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ANLAGE ZUM AUFTRAGEN VON ÜBERZÜGEN AUF DIE OBERFLÄCHE VON ERZEUG-NISSEN;
VORWIEGEND VON SANITÄTSTECHNISCHEN ERZEUGNISSEN Dle Erfindung bezieht slch auf Anlagen
zum Austragen von Überzügen auf dle Oberfläche von Erzeugnissen mlttels Zerstäubung
von Suspensionen aus Stoffen, die den Überzeug bilden, die in der Hauptsachs für
das Überziehen verschiedener sanitätstechnischer Erzeugnisse mit Emalls, Glasuren
und anderen Suspensionen vorgesehen sind.
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Bekannt 1st eine Anlage zum Auftragen von Glasuren auf dle Oberfläche
kermischer Waschbecken, die eine Glasierkammer enthält, versehen mit einer Zerstäubungsvorrichtung
in Form von pneumatischen Spritzpistoler#n, mit einem Ventilationssystem mit Einrich
tungen zum Auffangen der zerstäubten Glasur und elner Fdrderaniage zum Hindurchschieben
der Waschbecken durch die Kammer im Prozeß des Auftragens von Glasur.
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Die Spritzpistolen werden oben und an den Selten der Glaslerkammer
senkrecht zur Achse der Föderlange aufgestellt und werden mittels ihrer Verbindung
durch Zugbänder und Hebel mit Exzenterscheiben des Antriebsmechanismus in Pendelbewegungen
in vertikalen Ebenen gebracht. (siehe zum Beispiel den uhrberschein der UdSSR Er.
237661).
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Der Einsatz von pneumatischen Spritzpistolen als Zerstäubungs vorichtungen,
die durch einen schmalen, streng aus gerichteten Zerstäunungsstrahl gekennzeichnet
sind, verursacht die Notwendigkeit, die Glassieranlagen mit elner relativ großen
Anzahl von sich im << prozeß Arbeits bewegenden Spritzpistolen und komplizierten
Antriebsmechanismeb anzurüsten, was die Instandhaltung der Anlagen kompliziert und
sich negativ auf ihre Stabilität und Betriebssicherheit auswirkt.
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Da die pneumatischen Spritzpistolen zum Verstopfen neigen, verursacht
das die Notwendigkeit, daß an die Einhaltung physikalischer Parameter der Glasursuspension
und an die Vorrlchtungan fur ihre Reinigung erhöhte Anforderungen gestellt werden.
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Außerdem ist das Auftragen von Überzügen auf Erzeugnisse in den bekann
ten Anlagen mit einem relativ hohen Energieaufwand verbunden. Das ist die Folge
davon, daß die Erstäubung der Suspenslon durch die Energie der von Kompressoren
zuzuführenden Druckluft erfolgt und daß das dazu noch mit der Notwendigkeit verbunden
ist, die Anlagen mit Ventilationssystemen mit komplizierten und platzraubenden
Einrichtungen
zum Auffangen des zerstäubten Überzugs stoffes /Wasserdichtungsschirme mit Pumpenanlagen,
Zyklonabscheider und anderes mehr/ auszurusten.
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Das Zlel der Erfindung ist die Beseitigung der genannten Nachtelle;
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, elne Anlage zum Auftragen von Überzügen
auf die Oberfläche von Erzeugnissen, vorwiegend von sanitätstechnischen Erzeugnissen,
mit einer solchen Anordnung der Kammer und mit solchen Zerstäubungsvorrichtungen
anzugeben, die es ermöglichen, eine hohe Betriebssicherheit und Stablilität und
einen relatlv niedrigen Energieaufwand zu erzielen und eine hohe Qualität des Uberzuges
gewährleisten.
