DE2505029C2 - Implantierbarer Herzschrittmacher mit Flüssigkeitsabdichtung - Google Patents
Implantierbarer Herzschrittmacher mit FlüssigkeitsabdichtungInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft einen implantierbaren Herzschrittmacher mit Flüssigkeitsabdichtung nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein implantierter Herzschrittmacher bewirkt eine Stimulation des Herzens eines Patienten über elektrische
Leiter, die in einem Katheter enthalten sind und den Impulsgeneratorausgang des Schrittmachers mit
Elektroden verbinden, die sich in elektrischem Kontakt mit dem Herzen befinden. Da die Größe und die
Form des menschlichen Körpers von einem Menschen zum andern variiert, wie auch aus anderen medizinischen
und wirtschaftlichen Gründen sind die Katheter nicht permanent an den Herzschrittmacher angeschmolzen.
Es existiert vielmehr eine mechanische Paßverbindung zwischen der Katheteranordnung und
dem eigentlichen Schrittmacher, und diese Verbindung ist den ungünstigen Umgebungseinflüssen des
Körpers ausgesetzt. Aufgrund dieser Verbindung können Flüssigkeitsleckströme auftreten. Solche unerwünschten
Flüssigkeitsströme können dazu führen, daß die Funktion der elektronischen Schaltung des
Schrittmachers beeinträchtigt wird, oder daß seine Metallteile zu korrodieren beginnen. In manchen Fällen
kann dadurch der vorzeitige Austausch des mittels einer Operation in den Körper des Patienten ein
gesetzten Herzschrittmachers erforderlich werden.
Gemäß der DE-OS 23 01 583 sind daher in den Weg der Leitungen von der Anschlußvorrichtung bis zu der
von einem Gehäuse umschlossenen elektronischen Schrittmacherschaltung Schutzelemente gelegt, welche
mit Bohrungen versehen sind, durch die die Leitungen jeweils ffüssigkeitsdicht hindurchgeführt sind. Diese
Schutzelemente können zwar das Auftreten von Sickerströmen an den Durchführungen für die besagten Leitungen,
nicht jedoch entlang der Ränder der Schutzelemente verhindern.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, den unvermeidlichen Sickerstrom von Körperflüssigkeit aufzufangen
und zuverlässig am weiteren Vordringen in Richtung auf die elektronischen Schaltungsteile des Herzschrittmachers
zu hindern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführte
Merkmal gelöst
Bei dieser Anordnung geht das Schutzelement eine feste Verbindung mit der in aller Regel aus einem Epoxydharz
bestehenden isolierung ein. Diese feste Verbindung ist wesentlich für die erhaltene Abdichtung.
Vorzugsweise werden die Schutzelemente aus einem den Epoxydharzen nahestehenden Material oder aus einem
für gedruckte Schaltungsplatten verwendeten Material gefertigt Irgendwelche Körperflüsygkeiten, welche
entlang der genanten Leiter eindringen, werden von den fest an der Isolierung haftenden Schutzelementen
blockiert Dadurch können Operationen des Patienten, die bisher häufig aufgrund eines durch Flüssigkeitslecks verursachten Versagens des Schrittmachers nötig
wurden, eingespart werden.
Einige Ausführungsbeispiele werden nachstehend anhand der Zeichnung näher beschrieben. In den Zeichnungen
zeigt
F i g. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung;
F i g. 2 Einzelheiten der Ausführungsform von F i g. 1;
Fig.3 eine abgewandelte Ausführungsform einer
Einzelheit von F i g. 2;
Fig.4 die Zusammenschaltung der Funktionsblöcke
bei der Ausführungsform von Fi g. 1 und deren Verbindung
mit dem Herzen eines Patienten.
