DE2502883C3 - Rammpfahl aus Beton zur Herstellung einer zugbeanspruchbaren Pfahlgründung, insb. für Gittermaste, und Verfahren zu seiner Anwendung - Google Patents
Rammpfahl aus Beton zur Herstellung einer zugbeanspruchbaren Pfahlgründung, insb. für Gittermaste, und Verfahren zu seiner AnwendungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen bewehrten Rammpfahl aus Beton zur Herstellung einer zugbeanspruchbaren
Pfahlgründung, insbesondere für den Eckstiel eines Gittermastes od. dgl., bei dem in dem Rammpfahl eine
im wesentlichen in dessen Längsrichtung verlaufende, sich in den Bereich des Pfahlkopfes erstreckende
Anschlußbewehrung vorhanden ist, die nach dem Rammen mittels einer Betonplombe mit am Bauwerk
angeordneten Anschlußgliedern zugfest zu verbinden ist, sowie ein Verfahren zum zugfesten Anschließen
eines Eckstiels eines Gittermastes od. dgl. an einen Rammpfahl mittels einer Betonplombe.
Das Verbinden des Eckstiels eines Gittermastes mit dem Pfahlkopf eines bewehrten Beton-Rammpfahls
erfolgt üblicherweise durch eine mittels einer verlorenen oder einer Hilfs-Schalung hergestellten, beide
umschließenden Betonplombe.
Die Längsstäbe der Bewehrung oder einer zusätzlichen Anschlußbewehrung (DT-GM 72 17 253) werden
in dem Pfahlkopf des Rammpfahles durch Kappen des Pfahlkopfes freigelegt und dann mit an dem Eckstiel
angebrachten Anschlußgliedern, wie Querjochen, Knaggen od. dgl., mittels der aus Ortbeton hergestellten
Betonplombe verbunden. Diesem Verfahren haften eine Reihe von Nachteilen an, nämlich die Notwendigkeit,
den Pfahlkopf zu kappen, um die Anschlußbewehrung freizulegen, und die Tiefe der Aufgrabung für die
Herstellung der Plombe, die im wesentlichen durch die erforderliche Anschlußlänge der Bewehrung bestimmt
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rammpfahl so zu gestalten, daß eine zugbeanspruchbare
Gründung hergestellt werden kann, ohne daß der Pfahl gekappt werden muß, und daß die Höhe des
angeschlossenen Betonkopfes, der Betonplombe od. dgl. gering gehalten werden kann. Insbesondere soll bei der
Gründung eines Gittermastes erreicht werden, daß durch Herstellen einer den Pfahlkopf und den Eckstiel
des Gittermastes umschließenden Betonplombe aus Ortbeton eine zugbeanspruchbare Verbindung zwischen
den beiden erreicht wird, bei welcher der Beton nur Druckkräfte zu übertragen hat.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einem Rammpfahl mit den eingangs angegebenen Merkmalen
dadurch gelöst, daß die Anschlußbewehrung im Bereich des Pfahlkopfes U-förmige Schlaufen aufweist und in
diesem Bereich ohne Betondeckung in den seitlichen Außenflächen des Rammpfahls liegt.
Zum Freilegen der Anschlußbewehrung nach dem Rammen genügt es, die Schlaufen von außen aus ihrer
Einbettung im Beton aus der Außenfläche unter einem spitzen Winkel herauszubiegen. Der Pfahlkopf braucht
daher nicht gekappt zu werden. Durch die Schlaufenform verringert sich gegenüber Längsstäben die zur
Unterbringung der Anschlußbewehrung erforderliche Länge des anzuschließenden Ortbetonkopfes.
3ei anderen Stahlbetonbauteilen ist das Einlegen von Anschlußbügeln bekannt, die zunächst teilweise ohne
Betondeckung in der Außenfläche des Bauteils liegen und dann herausgebogen werden (DL-PS 41 537).
Eine besonders vorteilhafte Anwendungsmöglichkeit der Erfindung zum zugfesten Anschließen eines
Eckstiels eines Gittermastes od. dgl. an einen Rammpfahl gemäß der Erfindung mittels einer Betonplombe
besteht darin, daß die Schlaufen der Anschlußbewehrung unter einem spitzen Winkel zu den Außenflächen
des Pfahlkopfes nach außen gebogen werden und daß nach dem AuTsetzen des unten mit einem Ouerjoch
versehenen Eckstiels des Gittermastes auf den Pfahlkopf über die Enden des Querjochs bügeiförmige
Bewehrungen eingehängt werden, die die Anschlußbewehrung ausreichend übergreifen, worauf die Betonplombe
hergestellt wird.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß der Rammpfahl und seine
Anschlußbewehrung zur zugbeanspruchbaren Verbindung mit einem Mast od. dgl. einfach und in einem
Arbeitsgang herzustellen sind, daß die Freilegung der Anschlußbewehrung ohne Zerstörung des Pfahlkopfes
auf einfache Weise erfolgen kann und daß dieselbe sich leicht in eine für die Zugübertragung günstige Stellung
bringen läßt. Bei dem bevorzugt angewendeten Verfahren wird der Betonkopf in Form einer Betonplombe
lediglich durch zwischen den Schlaufen der Anschlußbewehrung und den Bögen der zusätzlichen
bügeiförmigen Bewehrung auftretende Druckkräfte beansprucht. Die Aufgrabungstiefe ist geringer als bei
herkömmlichen Beton-Rammpfählen, und durch das zerstörungsfreie Anschließen des Pfahlkopfes ist eine
erhebliche Arbeitsersparnis zu erreichen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der schematischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
Ein bis zu der erforderlichen Tiefe unter der Erdoberfläche eingerammter, im Querschnitt viereckiger
Rammpfahl i ist im Bereich seines Pfahlkopfes H
mit zwei Anschlußbewehrungen 2, 3 versehen. Jede Anschlußbewehrung 2, 3 besteht aus zwei im Inneren
des Rammpfahles liegenden und verankerten Schenkeln 21,22 bzw. 31,32, die nach oben zu gegenüberliegenden
seitlichen Außenflächen 12, 13 des Rammpfahles 1 hin schräg abgebogen sind und an Austrittsstellen 14,15 aus
dem Pfahlquerschnitt austreten und dort je eine Schlaufe 23 bzw. 33 bilden. Die Schlaufen 23, 33 sind
parallel zur Pfahlachse abgebogen und liegen beim Betonieren des Rammpfahles an deisen seitlichen
Außenflächen 12 bzw. 13 ohne Betondeckung an und werden "ach Abschluß des Rammens und Aushebens
des benachbarten Erdreiches unter einem spitzen Winkel aus ihrer Einbettung 16 im Beton nach außen
gebogen. Nach Anbringung einer verlorenen Schalung 5, z. B. in Form eines Betonringes, oder einer
Hilfsschalung, wird ein Eckstiel 41 eines Gittermastes auf den Pfahlkopf 11 des Rammpfahles 1 aufgesetzt.