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Die gestellte Aufgabe wurde dadurch gelöst, da3 die erfindungsgemäße
Anlage zum Aftragen von Ueberzügen auf die Oberfläche von Erzeugnissen vorwiegend
von sanitätstechnischen Erzeugnissen durch die Zerstäubung von Suspensionen, die
eine Kammer mit In ihr angeordneten Zerstäubungsvorrichtungen und eine Föderanlage
zum Hindurchschieben der Erzeugnisse durch die Kammer im Prozeß des Auftragen eines
Uberzugs enthält , mindestens zwei hintereinander angeordnete Kammer enthält, die
gegeneinander um 1800 gedreht sind, in denen als Zerstäubungsvorrichtungen Zentrifugen
- Scheibenzerstäuber eingesetzt sind ., die derart angeordnet sind, daß in jeder
Kammer an einer Seite der Föderanlage ein Zerstäuber storr befestigt ist, dessen
Zerstäubungsstrahl senk
recht zur Achse der Föderanalge gerichtet
ist, und an der anderen Seite zwei Zerstäuber befestigt sind, deren Zerstäubungsstrahlen
unter einem spitzen Winkel zur Achse der Forderanlage gegeneinader gerichtet sind,
ohne sich dabie innerhalb der Kammer miteinander und auch nicht mit dem Zerstäubungsstrahl
des Zerstäubers zu kreuzen, der an der gegenüberliegenden Seite der Föderanlage
angeordnet ist.
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Der Hauptgedanke der Erfindung besteht in folgendem.
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Dadurch, daß als Zerstaubungsvori'ichtungen Zentrifugen-Schetbenzerstauber
eingesetzt sind, wird die Notwendigkeit von Druckluft liquidiert, wodurch entsprechend
die Notwendigkeit ent-
fällt, die Kammer mit Ventilationssystemenen auszustatten, und der Energieaufwand
stark vermindert wird. Dabel erhöht sich außerdem wesentlic die Betriebssicherheit
und Stabilität der Anlage, weil Zentrifugen - Schelbenzerstäuber gegenuber Spritzpistolen
bedeutend weniger zum Verstopfen neigen und durch Bildung
in der Ebene der Scheiben keine räumliche Verschiebung im (prozeß> Arbeits und
demzufolge auch keine Ausrüstung der Kammer mit komplizierten Antriebsmechanismen
erforderlich machen Das Vorhandensein von mindestens zwei hintereinander angeordneten
und eine gegenüber der anderen um 1800 gedrehten Kammern Jede von denen mit drei
starr befestigten Zentrifugen - ScheLbenzerstäubern bestückt wird, von denen der
eine
mit dem zur Achse der Börderanlage senkrecht gerichteten Zerstäubungsstrahl
auf der einen Seite der Förderanlage aufgestellt ist und auf der anderen Seite die
beiden anderen Scheibenzerstäuber angeordnet sind, deren Zerstäubungsstrahlen unter
einem spitzen Winkel zur Achse des Förderers gegeneinander gerichtet sind, ohne
sich dabei innerhalb der rammer miteinander und auc nicht mit dem Zerstäubungsstrahl
des Zerstäubers zu kreuzen, der an der gegenüberliegenden Seite der Förderanlage
angeordnet ist, sichert ein gleichmäßiges und qualitativ hochwertiges Auftragen
des Uberzuges auf die gesamte Oberfläche des äeweiligen Erzeugnisses.
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Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ausfuhrungsbeispiels
unter Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Anlage zum
überziehen sanitätstechnischer Erzeugnisse mit Glasur in schematischer Darstellung
(Draufsicht); Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1; Fig. 3 die Anlage
zum Überziehen sanitätstechnischer Erzeugnisse mit Glasur in Seitenansicht (vergrößerter
Maßstab).
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Die auf den Zeichnungen abgebildete Anlage besteht aus zwei hintereinander
in einem Abstand voneinander (von etwa 1,5 m) angeordneten und gegeneinander um
1800 gedrehten Kammern 1 und 2 (Fig. 1) zum Glasieren. Die Kammern 1 und 2 sind
untereinander mittels eines Fahrgestellförderers 3 verbunden, der
für
das Hindurchschieben von Erzeugnissen durch die Kammer 1 und 2 im Prozeß des Glasierens
vorgesehen ist.
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Die beiden Kammern 1 und 2 werden auf dem Gesamtrahmen 4 (Fig. 3)
montiert. Jede Kammer ist mit drei Znetrifugen- Schelbenzerstäubern 5, 6 und 7 (Fig.