Gemäß Fig. 1 enthält der implantierbare Herzschrittmacher 10 Batterien 12, 13, 14, 15 und 16, die
in solcher Weise zusammengeschaltet sind, daß sie eine geeignete Versorgungsspannung über die Leitungen
17 und 18 der in dem Gehäuse 19 befindlichen elektronischen Schaltung zuführen. Die Batterien sind
in Parallelschaltung gezeigt; eine Serienschaltung kann jedoch ebenfalls möglich sein und wird häufig
benutzt. Das Gehäuse 19 enthält den elektronischen Te:l des Herzschrittmachers 10. Halbleiterbauelemente
und andere mit diesen verbundene Schaltungskomponenten sind in dem Gehäuse 19 enthalten, welches
als Abschirmung gegen Hochfrequenzen und als Schutz gegen andere ungünstige Umgebungseinflüsse
wirken soll. Die US-Patentschriften 35 28 428 und 35 95 242 beschreiben eine elektronische Schaltung,
die in dem Gehäuse 19 enthalten sein kann. Soweit zum Verständnis erforderlich, sei auf diese US-Patentschriften
verwiesen. Die Leitungen 20 und 21 liegen zwischen der elektronischen Schaltung des Gehäuses
19 und dem Aufnahmeverbinder 11 für die Elektrode oder das Mündungsstück des Katheters.
Der zum Herzen führende Katheter wird in Fig. 1 nicht gezeigt. Die Leitungen 20 und 21 führen vom
Herz des Patienten kommende Eingangssignale der
elektronischen Schaltung zu und liefern ferner die von der elektronischen Schaltung ausgehenden Stimulationssignale
zum Herz des Patienten. Der eine öffnung bildende Aufnahmeverbinder It dient dazu, die
zum Herz des Patienten führenden Elektroden aufzunehmen. Die Leitungen 21 und 20 werden je von einem
trennwandartigen Schutzelement 22 bzw. 23 umgeben. Die Epoxydisolierung 122 wird aus Gründen
der Anschaulichkeit nur in der Nähe der Schutzelemente
22 und 7Ά gezeigt; es versteht sich jedoch, daß diese Isolierung sich über das gesamte Innere des
Herzschrittmachers 10 erstreckt
In F i g. 2 wird das Schutzelement 23 in größeren Einzelheiten
gezeigt Das Schuizelement 23 enthält eine Bohrung 25, die durchgehend plattiert ist Es befindet
sich nämlich eine Metallschicht auf beiden Seiten des Schutzelementes 23 ebenso wie auf der Innenfläche der
Bohrung 25. Die metallische Leitung 20 wird durch die Bohrung 25 gesteckt und an die metallische Schicht 24
angelötet Die Zusammensetzung des Schutzelements 23 wird so gewählt, daß sich bestimmte Eigenschaften,
insbesondere eine starke Bindung mit der Isolierung 122, ergeben Üblicherweise besteht die Isolie.-ung 122
aus Epoxydharz, und das Material für das Schutzelement
23 kann aus derselben Klasse von Kunststoffen gewählt werden. Vorzugsweise wird solches Material
verwendet aus dem gewöhnlich die Platten für gedruckte Schaltungen hergestellt werden.
F i g. 1 und 2 zeigen, daß Körperflüssigkeiten (nicht
gezeigt), die dazu neigen, in Form von Leckströmen in die Verbindungsöffnung 11 zu dringen und dann entlang
der Leiter 20 und 21 transportiert zu werden, durch die Schutzelemente 23 und 22 wirksam am Weiterfließen
gehindert werden. Die äußerst feste Verbindung zwischen der umgebenden Epoxydisolierung 122 und den
Schutzelementen verhindert es, daß die Körperflüssigkeiten über den Ort der Schutzelemente hinausfließen.
