Gefahr, daß einzelne Borsten oder Borstenbündel herausfallen können.
- Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Bürstenelement zu schaffen, das sich einfach und kostengünstig herstellen läßt und bei dem ein Herausfallen einzelner Borsten wirksam vermieden wird. Weiter besteht die Aufgabe der Erfindung in der Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung einer solchen Bürste.
- Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß bei den Bürstenelementen der eingangs genannten Art die Basen der U- förmigen Bündel in einem aufextrudierten, stranggepreßten Halterungselement gemeinsam gehalten sind.
- Das Halterungselement kann dabei einerseits sehr einfach auf die Basen der U-förmigen Bündel aufgebracht werden. Andererseits schließt es die Basen und auch die einzelnen Borsten der Bündel wirksam ein, so daß Borsten und Bündel sehr gut festgehalten werden. Auch kann die Herstellung mit Hilfe von bekannten Strangpreßanlagen erfolgen, die höchstens geringfügig modifiziert werden müssen.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung dieser Bürstenelemente zeichnet sich dadurch aus, daß das bündelförmige Material aus einem Bündel besteht, das zickzackförmig mit abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen liegenden Basen in der Ebene angeordnet wird, wobei durch die Basen zwei Seitenkanten gebildet werden, daß auf eine der Seitenkanten ein Halterungselement für die Basen aufgebracht wird und daß das bündelförmige Material zwischen den Seitenkanten quer zum Verlauf des Bündels durchschnitten wird.
- Es wird also lediglich ein zickzackförmig zusammengelegtes Bündel erzeugt, auf das dann zumindest auf einer der Seitenkanten, die durch die Basen gebildet werden, das Halterungselement aufgebracht wird. Anschließend wird dann das Bündel quer zum Verlauf des Bündels durchschnitten, um eine Bürste zu erhalten. Bringt man das Halterungselement auf beide durch die Basen gebildeten Seitenkanten auf, so erhält man auf diese Weise gleichzeitig zwei Bürsten, wodurch die Herstellung weiter vereinfacht wird.
- Dieses Verfahren ist besonders zweckmäßig, da es bereits Maschinen gibt, durch die Kantenschutzstreifen für Kraftfahrzeuge und dergleichen hergestellt werden. Mit diesen Maschinen wird zunächst ein zickzackförmig zusammengelegter Drahtträger gebildet, der noch durch dazwischen eingewebte oder eingewirkte Textilflächen zusammengehalten wird. Auf dieses Gebilde wird dann das Dichtungsmaterial oder Verkleidungsmaterial aufextrudiert, das den zickzackförmigen Drahtträger einschließt. Mit geringer Modifikation kann eine solche Maschine nun für das erfindungsgemäße Verfahren verwendet werden, indem statt des Drahtträgers das bündelförmige Material zickzackförmig zusammengelegt wird, und indem anstelle des Dichtungsmaterials oder Verkleidungsmaterials nur im Bereich einer Seitenkante oder beider Seitenkanten das Halterungselement aufextrudiert wird.
- Die Erfindung bezieht sich auf eine nach diesem Verfahren hergestellte Bürste, wobei unter dem Ausdruck Bürste auch Besen oder Pinsel verstanden werden können.
- Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird anhand der Zeichnungen erläutert.
- Fig. 1 zeigt in Draufsicht ein zickzackförmig gefaltetes Garnbündel, das durch eine Anzahl von parallelen Maschenreihen zu einem bandförmigen Element zusammengefaßt ist.
- Fig. 2 zeigt in perspektivischer Ansicht ein Bürstenelement, das aus einem Teil des Bandes gemäß Fig. 1 hergestellt worden ist.
- Um das Verfahren gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung durchzuführen, wird aus einer Vielzahl von Polypropylen-Monofilamenten ein Bündel 1 von unbestimmter Länge hergestellt, ähnlich den üblichen "Plastikschnüren", wie sie häufig für Verpackungszwecke verwendet werden.
- Das Bündel beliebiger Länge wird dann z. B. auf Strick- oder Wirkmaschinen bekannter Art zu zickzackförmiger Formation gefaltet (vgl. Fig. 1), so daß eine Vielzahl von nebeneinander liegenden Schenkeln 3, 5, 7, 9 usw. entstehen, die durch gekrümmte Umkehrabschnitte 11, 13, 15 usw. verbunden sind, die abwechselnd an der einen und anderen Kante des Zickzack-Bandes liegen. Eine Anzahl von Fäden 17 wird dann in das zickzackförmige Garn in Abständen quer zur Bandebene so maschenförmig eingebracht, daß sie die benachbarten Arme eng aneinander festhalten (vgl. Fig. 1). Danach wird ein Halterungselement 19 auf jede Seitenkante 21, 23 des Bandes aufextrudiert. Das Halterungselement kann aus einer Vielzahl von Werkstoffen bestehen.
- Bei der dargestellten Ausführungform besteht das Halterungselement aus einem extrudierten Polypropylenprofil. Auf diese Weise wird eine optimale Verankerung und Verbindung der benachbarten Umkehrteile 15 erzielt. Die Verankerungselemente 19 werden unmittelbar aufextrudiert. Das so entstehende bandförmige Element wird dann mittig über seine Länge im wesentlichen entlang der Linie 25 aufgeschnitten, so daß zwei identische Bürstenelemente 27 beliebiger Länge entstehen, wie in Fig. 2 dargestellt, wobei die durch das Aufschneiden entstehenden Garnenden eine im wesentlichen ununterbrochene Borstenanordnung bilden. Schließlich werden die Bürstenelemente in passender Länge zurechtgeschnitten.
