DE2445200C2 - Füllarmatur, insbesondere für Heizungsanlagen - Google Patents
Füllarmatur, insbesondere für HeizungsanlagenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Füllarmatur, insbesondere für Heizungsanlagen, vor allen Dingen
ίο geschlossener Bauart mit einem Zufluß- und einem Abflußkanal sowie einem zwischengeschalteten Druckminderer, dessen Ventilmechanismus im öffnenden
Sinne federbelastet ist
Beim Füllen einer Heizungsanlage nimmt der Differenzdruck zwischen dem an ein einspeisendes
Wassernetz angeschlossenen Zulauf und dem mit der Heizungsanlage verbundenen Ablauf der Füllarmatur
stetig ab. Mit abnehmender Differenz zwischen Vordruck und Hinierdruck an der Füllarmatur während
des Füllvorganges reduziert sich auf die zufließende Fiüssigkeitsmenge pro Zeiteinheit, so daß sich der
Füllvorgar.g verlangsamt
Die Aufgabe der Erfindung wird demnach darin gesehen, eine Füllarmatur der vorstehend bezeichneten
Art zu schaffen, die im Bedarfsfalle ein schnelleres Füllen der Heizungsanlage ermöglicht; gleichzeitig soll
gewährleistet sein, daß der Druck in der Heizungsanlage nicht zu sehr ansteigt und vor allen Dingen der
Hinterdruck der Füllarmatur nicht den gleichen Druck erreicht wie der in der einspeisenden Wasserleitung
herrschende Vordruck.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Füllarmatur der eingangs geschilderten Gattung vorgeschlagen, welche
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß eine dem Druckminderer zugeordnete Ventilspindel mittels
einer abschalt- oder abkuppelbaren Belastungsvorrichtung im öffnenden Sinne zusätzlich belastbar ist.
Bei abgeschalteter bzw. abgekuppelter oder anderweitig abgetrennter Belastungsvorrichtung arbeitet die
Füllarmatur, die ansonsten in herkömmlicher Weise ausgebildet sein kann, wie die bekannten Füllarmaturen.
Bei hoher Druckdifferenz zwischen Vordruck und Hinterdiiuck, also den im Zufluß- und im Abflußkanal
herrschenden Drücken, ist das Ventil des Druckminderers weit, ggf. bis zu einer Maximalstellung geöffnet. Je
stärker der Druck im Abflußkanal, also der Hinterdruck, ansteigt und sich damit die Differenz zwischen Vor- und
Hinterdruck verringert, um so mehr verkleinert sich der Durchtrittsspalt am Ventil des Druckminderers. Der
so Druckminderer ist von herkömmlicher Bauart, mit einem entgegen der Schließrichtung durchströmten
Ventilsitz, wobei die Ventilspindel am einen Ende den Ventilteller trägt und im Bereich ihres anderen Endes
einen Membrane durchsetzt und/oder an dieser befestigt ist, wobei eine jenseits der Membrane
gelegene Druckfeder den Ventilmechanismus im öffnenden Sinne beeinflußt und mit den am Ventilteller
angreifenden Druckkräften zusammen die Öffnungsstellung des Ventiltellers bestimmt. Wird nun die BeIastungsvorrichtung
zugeschaltet oder angekuppelt, so wirkt auf die Ventilspindel eine zusätzliche Kraft im
öffnenden Sinne. Dies bedeutet, daß bei konstanter Druckdifferenz zwischen dem Zufluß- und dem
Abflußkanal eine größere Ventilöffnung des Druckminderers erreicht wird, als dies bei abgekuppelter
Belastungsvorrichtung der Fall ist. Das weiter geöffnete Ventil läßt selbstverständlich bei dieser Druckdifferenz
mehr Wasser durchströmen, und damit erreicht man in
der angestrebten Weise auch eine schnellere Füllung der Heizungsanlage. Andererseits ist jedoch die Kraft
der Belastungsvorrichtung so zu dimensionieren, daß der Druck in der Heizungsanlage über ein vorgesehenes
Maß hinaus nicht ansteigen kann und vor allen Dingen der Hinterdruck nicht den Wert des Vordruckes
erreichen kann. Das Abschalten oder Abkuppeln bewirkt, daß der Kraftfluß zwischen der Belastungsvorrichtung
und dem Ventilmechanismus unterbrochen wird. Dabei darf selbstverständlich die abgekuppelte
Belastungsvorrichtung die Bewegungen des Druckminderers nicht behindern.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt die Belastungsvorrichtung einen
verschieb- und feststelibaren Bolzen und eine daran angreifende Belastungsfeder, wobei das in Belastungsrichtung weisende eine Ende des Bolzens in der
Arbeitsstellung der Belastungsvorrichtung am zugeordneten Ende der Ventilspindel angepreßt ist. Die
Belastungsfeder muß so ausgebildet, angeordnet und dimensioniert sein, daß in der Arbeitsstellung der
Belastungsvorrichtung das schnellere Füllen möglich, andererseits aber das unerwünschte zu hohe Ansteigen
des Hinterdruckes vermieden wird.
