DE2504449B2 - Hydraulisches Schlagwerkzeug - Google Patents
Hydraulisches SchlagwerkzeugInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein hydraulisches Schlagwerkzeug mit einer in einem Außenrohr teleskopisch
verschiebbaren Innenstange. Solche Schlagwerkzeuge werden z. B. bei ölfeldbohrsträngen benutzt.
Beim Bohren auf Erdöl und Erdgas wird häufig ein hydraulisches Schlagwerkzeug (ζ. Β. Schlagschere) oder
die Kombination eines Schlagwerkzeugs (jarringtool) und eines Stoßwerkzeugs (Bumper tool) im Bohrstrang
benutzt, um über das freie obere Ende des Bohrstrangs Aufwärtsschläge zu dem festgewordenen unteren Teil
desselben zu übertragen. Auf diese Weise wird der festgewordene Bohrstrang aus der umgebenden Gebirgsformation
gelöst und kann aus dem Bohrloch gezogen werden.
Obwohl viele unterschiedlich hydraulische Schlagwerkzeuge entwickelt worden sind, arbeiten sie alle
nach dem gleichen Prinzip. Diese Werkzeuge haben ein teleskopisch in ein Außenrohr geschobenes Innenteil
und das Werkzeug ist so in den Bohrstrang eingefügt, daß das Außenrohr mit dem unteren Teil des
Bohrstrangs verbunden ist und das Innenteil mit dem oberen Strang. Eine Verzögerungseinrichtung verhindert
das schnelle Auseinanderziehen von Innen- und Außenteil, wenn das freie, obere Ende des Bohrstrangs
hochgezogen wird. Diese Verzögerung ermöglicht, das freie, obere Ende des Bohrstrangs zu dehnen, wodurch
eine beträchtliche elastische Energie im Bohrstrang gespeichert werden kann. Nach einer gewissen Verzögerungszeit
wird das Werkzeug sehr schnell teleskopiert Die gespeicherte elastische Energie beschleunigt
den Teil des Werkzeugs, der mit dem oberen Ende des
ίο Bohrstrangs verbunden ist Wenn das Ende des
Werkzeughubes erreicht ist, schlägt das beschleunigte Innenteil gegen das Außenrohr des Werkzeugs, welches
mit dem festgewordenen Teil des Bohrstrangs verbunden ist, und liefert einen Aufwärtsschlag oder -stoß.
Das Schlagwerkzeug, auf welches sich die vorliegende Erfindung bezieht, hat ebenfalls ein stangen- oder
rohrförmiges Innenteil und ein Außenrohr. Die Verbindung dieser beiden im wesentlichen zylinderförmigen
Teile erlaubt zwar eine relative, longitudinale Gleitbewegung, verhindert aber Rotationsbewegungen. Dies
wird vorzugsweise durch eine Anordnung von Keilen erreicht Das Außenrohr ist so aufgebaut daß es einen
unteren Ventilabschnitt (Ventilsitzstrecke) und einen oberen, daran anschließenden freien Schlagbereich
(Schlagstrecke) aufweist. Der Ventilabschnitt besitzt einen relativ zu der freien Schlagzone reduzierten
inneren Durchmesser. Zwischen dem Innentdl und dem Außenrohr erstreckt sich in axialer Richtung ein
definierter Ringraum, der mit einer Arbeitsflüssigkeit,
z. B. einem leichten Öl, gefüllt ist. Zwischen Außenrohr und Innenteil sind Dichtungen vorgesehen, um diesen
Ringraum abzudichten.'Das Innenteil trägt eine radiale ringförmige Schulter und einen ringförmigen Ventilanschlag,
der axial versetzt über der Schulter angeordnet ist. Diese Ventilschulter ist so geschliffen, daß sie einen
Ventilsitz sicherstellen kann. Eine rohrförmige Ventilhülse ist auf dem Innenteil zwischen Schulter und
Ventilanschlag gleitbar montiert. In diesem Bereich ist die gerundete Oberfläche des insbesondere röhrenförmigen
Innenteils abgeflacht, um eine Vielzahl axialer Flächen zu erzeugen. Zwischen den abgefrästen
Innenteilflächen und der inneren Oberfläche der Hülse wird dahe: ein axialer Durchflußweg gebildet. Am
unteren Ende hat die Hülse eine geschliffene Oberfläehe, welche eine sichere Dichtung gegen Durchfluß
gewährleistet, wenn sie gegen die Schulter gepreßt wird. Die Arbeitsflüssigkeit kann daher an diesem Ende der
Ventilhülse nicht die axialen Durchflußwege zu dem Ringraum passieren, wenn die Hülse dicht aufsitzt. Am
oberen Ende ist die Hülse eingekerbt, um eine Durchflußöffnung zwischen der Hydraulik-Kammer
und den axialen Durchflußwegen sicherzustellen.
