DE249552C - - Google Patents

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DE249552C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/36Recovery of petroleum waxes from other compositions containing oil in minor proportions, from concentrates or from residues; De-oiling, sweating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Devices For Medical Bathing And Washing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den gebräuchlichen Verfahren zur Bearbeitung von Rohparaffin, deren erstes von Henderson angegeben wurde, wird das Paraffin in Pfannen behandelt, die auf in einem 5 Ofen befindlichen Gestellen angeordnet sind. In diese Pfannen wird das geschmolzene Paraffin geleitet, dann in demselben zum Erstarren gebracht und nach Ableitung des Kühlwassers ausgeschwitzt.
ίο Der Schwitzofen nach Hendersons Konstruktion besteht aus einer länglichen Kammer, die an beiden Enden abgeschlossen werden kann. In dieser Kammer befinden sich zwei Gestelle mit den Schwitzpfannen, welche beweglich auf den Gestellen angeordnet sind oder
■ welche einen nach der einen Seite oder nach zwei Seiten schräg verlaufenden Boden und 10 bis 15 cm unterhalb des Pfannenrandes einen Gazeboden besitzen.
Nachdem die Pfannen bis zur Gaze mit Wasser gefüllt sind, wird das geschmolzene Rohparaffin auf das Wasser gepumpt, wo es erstarrt und auf der Gaze liegen bleibt. Sodann wird das Wasser abgelassen und werden die Pfannen, wenn nötig, in eine schräge Lage gebracht, worauf die Kammer erwärmt wird, damit das im Rohparaffin enthaltene Öl ausschwitzen und über den schräg gestellten Boden nach einem Sammelrohr abfließen kann.
Man hat auch in Verbindung mit den unbeweglichen Gestellen nach dem Hendersonschen System unbewegliche Tassen (Pfannen) mit geneigtem Boden benutzt; aber alle Anlagen dieser Art haben große Nachteile; sie arbeiten z. B. sehr .unökonomisch, da beim jedesmaligen Abkühlen der Kammern große Wärmeverluste entstehen, und das Abkühlen der Kammern lange Zeit in Anspruch nimmt.
Auch die Fraktionierung erfolgt nicht scharf genug,.da das Ausschwitzen in den oberen Pfannen der größeren Wärme wegen schneller stattfindet als in den unteren, so daß das Paraffin in den oberen Pfannen schon ausgeschwitzt ist und schon abzuschmelzen beginnt, während in den unteren Pfannen das Schwitzen noch nicht beendet ist.
Nach der vorliegenden Erfindung werden diese Übelstände dadurch beseitigt, daß die Pfannen und ihre Gestelle fahrbar angeordnet sind, wodurch es ermöglicht wird, die Pfannen außerhalb des Ofens zu füllen und dort das Rohparaffin zum Erstarren zu bringen, so daß ein jedesmaliges Abkühlen des. Of ens und die damit verbundenen Wärmeverluste vermieden werden.
Fahrbare Anlagen behufs Ausschwitzens des Paraffins sind an sich bereits bekannt; jedoch können bei derartigen Anlagen die Wagen nicht außerhalb des Ofens mit dem Rohparaffin einzeln gefüllt werden, weil sie dauernd an einer Kette im Kreislauf durch den Ofen geführt werden. Auch kann eine Fraktionierung nicht erreicht werden, weil die einzelnen Wagen nicht mit Ablaufrinnen versehen sind, sondern sämtliche Ausschwitzstoffe in eine gemeinschaftliche Ablaufrinne gelangen.
Nach der vorliegenden Erfindung werden auf

Claims (5)