Die Ventilspindel und der Bolzen der Belastungsvorrichtung
sowie die Belastungsfeder und die Druckminderer-Feder sind in vorteilhafter Weise jeweils koaxial
zueinander und damit auch in Verlängerung voneinander angeordnet, wobei beide Federn insbesondere als
Spiraldruckfedern ausgebildet sind. Hierbei durchsetzt der Bolzen der Belastungsvorrichtung die Belastungsfeder
konzentrisch. Außerdem kann der Bolzen und/oder das vom Ventilteller wegweisende Ende der Ventilspindel
zumindest teilweise in die Druckminderer-Feder hineinragen.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß der Bolzen der Belastungsvorrichtung
das Gehäuse der Füllarmatur, insbesondere eine Federhaube des Druckminderers nach außen durchsetzt,
wobei das überstehende Ende bei gespannter Belastungsfeder mittels eines drehbar daran gelagerten
Hubnockens außen am Gehäuse bzw. der Federhaube abgestützt ist. Eine Drehung des Hubnockens bewirkt
demnach eine Längsverschiebung des Bolzens der Belastungsvorrichtung. Die exponierten Nockendreh-Stellungen
kann man in geeigneter Weise sichern. Der Nocken ist nun so ausgebildet, daß er in seiner einen
Drehendlage den Bolzen der Belastungsvorrichtung genügend weit vom zugeordneten Ende der Ventilspindel
entfernt, während er in der anderen Drehendlage ein so Anpressen des Bolzens an die Ventilspindel mit Hilfe
der Belastungsfeder ermöglicht, wobei dann der Nocken die gemeinsame Verschiebung von Ventilspindel und
Bolzen in öffnendem Sinne nicht behindern darf. Das bedeutet, daß er von seiner Abstützfläche in der
Arbeitslage einen genügenden Abstand haben muß. Die Belastungsfeder ist in allen Drehlagen des Nockens
gespannt. In der abgekuppelten Stellung ist diese Spannung am größten. Der Nocken hat in zweckmäßiger
Weise zwei vorzugsweise um 90° versetzte Stützflächen und ist als Kipphebel ausgebildet. Demzufolge
ist er also schwenkbar am nach außen ragenden Teil, insbesondere Ende des Bolzens der Belastungsvorrichtung
gelagert und besitzt eine Handhabe.
Das eine Federende der Belastungsfeder ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung innen an der
Federhaube, insbesondere an der Innenseite des Bodens der Federhaube, und das andere an einem Bund.
vorzugsweise einem angesetzten Ring des Bolzens der Belastungsfeder, abgestützt.
Eine besonders vorteilhafte Variante der Erfindung besteht darin, daß der Bolzen der Belastungsvorrichtung
zumindest teilweise einen unrunden Querschnitt, vorzugsweise einen Mehrkantquerschnitt, beispielsweise
Vierkantquerschnitt besitzt und dieser Teil eine in der Federhaube verschraubbar gelagerte Federplatte zur
Abstützung der Druckminderer-Feder axial verschiebbar durchsetzt, wobei die Durchtritteöffnung der
Federplatte dem Querschnitt des Bolzens an dieser Stelle entspricht Der Bolzen übernimmt demnach
zweierlei Aufgaben. Einerseits ist er Teil der Belastungsvorrichtung, und zum andern ist er auch ein Element der
Spannvorrichtung für die Druckminderer-Feder. Dreht man den Bolzen der Belastungsvorrichtung in der einen
Richtung, so führt dies zu einem Entspannen der Druckminderer-Feder, während ein Drehen in der
Gegenrichtung eine verstärkte Druckminderer-Federspannung zur Folge hat.
Der Kipphebel ist in besonders vorzugter Weise gleichzeitig ein drehbares Betätigungsorgan für eine
Spannvorrichtung der Druckminderer-Feder ausgebildet, wobei die Spannvorrichtung aus dem Kipphebel,
dem Bolzen der Belastungsvorrichtung und dem Federteller besteht. Der Kipphebel kann also nicht nur
durch die ihn und den Bolzen durchsetzende Achse gekippt, sondern auch um die Längsachse des Bolzens
gedreht werden. Hierbei ist ein Kippen in jeder Drehlage und im wesentlichen auch ein Drehen in jeder
Kipplage möglich.
