DE2504889C2 - Verfahren zum kontinuierlichen Einschmelzen von Schrott, Eisenschwamm o.dgl - Google Patents
Verfahren zum kontinuierlichen Einschmelzen von Schrott, Eisenschwamm o.dglInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen Einschmelzen von Schrott, Eisenschwamm
od. dgl. in einem Schachtofen mit im wesentlichen gleichbleibendem Querschnitt im Gegenstrom
durch Beaufschlagung der Einsalzmaterialsäule von unten mit einer mittels Brennstoff/Sauerstoffverbrennung
erzeugten Flamme.
Beim Einschmelzen mit Brennstoff-Sauerstoff-Brennern im Gegenstrom besteht die Gefahr
einer unerwünschten, zu hohen Oxydation der Einsatzstoffe. Diese Oxydation kann durch verschiedene Maßnahmen
beeinflußt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, dem Einsatz Kohle zuzumischen, um auf diese
Weise die Oxydation zurückzudrängen und die Aufkohlung zu fördern. Es ergibt sich bei dieser Arbeitsweise
normalerweise der Nachteil, daß ein großer Teil der beigemischten Kohle mit den Flammengasen innerhalb
des Schachtes verbrennt und deshalb im Einschmelzbereich nur noch vermindert wirksam wird. Die
auf diese Weise zugemischte und mitverbrennende Kohle wirkt in ähnlicher Weise wie das Einschmelzen
mit unterstöchiometrischer Verbrennung, das aber mit entsprechenden Brennstoff-Sauerstoff-Verhältnissen
im Brenner besser zu erzielen ist. Hinzu kommt, daß die im unteren Schachtteil mit der Beschickung absinkenden
Kohlestüeke dann schon so weitgehend aufgezehrt sind, daß sie auf Grund ihrer Kleinheit mit dem
kontinuierlichen Ablauf durch die Abstichöffnung abfließen.
Ferner wurde bereits vorgeschlagen, am Boden des F.inschmelzgefäßes eine Aufkohlung durch Einblasen
von Kohle vorzunehmen bzw. den Boden des Eininduktiv zu beheizen, um entweder den
I iquiduspunkt des aufgeschmolzenen Metalls herabzusetzen
oder aber die Temperatur des aufgeschmolzenen Metalls heraufzusetzen, da die Temperatur des aufgeschmolzenen
Metalls im allgemeinen nur geringfügig oberhalb des Liquiduspunkts liegt. Diese Maßnahmen
sind jedoch kompliziert und teuer.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es uaher. die
Aufkohlung des eingeschmolzenen Metalls wirksam zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein reduzierender Bereich unterhalb dec
oxydierenden Einschmelzzonc durch Beimischen von reaktionsträgen großen Kohlenstücken zum Einsatzmaterial
erzeugt wird, wobei die Kohlestücke eine solehe Größe aulweisen, daß sie den Einschmclzbereich
durchlaufen und sich am Boden des Schachtofens ansammeln.
Hierzu werden vorzugsweise Kohlestüeke /wischen etwa 2 und lOkg/Stk. mi ι kleiner Oberfläche verwendet,
die vergleichsweise große Durchmesser, beispielsweise um 200 mm aufweisen. Ats reakiionsiräge Kuhle
kommt beispielsweise Anthrazit in Frage. Die Kohlestücke können ferner mit einem reaktionshemmenden
Überzug versehen sein, der beispielsweise aus K.ilkmilch
oder einem entsprechenden Material besteht, das die Kohlestücke vor der Verbrennung in der oxydierenden
Gasatmosphäre im Einschmelzbereich des Schachtofens schützt. Die Kohlestücke werden gewöhnlich
in Mengen von 2 bis b Gewichtsprozent des Einsatzmaterials zugegeben.
Mittels derartiger Kohlestücke mit verhältnismäßig
kleiner spezifischer Oberfläche und geringer Verbrennlichkcit wird erreicht, daß diese mit dem Einsatzmaterial
in dem zum Einschmelzen verwendeten Schachtofen absenken, ohne nennenswert zu verbrennen.
Die Kohlestücke lagern sich dann auf der Sohle des Einschmelzgefäßes in Form einer Kohleschicht ab.
wobei die einzelnen Stücke nicht durch den Ablauf im Boden des Einschmelzgefäßes abgeführt weiden. Auf
diese Weise wird unterhalb des oxydierenden Einschmelzbereiches eine stark reduzierende Zone aufrechterhalten,
in der die gebildete Schlacke sowie das aufgeschmolzene Metall beim Durchrieseln durch diesen
Bereich in optimaler Weise mit der Kohle reagieren und so die Eisenverschlackung und die Aufkohlung
günstig eingestellt werden können. Die Kohleschicht wird dabei durch die auf diese Weise begünstigte
Kohlenstoffauflösung des durchlaufenden Metalls aufgezehrt. Entsprechend wird der FeO-Gehalt der durchlaufenden
Schlacke reduziert. Außerdem genügen hierzu relativ geringe Mengen an Kohlestücken.
