DE2504328C3 - Weitwinkelobjektiv - Google Patents
WeitwinkelobjektivInfo
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- DE2504328C3 DE2504328C3 DE19752504328 DE2504328A DE2504328C3 DE 2504328 C3 DE2504328 C3 DE 2504328C3 DE 19752504328 DE19752504328 DE 19752504328 DE 2504328 A DE2504328 A DE 2504328A DE 2504328 C3 DE2504328 C3 DE 2504328C3
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Description
Die Erfindung betrifft ein Weitwinkelobjektiv vom Typ umgekehrter Teleobjektive mit acht Linsengliedern.
Das erfindungsgemäße Weitwinkelobjektiv findet bevorzugt Verwendung in einer einäugigen
Spiegelreflexkamera.
Aus der Schweizer Patentschrift 4 82 205 sind bereits Weitwinkelobjektive der eingangs erwähnten Art mit
acht und mehr Linsengliedern bekannt, die bei einem Öffnungsverhältnis von 1: 2,8 und einem Bildfeldwinkel
von 80° eine hintere Schnittweite von 147,38mm und bei einem Öffnungsverhältnis von 1: 4 und einem
Bildfeldwinkel von praktisch 90° eine hintere Schnittweite von 174,79 mm erreichen. Die Objektive sind
jedoch mit ,7,02,2 bzw, 243,3 mm verhältnismäßig lang.
Der voiliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe
zugrunde, ein Weitwinkelobjektiv der eingangs erwähnten Art mit einer langen hinteren Schnittweite
und einem großen Btidfeldwinkel anzugeben, das kompakt
aufgebaut ist.
Diese Aufgabe wird durch Ausbildung des Objektivs der eingangs genannten Art mit den Konstriiktionsdiitijtn
gemäß der im Kennzeichen des Patentanspruches
ίο aufgeführten Daten'.abdte gelost.
Gemäß der Erfindung wird ein Objektiv geschaffen, als eine hintere Schnittweite von 1,56 bei einer Objeklivbrennweäte
von 1,0 aufweist bei einem Bildfeldwinkcl von 84° end einen-, großen öinungsverhältnis
von 1: 2,8. Außerdem sind bei dem erfindungsgemäßen Objektiv alle Aberrationen gut korrigiert, und die
Gesamtlänge des Objektivs ist sehr kiein.
Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand
der F i g. 1 bis 2 C erläutert. Darin zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Objektiv,
F i g. 1 einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Objektiv,
Fig. 2A eine Darstellung der sphärischen Aberration
und der Abweichung von der Sinus-Bedingung in Abhängigkeit vom Öffnungsverhältnis für das in
F i g. 1 gezeigte Objektiv,
Fig. 2B eine Darstellung des Astigmatismus in. Abhängigkeit vom halben Bildfeldwinkel für das in
F i g. 1 gezeigte Objektiv und
F i g. 2C eine Darstellung der Verzeichnung in Abhängigkeit
vom halben Bildfeldwinkel.
Im folgenden soll das erfindungsgemäße Weitwinkelobjektiv
näher beschrieben werden. Dabei soll mit »vorn« der dem Objekt näher zugewandte Teil und
mit »hinten« der vom Objekt weiter entfernt liegende Teil bezeichnet werden.
Von vorne nach hinten weist das erfindungsgemäße Objektiv eine LmSeX1 mit positivem Meniskus auf,
die vorne koavex istv weiter zwei Linsen L2 und L3 mit
negativem Meniskus, die nach vorne konvex sind, eine Linse L4, die plankonvex ist oder mit positivem Meniskus
und die nach hinten konvex ist, eine Bikonvexlinse JL5, ein verkittetes Linsenglied mit negativer
Brechkraft, das aus einer Bikonkavlinse L6 und einer Linse L7 mit positivem Meniskus besteht, eine Linse L8
mit positivem Meniskus, die nach hinten konvex ist, und eine Linst: L9 mit positiver Brechkraft.
Bei der Entwicklung der Linse wurde von den folgenden Bedingungen ausgegangen, wobei jeweils die
Gesamtbrennweite mit 1,0 zugrunde gelegt wurde.