Im Betrieb ist die Ventilhülse bei zusammengeschobenen
Außenrohr und Innenteil in der Ventilsitzstrecke positioniert. Ein sehr enger ringförmiger Durchflußraum
ist zwischen Ventilhülse und der Ventilsitzstrecke des Außenrohres gebildet. Im erwähnten Beispiel ist der
Spalt zwischen Ventilhülse und Ventilsitzstrecke etwa '/2000", während der Spalt zwischen Hülse und dem
freien Schlagbereich etwa 65/iooo- beträgt. Wenn der
Bohrstrang aufwärts gezogen wird, wird die Ventilhülse ebenfalls aufwärts gezogen und gelangt durch die
Ventilsitzstrecke in die freie Schlagstrecke hinein. Während dieser Operation wird die hydraulische
Flüssigkeit in der freien Schlagstrecke des Ringraums komprimiert. Die komprimierte Flüssigkeit kann nur
sehr langsam aus der Hochdruckzone oberhalb der Hülse durch den engen Ringraum in die Niederdruckzo-
ne gepreßt werden. Das Teleskopieren oder Auseinanderziehen des Werkzeugs wird auf diese Weise
verzögert, wodurch die Möglichkeit geboten wird, den
oberen Teil des Bohrstrangs zu dehnen. Nach einer bestimmten Zeit ist hinreichend Flüssigkeit aus der
Hochdruckzone der Hydraulik-Kammer ausgetreten, so daß die Ventilhülse die Ventilsitzstrecke verlassen und
in die freie Schlagstrecke eintreten kann. Nun kann die komprimierte Flüssigkeit schnell die Ventilhülse umströmen.
Der Bohrstrang kann sich frei zusammenziehen und der !r.nenteil wird schnell aufwärtsbewegt, bis
der auf dem Innenteil sitzende Hammer mit heftiger Schlagenergie gegen den Amboß des Außenrohres
trifft Um das Werkzeug wieder in die Ursprungslage zu bringen, wird das innenteil hinabgelassen. Sobald die
Ventilhülse wieder in die Ventilsitzstrecke eintritt, wird die hierin enthaltene Flüssigkeit komprimiert, wodurch
die Ventilhülse aufwärts bewegt wird, bis sie den oberen Veritilanschlag berührt Die hydraulische Flüssigkeit
kann dann frei durch die Kerben und die axalen Wege hinter der Hülse durchströmen, so daß die Hülse schnell
durch die Ventilsitzstrecke bis zur voll zusammengeschobenen Position bewegt wird.
Der Zustand der Ventilhülse ist bedeutend für sicheren Betrieb des Werkzeugs. Wenn zum Beispiel die 2r>
äußere Oberfläche der Ventilhülse verschleißt, wird der Spalt zwischen Ventilhülse und Ventilsitzstrecke größer
und die Durchströmgeschwindigkeit der komprimierten Flüssigkeit steigt drastisch an. Der Verschleiß steigt,
wenn das Ventil durch inneren Überdruck expandiert ω wird und an einzelnen Stellen gegen das Außenrohr
gepreßt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Verschleiß der Hülse bei einem Werkzeug mit den im
Oberbegriff des Anspruchs 1 aufgeführten Merkmalen herabzusetzen. Die Erfindung besteht in den im
Kennzeichen des Anspruchs genannten Merkmalen.
