DE249133C - - Google Patents
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- DE249133C DE249133C DENDAT249133D DE249133DA DE249133C DE 249133 C DE249133 C DE 249133C DE NDAT249133 D DENDAT249133 D DE NDAT249133D DE 249133D A DE249133D A DE 249133DA DE 249133 C DE249133 C DE 249133C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D46/00—Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
- B01D46/30—Particle separators, e.g. dust precipitators, using loose filtering material
- B01D46/32—Particle separators, e.g. dust precipitators, using loose filtering material the material moving during filtering
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Filtering Of Dispersed Particles In Gases (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 249133 KLASSE 12 e. GRUPPE
ANTON von KERPELY in WIEN.
die ununterbrochen selbsttätig erneuert wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. März 1911 ab.
Bei den bisher verwendeten Gasreinigungen von Hochofen-, Koksofen- und Generatorgas
o. dgl. wird eine Trockenreinigung nur als Vorreinigung benutzt, die eigentliche sogenannte
Feingasreinigung bis zu einer z. B. für Maschinenbetriebe geeigneten Staubfreiheit jedoch
praktisch ausschließlich auf nassem Wege erzielt. Mehrfache Versuche, auch eine Feingastrockenreinigung
vorzunehmen, erwiesen sich
ίο als unzureichend, eine z. B. für den Maschinenbetrieb
genügende Staubfreiheit des Gases zu erzielen.
Dies rührt von dem Umstand her, daß zu einer nur einigermaßen wirksamen Reinigung
ein in sehr fein verteiltem Zustande befindliches Filtermaterial nötig ist, welches sich
jedoch infolge der großen Mengen mitgeführten feinen Staubes in so kurzer Zeit verstopft,
daß eine weitere Reinigung unmöglich wird.
An der Schwierigkeit dieses zu verhindern, oder das verbrauchte Material in einer Weise
auszutragen, welche weder die Kontinuität des Prozesses noch diesen selbst in ungünstiger
Weise beeinflußt, sind bisher alle Versuche praktisch gescheitert.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine solche Einrichtung, welche die erwähnte zweifache
Funktion, eine Verhinderung der Verstopfung^ des Filtermaterials und eine kontinuierliche
Austragung desselben ohne Störung des Reinigungsprozesses, auszuführen gestattet.
Zu diesem Zweck wird das in einem schachtartigen oder in einem anderen geeigneten Behälter
befindliche Filtermaterial ständig in Bewegung erhalten, und zwar in einer zur Fallrichtung
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im wesentlichen senkrechten Bewegung; das verbrauchte Material wird ferner in bekannter
Weise kontinuierlich am unteren Ende ausgetragen, was natürlich eine Bewegung desselben in der Fallrichtung bedingt. Diese
beiden Bewegungen werden jedoch voneinander abhängig in solcher Weise ausgeführt, daß sie
einander nicht stören, vielmehr einander unterstützen und auf diese Weise die gewünschten
Effekte hervorzubringen gestatten. Beide Bewegungen werden gleichzeitig durch einen am
unteren Ende des Reinigungsbehälters angebrachten drehbaren Boden hervorgebracht,
durch dessen Drehung dem Filtermaterial eine wagrechte Bewegung erteilt wird. In einem
unteren schüsselartigen Teil, welcher in bekannter Weise gleichzeitig einen Wasserverschluß
mit dem Behälter bilden kann, sammelt sich das verbrauchte Filtermaterial an und wird durch eine Staufläche über den
Rand der Schüssel hinwegbefördert. Diese Austragung ist demnach ebenfalls von der
Rotationsbewegung des Bodens abhängig. Für den Gaseintritt wird zweckmäßig auf der Bodenplatte
eine Art Aufbau vorgesehen, welcher die öffnungen für den Gaseintritt aufweist;
dieser Aufbau ermöglicht gleichzeitig eine leichtere Mitnahme des Filtermaterials bei der
Rotation und kann zu diesem Zwecke eine besonders geeignete Form (z. B. polygonal)
oder Anordnung aufweisen;
Es ist klar, daß die fortwährende, im Wesen wagrechte Bewegung des Filtermaterials
eine Verstopfung des Filtermaterials nicht zuläßt.
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Außerdem ist die senkrechte Bewegung des Materials im Verhältnis dazu so gering, daß
eine Stauung und plötzliches Nachrutschen des Materials nicht eintreten kann, wodurch
eine Beeinträchtigung des Prozesses verhindert wird.
Das verbrauchte Filtermaterial wird in bekannter Weise durch eine geeignete Aufgabevorrichtung
immer wieder ersetzt und so die
ίο Reinigung zu einer kontinuierlichen und gleichmäßigen
gestaltet.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des zur Durchführung des Verfahrens
dienenden Apparates.
