DE250265C - - Google Patents

Info

Publication number
DE250265C
DE250265C DENDAT250265D DE250265DA DE250265C DE 250265 C DE250265 C DE 250265C DE NDAT250265 D DENDAT250265 D DE NDAT250265D DE 250265D A DE250265D A DE 250265DA DE 250265 C DE250265 C DE 250265C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
quartz
gases
molding
furnace
melting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT250265D
Other languages
English (en)
Publication of DE250265C publication Critical patent/DE250265C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Melting And Manufacturing (AREA)

Description

DEUTSCHES REiCH
REICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
■ — JÖ 250265 — KLASSE 32«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Beiche vom 16. März 1909 ab.
Die Verarbeitung geschmolzenen Quarzes macht bekanntlich um deswillen sehr viele Schwierigkeiten, weil der Quarz, nachdem er z. B. im elektrischen Widerstandsofen durch Schmelzung in teigartig plastischen Zustand übergeführt ist, bei weiterer Erhitzung örtlich ziemlich plötzlich in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht, so daß eine für das Verarbeiten wünschenswerte Leichtflüssigkeit, wie sie beim Glas ohne Schwierigkeiten entsteht, überhaupt nicht zu erzielen ist, die Verarbeitung vielmehr in dem zähen, widerstandsfähigen, - teigartigen Zustande so schnell als eben möglich geschehen muß, damit die schnell einsetzende Erstarrung eine weitere Formgebung nicht unmöglich macht. . Man hat, um diesen Verhältnissen Rechnung zu tragen, vorgeschlagen, die Verarbeitung des Quarzes unmittelbar im Anschluß an seine Niederschmelzung im Ofen außerhalb oder innerhalb des Ofens selbst vorzunehmen und zur Herstellung von Quarzhohikörpern gespannte Gase oder Dämpfe ins Innere des Ofens bzw. der Quarzmasse derart eingeführt, daß dieselben auf den Quarzkörper auftreibend einwirken konnten.
Hierzu sind besondere, Raum, Wartung, Bedienung, Reparaturen und Unterhaltungskosten erfordernde Kompressor- oder Kesselanlagen nötig.; die in das Ofeninnere führenden Teile der Anlage sind infolge der großen Hitzeeinwirkung der Zerstörung ausgesetzt, die Austrittsdüsen können sich verstopfen oder zuschmelzen und sind nicht leicht gegen die Quarzmasse abzudichten, und die Handhabung der Ein- und Auslaßventile geschieht nicht schnell genug.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun ein Formgebung^- oder Verarbeitungsverfahren für in teigartigen Schmelzzustand übergeführten Quarz, welches dadurch, daß es mit großer Schnelligkeit durchgeführt werden kann, eine Verarbeitung desselben außerhalb des Schmelzofens in weit vollkommenerem Maße als nach den bisherigen Vorschlägen gestattet.
Dasselbe kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß, nachdem man den Quarzsand oder eine andere Form der Kieselsäure durch Schmelzung beispielsweise innerhalb eines elektrischen Widerstandsofens in eine zum Aufblasen geeignete, vorläufige Gestak gebracht hat, der Formling außerhalb des Schmelzofens sogleich in. Berührung mit einem in der Hitze Gase oder Dämpfe erzeugenden Stoffe gebracht und aufgeblasen wird, indem man das Entweichen der Gase oder Dämpfe durch geeignete Umschließung des verdampfenden Stoffes verhindert, so daß sie sich gegen die Quarzmasse hin ausdehnen und diese auftreiben.
Nun sind ja allerdings auch schon Vorschläge nicht mehr neu, die dahin · gehen, flüssiges Glas durch Berührung mit gas- oder dampferzeugenden Fremdkörpern unter Ab-Schluß der Gase oder Dämpfe nach außen hin aufzublasen und so zu verformen. Dieses Verfahren unterscheidet sich aber wesentlich von dem vorliegenden dadurch, daß bei dem letzteren der ganze aus. dem Rohstoff ge-
wonnene Formling, der schon durch die Art seiner Niederschmelzung in eine für das sich unmittelbar daran anschließende Blasverfahren geeignete Form gelangt, der Einwirkung des gas- oder dampferzeugenden Fremdkörpers unterworfen wird, während bei der Verformung von Glas mittels gas- oder dampferzeugender Fremdkörper immer nur ein Teil der Schmelzmasse aus dem Schmelzgefäß entnommen, dann außerhalb desselben in eine geeignete Gestalt übergeführt und nun erst unter Luftabschluß in Berührung mit dem ■ gas- oder dampferzeugenden Fremdkörper gebracht ' wird. Letzteres Verfahren eignet sich für die Abarbeitung von Quarz um deswillen nicht, weil jede \7orformung des Schmelzkörpers außerhalb des Schmelzofens den Formling, so weit abkühlt, daß derselbe ; zur weiteren Verarbeitung ungeeignet wäre.
Dieser Umstand verbietet es z. B. auch, den Formling, -wie es für Glas vorgeschlagen worden ist, in eine Presse zu bringen und den gas- oder dampferzeugenden Fremdkörper gleichzeitig mit dem Vorstoßen eines Stempels in die Quarzmasse zur Formarbeit verwerten zu können.
Die Art der zur Anwendung kommenden Fremdkörper kann eine höchst mannigfaltige sein. Sie können z. B. bestehen aus einer Hülle, Kapsel oder Pille aus mehr oder minder leicht verbrennbarem Stoffe, wie Papier, Pappe, Leder Stanniol, Asbest usw., die eine eingeführte vergasende Flüssigkeit, wie Wasser oder Eis, Kohlensäure, Kohlen-Wasserstoffe, öle usw. enthalten, oder aber der Fremdkörper besteht aus in der Hitze zerfallenden Salzen, wie Chlornatrium, Salmiak usw., oder die Flüssigkeit ist in gebundener Form in ihm enthalten, wie bei Erd- fruchten, Rüben, Kartoffeln u. dgl.
Bringt man derartige Mittel mit Hilfe geeigneter Mittel, z. B. eines Holzstäbchens, rasch in, auf oder unter den Verarbeitungskörper, so entwickeln sich infolge der hohen Temperatur des letzteren sehr schnell gespannte Gase aus dem Fremdkörper, dehnen die sie umgebende Quarzmasse aus und treiben sie, sofern man die Gase durch luftdichten Abschluß nach außen hin zwingt, nur gegen die Quarzmasse hin sich ausdehnen zu können, fest und mit allseitig gleichmäßigem Drucke auseinander, beispielsweise auch gegen die Wandungen einer Form usw.
Ist z. B. der Formling ein zylindrischer oder wulstförmiger, mit einer Innenhöhlung versehener Quarzkörper, so wird in die Höhlung desselben ein auf die Spitze eines Holzstäbchens gespießtes Kartoffelstückchen eingeführt, was mit der Hand blitzschnell geschehen kann, Ein Zurückziehen des Holz-Stäbchens ist dabei nicht mehr erforderlich, da dasselbe schon im Augenblick der Berührung mit der Quarzmasse zu Asche verbrennt. Die in die Höhlung des Quarzkörpers eingeführte, gaserzeugende Pille entsendet nun im Augenblick ihrer Vergasung den Dampf nach allen Seiten hin, so daß der Quarzkörper, wenn seine offenen Enden beispielsweise durch, eine Zange zugedrückt werden, gleichmäßig aufgeblasen wird.