Als Ergebnis dieser Anordnung wird der hohe Druck hinter der Ventilhülse zum unteren Ende des engen
Ringraums übertragen und damit die äußere Deformierung oder Aufwölbung des unteren Hülsenendes
reduziert. Auf diese Art wird eine Verengung des engen Ringraums durch Hülsendeformierung reduziert und
damit der Verschleiß des unteren Hülsenendes wirksam verhindert. Das Gesamtresultat einer derartigen Anordnung
ergibt ein sicheres und schadenfrei arbeitendes Werkzeug.
Es ist zwar bekannt (US-PS'n 34 05 773 und 30 88 533), zur Lösung des der Erfindung zugrundeliegenden
Problems in der Hülse vom Schlagende so ausgehende kurze Rillen vorzusehen. Diese kurzen
Rillen reduzieren aber nicht wie die Erfindung eine Verformung der Hülse, sondern sie verkürzen lediglich
die wirksame Länge der Hülse. Dabei weiden die auftretenden Verformungen nicht reduziert, sondern ^
nur in ihrer relativen Lage verschoben. Eine nähere Darstellung dieser bekannten Anordnung ist in den
F i g. 5a—5c gegeben.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung werden im folgenden mehrere Ausführungsbeispiele an Hand der fco
Zeichnung beschrieben.
Fig. IA zeigt einen Schnitt durch den oberen Teil
einer Kombination von Schlag- und Stoßwerkzeug.
Fig. IB zeigt einen Schnitt durch den mittleren Teil
dieses Werkzeugs einschließlich der neuen Ventilhülse, die in der Ventilsitzstrecke positioniert ist.
Fig. IC zeigt einen Schnitt durch den unteren Teil
des Werkzeugs.
Fig.2 zeigt einen Schnitt dwch das gesamte
Werkzeug, wobei die Ventilhülse im Stoßbereich positioniert ist
Fig.3 zeigt eine perspektivische Ansicht teilweise
geschnitten, der auf dem Innenteil placierten Ventilhülse.
Fig.4 zeigt eine Draufsicht der Ventilhülse und des
Innenteils (Schnittlinie A-A F i g. 3).
Fig.5A ist eine Seitenansicht im Schnitt, die eine
Ventilhülse der alten Art in gestrichelten Linien zeigt in der Ventilsitzstrecke. Die Pfeile zeigen die angenommene
Druckverteilung entlang der inneren Dichtfläche des Außenrohrs einer solchen Hülse.
Fig.5B zeigt den Schnitt einer Seitenansicht der Ventilhülse aus Fig.5A. Die Pfeile geben eine
Vorstellung der Druckverteilung entlang der inneren und äußeren Oberfläche der Ventilhülse dieser früheren
Ausführung.
Fig.5C zeigt im zusammengesetzten Schnitt die Ventilsitzstrecke und die frühere Ventilhülsenausführung
sowie die angenommenen auftretenden Verformungen, wenn die Ventilhülse durch die Ventilsitzstrekke
in die freie Schlagstrecke gezogen wird.
Fig.6A zeigt einen Seitenschnitt der neuen Ventilhülse,
in gestrichelten Linien, innerhalb der Ventilsitzstrecke. Die Pfeile zeigen die angenommene Druckverteilung
entlanj, der inneren Fläche des Rohres.
F i g. 6B zeigt im Schnitt die Ventilhülse aus F i g. 6A. Die Pfeile zeigen die angenommene Druckverteilung
entlang der inneren und äußeren Oberfläche der Ventilhülse.
F i g. 6C zeigt im zusammengesetzten Schnitt der Ventilsitzstrecke und der Ventilhülse die angenommenen
Verformungen, wenn die neue Ventilhülse durch die Ventilsitzstrecke in die freie Schlagstrecke hineingezogen
wird.
Fig. 7 ist eine perspektivische Darstellung, teilweise
geschnitten, und zeigt eine Alternativausführung der Ventilhülse auf dem Innenteil.
