DE2425490B2 - Schaltstueck fuer elektrische hochleistungsschaltgeraete - Google Patents
Schaltstueck fuer elektrische hochleistungsschaltgeraeteInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Schaltstück für elektrische Schaltgeräte, insbesondere für Niederspannungs-Hochleistungsschalter,
mit auf einem Kontaktträger aufgelöteter Kontaktauflage.
Bei Schaltstücken der obengenannten Art treten beim Verlöten zwischen Kontaktträger und Kontaktauflage
im allgemeinen Fehlstellen auf, was insbesondere bei einer kontinuierlichen Zuführung des Lötmittels
zu verzeichnen ist. Das Einlegen von vorgefertigten Lotschichten, beispielsweise durch Walzen, zwischen
Kontaktträger und Kontaktauflage vor dem Lötvorgang, womit die Anzahl der Fehlstellen verringert werden
könnte, ist relativ aufwendig. Die Verlötung von Kontaktträger und Kontaktauflage mit kontinuierlich
zugeführtem Lötmittel ist nur bei kleinen Spalttiefen, beispielsweise 2 bis 3 Millimeter, mit zufriedenstellendem
Füllgrad (Berichte aus Forschung und Praxis Nr. 8/September 1962 der Firma Degussa) möglich.
Werden großflächige Lötstellen durch Ansetzen des Lotes von Hand oder durch von außen angelegte Lotformteile
gefüllt, so muß mit einem schlechten Füllgrad, d. h. Fehlstellen, gerechnet werden. Das Lot dringt zunächst
bei Beginn der Lötung gleichmäßig in das Werkstück ein. Mit fortschreitender Lötung hinkt jedoch die
Lötfront im Inneren der Lötstelle nach. Schließlich erreicht das Lot an den seitlichen Kanten die gegenüberliegenden
Ecken der aufzulötenden Kontaktauflage, fließt an den Kanten der Auflage entlang und schließt
den Lötspalt nach außen hin ab. Flußmittel, das sich noch im Inneren der Lötstelle befindet, kann nicht
mehr nach außen entweichen und bildet einen größeren Einschluß. Dies ist nachteilig bezüglich der Festigkeit
der Lötstelle und bei Schaltstücken, insbesondere in bezug auf die erhöhten Abbrandverluste durch Lichtbogenstabilisierung.
Es ist auch ein Verfahren zur Befestigung des Kontaktstückes elektrischer Schaltgeräte an seinem Träger
durch Löten bekannt (DT-AS 10 38 160), bei der der Kontaktstückträger an zwei Stellen mit einer durch
Drücken hergestellten Rippe versehen ist. die in eine Vertiefung des Kontakisiückes paßt, so daß beim Lötvorgang
das Kontaktstück an der vorbestimmten Stelle fixiert ist. Das Lot wird hier auf die Unterseite des
Kontaktstückes aufgewalzt und das Flußmittel vor dem Löten auf die zu lötenden Flächen aufgetragen, so daß
zwar eine gewisse Verringerung der Anzahl der Fehlstellen erreicht werden kann. Hierdurch wird jedoch
die Herstellung des Schaltstückes wesentlich verteuert.
Durch die Erfindung soll ein Schaltstück der obengenannten Art geschaffen werden, das insbesondere fur
Niederspannungs-Hochleistungsschalter Verwendung finden kann und bei dem die Fehlstellen bei der Lötung
auf ein geringes Maß beschränkt werden. Dies wird bei einem Schaltstück der obengenannten Art auf einfache
Weise dadurch erreicht, daß der Kontaktträger und/oder die Kontaktauflage mit ihrer Längserstrekkung
in Lichlbogenlaufrichtung verlaufende und in dieser
Richtung offene schlitzförmige Aussparungen haben, die im zusammengesetzten Zustand von Kontaktträger
und Kontaktauflage eine Sacklochbohrung bilden.
Hierdurch ergibt sich der Vo-teil, daß beim Lötvorgang
ein Entgasungskanal vorhanden ist, der das Entweichen von Gaseinschlüssen, die häufig zu Fehlstellen
führen, auf einer möglichst großen Fläche des Schaltstückes zuläßt. Durch die U-förmige Stromeinspeisung
für das Schaltstück als Folge der schlitzförmigen Aussparung wird auch darüber hinaus eine Verbesserung
des Lichtbogenlaufes erreicht, und zum anderen wird die Lichtbogenstabilisierung an den Fehlstellen, die sich
durch kreisförmige Stromzuführung zur Kontaktauflage um die Fehlstellen herum ergibt, vermieden. Insgesamt
ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Anordnung dadurch auch ein geringerer Abbrand sowohl bei maximaler
Schaltleistung als auch bei Dauerbetrieb.
