DE25015C - Verfahren zur Abteufung von Schächten in schwimmendem Gebirge - Google Patents

Verfahren zur Abteufung von Schächten in schwimmendem Gebirge

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DE25015C
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Germany
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tubes
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DENDAT25015D
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Original Assignee
H. POETSCH in Aschersleben
Publication of DE25015C publication Critical patent/DE25015C/de
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/10Preparation of the ground
    • E21D1/12Preparation of the ground by freezing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Diese Methode besteht in der Hauptsache darin, dafs man in dem zu durchteufenden Gebirge bezw. im Wasser einen massiven oder hohlen Gebirgskörper gefrieren läfst und in dem erstarrten Gebirgs- bezw. Eiskörper den Schacht abteuft. Es wird sich die Dicke einer solchen künstlich hergestellten Frost- oder Eismauer natürlich nach der Beschaffenheit des zu durchbohrenden schwimmenden Gebirges richten edajmt Seiten- und Sohlendrücke mit
Sicherheit abgehalten werden. Man mufs daher für jeden einzelnen Fall durch Bohrversuche die Gebirgsbeschaffenheit ermitteln und nach der Theorie der Futtermauern berechnen, wie stark die Stöfse des abzuteufenden Schachtes oder überhaupt des auszuschachtenden Gebirges oder Bauterrains von gegebenen Dimensionen sein müssen.
Im allgemeinen benutze ich eine Anzahl Röhren, welche in und durch das zu durchteufende Gebirge eingesetzt sind, in denen eine Flüssigkeit circulirt, welche durch eine Eismaschine stark abgekühlt wurde.
Wie aus der Zeichnung, welche nur die generelle Anordnung dieser Röhrenanlage veranschaulichen soll, hervorgeht, werden vertical stehende Röhren, vorzugsweise aus Kupfer, Eisen oder Glas hergestellt, in gewisser Entfernung von einander der Querschnittsform des abzuteufenden Schachtes entsprechend neben einander niedergebracht; das Rohrsystem wird dann mit der Eismaschine verbunden und nun so lange stark abgekühlte Luft oder Flüssigkeit in diese Röhrenapparate geleitet, bis das sie umgebende schwimmende Gebirge genügend fest und in der nothwendigen Stärke gefroren ist, worauf das Abteufen ohne weiteres beginnen kann.
Es mufs natürlich diese künstlich erzeugte Eis- oder Gebirgsmauer so lange erhalten werden, bis die Abteufungsarbeiten bezw. der Schachtbau an diesen Stellen beendet ist, d. h. man mufs das Kälte erzeugende Agens, sei es kalte Luft oder eine kalte Flüssigkeit, so lange in den Röhren circuliren lassen, dafs die Eismauer genügend stark bleibt und nicht aufthaut.
Wie leicht einzusehen, kann man dem abzuteufenden Schacht oder der projectirten Ausschachtung für bauliche Zwecke jede beliebige Querschnittsform geben (auf der beiliegenden Zeichnung, Fig. 1 und 2, ist beispielsweise der Schachtquerschnitt kreisrund angenommen), und wird sich die Zahl der niederzubringenden Röhren und ihre Entfernung von einander'1* nach der Beschaffenheit des betreffenden zu durchdringenden schwimmenden Gebirges richten müssen, ferner auch nach der gewünschten Stärke oder Dicke der Gebirgs- oder Eismauer. Ich beschränke mich keineswegs auf die in der Zeichnung, Fig. 1 und 2, generell angedeutete Construction der verticalen oder geneigten Röhren und deren Verbindung unter sich, sondern bemerke, dafs irgend welche Röhren, sofern nur in ihnen stark abgekühlte Luft oder Flüssigkeit circuliren kann, oder wenn dieselben damit gefüllt werden können, für meine Methode des Gefrierenlassens zu einer gegen Seiten- und Sohlendruck genügend starken Mauer aus Eis oder gefrorenem schwimmenden Gebirge zu benutzen sind. Ebenso ist die Construction der Kälte - Erzeugungsmaschine hier
nebensächlich, und bemerke ich schliefslich, dafs auch das Niederbringen der das Gefrieren bewirkenden Röhren beliebig ausgeführt werden kann, wie es eben jedem Sachverständigen am besten pafst, weshalb ich auch auf diesen Punkt nicht weiter eingehe.
Endlich verdient noch erwähnt zu werden, dafs selbst schon angefangene und verlassene Schächte nach meiner Methode vollendet und kleine Schächte erweitert werden können.
Selbst Bohrlöcher kann man mit einem gefrorenen Mantel oder Umkreis versehen, indem man ein hohles Bohrgestänge anwendet und während des Bohrens continuirlich stark abgekühlte Luft in das Bohrloch bläst, wodurch die Wände desselben selbst in schwimmendem Gebirge genügend fest werden, so dafs ohne Röhreneinsätze das Bohrloch vollkommen in sich hält.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Methode, um Bohrlöcher, Schächte und Ausschachtungen im Wasser oder im schwimmenden Gebirge leicht, schnell und lothrecht abzuteufen und alte Schächte nachzuführen, charakterisirt durch die Anwendung einer in sich geschlossenen Mauer aus Eis oder gefrorenem schwimmenden Gebirge, welche genügend stark ist, um allem Seitendruck und Sohlendruck zu widerstehen, und wobei diese Eis- oder Frostmauer mit Hülfe einer Anzahl Röhren, welche in passender Entfernung niedergebracht sind und in denen tief erkaltete Luft oder tief erkaltete Flüssigkeit circulirt, hergestellt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970101C (de) * 1952-03-07 1958-08-28 Svenska Skifferolje A B Verfahren zum Entgasen bituminoeser geologischer Vorkommen in ihrer natuerlichen Lagerstaette
EP1548228A1 (de) * 2003-12-23 2005-06-29 Hochtief Aktiengesellschaft Verfahren zur Erstellung einer unterirdischen Röhre und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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