Fig. 8 zeigt eine Draufsicht der Ventilhülse und des
Innenteils im Schnitt entlang der Linie A -A aus F i g. 7.
Fig.9 zeigt ähnlich wie Fig.8 eine weitere
Ausführung der Ventilhülse.
Fig. 10 zeigt eine Draufsicht der Hülse und des Innenteils im Schnitt entlang der Linie A-A aus F i g. 9.
Das in Fig. IA, IB, IC dargestellte Werkzeug 1
enthält einen Außenkeilkörper 2 mit einer Gewindemuffe 3 am oberen Ende zur Verbindung mit dem
oberen Bohrgestänge (nicht gezeigt) und mit einer zweiten Gewindemuffe 4 am unteren Ende zur
Verbindung mit einem rohr- bzw. stangenförmigen Innenteil 5. Der Außenkeilkörper 2 läuft in einem
Innenkeilrohr 6, das mit einem Innengewinde am unteren Teil versehen und mit dem Außenrohr 7
verbunden ist. Die Keilverzahnung 2a, 6b der Keilkörper 2 und 6 greift ineinander und gestattet eine
longitudinal Bewegung der Teile 5 und 7 relativ zueinander, verhindert aber, daß diese Teile relativ
zueinander Rotationsbewegungen ausführen können. Das Außenrohr 7 trägt Dichtungen 8, z. B. O-Ringe, an
der inneren Oberfläche des oberen Gewindezapfenendes 9. Das Innenteil 5 reicht abwärts durch die relativ
enggepaßte Bohrung 10 des Zapfenendes in das Außenrohr 7. Die Dichtung 8 bewirkt eine hochdruckfeste
Dichtung zwischen Außenrohr 7 und Innenteil 5.
Das Außenrohr 7 weist eine freie Schlagstrecke Il
mit einem relativ weiten Innendurchmesser und kurzer Länge, eine Ventilsitzstrecke 12 mit reduziertem
Innendurchmesser und eine freie Stoßstrecke 13 mit relativ weitem Durchmesser und vergrößerter Länge
auf. Die Streckenabschnitte 11, 12 und 13 ergeben zusammen mit dem Innenteil eine hydraulische Druckkammer,
im folgenden Hydraulik-Kammer genannt. Die untere Schulter 30 des oberen Rohrgewindezapfenendes
9 bildet einen Amboß. Auf dem unteren Ende des Innenteils 5 ist eine bewegliche Dichtung 14 montiert,
die aus einem zylindrischen Messingkörper 14a mit O-Ringen 146 in inneren und äußeren Eindrehungen
besteht. Die Dichtung 14 füllt im wesentlichen den Ringraum zwischen Innentei! 5 und Außenrohr 7 aus, so
daß die O-Ringe 146 eine Flüssigkeitsabdichtung sicherstellen. Eine Schulter oder Zapfen 15 begrenzt die
Aufwärtsbewegung der Dichtung 14. Die Schulter 16 eines an das untere Ende des Außenrohrs 7 angeschraubten
unteren Außenrohrs 17 begrenzt den Abwärtshub der Dichtung 14.
Die vorliegende Erfindung kann sowohl bei einem kombinierten Schlag- und Stoßwerkzeug als auch bei
einem reinen Schlagwerkzeug verwendet werden. Es ist für den Fachmann einsichtig, daß die untere Stoßsektion
des Werkzeugs fortgelassen werden kann, wenn nur eine Schlagarbeit erforderlich ist.
Das Innenteil 5 ist mit einer Ventilschulter 18 versehen, die z. B. durch ein aufgeschraubtes Element
gebildet wird. Dieses Element hat eine geschliffene Fläche 19 zur Erzielung einer dichten Ventilverbindung.
Das Innenteil 5 weist auch axial oberhalb der Ventilschulter 18 einen ringförmigen Ventilanschlag 20
auf. Dieser obere Ventilanschlag 20 arbeitet auch als Hammer, wenn er gegen den Amboß am oberen Ende
30 der freien Schlagstrecke schlägt. Zwischen der Ventilschulter 18 und dem oberen Ventilanschlag 20 ist
die Oberfläche des Innenteils 5 mit axialen Anflächungen 21 versehen.