  1. fahrbaren Gestellen gelagerte Pfannen mit einem aus Wellblech bestehenden, mit Drahtgaze be-
    . spannten Boden in Verbindung mit einem langen kanalartigen Ofen mit schrägem Boden verwendet, welchem die Wärme nach dem Gegenstromprinzip so zugeführt wird, daß in dem tiefer gelegenen Teile des Kanals eine größere Wärme herrscht als in dem höher gelegenen, die Temperatur in einem Querschnitt aber annähernd dieselbe ist und bei Verwendung einer größeren Anzahl Wagen ein kontinuierlicher Betrieb derart vorgenommen werden kann, daß das Paraffin allmählich höheren Temperaturen zugeführt wird, so daß beim Durchlaufen der Wagen durch den Ofen, entsprechend der steigenden Temperatur, zuerst die leichter und alsdann die schwerer schmelzenden Substanzen ausgeschieden und von jedem Wagen gesondert abgeleitet werden. Es wird dadurch eine sehr scharfe Fraktionierung erreicht und man hat den Vorteil, daß man ohne komplizierte Transportvorrichtungen das auszuschwitzende Paraffin, statt es in geschmolzenem Zustande direkt in die Schwitzpfannen zu füllen, auch in einzelne Kühlpfannen oder auf Kühlbassins gießen und erstarren lassen und das erstarrte Paraffin dann in fester Form auf die Schwitzwagen laden kann, wodurch die Schwitzpfannen viel einfacher und leichter gebaut werden können, weil alsdann die ganze Vorrichtung für die Wasserkühlung in den Pfannen fortfällt.
    Ferner ist das Gießen von Rohparaffin in einfache Kühlpfannen oder in gemauerte, mit Wasser gefüllte Kühlbassins in jeder Beziehung bequemer und billiger als das direkte Gießen in die Schwitzpfannen, zumal in ersterem Falle eine gut arbeitende Wasserkühlung viel leichter anzubringen ist.
    Soll das Roliparaffin ohne Umschmelzen direkt ausgeschwitzt werden oder ist die auszuschwitzende Masse so weich, daß sie sich nicht in Form von Kuchen auf die Gaze bringen läßt, so muß die Einrichtung der Pfannen, wie nachher beschrieben, etwas abgeändert werden.
    Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Pfannen mit fahrbaren Gestellen veranschaulicht. Es zeigt
    Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch den kanalartigen Ofen und das fahrbare Pfannengestell und
    Fig. 2 die Seitenansicht desselben.
    Der Schwitzwagen besteht aus einem Untergestell mit einer beliebigen Anzahl, z. B. sechs Ständern, von denen die eine Hälfte t auf der einen, die andere Hälfte u auf der anderen Seite des Wagens angebracht sind. An den Ständern t sind zur Aufnahme der Schwitzpfannen acht U-Eisen s* übereinander angenietet, während die Ständer u entsprechende Winkeleisen r tragen, die etwas tiefer angeordnet sind, um den Schwitzpfannen eine schräge Lage zu geben.
    An einem der Ständer u ist ferner ein Sammelrohr w mit einem drehbaren Auslaufstutzen m befestigt. Mit Hilfe des letzteren können die aus dem Sammelrohr w abfließenden Schwitzprodukte in die Rinnen k beliebig verteilt werden, wodurch man in den Stand gesetzt ist, die aus jedem Wagen ausgeschwitzten Öle gesondert abzuführen.
    Die Pfannen haben einen aus galvanisiertem Wellblech hergestellten Boden, auf welchem ein Gazeboden (Drahtgeflecht) befestigt ist, das sich auf den oberen Rundungen des Wellbleches auflegt, so daß ein Durchbiegen der Drahtgaze unmöglich ist. Die Seitenwände der Pfannen bestehen aus Winkeleisen, welche mit dem Wellblech vernietet oder verschraubt sind und die Drahtgaze auf drei Seiten halten, während die vierte Seite des Gazebodens mit dem Wellblech durch Niete oder Mutterschrauben direkt verbunden ist. Diese Seite der Pfanne wird in das U-Eisen s des Wagens hineingeschoben und bildet auf diese Weise den obersten Teil der schrägliegenden Pfanne. An der gegenüberliegenden Seite der Pfanne ist eine Ablaufrinne angeordnet, deren seitliches Abflußrohr χ über einem Auffangbecken y des Sammelrohres w angebracht ist.
    Ist die auszuschwitzende Masse so weich, daß sie sich nicht in Form von Kuchen auf die Gaze bringen läßt, so fällt die Gaze weg und an ihrer Stelle werden auf das Wellblech flache eiserne Pfannen gestellt, deren Seitenwände geschlossen sind, während ihr Boden aus Gaze besteht, die von einer gelochten Platte unterstützt ist. Diese Pfannen werden in das Schwitzgestell geschoben.
    Die vorstehend beschriebene Konstruktion der Schwitzwagen bietet viele Vorteile. Das Wellblech gibt der Gaze eine gute Unter-Stützung, so daß Durchsenkungen derselben und daraus entstehende Ansammlungen vermieden werden. Auch lassen sich die Gazeböden ohne viel Mühe und Zeitverlust ausbessern und reinigen. i°5
    Pat ent-A ν srRfT c he:
    ι. Wagen zum fraktionierten Ausschwitzen von rohem Paraffin o. dgl. in kanalartigen Öfen mit geneigtem Boden no mittels heißer Luft oder Dampf im Gegenstrom, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem mit einem seitlichen Sammelrohr versehenen fahrbaren Traggestelle schrägliegende Pfannen angeordnet sind, die einen aus Wellblech bestehenden, mit Drahtgaze überspannten Boden und an der tiefsten Stelle desselben eine Rinne haben, so daß von j edem einzelnen Wagen das abtropfende, an den Wellen entlanglaufende Öl von den Rinnen aufgefangen und dem Sammelrohr zur Ableitung zugeführt wird.
  2. 2. Ausführungsform des Schwitzwagens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an seinen Längsseiten Ständer (t und u) angeordnet sind, von denen die ersteren zur Aufnahme der Schwitzpfannen fr ) bestimmte U-Eisen und die letzteren ein wenig tiefer gelegene Anschläge tragen, um den Schwitzpfamien eine schräge Lage zu geben.
  3. 3.. Ausführungsform des Schwitzwagens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Ständer fu) ein Sammelrohr (w) mit drehbarem Auslaufstück angeordnet ist, um mittels des letzteren die Schwitzprodukte in verschiedene Rinnen (k) in der Kanalsohle verteilen zu können.
  4. 4. Ausführungsform des Schwitzwagens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß drei Seiten der Schwitzpfannen von Winkeleisen (r) des Wagens gebildet werden, welche an einem aus Wellblech (p) bestehenden, mit Gaze (q) überzogenen Boden befestigt eind.
  5. 5. Ausführungsform des Schwitzwagens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gazeboden (q) an besonderen, flachen eisernen, auf das Wellblech (f) zu stellenden Pfannen angeordnet und von einer perforierten Platte unterstützt ist, um auch weiches Material ausschwitzen zu können, welches nicht in die Form von Kuchen gebracht werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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