In vorteilhafter Weise bilden der Druckminderer, die Belastungsvorrichtung, ein im Abflußkanal eingebauter
Rückflußverhinderer und ein mit der Abströmseite verbundenes Manometer eine Baueinheit und besitzen
insbesondere ein gemeinsames Gehäuse. Letzteres kann ggf. auch mehrteilig sein bzw. wenigstens einen
Gehäusedeckel aufweisen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand eines vertikalen Längsmittelschnittes
dargestellt.
Das Gehäuse 1 der Füllarmatur besitzt einen Zuflußkanal 2 und einen Abflußkanal 3. Eine untere
Gehäuseöffnung ist mittels einer Schraubkappe 4 verschlossen, während in eine obere Gehäuseöffnung
eine sogenannte Federhaube 5 eingeschraubt ist. Zwischen das innere, rohrförmige und einschraubbare
Ende 6 der Federhaube 5 und eine Wand 7 des Gehäuses 2 ist eine Membrane 8 dicht eingespannt. Sie wird von
einer längsverschiebbar im Gehäuse geführten Ventilspindel 9 zentrisch durchsetzt. An der betreffenden
Stelle ist die Membrane zwischen eine sich an einem Absatz der Spindel 9 abstützende Ringscheibe 10 und
einen an der anderen Membranseite anliegenden Federteller 11 eingespannt. Die Pressung wird mit Hilfe
einer Mutter 12 erreicht, welche auf das als Gewindezapfen ausgebildete Ventilspindelende 13 aufgeschraubt
ist. Am Federteller 11 stützt sich das eine Ende einer Druckminderer-Feder 14 ab, deren anderes Federende
an der Unterseite einer Federplatte 15 angepreßt ist. Diese Feder ist als Spiraldruckfeder gestaltet. Die
Federplatte 15 besitzt ein Außengewinde und ist im Innengewinde 16 der Federhaube 5 verschraubbar.
Durch das Einschrauben der Federplatte 15 in Richtung des Pfeils 17 läßt sich die Spannung der Druckminderer-Feder
Ά erhöhen, während eine gegenläufige Schraubbewegung eine Reduzierung der Federspannung bewirkt.
Das untere Ventilspindelende 18 trägt einen Ventilteller 19, der vorzugsweise mit einer druckentlastenden
Ringkante 20 ausgestattet ist. Eine in den Ventilteller — oder allgemeiner gesprochen — das Verschlußorgan
dieses Ventils eingelegte Weichdichtung 21 arbeitet mit ϊ einem Ventilsitz 22 zusammen, welcher insbesondere
am Gehäuse 1 der Füllarmatur angeformt ist. Dieses Ventil, die Membrane 8 und die Druckminderer-Feder
14 gehören einem Druckminderer 23 an, wie sie bei solchen Füllarmaturen normalerweise eingebaut sind, i"
Auch der Rückflußverhinderer 24, dessen Schließrichtung durch den Pfeil 25 symbolisiert ist und das der
Abflußseite des Rückflußverhinderers zugeordnete Manometer 26 sind bekannte Elemente derartiger
Füllarmaturen. Das dargestellte Ausführungsbeispiel ist für die Verwendung bei einer geschlossener! Heizungsanlage
vorgesehen. Der Zuflußstutzen 27 wird dabei mit einer nicht gezeigten Frischwasserleitung verbunden,
während der Abflußstutzen 28 mit Hilfe der Verschraubung 29 an das wasserführende System der geschlosse- 2»
nen Heizungsanlage angeschlossen ist. Das Manometer 26 zeigt dabei den sogenannten Hinterdruck an.
Bei einem ganz bestimmten Verhältnis zwischen dem im Zuflußkanal 2 herrschenden Vordruck und dem im
Abflußkanal 3 vorhandenen Hinterdruck ist der Ventilteller je nach Spannung der Feder 14, die von der
Einschraubtiefe der Federplatte 15 abhängt, um ein ganz bestimmtes Maß vom Ventilsitz 22 abgehoben. Mit
fortschreitender Füllung des Leitungssystems der Heizungsanlage steigt der Hinterdruck an, so daß das
Verhältnis zwischen Vordruck und Hinterdruck geringer wird. Dies hat eine Verschiebung des Ventiltellers 19
mit allen bewegungsmäßig daran hängenden Teilen entgegen dem Pfeil 17 zur Folge. Damit verringert sich
auch stetig der Durchströmspalt zwischen Ventilsitz und Ventilteller, was eine Abnahme der durchströmenden
Menge bewirkt. Infolgedessen verlangsamt sich der Füllvorgang mit abnehmender Druckdifferenz stetig.
