DE247791C - - Google Patents

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DE247791C
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DE
Germany
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legrades
potatoes
cells
legrad
rollers
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DENDAT247791D
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Publication of DE247791C publication Critical patent/DE247791C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C9/00Potato planters
    • A01C9/04Potato planters with bucket wheels

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sowing (AREA)

Description

Qlften* (Exemplar
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 247791-KLASSE 456. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1911 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Kartoffellegmaschine mit Legrad, bei welcher die Kartoffeln, bevor sie aus dem Vorratsbehälter in die einzelnen Zellen des Legrades einfallen, angehoben werden. Bei den bekannten Maschinen dieser Art ist zu diesem Behufe eine Seitenwand des Legrades mit zahnförmigen Ansätzen versehen, welche in der Zahl mit den Zellen übereinstimmen und jeweils hinter diesen
ίο endigen. Diese bekannte Anordnung hat aber einen doppelten Nachteil; einmal wird das Pflanzgut nur immer auf einer Seite des Legrades angehoben, während die außer Bereich der zahnförmigen Ansätze in der übrigen Breite des Legrades befindlichen Kartoffeln durch die Ansätze keine Bewegung erhalten; zum anderen Male kann es vorkommen, weil die Ansätze mit ihrer höchsten Stelle hinter den Zellen enden, daß die Ansätze die Kartoffeln so lange mitnehmen, daß die letzteren' nicht mehr in die Zellen, sondern hinter diesen auf das Legrad fallen.
Diese Nachteile werden gemäß vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, daß das Legrad an dem in seiner Drehrichtung vorderen Umfangsrand jeder Legradzelle einen größeren achsialen Abstand als am hinteren Umfangsrand besitzt, wodurch ein Anheben des Pflanzgutes in der ganzen Breite des Legrades, und zwar nur unmittelbar bis zum Vorderrand jeder Zelle erfolgt, so daß die Kartoffeln sicher in diese einfallen müssen. Einen weiteren Teil der Erfindung bildet eine Einrichtung zum Ausheben von in den Zellen des Legrades festgeklemmten Kartoffeln.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen dieser Maschine dargestellt, und es zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht und Fig. 2 die Draufsicht der Maschine in Verbindung mit einem Pfluge mit zwei Scharen, welcher in an sich bekannter Weise hinter der Kartoffellegmaschine derart angeordnet ist, daß das eine vordere Schar die bereits gebildete und mit Saatkartoffeln belegte Furche zudeckt, während vom hinteren Schar die zum Legen der Kartoffeln bei nächster Fahrt erforderliche Furche vorbereitet wird.
Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen einen Vertikalschnitt, die Vorderansicht und die Draufsicht der Legvorrichtung in größerem Maßstabe, und Fig. 6 ist ein Vertikalschnitt einer mit zwei Ausschnitten versehenen Legscheibe.
Die Fig. 7 und 8 zeigen zwei senkrecht zueinander geführte Vertikalschnitte und die Fig. 9 bei weggelassenem Vorratsbehälter die Draufsicht einer zweiten Ausführungsform der Legvorrichtung, während die Fig. 10 einen Vertikalschnitt und Fig. 11 einen Horizontalschnitt einer dritten Ausführungsform der Legvorrichtung veranschaulicht.