1) bestückt, von denen der eine der Zerstäuber 5 an einen Seite des Förderers 3
und die zwei anderen Zerstäuber 6 und 7 an der anderen Seite desselben angeordnet
sind.
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Die Zerstäuber 5 sind etwas (um eine Größe "a", Fig. 2) oberhalb
des oberen Randes der zu glasierenden Erzeugnisse 8 aufgestallt, und ihre Zerstäubungsstrahlen
sind senkrecht zur Achse des Förderers 3 gerichtet. Die Zerstäuber 6 und 7 sind
in einer Hohe "b" des Föderers 3 augestellt und ihre Zerstäubungsstrahlen sind unter
einem spitzen Winkel α zur Achse des Förderers 3, gegeneinander gerichtet,
ohne sich dabei innerhalb der Kammer 1 und 2 miteinander und mit dem Zerstäubungs
strahl des Zerstäubers 5 zu kreuzen.
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Die slch drehenden Schelben 9 (Fig. 1) der Zerstäuber 5, 6 und 7
sind mit Gehäusen 10 abgeschlossen, die in den Wandungen der Kammer 1 und 2 befestigt
sind0 einem Jeder Zerstäuber ist mit elektrischen Einzelantrieb 11 versehen.
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Jede Kammer 1 und 2 wird mit doppeltschräger Wölbung ausgeführt,
an
deren Innenflächen Ventilationsgitter 12 (Fig. 2) mit Jalousien vorhanden sind.
Diese Gitter dienen dazti , um das Fallen von Glasurtopfen von der Wölbung unmittelbar
auf das jewellige Erzeugnis zu verhindern und die Tropfen auf die Seite wandungen
der Kammer abzuführen.
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Langes der Seitenwandungen der Kammern sind Sammelrinnen 13 zum Ansameln
der abfließenden Glasursuspension aufgestellt, die durch elastische Schläuche 14
mit einem in der Nlahe der Anlage installierten Sammelbehälter (auf der Zeichnung
nicht gezeigt) für Glasursuspension verbunden sind.
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Zur Verhinderung , daß die Glasur im Prozeß des Betriebes der Anlage
auf das Fahrgestell des Föderers 3 fällt, werden im unteren Teil der Kammer 1 und
2 an ihrer gesamten Lange zu den Abflußrinnen 13 geneigte Schutzbleche 15 angeordnet.
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Die obenbeschriebene Anlage hat folgende Funktionsweise.
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Die zu glasierenden Erzeugnisse 8 (Fig. 1 bls 3) z.B keramische .
Wasch- und Spülbecken werden auf das Fahrgestell 16 des sich kontinuierlich fortbewegenden
Föderers 3 aufgestellt und durch die Glaslevkammer 1 hindurchgeschoben.
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In der Kammer 1 werden die Erzeugnisse von den Zerstäubungsstrahlen
der drei kontinuierlich arbeitenden Zentrifugen - Scheibanzerstäuber 5, 6 und 7
bearbeitet, und am Austritt aus der Kammer sind sie von allen Seiten mit Glasur
überzogen.
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Im Zwischenraum zwischen den Kammern 1 und 2 werden die
Erzeugnisse
geprüft und beim Feststellen von Mangeln im Überzug wird die Funktionsweise der
Zerstäuber durch Regulierung des Verbrauchs der ihnen zuzuf'uhrenden Suspenslon
entsprechend eingestellt.
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In der zwelten Kammer 2 zum Glasieren werden die Erzeugnisse erneut
von n den drei Zerstäubungsstrahlen der Zerstäuber bearbeite und mit er zweiten
Glasurschicht überzogen.
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Die zerstäubte Glasursuspension die auf die Erzeugnisse nicht gelangt
, fließt an den Seitenwandungen der Kammer 1 und 2 und an den Schutzblechen 15 in
die Abflußrinnen 13 ab, und weiter wlrd durch die Schläuche 14 in den Sammelbehälter
abgelassen aus dem sie nach einer Sieb- und magnetischen Aufboreitung zur sekundären
Verwendung zurückgeführt wird.