Besondere Austrittsöffnungen für die Entgasung können vermieden werden, wenn die Aussparung in
einer Erhöhung des Kontaktträgers vorgesehen ist. auf der zusätzlich ein Lichtbogenleitblech aufgelötet ist.
Für die Erzielung der genannten Vorteile hat sich eine Ausführung des Schaltstückes als vorteilhaft erwiesen,
bei der die Breite der schlitzförmigen Aussparung etwa ein Drittel der Gesamtbreite des Schaltstückes ist. Da
im allgemeinen die Schaltstücke angeschraubt werden müssen, d. h.. eine Bohrung für Befestigungslöcher erforderlich
ist. kann auf das Ausfräsen der Aussparung als zusätzlicher Arbeitsgang verzichtet werden, wenn
die schlitzförmige Aussparung von zwei oder mehreren Sacklochbohrungen gebildet ist. Die Sacklochbohrungen
können hier in einem Arbeitsgang mit den Befestigungsbohrungen für das Schaltstück eingebracht werden.
An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Darstellung des Schaltstückes in Explosionsdarstellung
und
F i g. 2 eine Draufsicht auf einen Kontaktträger, bei dem die schlitzförmige Aussparung durch Bohren hergestellt
wurde.
Der Kontaktträger 1 ist zur Befestigung im Schaltgerät mit Befestigungsbohrungen 2 versehen, von wo aus
die Stromzuführung für das Schaltstück erfolgt. Auf einen verjüngten Teil 3 des Kontaktträgers wird eine
Kontaktauflage 4 und ein Lichtbogenleitblech 5, vorzugsweise aus Eisen, aufgelötet. Die Kontaktauflage 4
und das Lichlbogenleitblech 5 decken im aufgesetzten
Zustand eine schlitzförmige Aussparung 6 ab, so daß sich ein Kanal in Richtung des mit 7 bezeichneten Pfeils
ergibt. Diese Richtung entspricht der Lichtbogenlaufrichtung, so daß der entstehende Lichtbogen auf das
Horn 8 des Lichtbogenleitblecbes auflaufen kann. Die Kontaktauflage 4 ist mit dem Kontaktbrückenträger 1
verlötet. Die Stromzuführung erfolgt über die Ränder 9, die die schlitzförmige Aussparung 6 beg-enzen, so
daß die Stromzuführung U-förmig erfolgt und hierdurch eine Zentrierung des Lichtbogens zur Mitte des
Schaltslückes hin bewirkt wird und eine Beschleunigung des Lichtbogenlaufes in Richtung auf das Horn 8
hin zur Folge ha».
Die F i g. 2 zeigt eine Möglichkeit, wie die schlitzförmige Aussparung 6 im Kontaktträger 1 hergestellt werden
kann. Hier ist eine Bohrung 10 als Sacklochbohrung, die den Rand der Aussparung 6 darstellt, eingebracht,
und die Verbindung der Bohrung 10 mit der Stirnkante 11 der Erhöhung 12 wird durch ein Senkloch
13 erzielt. Auch dieser Arbeitsvorgang ergibt sich im allgemeinen ohne zusätzlichen Arbeitsgang, da die Befestigungslöcher
2 ebenfalls angesenkt werden. Das Aufbringen der Kontaktauflage und des Lichtbogenleitbleches
5 ist beim so hergestellten Kontaktträger in gleicher Weise wie beschrieben vorzunehmen. Die Tiefe
der schlitzförmigen Aussparung 6 im Kontaktträger 1 ist so groß zu wählen, daß der Entgasungskanal beim
Lötvorgang vom Hartlot nicht zugesetzt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schaltstück für elektrische Schaltgeräte, insbesondere für Niederspannungs-Hochleistungsschalter,
mit auf einem Kontaktträger aufgelöteter Kontaktauflage, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kontaktträger (1) und/oder die Kontaktauflage (4) mit ihrer Längserstreckung in Lichtbogenlaufrichtung
verlaufende und in dieser Richtung offene schlitzförmige Aussparungen (6) haben, die im zusammengesetzten
Zustand von Kontaktträger (1) und Kontaktauflage (4) eine Sacklochbohrung bilden.
2. Schaltstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (6) in einer Erhöhung
(3) des Kontaktträgers (1) vorgesehen ist, auf der zusätzlich ein Lichtbogenleitblech (5) aufgelötet ist.
3. Schaltstück nach Anspruch ί oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Breite der schlitzförmigen Aussparung (6) etwa ein Drittel der gesamten Breite
des Schaltstückes ist.
4. Schaltstück nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schlitzförmige Aussparung
(6) von zwei oder mehreren Sacklochbohrungen (10) gebildet ist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE2425490A DE2425490C3 (de) | 1974-05-27 | 1974-05-27 | Schaltstück für elektrische Hochleistungsschaltgeräte |
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