In den zylindrischen Behälter a, welcher auf Konsolen b fest gelagert ist, wird mittels
der gasdichten, drehbar angeordneten Aufgabevorrichtung c das Filtermaterial eingetragen, und zwar bis auf die erfahrungsgemäß
erforderliche Höhe. Im Bedarfsfall kann auch der Behälter zwecks Erzielung mehrerer Schichten
entsprechend unterteilt werden. Nach unten zu wird der Behälter durch eine Bodenplatte
oder Schüssel d abgeschlossen, welche durch eine geeignete Vorrichtung gedreht werden
kann. Um den Gasen den Austritt zwischen Mantel und Schüssel unmöglich zu machen, ragt der Mantel in die Schüssel hinein
und ist mittels Wasserverschluß e gegen diese abgedichtet. Über einer Öffnung f der
Schüssel d, welche ebenfalls mittels Wasserverschlusses g nach außen abgedichtet ist, befindet
sich ein Aufbau i, «welcher oben mit einer Haube h versehen ist. Der Aufbau
kann zweckmäßig eine polygonale Form erhalten, um das Mitnehmen des auf ihm lagernden
Filtermaterials zu erleichtern, oder er kann zu demselben Zweck auch ein Rotationskörper
sein und wird dann am besten exzentrisch angeordnet.
Der Aufbau weist eine Reihe von Öffnungen für das eintretende Gas auf, welche vorteilhaft
nach abwärts gekehrt sind und von der Haube überdeckt werden, um ein Verstopfen derselben zu verhindern. Sind mehrere
Reihen von Öffnungen vorhanden, so können alle Abschnitte des Aufbaues aus derartigen
haubenförmigen Teilen gebildet sein. Zum Austragen des in der Schüssel sich ansammelnden
verbrauchten Filtermaterials wird ein Abstreifer I angeordnet, der am Mantel fest
angebracht ist und der das sich an ihm stauende Material über den Rand der Schüssel
hinweg in einen Kanal m befördert, von wo es dann weggeschafft werden kann.
Der Eintritt der Gase erfolgt durch einen Kanal oder eine Rohrleitung 0 unter dem
Aufbau. Von hier strömen die Gase durch die Haube h und durch die Öffnungen k in
den mit Filtermaterial gefüllten Behälter a, durchströmen das Filtermaterial und treten
oben bei η gereinigt aus.
Das verbrauchte Filtermaterial sammelt sich in der Schüssel d, gelangt durch die Rotation
derselben an den Abstreifer /, staut sich hier und wird über den Rand der Schüssel hinweg
in den Kanal befördert. Das verbrauchte Material muß von Zeit zu Zeit mittels der
gasdichten Aufgabevorrichtung c durch neues ersetzt werden. Der Betrieb ist auf diese
Weise ein vollständig kontinuierlicher.
Als Filtermaterial kann zweckmäßig granulierte Hochofenschlacke, Kleinkoks, Sand ο. dgl.
verwendet werden. Die Vorteile der Erfindung liegen namentlich in der großen Verein··
fachung und Verbilligung der Anlage und des Betriebs gegenüber den gebräuchlichen Reinigern;
ferner auch in der Möglichkeit, einen vollkommenen gleichmäßigen und kontinuierlichen
Betrieb ohne größeren Kraftbedarf zu erzielen.
Claims (2)
1. Apparat zur Reinigung von Hochofen-, Koksofen-, Generatorgasen u. dgl.
auf trockenem Wege mittels Durchleitung der Gase durch eine Schicht von feinkörnigem
Filtermaterial, die ununterbrochen selbsttätig erneuert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der das Filtermaterial enthaltende Behälter einen, gegebenenfalls durch einen Wasserverschluß gegen diesen
abgedichteten, Boden aufweist, welchem eine drehende Bewegung derart erteilt wird, daß das im Behälter befindliche Filtermaterial
fortwährend eine im wesentlichen wagrechte Bewegung erhält, welche eine Lockerung desselben herbeiführt und
eine Verstopfung der feinen im Filtermaterial vorhandenen Durchlässe durch den abgelagerten Staub verhindert.
2. Gasreinigungsapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur leichteren
Mitnahme des Filtermaterials bei der Drehung der Boden mit einem in den schachtförmigen Behälter hineinragenden
turmartigen polygonal gestalteten oder als exzentrischer Rotationskörper ausgebildeten
Aufbau versehen ist, welcher seitliche nach abwärts gekehrte (überdeckte) Öffnungen
für den Gaseintritt aufweist, um eine Verstopfung der Eintrittsöffnungen zu
verhindern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE249133C true DE249133C (de) |
Family
ID=507785
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT249133D Active DE249133C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249133C (de) |
-
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