Eine Hülse 22 (z. B. aus Messing) ist auf dem Innenteil 5 zwischen dem Ventilanschlag 20 und der Ventilschulter
18 verschiebbar montiert. Eine untere Fläche 23 der Ventilhülse 22, z. B. die Stirnseite, ist so geschliffen, daß
eine flüssigkeitsdichte Abdichtung zwischen den Flächen Ί9 und 23 gewährleistet ist, wenn die Hülse 22
gegen die Ventilschulter 18 gedruckt wird. Zwischen den Anflächungen 21 des Innenteils 5 und der inneren
Oberfläche 25 der Hülse 22 ist ein axialer Durchflußweg 24 vorgesehen. Die Hülsenwand ist am oberen Ende der
Hülse 22 mit einer oder mehreren radialen Öffnungen 26. wie z. B. die gezeigten Einkerbungen, versehen.
Wenn sich die Hülse 22 in der Ventilsitzstrecke 12 befindet, ist zwischen der äußeren Oberfläche der Hülse
22 und der inneren Oberfläche dieser Sektion des Außenrohrs 7 nur eine sehr enge Durchflußstrecke 27
vorhanden. Nahe zum unteren Ende der Hülse 22 sind eine oder mehrere radiale Öffnungen 28 als Bohrungen
durch die Hülsenwand geführt Diese Bohrungen stellen eine Verbindung zwischen den axialen Durchflußwegen
24 und der axialen Durchflußstrecke 27 im Ringraum sicher.
In Fig. 2 ist das vollständige Werkzeug 1 und in den
Fig. 3 und 4 vergrößerte Ansichten des Hülsenbereiches dargestellt.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der radialen öffnungen 28 am unteren Ende der Hülse 22 soll
nachfolgend beschrieben werden, welche Vorgänge im Werkzeug 1 ablaufen, wenn die Hülse 22 während des
Schlaghubes durch die Ventilsitzstrecke 12 in die freie Schlagstrecke 13 gezogen wird.
In Fig.5A, 5B und 5C — die bekannte Ausführung
der Hülsenanordnung zeigend — wird eine Hochdruckzone in der freien Schlagstrecke 11 aufgebaut. Dieser
Druck wird in der DurchHußstrecke 27 von der Hochdruckzone der Schlagstrecke 11 bis zur Niederdruckzone
unter der Hülse 22a abgebaut. Demzufolge ist entlang der vollen Länge der axialen Durchflußwege
24 ein hoher Druck vorhanden. Durch diese Druckverteilungen wird das Außenrohr 7 nahe dem oberen Ende
der axialen Durchflußwege 24 nach außen hin verformt. Die Hülse 22a wird auch nach außen hin gedehnt, aber
nur an ihrem unteren Ende. Dies wird durch Untersuchungen an Ventilhülsen dieser bekannten
Ausführung nach ihrem Gebrauch bestätigt. Sie sind normalerweise nur am unteren Ende verschlissen.
F i g. 6A, 6B und 6C zeigen nun die Druckverteilung, die sich für die neue Hülsenausführung ergibt. Der hohe
Druck wird durch die radialen öffnungen 28 von den axialen Durchflußwegen 24 zum unteren Ende der
Durchflußstrecke 27 übertragen, wodurch das Außenrohr 7 an diesem Punkt gedehnt wird und den Druck
entlang der Hülsenwand nahe der öffnung 28 ausgleicht. Dadurch wird ein Aufwölben des unteren
Hülsenendes 22 reduziert.
Bei der Erprobung wurde festgestellt, daß der Verschleiß an der neuen Ventilhülse 22 vernachlässigbar
ist und die Zeit, die die Ventilhülse 22 benötigt, um durch die Ventilsitzstrecke 12 während des Schlaghubes
gezogen zu werden, während einer längeren Nutzzeit konstant blieb.