Dieses Verhalten soll verhindert werden.
Um in der angestrebten Weise trotz der nicht zu to
verhindernden Reduzierung des Differenzdruckes zwischen dem Zuflußstutzen und dem Abfiußstutzen einen
gegenüber gleich dimensionierten oder gleichwertigen Fü'larmaturen beschleunigten Füllvorgang zu erreichen,
ist die Ventilspindel 9 bzw. der Ventilmechanismus des Druckminderers 23 mit Hilfe einer Belastungsvorrichtung
30 im öffnenden Sinne zusätzlich belastbar. Dabei ist diese Belastungsvorrichtung abschaltbar, abkuppelbar
oder in anderer Weise außer Wirkung setzbar. Ein wichtiger Bestandteil dieser Belastungsvorrichtung ist
ein im Sinne des Doppelpfeils 31 verschiebbar in der Fcdcrhaiibc gelagerter Bolzen 32. Er ist koaxial zur
Ventilspindel 9 angeordnet und sein inneres Ende hat in der abgeschalteten oder abgekuppelten Stellung der
Belastungsvorrichtung 30 vom Ventilspindelende 13 einen gewissen Abstand. Konzentrisch zum Bolzen 32
ist eine Belastungsfeder 33 angeordnet, die gleichfalls als Spiraldruckfeder ausgebildet ist Ihr oberes Ende
stützt sich an der Innenseite des Bodens 34 der Federhaube 5 ab, während ihr unteres Ende an einem h0
Bund 35 oder einem dementsprechenden Ring, insbesondere Sprengring, abgestützt ist. Diese Druckfeder
übt auf den Bolzen 32 eine in Richtung des Pfeils 17 wirkende Kraft aus.
Der Bolzen 32 durchsetzt die Federhaube bzw. deren Boden 34 nach außen. Am überstehenden Ende 36 ist ein
Hubnocken 37 mit Hilfe eines Stiftes 38 drehbar gelagert. Dieser stützt sich aufgrund der Kraft der
Belastungsfeder 33 an der Außenseite der Federhaube 5 bzw. des Bodens 34 ab. Der Hubnocken 37 ist als
Kipphebel ausgebildet und besitzt eine Handhabe 39. Außerdem hat er zwei vorzugsweise um 90° versetzte
Stützflächen 40,41, von denen in der Zeichnung die von der Drehachse bzw. dem Stift 38 weiter entfernte
anliegt. Verschwenkt man nun den Hubnocken im Sinne des Pfeils 42, so kommt nach einer 90°-Drehung die
Stützfläche 41 in eine etwa parallele Lage zum Boden 34 der Federhaube 5. Nunmehr kann sich die Kraft der
Belastungsfeder 33 auswirken, weil jetzt der Bolzen 32 am zugeordneten Ventilspindelende 13 zur Anlage
gekommen ist. Dies wird möglich, weil die Nockenfläche 41 von dem als Drehachse dienenden Stift 38 einen
geringeren Abstand hat als die Fläche 40. Die Folge dieser 90°-Drehung ist eine verstärkte, in öffnendem
Sinne au*' die Ventilspindel, den Ventilteller und alle bewegungsmäßig damit verbundenen Teile wirkende
Kraft. Demzufolge ist das Ventil 19, 22 bei einem ganz bestimmten Differenzdruck weiter geöffnet als dies bei
einer abgekuppelten Belastungsvorrichtung 30 der Fall wäre. Das bedeutet schnelleres Füllen bzw. Verkürzen
der Füllzeit
Beim Schnellfüllvorgang muß der Hinterdruck gegen die Summe der Federspannungen der Federn 14 und 33
anwirken. Ein Hinterdruck von beispielsweise 1 bar, der gegen die beiden Federn wirkt, und den Ventilteller 19
in Schließrichtung gegen den Ventilsitz 22 um 1 mm bewegt, bringt bei Wirksamkeit lediglich der Feder 14
eine Bewegung des Ventiltellers in Schließrichtung um beispielsweise 1,5 mm.