50
50
1) 0,7 < I Λ.Ι.31
< IA /i.w < 0
2) 1,5 I /, |< I /, I < 2,0 I /, I /,
< 0, /, < 0
3) 1,6 < l/r3 < 2,0
3) 1,6 < l/r3 < 2,0
4) -0,7 < l/r, ^ 0
5) V4 + v5
< 70,
worin /,,2,3 die effektive Brennweite eines Linsensystems
ist, das aus den ersten drei Linsen L1, L2 und
L3 besteht; /2 und /3 stellen die Brennweite der Linsen
L2 und L3 dar, r3 und r7 sind die Krümmungsradien der
dritten und siebenten Fläche des Linsensystems, und v4 und V5 sind die Abbeschen Zahlen der Linsen L4 und
Bei dem erfindungsgemäßen Weitwinkelobjektiv
vom Typ umgekehrter Teleobjektive soll der Abstand Diese vierte Bedingung muß von dem Krümmungs-
zwischen dem vorderen Objektivglied (L1 bis L:1) nega- radius der Vorderfläche der vierten Linse L4 erfüllt
tiver Brechkraft und dem hinteren Objektivglied (L4 sein, um die Eintrittspupille in den vorderen Teil des
bi" L0) positiver Brechkraft möglichst klein sein, damit Objektivs zu legen. Wenn 1//·, größer als der obere
der Gesamtaufbau des Objektivs kompakt ist. Um den 5 Grenzwert 0 wird, kann die Eintrittspupille nicht in
Abstand zwischen dem vorderen Objekti»glied und den vorderen Teil des Linsensystems gelegt werden,
dem hinteren Objektivglied möglichst kldn zu machen, Wenn l/r7 gleich oder kleiner als der untere Grenzmuß
jedoch die Brechkraft beider Objektivglieder er- wert —0,7 wird, wird es schwierig, das Linsensystem
erhöht werden. Wenn die Brechkraft der Objektiv- ausreichend hinsichtlich des Komafehlers zu korriglieder
erhöht wird, wobei der Bildfeldwinkel einen io gieren,
großen Wert, nämlich 84°, haben soll und das Öffnungsverhältnis /: 2,8 groß sein soll, muß die Brechkraft der
Linsen L2 bis L7 und deren Form sorgfältig bestimmt 5) v4 + v5 < 70
werden, um den Astigmatismus und den Komafehler
gut zu korrigieren. Will man den Durchmesser des 15
großen Wert, nämlich 84°, haben soll und das Öffnungsverhältnis /: 2,8 groß sein soll, muß die Brechkraft der
Linsen L2 bis L7 und deren Form sorgfältig bestimmt 5) v4 + v5 < 70
werden, um den Astigmatismus und den Komafehler
gut zu korrigieren. Will man den Durchmesser des 15
vorderen Objektivgliedes klein machen, muß die Ein- Diese fünfte Bedingung muß von den Abbeschen
trittspupille des Linsensystems so weit wie möglich vom Zahlen der vierten und fünften Linse L4 und L5 erfüllt
Bild weggerückt werden, indem man die Form der werden, um eine Überkompensation der chromatischen
vierten Linse L4 richtig bestimmt und auch, um die Aberration bei Vergrößerung des Winkels der unter
Gesamtlänge des Objektivs kurz zu halten. Um außer- ao großen Winkeln zur optischen Achse geneigten Lichtdem
eine Überkompensation der chromatischen Aber- strahlen zu vermeiden und den Unterschied in dem
ration mit zunehmenden großen Bildfeldwinkeln zu Komafehler aufgrund eines Farbunterschiedes zu reduverhindern
und um den Unterschied des Koma-Fehlers zieren. Wenn die Summe i>4 + vs gleich oder größer
für die verschiedenen Wellenlängen der durch das als der obere Grenzwert 70 wird, wird die der ersten
Objektiv fallenden Lichtstrahlen zu reduzieren, muß 25 LInSeL1 für die Kompensation der chromatischen
die Anordnung der Linsenelemente sorgfältig berechnet Aberration zukommende Rolle noch verstärkt, und es
werden. wird schwierig, die chromatische Aberration aus-
Um die obigen Anforderungen zu erfüllen, müssen, reichend zu korrigieren.