In der Abbildung ist ein Schachtofen 1 dargestellt, dessen Boden 2 einen Ablauf 3 aufweist, während sich
innerhalb des Schachtofens eine Einsatzmaterialsäule 4 Schrott, Eisenschwamm od. dgl. befindet. Diese
Einsatzmaterialsäule 4 wird von unten mittels Brennern 5, die durch die Seitenwand des Schachtofens 1 mit sich
leicht nach unten vergrößerndem Querschnitt geführt sind und Flammen 6 in einem Aufschmelzraum 7 unterhalb
der Einsalzmaterialsäule 4 erzeugen, aufgeschmolzen. Dem Einsatzmaterial werden große reaktionsträge
Kohlestücke 8 zuchargiert, die mit der Einsatzmaterialsäule
4 kontinuierlich nach unten sinken. Sie durchlaufen den oxydierenden Einschmelzbercich im Bereich
der Flammen 6 und sammeln sich auf dem Boden 2 des Schachtofens 1. Das aufgeschmolzene Einsalzmaterial,
Metall und Schlacke fließt über die am Boden befindlichen Kohlestücke 8 und löst hierbei die Kohle auf. Auf
diese Weise wird unterhalb des oxydierenden Kinkchmelzbereiches
im Bereich der Flammen 6 ein reduzierender Aufkohlungsbereich gebildet.
Die kontinuierlich während des Linschmcl/.vorgangs
absinkende Einsatz.iTUUerialsäule 4 slüt/t sich vorzugswcisc
auf wullartigcn Anwachsungen ab, ue um die
Brenner 5 hemm gebildet werden, indem Brenner verwendet
werden, deren Austriusöffnung für Sauerstoff
sich innerhalb von einer Austrittsöffniing für den Brennstoff bzw. bei ringförmigen Sehlitzbrennern innerhalb
von zwei schlitzförmigen Austriusoffnuiiken
für den Brennstoff befindet. Durch Entspannen des aus den Brennern austretenden Brennstoffs wird ein relativ
kühler Bereich benachbart der Ausirittsöffnungen der
Brenner geschaffen, wodurch sich wallartige Anwachsungen
aus aufgeschmolzenem Material um die Brenner herum bilden, auf denen sich die F.insatzmaterialsauie
abstüt/en kann. Es ist jedoch auch möglich, die Einsaizinaterialsaule auf dem Boden 2 des Schachtofens
1 in an sich bekannter Weise abzustützen.
Zusätzlich kaivi dem Einsatzmaierial bei Verprjssung
von diesem /u Paketen Kohle oder kohlenstoffhaltiges Material zugesetzt werden, um eine reduzierende
Atmosphäre innerhalb der Pake;e bis in den Finschmel/bereich
sicherzustellen, um so die Verschlackung des Hinsatzmaterials beim Einschmelzen
herabzuset/en.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum kontinuierlichen Einschmelzen von Schrott. Eisenschwamm od. dgl. in einem
Schachtofen mit im wesentlichen gleichbleibendem Querschnitt im Gegenstrom durch Beaufschlagung
der Einsatzmalerialsüule von unten mit einer mittels Brennstoff/Sauerstoffverbrennung erzeugten Flamme,
dadurch gekennzeichnet, daß ein reduzierender Bereich unterhalb der oxydierenden
Einschmelzzone durch Beimischen von reaktionsträgen großen Kohlenstücken zum Einsatzmalc-.-ial
erzeugt wird, wobei die Kohlestücke eine solche Größe aufweisen, daß sie den Einschmelzbereich
durchlaufen und sich am Boden des Schachtofens ansammeln
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Kohlestücke zwischen etwa 2 und 10 kg/Sik. mit kleiner Oberfläche vcrwendei werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Kohlestücke mit reaktionshemmenden
Überzügen verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß Kohlestücke mit Kalkmilchüber/ug verwendet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß Kohlestücke in einer
Menge von 2 bis b Gewichtsprozent des Einsatzmaterials zugegeben werden.
Priority Applications (11)
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| CA245,085A CA1074567A (en) | 1975-02-06 | 1976-02-05 | Method of continuously melting down scrap, iron sponge or the like |
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