Die Federn sind jedoch so ausgelegt, daß selbst bei einer Wirksamkeit beider Federn ein zu hoher Druck im
Hinterdruckraum, also im Abflußkanal 3, vermieden wird und der Druck dort auf jeden Fall stets kleiner
bleibt als im Zuflußkanal 2. Um dies zu erreichen, ist die Kraft der Druckminderer-Feder 14 mit Hilfe der
Federplatte 15 in der geschilderten Weise einstellbar. Gemäß einer besonderen Ausgestaltung wird der
Bolzen 32 der Belastungsvorrichtung 30 gleichzeitig auch als Organ des Verstellmechanismus für diese
Federeinstellung ausgenutzt. Zu diesem Zwecke ist das innere Ende des Bolzens 32 mit einem Vierkant
versehen, welcher eine zentrische Vierkantbohrung der Federplatte 15 durchsetzt. Die Passung ist so gewählt,
daß sich der Bolzen relativ zur Federplatte 15 verschieben läßt Zum Spannen oder Entspannen der
Feder 14 wird die Handhabe 39 und damit der Bolzen 32 um die Längsachse des Bolzens gedreht.
Selbstverständlich kann die Belastungsvorrichtung 30 auch mittels einer anderen Einrichtung angehoben
werden, beispielsweise durch einfaches Ziehen am Bolzen in Verbindung mit einer auslösbaren Raste.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Füllarmatur, insbesondere für Heizungsanlagen, mit einem Zufluß- und einem Abflußkanal sowie
einem zwischengeschalteten Druckminderer, dessen Ventilmechanismus in öffnendem Sinne federbelastet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine dem Druckminderer (23) zugeordnete Ventilspindel
(9) mittels einer abschalt- oder abkuppelbaren Belastungsvorrichtung (30) im öffnenden Sinne (17)
zusätzlich belastbar ist.
2. Armatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungsvorrichtung (30) einen
verschieb- und feststellbaren Bolzen (32) und eine daran angreifende Belastungsfeder (33) besitzt,
wobei das in Belastungsrichtung (17) weisende eine Ende des Bolzens in der Arbeitsstellung der
Belastungsvorrichtung am zugeordneten Ende (13) der Ventilspindel (9) angepreßt ist
3. Armatur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilspindel (9) und der Bolzen
(32) der Belastungsvorrichtung (30) sowie die Belastungsfeder (33) und die Druckminderer-Feder
(14) jeweils koaxial zueinander angeordnet sind, wobei beide Federn insbesondere als Spiraldruckfedern
ausgebildet sind.
4. Armatur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (32) der Belastungsvorrichtung
(30) das Gehäuse (1) der Füllarmatur, insbesondere eine Federhaube (5) des Druckminderers
(23), nach außen durchsetzt, wobei das überstehende Ende (36) bei gespannter Belastungsfeder
(33) mittels eines drehbar daran gelagerten Hubnockens (37) außen am Gehäuse bzw. der
Federhaube abgestützt ist.
5. Armatur nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubnocken (37) zwei vorzugsweise
um 90° versetzte Stützflächen (40,41) besitzt und als Kipphebel (43) ausgebildet ist.
6. Armatur nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Federende der
Belastungsfeder (33) innen an der Federhaube (5) und das andere an einem Bund (35) des Bolzens (32)
der Belastungsvorrichtung (30) abgestützt ist.
7. Armatur nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bolzen (32) der Belastungsvorrichtung (30) teilweise einen unrunden Querschnitt, vorzugsweise
einen Mehrkantquerschnitt, besitzt und dieser Teil eine in der Federhaube (5) verschraubbar
gelagerte Federplatte (15) zur Abstützung der Druckminderer-Feder (14) axial verschiebbar durchsetzt,
wobei die Durchtrittsöffnung der Federplatte (15) dem Querschnitt des Bolzens (32) an dieser
Stelle entspricht.
8. Armatur nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kipphebel (43) gleichzeitig als drehbares Betätigungsorgan für eine Spannvorrichtung der Druckminderer-Feder
(14) ausgebildet ist, wobei die Spannvorrichtung aus dem Kipphebel (43), dem Bolzen (32), der Belastungsvorrichtung (30) und dem
Federteller (15) besteht.
9. Armatur nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckminderer (23), die Belastungsvorrichtung (30) sowie ein im Abflußkanal (3) eingebauter
Rückflußverhinderer (24) und ein mit der Abströmseite verbundenes Manometer (25) eine
Baueinheit bilden und insbesondere ein gemeinsames Gehäuse (1) besitzen.
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| CA1024854A (en) | 1978-01-24 |
| FR2285561A1 (fr) | 1976-04-16 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: HONEYWELL-BRAUKMANN GMBH, 6950 MOSBACH, DE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |