DE250407C - - Google Patents

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DE250407C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C19/00Electric signal transmission systems
    • G08C19/38Electric signal transmission systems using dynamo-electric devices

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Near-Field Transmission Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 250407 — KLASSE 74 c. GRUPPE
CARL MEYER in HAMBURG.
nach Patent 186566.
Zusatz zum Patent 186566 vom 26. Oktober 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. April 1910 ab. Längste Dauer: 25. Oktober 1921.
Vorliegende Erfindung betrifft eine besondere Ausbildung des Gebers für eine Zeigertelegraphenanlage nach Patent 186566.
In der zum Hauptpatent gehörigen Zeichnung ist ein Geber angedeutet, der aus Ohmschen und induktiven Widerständen zusammengesetzt ist. Eine andere und bekannte Ausführungsform würde ein nach Art eines asynchronen Drehstrommotors ausgebildeter Phasenverschieber sein, dessen Rotor mit dem Geberhebel verbunden wird und von dessen Rotorklemmen ein je nach der Stellung des Geberhebels mehr oder weniger gegen die Betriebsspannung verschobener Geberstrom abgenommen werden kann.
Alle diese Ausführungsformen des Gebers verbrauchen indes elektrische Energie; es sind aber auch Geber bekannt, die praktisch ohne eigenen Energieverbrauch arbeiten. Solche Geber sind besonders für den Betrieb mit Mehrphasenstrom (Drehstrom) geeignet. Doch lassen sie sich auch an einphasigen Wechselstrom anschließen, nur muß dann die eine Phase durch geeignete Schaltung in mehrere Phasen zerlegt werden. Ein solcher Geber besteht aus einem mit dem Geberhebel verbundenen, etwa nach Art eines Walzenschalters ausgeführten Mehrfachumschalter, der es ermöglicht, die zum Empfänger führenden Leitungen in verschiedenen Kombinationen mit den einzelnen Klemmen eines Mehrfach-Wechselstromes zu verbinden. Dabei entstehen in den Verbindungsleitungen zwischen Geber und Empfänger Ströme, die je nach der Verbindungskombination im Geberumschalter verschiedene Phasenverschiebungen gegenüber einer bestimmten Phase der Betriebsspannung aufweisen und daher verschiedene Zeigerstellungen erzeugen.
Eine einfache derartige Anwendung ist in der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 dargestellt. Darin bedeutet T eine Drehstromquelle, etwa einen Transformator, G den Geberhebel, W eine mit ihm verbundene Schaltwalze mit den sieben Kontaktfingern A, B1C, i, 2, 3. und 5. E stellt den Empfänger dar, der die verschiedenen vom Geber aufgegebenen Zeichen entsprechend der jeweilig eingestellten Phasenverschiebung anzeigt.
Der Empfänger kann beispielsweise folgendermaßen eingerichtet sein: Er enthält ein feststehendes System von drei unter Winkeln von 120° einander kreuzenden Spulen, das bei Anschluß an ein Drehstromnetz ein gleichmäßig rotierendes, magnetisches Drehfeld von konstanter Stärke erzeugt. In diesem Felde ist eine Spule frei drehbar angeordnet; sie kann durch dünne Federn, die selbst kein Drehmoment ergeben, oder durch Schleifringe mit Einphasen-Wechselstrom gespeist werden und erzeugt dann ihrerseits ein pulsierendes Wechselfeld. Infolge der Wechselwirkung zwi-
sehen Drehfeld und Wechselfeld stellt sich nun die drehbare Spule und damit der Empfängerzeiger so ein, daß das Wechselfeld immer in den Zeitpunkten, in denen seine Richtung mit der des Drehfeldes übereinstimmt, sein Maximum erreicht. Bei welcher Stellung der drehbaren Spule diese Bedingung erfüllt wird, hängt von der Drehrichtung des Drehfeldes und von der Phasenverschiebung
ίο der Ströme in den beiden Spulensystemen ab. Infolgedessen entspricht jeder bestimmten Phasenverschiebung zwischen den eben bezeichneten Strömen eine bestimmte Stellung des Empfängerzeigers. Statt der hier angegebenen Anordnung kann auch das Drehstromspulensystem drehbar, die Einphasenspule dagegen fest angeordnet werden.