wie sich herausgestellt hat, die oben angeführten Be- Das unter den obengenannten Bedingungen ent-
dingungen 1) bis 5) erfüllt sein. 30 wickelte erfindungsgemäße Weitwinkelobjektiv vom
Typ umgekehrter Teleobjektive mit der Gesamtbrennweite von 1,0 hat eine hintere Schnittweite von 1,560,
1) 0,7 < I /ll8l3 I
< 1,0; /1>2i3
< 0 einen Bildfeldwinkel von 84° und ein Öffnungsverhält
nis von /: 2,8. Seine genauen Konstruktionsdaten sind 35 in der nachfolgenden Tabelle I angegeben, in der die
Die erste Bedingung muß für die Brennweite/ll2,3 Abmessungen in Millimeter angegeben sind. Die
erfüllt werden, um das gesamte Linsensystem kompakt Krümmungsradien der brechenden Flächen, die axialen
zu machen. Wenn die Brennweite/ll2,3 gleich oder Luftabstände oder Dicken der Linsen, die Brechungslänger
als der obere Grenzwert 1,0 wird, kann die indizes für die Natrium-d-Linie und die Abbeschen
Gesamtgröße des Linsensystems nicht genügend klein 40 Zahlen sind mit r, d, N und ν bezeichnet und mit einem
gehalten werden. Wenn die Brennweite gleich oder Index von vorne nach hinten durchnumeriert,
kürzer als der untere Grenzwert 0,7 wird, wird die von Die Seideischen Summen und die Petzval-Summen
kürzer als der untere Grenzwert 0,7 wird, wird die von Die Seideischen Summen und die Petzval-Summen
diesem Teil des Linsensystems stammende Aberration des in Tabelle I angegebenen erfindungsgemäßen Obzu
groß, um eine gute Korrektur der gesamten Aber- jektivs sind in Tabelle II niedergelegt, worin die Seidelration
erreichen zu können. 45 sehen Summen für die sphärische Aberration, den
Komafehler, den Astigmatismus und die Verzeichnung in den Spalten I, II, III und V und die Petzval-Summen
2) 1,5 I /31 < I /2
< 2,0 I /31 ; /2
< 0, /3 < 0 jn der Spalte P eingetragen sind.
3) 1,6 < l/r3 < 2,0 Die mit dem erfindungsgemäßen Objektiv gemäß
50 der Tabelle I erhaltenen Bildfehler sind graphisch in den Fig. 2A bis 2C dargestellt. Fig. 2A zeigt die
Diese zweite und dritte Bedingung müssen von der sphärische Aberration und die Abweichung von der
Brechkraft und Form der zweiten und dritten Linse L2 Sinus-Bedingung. Fig. 2 B zeigt den Astigmatismus,
und Lr, erfüllt werden, damit der Astigmatismus und wobei der Astigmatismus in der sagittalen Bildebene
der Koma-Fehler für die unter großen Bildfeldwinkeln 55 durch die festausgezogene Linie und der Astigmatismus
in das Objektiv einfallenden Strahlen korrigiert sind. in der meridionalen Bildebene durch die gestrichelte
Da in dem erfindungsgemäßen Objektiv der Winkel Linie dargestellt ist. Fig. 2C zeigt die Verzeichnung,
zwischen der optischen Achse und den auf die zweite Wenn das erfindungsgemäßs Objektiv als Wechsel-
Linse L2 nach dem Durchgang durch die erste Linse L1 objektiv für eine einäugige Spiegelreflexkamera mit
fallenden Strahlen groß ist, ist es sehr wichtig, die 60 einer Gesamtbrennweite von 24 mm, einem Bildwinkel
zweite und dritte Linse L2 und L3 so auszugestalten, von 84° und einem Öffnungsverhältnis von 1: 2,8 gedaß
sie die richtige Brechkraft und Form zur Korrektur baut wird, wird die Gesamtlänge des Objektivs etwa
der genannten Fehler haben. Wenn die obigen Bedin- 39 mm, der wirksame Durchmesser der Frontlinie
gungen nicht erfüllt sind, wird die Korrektur der wird etwa 30 mm, und der wirksame Durchmesser des
Aberration schwierig. 65 damit verwendeten Filters wird etwa 44 mm. Die er
wähnte Gesamtlänge ist außerordentlich klein für ein Objektiv mit hoher Leistung und weitem BiId-
4) -0,7 < l/r, g 0 winkel.