In den alternativen Ausführungen der Erfindung, die
in F i g. 7 und 8 gezeigt werden, verlaufen Bohrungen 28a vom oberen Ende 20 der Hülse 22 zu einem Bereich
nahe dem unteren Ende der äußeren Oberfläche 31. Diese Bohrungen 28a stellen eine Verbindung zwischen
der freien Schlagzone 11 der Hydraulik-Kammer und dem unteren Teil der Durchflußstrecke 27 her.
In einer weiteren Ausführung, die in den Fig. 9 und 10 gezeigt wird, sind Längsnuten 28/) in die äußere Oberfläche der Hülse 22 eingebracht, die vom oberen Bereich der Hülse 22 nahe ihrem Ende 30 zum unteren Ende der Hülsenoberfläche 31 verlaufen.
In einer weiteren Ausführung, die in den Fig. 9 und 10 gezeigt wird, sind Längsnuten 28/) in die äußere Oberfläche der Hülse 22 eingebracht, die vom oberen Bereich der Hülse 22 nahe ihrem Ende 30 zum unteren Ende der Hülsenoberfläche 31 verlaufen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Hydraulisches Schlagwerkzeug mit einem in einem Außenrohr teleskopisch verschiebbaren Innenteil,
mit einer zwischen Außenrohr und Innenteil gebildeten, mit hydraulischer Arbeitsflüssigkeit gefüllten,
beidseitig abgedichteten Kammer, die hintereinander angeordnet eine Ventilsitzstrecke und eine
mit größerem Durchmesser versehene freie Schlagstrecke aufweist, und mit einer ringförmigen
Ventilschulter und einem gegenüber der Ventilschulter axial versetzten Ventilanschlag am Innenteil,
zwischen denen eine auf dem Innenteil geführte Hülse frei beweglich ist, wobei zwischen Hülse und
Innenwandung des Außenrohres eine engere Durchflußstrecke und zwischen Hülse und Innenteil ein
vergleichsweise weiterer, zur Schlagstrecke hin zugänglicher Durchflußweg gebildet sind, der
während des Schlaghubes durch Anlegen des der ringförmigen Ventilschulter zugewandten Endes der
Hülse an eine entsprechend ausgebildete Fläche der Ventilschulter abdichtbar ist, und wobei die Hülse
mit einer oder mehreren Öffnungen versehen ist, die die freie Schlagstrecke mit der engeren Durchflußstrecke
verbinden, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (28) auf der Seite der
engeren Durchflußstrecke (27) im unteren, der freien Schlagstrecke (II) abgewandten Bereich aus der
Hülse (22) austreten bzw. dort enden.
2. Schlagwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (28) Bohrungen
sind, die die Hülsenwandung durchdringen und die freie Schlagstrecke (11) und/oder den weiteren
Durchflußweg (24) mit der engeren Durchflußstrekke (27) verbinden und nahe dem der Ventilschulter
(18) zugewandten Ende (23) der Hülse in die engere Durchflußstrecke (27) münden.
3. Schlagwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen Längsnuten
(28tysind, die sich in der Hülsenoberfläche (31) vom
oberen Ende der Hülse bis oberhalb des unteren Hülsenendes erstrecken.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2504449A1 DE2504449A1 (de) | 1975-08-14 |
| DE2504449B2 true DE2504449B2 (de) | 1979-04-19 |
| DE2504449C3 DE2504449C3 (de) | 1979-12-06 |
Family
ID=4099144
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CA (1) | CA970763A (de) |
| DE (1) | DE2504449C3 (de) |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| US5033557A (en) * | 1990-05-07 | 1991-07-23 | Anadrill, Inc. | Hydraulic drilling jar |
-
1974
- 1974-02-11 CA CA192,185A patent/CA970763A/en not_active Expired
-
1975
- 1975-02-04 DE DE19752504449 patent/DE2504449C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2504449C3 (de) | 1979-12-06 |
| CA970763A (en) | 1975-07-08 |
| DE2504449A1 (de) | 1975-08-14 |
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