Claims (1)

  1. Patent-An SPRU ch:
    Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus geschmolzenem Quarz, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Quarzsand oder einer anderen Form der Kieselsäure durch Schmelzen eine zum Aufblasen geeignete, vorläufige Gestalt gibt, den Formling alsdann sogleich in Berührung mit einem in der Hitze Gase oder Dämpfe erzeugenden Stoffe bringt und ihn aufbläst durch Abschließen der Gase oder Dämpfe nach außen hin.
DENDAT250265D Active DE250265C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE250265C true DE250265C (de)

Family

ID=508808

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT250265D Active DE250265C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE250265C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1936337B2 (de) Verfahren zur entfernung eines aus siliziummaterialien be stehenden kerns aus einem metallgusstueck
DE3014311C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Quarzglastiegeln und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
DE2646729C3 (de) Verfahren zum Verkoken gummihaltiger Abfälle
DE3027849C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen großtechnischen Herstellung einer Natriumsilikatlösung
DE3801962A1 (de) Vorrichtung zur gewinnung von brennstoffen aus organischem material
DE2443952A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur beseitigung von gummi-abfaellen
DE2322760B2 (de) Verfahren zum Entsanden und Entkernen von Gußstücken
DE4002161C2 (de)
DE250265C (de)
DE2258485C3 (de)
DE3318317A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum aufschliessen und extrahieren von aetherische bestandteile aufweisenden stoffen aus natuerlichen produkten, wie heilgewaechsen, gewuerzen, kaffee, tee oder dgl.
EP3299335A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur dampfreformierung
DE2811203A1 (de) Verfahren zur abtrennung und rueckgewinnung von polystyrol
DE1006084B (de) Verfahren zur Behandlung des im Kreislauf benutzten gasfoermigen Waermeuebertragungsmittels bei heissgehenden Kernreaktoren
AT59370B (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus geschmolzenem Quarz.
WO2003099031A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von verzehrgütern
DE551945C (de) Herstellung von Metallcarbonylen
DE370665C (de) Rotierender, doppelwandiger Auslaugeapparat
AT134067B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Pressung von Hohlkörpern aus im warmen Zustande formbaren Materialien.
DE217599C (de)
AT47149B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichem Ultramarin.
DE722226C (de) Regenerierkessel zur Ausuebung des Verfahrens gemaess
DE222918C (de)
DE685533C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Druckformen durch Spritzgiessen oder Spritzen
DE745623C (de) Vorrichtung zur Schwelung staubfoermigen Gutes, insbesondere von Steinkohlenstaub