r, 1,53019
/·2 3,40700
r3 0,55556
r4 0,37037
r6 1,35156
re 0,49290
r7 -3,33333
r8 -2,00000
r9 1,19210
r10 -4,52667
r„ -1,96067
r12 0,66973
;·ΐ3 1,60718
r„ -1,92023
r« -0,65381
rje 8,31732
r„ -0,80733
r/, 0,12 rf, 0,01 rf3 0,05 (Z1 0,18
dt 0,04 rf6 0,16
Ci1 0,20 dt 0,01
d9 0,24 du 0,11
rf„ 0,05 rf„ 0,12
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rf« 0,14
N1 1,60717
/V2 1,69350
W3 1,69350
JV4 1,64769
/V5 1,72825
/V0 1,76182 /V7 1,77252
/V8 1,62041 /V8 1,51633
r, 40,2
V2 53,4
v3 53,4
V4 33,9
V5 28,3
v„ 26,5 r7 49,6
V8 60,3 v„ 64,0
Fläche
III
| 1 | 0,06561 | 0,05737 | 0,05017 | 0,24689 | 0,25978 |
| 2 | 0,00025 | 0,00414 | 0,06752 | -0,11089 | -0,70810 |
| 3 | 0,61544 | 0,06892 | 0,00772 | 0,73711 | 0,08341 |
| 4 | -5,81583 | 0,86982 | -0,13009 | -1,10567 | 0,18482 |
| 5 | 0,38357 | 0,25214 | 0,16574 | 0,30299 | 0,30812 |
| 6 | -12,00247 | -0,16193 | -0,00218 | -0,83080 | -0,01124 |
| 7 | 0,51517 | 0,45115 | 0,39508 | -0,11793 | 0,24271 |
| 8 | -0,05368 | -0,12979 | -0,31384 | 0,19655 | -0,28361 |
| 9 | 5,37374 | 1,44821 | 0,39029 | 0,35348 | 0,20044 |
| 10 | 0,02339 | -0,04610 | 0,09088 | 0,09309 | -0,36264 |
| 11 | -0,17349 | 0,15925 | -0,14618 | -0,22054 | 0,33662 |
| 12 | 0,19485 | 0,04769 | 0,01167 | 0,00512 | 0,00411 |
| 13 | -5,22338 | -2,41931 | -1,12055 | -0,27118 | -0,64461 |
| 14 | 0,08489 | 0,18168 | 0,38885 | -0,19939 | 0,40549 |
| 15 | 4,12895 | -0,51253 | 0,06362 | 0,58560 | -0,08059 |
| 16 | 0,01183 | 0,02880 | 0,07010 | 0,04094 | 0,27026 |
| 17 | 13,39330 | -0,27668 | 0,00572 | 0,42178 | -0,00883 |
| Σ | 1,52213 | 0,02282 | -0,00549 | 0,12714 | 0,19614 |
Claims (1)
- Patentanspruch:Weitwinkelobjektiv vom Typ umgekehrter Teleobjektive mit acht Linsengliedern, dadurch gekennzeichnet, daß das sechste Linsenglied ein negatives Kittgiied ist und die Radien r, bis rl7, die Dicken der Linsen bzw.. din Abstände zwischen den Linsen dx bis i/le, die Brechungsindizes /V1 bis JV9 der Linsen und die Abbeschen Zahlen V1 bis v9 von der Objekt- zur Bildseite die folgenden Werte aufweisen:T1 1,53019
r„ 3,40700
r3 0,55556
r4 0,37037
r5 1,35156
r„ 0,49290
r, -3,33333
r8 -2,00000
r„ 1,19210
r10 -4,52667
rn -1,96067
r12 0,66973
r13 1,60718
r14 -1,92023
r15 -0,65381
ru 8,31732
rn -0,80733^1 0,12 N1 1,60717 V1 40,2</2 0,01</3 0,05 Nt 1,69350 va 53,4rf4 0,18rf5 0,04 TV3 1,69350 v3 53,4rf, 0,16rf7 0,20 JV4 1,64769 v4 33,9dB 0,01rf9 0,24 JV5 1,72825 v5 28,3rf10 0,11dn 0,05 TV0 1,76182 ve 26,5^12 0,12 /V7 1,77252 v, 49,6</« 0,06rf14 0,10 /V8 1,62041rf« 0,01rfie 0,14 /V9 1,51633 vfl 64,0
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|---|---|---|---|
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2504328A1 DE2504328A1 (de) | 1975-08-21 |
| DE2504328B2 DE2504328B2 (de) | 1976-12-02 |
| DE2504328C3 true DE2504328C3 (de) | 1977-07-28 |
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