Patentanspruch: Andruckbeschlag für eine gummielastische, an einem
Fenster oder an einer Tür vorgesehene Dichtungsleiste mit einem zum Dichtungsspalt
offenen Gehäuse, mit einer in dem Gehäuse längsbewegbar geführten Stange mit einer
in den Dichtungsspalt vorschiebbaren und die Dichtungsleiste an eine Gegenfläche
anpressenden Leiste und mit mindestens einer Blattfeder, deren Mitte an der Leiste
befestigt ist und die mittels der Stange gewölbt oder gestreckt werden kann, wobei
die Leiste zur Gegenfläche vorgeschoben bzw. in das Gehäuse zurückgezogen wird,
d a d u r c h gekennzeichnet, daß mindestens eine in gewölbter Form im wesentlichen
entspannte Blattfeder (7) zwischen der Stange (4) und der dem Dichtungsspalt gegenüberliegenden
Seite des Gehäuses (1) angeordnet ist und daß die gegenüber dem Gehäuse (1) und
der Blattfeder (7) verschiebbare Stange (4) an ihrer zur Blattfeder (7) weisenden
Seite einen glatten, die Blattfeder (7) streckenden Bereich aufweist und daß in
Längsrichtung vor oder hinter diesem Bereich in der Stange (4) eine Ausnehmung (5)
vorgesehen ist, in die sich die Blattfeder (7) vorwölben kann.
Die Erfindung betrifft einen Andruckbeschlag für eine Dichtungsleiste
an einem Fenster oder an einer Tür, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Bei einem bekannten Andruckbeschlag der angegebenen Art (US-Patent
20 75 074) ist ein Ende der Blattfeder an der beweglichen Stange, das andere Ende
am Gehäuse befestigt. Wird die Stange auf den Gehäusefestpunkt zu verschoben, wölbt
sich die Blattfeder nach unten, wird zwangsläufig unter Spannung gebracht und drückt
die Dichtungsleiste an die Gegenfläche. Die Blattfeder ist daher in der Geschlossenstellung
gespannt. Ein Zurückfedern bei Unebenheiten der Gegenfläche ist nur möglich, wenn
die Blattfeder zusätzlich verformt werden würde, wozu große Kräfte erforderlich
sind. Praktisch müssen daher alle Unebenheiten von der gummielastischen Dichtungsleiste
aufgefangen werden. Ein Ermüden der Dichtungsleiste und der Blattfeder schon nach
kurzer Gebrauchszeit ist die Folge, da ein Fenster oder eine Tür die weitaus meiste
Zeit geschlossen ist.
Ferner ist ein unvollständig beschriebener Andruckbeschlag für eine
gummielastische, an einer Tür vorgesehene Dichtungsleiste bekannt (DT-OS 16 83 461),
bei dem auch die die Dichtungsleiste an die Gegenfläche anpressende Leiste mit der
Dichtungsleiste nicht verbunden ist.
Es soll ein Andruckbeschlag geschaffen werden, bei dem die Blattfeder
in der Geschlossenstellung des Flügels bei Sollage der Gegenfläche fast völlig entspannt
oder bei Unebenheiten der Gegenfläche nur sehr wenig gespannt ist.
Die Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht,
daß mindestens eine in gewölbter Form entspannte Blattfeder zwischen der Stange
und der dem Dichtungsspalt gegenüberliegenden Seite des Gehäuses angeordnet ist
und daß die gegenüber dem Gehäuse und der Blattfeder verschiebbare Stange an ihrer
zur Blattfeder weisenden Seite einen glatten, die Blattfeder streckenden Bereich
aufweist und daß in Längsrichtung vor oder hinter diesem Bereich in der Stange eine
Ausnehmung vorgesehen ist, in die sich die Blattfeder vorwölben kann.
Durch diese Maßnahmen zusammen wird die gestellte Aufgabe auf einfache
Art und Weise gelöst und der besondere Fortschritt erzielt, daß erst bei stärker
werdender Beaufschlagung der Dichtungsleiste durch Wind und/oder Regen eine größere
Rückstellkraft von der Blattfeder aufgebracht werden muß und gerade dann, wenn es
besonders notwendig ist, ein zusätzlicher Druck auf die Dichtungsleiste ausgeübt
wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und nachstehend beschrieben. Es zeigt A b b. 1 einen Querschnitt durch einen Andruckbeschlag,
A b b. 2 und 3 Ansichten mit eingestrichelten Teilen, A b b. 4 und 5 Querschnitte
A-B und C-D gemäß den A b b. 2 und 3.
Der Andruckbeschlag besteht aus einem Gehäuse 1 mit einem angepreßten
Führungssteg 2 und einem angepreßten Befestigungssteg 3. Der Befestigungssteg 3
zeigt nur eine von mehreren Möglichkeiten der Befestigung je nach Anwendung. Außerdem
ist eine Stange 4 mit einem glatten Bereich und mit einer Ausnehmung 5 sowie eine
Leiste 6 mit einer durch eine Schraube oder einen Niet 8 befestigten Blattfeder
7 vorgesehen.
Die A b b. 2 und 4 zeigen die Vorrichtung in der Offenstellung. Die
Blattfeder 7 ist durch den glatten Bereich der Stange 4 zusammengepreßt und hält
die Leiste 6 zurück. Durch Verschieben der Stange 4 auf dem Führungssteg 2 gerät
die Ausnehmung 5 unter die Blattfeder 7. Dadurch kann sich die Blattfeder 7 entspannen
und drückt die Leiste 6 nach außen. Diesen Endzustand in der Geschlossenstellung
zeigen die A b b. 3 und 5. Wird jetzt die Stange 4 in umgekehrter Richtung bewegt,
so wiederholt sich der Vorgang in umgekehrter Reihenfolge.
Die Stange 4 wird durch einen Antrieb, z. B. einen handelsüblichen
Treibriegel, bewegt. Bei Anordnung als vierseitiger Rahmen sind handelsübliche Eckumlenkungen
erforderlich.