Gemäß den Fig. 1 bis 6 ist auf dem Rah-
men ι eines zweischarigen Pfluges bekannter Bauart ein Vorratstrichter 2 in einem aus zwei Teilen zusammengesetzten Gußkörper 3 eingesetzt, an dessen unteren Gehäuseteil 4 das Legrohr 5 angeschlossen ist. In dem Gehäuse 4 läuft um eine wagerechte Welle 6 eine Schöpfscheibe 7 um, die mit einer (Fig. 3), mit zwei (Fig. 6) oder mit mehreren Schöpfzellen 8 versehen ist, von denen jede dazu bestimmt ist, eine Saatkartoffel aus dem Vorratskasten 2 aufzunehmen und in das Legrohr 5 zu befördern. Die Größe der Zellen 8 kann für verschieden großes Pflanzengut durch Anbringung verschieden dicker Einlagen (Fig. 6 punktiert) in den Ausschnitten geregelt werden. Die Legscheibe 7 ist so geformt, daß der in der Drehrichtung derselben vordere Umfangsrand 81 jeder Zelle 8 einen größeren achsialen Abstand als der hintere Ausschnittsrand 82 besitzt. Unmittelbar oberhalb und quer zur Scheibe 7 sind in dem Gußkörper 3 an den Wänden desselben zwei Abstreichwalzen 10 gelagert, die in entgegengesetzter Richtung wie die Scheibe 7 umlaufen. Oberhalb und senkrecht zu den Walzen 10 sind im Gußkörper 3 an dessen Wänden zwei Rührwalzen 11 gelagert, die sich beide im gleichen Sinne drehen. Während der Fahrt wird von den Pflugrädern 12 durch die Kette 13 das auf der Achse 14 lose drehbare Doppelkettenrad 15 und von diesem durch die Kette 16 der auf der Welle 6 lose drehbare Kupplungsteil 17 gedreht. Durch Vermittlung der auf der Welle 6 verschiebbaren Kupplungsmuffe 18 kann die Welle 6 mit der Legscheibe 7 in Drehung versetzt werden. Auf der Welle 6 sitzt ferner ein großes Zahnrad 19, welches mit einem breiten Zahntrieb 20 kämmt, der auf der Achse 21 befestigt ist, die am anderen Ende ein Kegelrad 22 trägt, welches in ein zweites Kegelrad 23 auf der Achse der einen Walze 11 greift. Am anderen Ende dieser Achse ist ein Kettenrad 24 befestigt, das durch eine Kette 25 mit einem gleich großen Kettenrade 26 auf der Achse der anderen Welle 11 gekuppelt ist, so daß beide Walzen 11 mit gleicher Winkelgeschwindigkeit in demselben Sinne gedreht werden (Fig. 5). In das breite Zahnrad 20 greift noch ein auf der Achse der vorderen Abstreichwalze 10 befestigtes Zahnrad 27, welches die Drehung dieser Walze 10 vermittelt. Der Antrieb der anderen Walze 10 erfolgt durch ein auf der Welle 6 sitzendes Zahnrad 28, in welches ein auf der Achse der Walze 10 festgekeiltes Zahnrad 29 greift.
Die Saatkartoffeln fallen aus dem Vorratsbehälter 2 einzeln in die Zellen 8 der Legscheibe 7 und werden von derselben in das Legrohr 5 befördert. Durch die eigenartige exzentrische Ausgestaltung der Legscheibe 7 wird das Pflanzgut im Vorratsbehälter 2 vor dem jedesmaligen Einfallen der Kartoffel in eine Zelle 8 von der Scheibe angehoben, wodurch ein regelmäßiges Abgeben des Saatgutes aus dem. Vorratsbehälter 2 an die Legscheibe 7 erreicht wird, wobei Beschädigungen der im Vorratsbehälter 2 verbleibenden Kartoffeln durch die beiden entgegengesetzt umlaufenden Walzen 10 vermieden werden, welche die überzähligen Kartoffeln von dem Umfange der Legscheibe 7 abstreichen. Durch die Rührwalzen 11 wird das Pflanzgut im Vorratsbehälter in steter Bewegung erhalten und dadurch bewirkt, daß beim Auslauf keine Stockung eintreten kann.