- Das extrudierte Halterungselement 19 hat vorzugsweise nach außen eine Querschnittserweiterung, so daß es an der freien Kante breiter ist als an der anderen Kante. Die bevorzugte Ausführungsform gemäß Fig. 2 hat einen im wesentlichen L- förmigen Querschnitt 29, so daß das Element in einen Halter von geeigneter Form, z. B. einen Bürstengriff oder -rücken, eingeschoben oder eingedrückt werden kann und anschließend nicht mehr herausfallen kann. Normalerweise wird man mehrere derartige Bürstenelemente nebeneinander zu Bildung einer Bürste verwenden, da Bürsten üblicherweise mehrere Borstenreihen haben.
- Das erfindungsgemäße Bürstenelement ist besonders geeignet für die Herstellung von rotierenden Bürsten, wie sie in Handkehrmaschinen und dergleichen verwendet werden. Bei diesen Bürsten sind in Umfangsrichtung mehrere Büschelreihen, die jeweils eine Bürste bilden, hintereinander angeordnet. Wegen der Abstände zwischen einzelnen Borsten müssen dabei bei den bekannten Bürsten verhältnismäßig viele Bürstenreihen vorgesehen werden, beziehungsweise der Bürstvorgang muß häufiger oder länger erfolgen. Hier sind die erfindungsgemäßen Bürstenelemente sehr vorteilhaft, da die Abstände zwischen den einzelnen Borsten oder Bündeln wesentlich geringer sind. Die wesentlich größere Wirksamkeit dieser Bürsten mit erfindunggemäßen Bürstenelementen beruht dabei auch auf der gleichmäßigen Höhe der Borsten aufgrund der besonderen Art des Herstellungsverfahrens.
- Das Verfahren der Erfindung ermöglicht die Verwendung sehr verschiedener Borstenstärken, -breiten, -höhen und -werkstoffe.
- Trotzdem kann immer eine sehr gleichmäßige und kontinuierliche Borstenfront erhalten werden, wodurch die Wirksamkeit dieser Bürstenelemente verbessert wird. Auch können die Borsten oder Borstenbündel aus sehr verschiedenen Materialien hergestellt werden, um so eine optimale Anpassung an den Verwendungszweck zu erhalten.
- Je nachdem, ob man das durch Schneiden des Bündels mittig oder außermittig durchführt, erhält man zwei gleiche oder unterschiedliche Bürstenelemente. Hierdurch ist eine weitere einfache Anpassung an unterschiedliche Verwendungszwecke möglich.
Claims (13)
1. Bürstenelement für eine Bürste, einen Besen, einen Pinsel oder dergleichen, mit einer Vielzahl von aus Einzelfasern oder -fäden gebildeten U-förmigen Bündeln, die am gebogenen Ende eine Basis und andererseits freie Faser- oder Fadenenden aufweisen, wobei die Bündel in der Ebene des U nebeneinander angeordnet und durch mindestens eine Maschenreihe eines Verbindungsfadens zusammengehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Basen (11, 15) der U-förmigen Bündel (1) in einem aufextrudierten, stranggepreßten Halterungselement (19) gemeinsam gehalten sind.
2. Bürstenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halterungselement (19) aus Polypropylen besteht.
3. Bürstenelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Bündel aus einer Vielzahl von Polypropylen-Monofilamenten besteht.
4. Bürste mit wenigstens einem Bürstenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Halterungselement (19) des Bürstenelements in einem länglichen Schlitz im Bürstenkörper angeordnet ist.
5. Verfahren zur Herstellung eines Bürstenelementes für eine Bürste, einen Besen, einen Pinsel oder dergleichen, bei dem eine Vielzahl von Einzelfasern oder -fäden gebündelt wird, bei dem das bündelförmige Material U-förmig nebeneinander liegend in einer Ebene angeordnet wird, wobei durch jede U-Umlenkung eine Basis gebildet ist und die Basen eine Seitenkante bilden und bei dem das bündelförmige Material durch mindestens eine Maschenreihe eines Verbindungsfadens verbunden und zusammengehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß das bündelförmige Material aus einem Bündel (1) besteht, das zickzackförmig mit abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen liegenden Basen (11, 15) in der Ebene angeordnet wird, wobei durch die Basen (11, 15) zwei Seitenkanten (23 bzw. 21) gebildet werden, daß auf eine der Seitenkanten (23; 21) ein Halterungselement (19) für die Basen (11 bzw. 15) aufgebracht wird und daß das bündelförmige Material zwischen den Seitenkanten (23; 21) quer zum Verlauf des Bündels (1) durchschnitten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die andere der Seitenkanten (21; 23) ebenfalls ein Halterungselement (19) aufgebracht wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Durchschneiden mittig zwischen den Seitenkanten (21; 23) erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Bürstenelement quer zum Verlauf der Seitenkante(n) (21; 23) auf die gewünschte Länge geschnitten wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungselemente (19) auf jede Seitenkante (21, 23) der Bürstenanordnung nach Anbringen der Maschenreihen (17) aufextrudiert werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungselemente (19) aus Polypropylenmaterial extrudiert werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Bündel (1) aus einer Vielzahl von Polypropylen-Monofilamenten gebildet wird.
13. Verfahren zur Herstellung einer Bürste unter Verwendung mindestens eines Bürstenelements, das nach einem der Ansprüche 5 bis 11 hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Halterungselement (19) in einem dazu passenden Schlitz im Rücken der Bürste oder des Bürstenhalters eingesetzt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Schlitzen im Bürstenrücken oder Bürstenhalter vorgesehen wird, und daß in jedem Schlitz ein Bürstenelement angeordnet wird.
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