Fig.3 zeigt eine geänderte Ausführungsform. Das
dort gezeigte Schutzelement 26 weist zwei Bohrungen 28 und 29 auf. Diese Bohrungen sind leitend miteinander
verbunden d-:.rch die aufgebrachte metallische Schicht
27, die in ähnlicher Weise wie in F i g. 2 eine Plattierung durch jede der Bohrungen hindurch bildet Wie vorher
werden zwei derartige Schutzelemente benötigt. Das eine Schutzelement 26 wird für den Leiter 20 und das
andere Schutzelement 26 für den Leiter 21 benötigt Diese Ausführungsform erleichtert jedoch den Zusammenbau
bei der Fertigung, da jeder Leiter nicht durch eine Bohrung hindurchgesteckt werden muß und daran
angelötet werden muß, sondern lediglich bis zu der Bohrung gebracht werden nv,;ß und an die dort niedergeschlagen«
metallische Schicht angelötet werden muß. Es können dann andere getrennte Leiter sich von den übrigen
Bohrungen erstrecken und an die an diesen übrigen Bohrungen niedergeschlagenen metallischen Schichten
angelötet werden.
F i g. 4 zeigt die verschiedenen in dem Herzschrittmacher 10 befindlichen Funktionsblöcke. Die von den Batterien
gebildete Stromversorgung 44 führt dem Herzschlagdetektor 43 und dem Impulsgenerator 42 Strom
zu. Die Leiter 20 und 21 führen zum Herzen 41, wie vorher besehrieben wurde. Der Impulsgenerator 42 gibt
Stimulationsimpulse auf die Leiter 45 und 46, die mit den Leitern 20 bzw. 21 verbunden sind.
In ähnlicher Weise werden die Leiter 47 und 48, die mit den Leitern 45 bzw. 46 verbunden sind, zum Eingang
des Herzschlagdetektors 43 rückgeführt und dienen zur Abtastung der Schlagtäti?keit des Herzens 41. Der Ausgang
des Herzschlagdetektors 43 führt sein Ausgangssignal dem Impulsgenerator 42 zu, und somit steuert der
Herzschlagdetektor 43 die Arbeitsweise des Impulsgenerators 42. Die Schutzelemente 23 und 22 befinden
sich, wie in der Figur gezeigt wird, in Verbindung mit
den Leitungen 20 und 21, wie vorher beschrieben wurde.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Implantierbarer Herzschrittmacher mit Flüssigkeitsabdichtung, mit einer Anschlußeinrichtung (11) s
zur Herstellung einer elektrischen Verbindung mit dem Herzen, einem Impulsgenerator zur Erzeugung
von Stimulationsimpulsen, Leitungen (20, 21) zum Führen der Stimulationsimpulse zu der Anschlußeinrichtung
(11), einem Herzschlagdetektor zur Ermittlung
der Herztätigkeit des Patienten und zur Steuerung des Impulsgenerators, mit elektrischen Batterien
(12—16) zur Stromversorgung des Impulsgenerators und des Herzschlagdetektors, mit einer Isolierung
(122), weiche die Leitungen (20, 21), die Bauerien (12—16), den Herzschlagdetektor und den Pulsdetektor
einkapselt, und mit Schutzelementen (22, 23; 26), weiche in den Weg der Leitungen (20, 21)
von der Anschlußeinrichtung (11) zu der von einem Gehäuse (19) umschlossenen elektronischen SchrittmacherschaUiing
gelegt sind, und welche Bohrungen (25; 28, 29) aufweisen, durch die die Leitungen (20,
21) jeweils flüssigkeitsdicht hindurchgeführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierung
(122) an den Schutzelementen (22, 23; 26) fest anhaftet
2. Herzschrittmacher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzelemente (22,23; 26)
jeweils zwei Bohrungen (28,29) zur flüssigkeitsdichten Aufnahme jeweils eines Endes jedes Leiterabschnittes
aufweisen.
3. Herzschr umacher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einzelbohrung (25) oder die Doppelbohrung (28,2*») des Schutzelementes
(22, 23; 26) jeweils durdipla'tiert sind, und daß
die Leiter oder Leiterabschnittsenden mit den Plattierungen
in einer die jeweilige Bohrung vollständig füllenden Weise verlötet sind.
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