Bei der zweiten Ausführungsform der Maschine nach den Fig. 7 bis 9 ist am Auslaufende des Vorratsbehälters 2 die mit drei Zellen 8 versehene Legscheibe 7 auf der wagerechten Welle 6 angeordnet. Der weitere Abschluß des unteren Behälters wird durch die beiden Walzenpaare 30, 301 und 31,3I1 erzielt. Die mit erhöhten Rändern versehenen Walzen oder Scheiben 30, 301 haben dieselbe Breite wie die Legscheibe 7 lind werden in gleicher Richtung mit derselben angetrieben. Die quer zu den Walzen 30, 301 gelagerten Walzen 31, 311 laufen beide in derselben Richtung um. Die Achsen der beiden Walzenpaare liegen sämtlich annähernd in einer den äußeren Umfang des Legrades 7 tangierenden Horizontalebene. Der Antrieb der Walzen geschieht auf folgende Weise: Auf der Achse 6 der Scheibe 7 sitzt ein großes Stirnrad 32, mit welchem zwei kleinere, auf den Achsen 33 sitzende Zahnräder 34 kämmen, welche die auf den Achsen 35 und 36 der Walzen 30, 301 angeordneten Zahnräder 37 und 38 treiben, wodurch beide Walzen 30, 301 in gleicher Richtung mit der Scheibe 7 in Umlauf versetzt werden. Die Achse 35 der Scheibe 30 ist in zwei um die Achse 33 schwingbaren Hebeln 39 gelagert, so daß die Scheibe 30 beim Auftreffen auf größere Kartoffeln diesen um die Achse 33 nach außen pendelnd ausweichen kann, wodurch Verletzungen der Saatkartoffeln verhütet werden. Nach Vorübergehen der größeren Kartoffeln wird die Scheibe 30 durch den Zahndruck zwischen den Rändern 34 und 37 in die Normallage zurückgebracht. Dieses Zurückführen kann noch no durch eine auf dem unteren Arm des Hebels 39 wirkende Druckfeder 40 unterstützt werden. Auf der Achse 36 sind ferner zwei Kegelräder 41 angebracht, welche die Kegelräder 42 auf den Achsen der Walzen 31, 31* treiben. Auf der Walze 31, welche das Bestreben hat, die Kartoffeln gegen die Wand des Behälters 2 hinzufördern, lagert lose eine kleine Walze 43, die von der Walze 31 durch Reibung entgegengesetzt zu dieser mitgedreht wird und ein Anstauen des Pflanzgutes an dieser Behälterwand verhindert.
Neben der Legscheibe 7, welche nach innen konisch vertieft ist, sind auf beiden Seiten zwei feststehende Bleche 44 angeordnet, welche die Zellen 8 seitlich begrenzen. Die bogenförmig ausgeschnittenen unteren Ränder 45 der Bleche 44 sind zur Bildung einer Art Rinne gegeneinander abgebogen und verlaufen gegen die Auswurfseite der Maschine exzentrisch zur Verteilscheibe 7. Durch diese exzentrischen Ränder 45 werden in den Ausschnitten 8 der Verteilscheibe 7 festgeklemmte Kartoffeln ausgehoben und so ein regelmäßiges Einlegen des Pflanzgutes in die Furchen gesichert.
Es ist vorteilhaft, die Bleche 44 gegen die Legscheibe 7 seitlich verstellbar zu machen, um die Entfernung der Bleche 44 voneinander für verschiedene Saatgutgrößen ein- · und feststellen zu können.
Bei der dritten Ausführungsform der Legvorrichtung gemäß den Fig. 10 und 11 ist die Rührwalze 301 unmittelbar auf der Zahnradachse 33 angeordnet, so daß die Walze 301 entgegengesetzt zur Walze 30 umläuft. Durch diese Anordnung der Walze 30 1 wird am besten die Bildung von Brücken im Saatgut verhindert. Weiter ist die Legscheibe 7 nur auf einer Seite gegen die Mitte zu konisch ausgestaltet und nur auf dieser Scheibenseite ein Aushebeblech 44 angeordnet, das mit Hilfe der Stifte 46 verstellt werden kann.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Kartoffellegmaschine mit Zellenrad, bei welcher die Kartoffeln, bevor sie aus dem Vorratsbehälter in die einzelnen Zellen des Legrades einfallen, angehoben werden, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Drehrichtung des Legrades (7) vordere Umfangsrand (81) jeder Legradzelle (8) einen größeren achsialen Abstand als der hintere Zellenrand (82) besitzt, um das Pflanzgut in der ganzen Breite des Legrades anzuheben.
2. Kartoffellegmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in der oberen Hälfte des einseitig oder beiderseitig nach innen konisch vertieften Legrades (7) die Zellen (8) desselben auf einer oder auf beiden Seiten begrenzende Wände oder Bleche (44) angeordnet sind, deren bogenförmig ausgeschnittene innere Rän- ^0 der (45) den schrägen Seitenwänden des Legrades entsprechend gegen letzteres hin abgebogen sind und gegen die Auswurfseite der Maschine derart exzentrisch zum Legrad verlaufen, daß in diesem festgeklemmte Kartoffeln von den exzentrischen Rändern aus den Zellen (8) herausgehoben werden.
3. Kartoffellegmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche (44) gegen das Legrad (7) seitlich verstellbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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