Zur Erreichung der Verschiebung werden die den Geber mit dem Empfänger verbindenden Leitungen in bekannter Weise vermittels eines mit dem Geberhebel verbundenen kontrollerartigen Umschalters (Fig. i) bei jeder einzelnen Geberstellung in einer anderen Kombination mit den Polen eines Mehrphasensystems verbunden. Bei einer bestimmten Stellung der Walze mag entsprechend Schema Fig. 2 der Kontakt 1 mit A, 2 mit B, 3 mit C sowie 4 mit A und 5 mit B verbunden sein, wobei der Empfangszeiger eine bestimmte Stellung einnimmt. Läßt man dann vorläufig 4 an A und 5 an B liegen, vertauscht aber die Verbindungen A1B1C mit 1, 2, 3 gegeneinander, so erhält man die folgenden sechs Kombinationen, denen sechs verschiedene Empfangszeigerstellungen entsprechen:
Unter der Voraussetzung, daß die magnetischen Felder und mit ihnen die sie erzeugenden Ströme gegenüber den sie erzeugenden Spannungen nicht abnormal in der Phase verschoben, sind und daß die Stromquelle eine symmetrische und sinusförmige Drehstromspannung liefert, sind die sechs Stellungen, welche sich bei diesen Kombinationen ergeben, gleichmäßig über den Umfang der Empfängerzeigerscheibe verteilt.
Unter dieser Voraussetzung ergeben andere an sich brauchbare Kombinationen von Verbin düngen der Klemmen A, B, C mit den
I an A, 2 an B, 3 an C,
I an B, 2 an C, 3 an A,
I an C, 2 an A, 3 an B,
I an A, 2 an C, 3 an B,
I an C, 2 an B1 3 an A,
I an B, 2 an A, 3 an C.
Klemmen 1, 2, 3 und 4, 5, deren es mit Einschluß der sechs oben genannten im ganzen 36 gibt, keine neuen Zeigerstellungen, so daß deren Anzahl auf sechs beschränkt bleiben würde.
Die Erfindung besteht nun darin, daß der Geber so ausgeführt ist, daß er, indem er die von ihm zum Empfänger führenden Verbindungsleitungen bei jeder Geberstellung in einer1' anderen Kombination mit den Polen der Mehrphasenstromquelle verbindet, das Verhältnis von Widerstand und Selbstinduktion für die Stromkreise der beiden wirksamen Spulensysteme gleichzeitig ändert. Dann verdoppelt sich die Zahl der Zeigerstellungen, und zwar ergibt sich eine zweite Reihe von sechs Stellungen, wenn 5 an C gelegt wird und dabei die oben genannten Kombinationen wiederholt werden. Bei passender Wahl des Verhältnisses von Widerstand und Selbstinduktion für die Stromkreise der beiden wirksamen Spulensysteme, wodurch dann auch die erwähnten Phasenverschiebungen zwischen Spulenstrom und der sie erzeugenden Spannung bestimmte Werte annehmen, kann erreicht werden, daß die 12 resultierenden Zeigerstellungen gleichmäßig über den Zeigerkreis verteilt liegen.
Bei Anwendung einer anderen Phasenzahl läßt sich die Zahl der Stellungen noch vermehren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Geber für das Verfahren zur Fernübertragung von Zeigerstellungen durch Wechselströme nach Patent 186566, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung von Mehrphasenstrom die Phasenverschiebung gegenüber der Phase der zwischen zwei bestimmten Klemmen der Stromquelle herrschenden Spannung dadurch erzeugt wird, daß der Geber, indem er die von ihm zum Empfänger führenden Verbindungsleitungen bei jeder Geberstellung in einer anderen Kombination in bekannter Weise mit den Polen der Mehrphasenstromquelle verbindet, das Verhältnis von Widerstand und Selbstinduktion für die Stromkreise der beiden wirksamen Spulensysteme gleichzeitig derartig einstellt, daß eine Vervielfachung der Anzahl der übertragbaren Signale gegenüber einer Anordnung mit gleichbleibendem Verhältnis von Widerstand und Selbstinduktion eintritt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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