Der Eckstiel 41 ist unten mit einem Querjoch 42 versehen. Das Aufsetzen des Eckstieles 41 erfolgt derart, daß die Enden des Querjoches 42 über den Schlaufen 23,33 der Anschlußbewehrung 2,3 liegen. So lassen sich bügeiförmige Bewehrungen 43, 45 über die Enden des Querjoches 42 hängen, deren untere Bögen 44, 46 sich unter den Schlaufen 23, 33 der Anschlußbewehrung 2, 3 befinden. Nach ihrer Festlegung durch Bindedrähte erfolgt dann das Einfüllen des Ortbetons in die Schalung 5. Nach der Aushärtung des Betons bewirkt die druckbeanspruchte Zone 61 des Ortbetons zwischen den Schlaufen 23,33 und den Bögen 44,46 die Überleitung der von dem Eckstiel 41 ausgeübten Zugkräfte in den Rammpfahl 1.
Der Eckstiel 41 ist unten mit einem Querjoch 42 versehen. Das Aufsetzen des Eckstieles 41 erfolgt derart, daß die Enden des Querjoches 42 über den Schlaufen 23,33 der Anschlußbewehrung 2,3 liegen. So lassen sich bügeiförmige Bewehrungen 43, 45 über die Enden des Querjoches 42 hängen, deren untere Bögen 44, 46 sich unter den Schlaufen 23, 33 der Anschlußbewehrung 2, 3 befinden. Nach ihrer Festlegung durch Bindedrähte erfolgt dann das Einfüllen des Ortbetons in die Schalung 5. Nach der Aushärtung des Betons bewirkt die druckbeanspruchte Zone 61 des Ortbetons zwischen den Schlaufen 23,33 und den Bögen 44,46 die Überleitung der von dem Eckstiel 41 ausgeübten Zugkräfte in den Rammpfahl 1.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Bewehrter Rammpfahl aus Beton zur Herstellung einer zugbeanspruchbaren Pfahlgründung,
insbesondere für den Eckstiel eines Gittermastes od. dgl., bei dem in dem Rammpfahl eine im wesentlichen
in dessen Längsrichtung verlaufende, sich in den Bereich des Pfahlkopfes erstreckende Anschlußbewehrung
vorhanden ist, die nach dem Rammen mittels einer Betonplombe mit am Bauwerk angeordneten Anschlußgliedern zugfest zu verbinden
ist, dadurch gekennzeichnei, daß die Anschlußbewehrung (2,3) im Bereich des Pfahlkopfes
(11) U-förmige Schlaufen (23,33) aufweist und in diesem Bereich ohne Betondeckung in den seitlichen
Außenflächen des Rammpfahles (1) liegt.
2. Verfahren zum zugfesten Anschließen eines Eckstiels eines Gittermastes od. dgl. an einen
Rammpfahl nach Anspruch 1 mittels einer Betonplombe, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufen
(23, 33) der Anschlußbewehrung (2/3) unter einem spitzen Winkel zu den Außenflächen des Pfahlkopfes
(11) nach außen gebogen werden und daß nach dem Aufsetzen des unten mit einem Querjoch (42)
versehenen Eckstiels (41) des Gittermastes auf den Pfahlkopf über die Enden des Querjochs (42)
bügeiförmige Bewehrungen (44/45) eingehängt werden, die die Schlaufen (23/33) der Anschlußbewehrung
(2/3) ausreichend übergreifen, worauf die Betonplombe hergestellt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752502883 DE2502883C3 (de) | 1975-01-24 | Rammpfahl aus Beton zur Herstellung einer zugbeanspruchbaren Pfahlgründung, insb. für Gittermaste, und Verfahren zu seiner Anwendung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19752502883 DE2502883C3 (de) | 1975-01-24 | Rammpfahl aus Beton zur Herstellung einer zugbeanspruchbaren Pfahlgründung, insb. für Gittermaste, und Verfahren zu seiner Anwendung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2502883A1 DE2502883A1 (de) | 1976-07-29 |
| DE2502883B2 DE2502883B2 (de) | 1977-04-28 |
| DE2502883C3 true DE2502883C3 (de) | 1977-12-15 |
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