DE2425233C3 - Verfahren zur Gewinnung von Gallium - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Gallium

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DE2425233C3
DE2425233C3 DE19742425233 DE2425233A DE2425233C3 DE 2425233 C3 DE2425233 C3 DE 2425233C3 DE 19742425233 DE19742425233 DE 19742425233 DE 2425233 A DE2425233 A DE 2425233A DE 2425233 C3 DE2425233 C3 DE 2425233C3
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gallium
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mercury
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Günther Prof. Dr.-Chem 5330 Königswinter; Loßmann Günter Dr.-Ing 5300 Bonn Winkhaus
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Vereinigte Aluminium Werke AG
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Vereinigte Aluminium Werke AG
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Extraktion von Gallium aus Galliumamalgam, das durch Umsetzung von Natriumaluminatlaugen des Bayer-Aluminiumoxidprozesses mit Natriumamalgam gewonnen wird, wobei das im Quecksilber angereicherte Gallium mit alkalischen Medien extrahiert wird.
Es bestand nun die Aufgabe, diese aus DBP 12 60 797 und DBP 11 15 031 skizzierte bekannte Arbeitsweise zu verbessern und ein Verfahren zu schaffen, das bei einer kontinuierlichen Durchführung und bei gleichzeitig rationellerem Quecksilber-Einsatz bessere Ausbeuten liefert
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der elektrolytische Rückextraktionsprozeß durch Anlegen einer -elektrischen Spannung unterstützt wird, wobei die Hg-haltige Phase als Anode geschaltet wird, während eine oberhalb der Quecksilberoberfläche angebrachte Metallelektrode, als Kathode dient. Diese Kathode kann in einer bevorzugten Ausführungsform aus Nickel
■ο bestehen.
Die Extraktion des Galliums aus dem Quecksilber wird nun laut beiliegender Figur auf folgende Weise vorgenommen: Zunächst wird der Stromfluß zwischen den Elektroden 1 und 3 so lange aufrechterhalten, bis
is aus dem das Natrium und Gallium enthaltenden Quecksilber das elektronegativere Natrium in Lösung gegangen ist. Nach Auswechseln der über der Hg-haltigen Phase stehenden Lauge kann dann der elektrolytische Extrakticnsprozeß fortgesetzt werden, wobei das Gallium in Lösung geht und sich an der Kathode 3 niederschlägt. Um die Extraktion des Galliums aus dem Quecksilber und dessen Abscheidung an der Kathode stets im gleichem Maße vornehmen zu können, können Hilfselektroden dazugeschaltet werden.
Anstelle der Zuschaltung dieser Hilfselektroden kann
ein Teil der elektrolytischen Abscheidung von Gallium aus der Lauge auch in einem zweiten Behälter vorgenommen werden.
Der Extraktionsvorgang des Galliums aus Quecksil-
ber kann auch in einem einzigen Verfahrensschritt durchgeführt werden, nur wirkt sich dann als nachteilig aus, daß sich die über dem Quecksilber stehende Lauge zu stark mit Alkali anreichert, so daß periodisch zumindest ein Teil des Elektrolyten gegen reines
Wasser ausgetauscht werden muß.
In der Zeichnung bedeuten im einzelnen 1 die anodisch geschaltete Hg-haltige Phase, 2 die wäßrige alkalihaltige Phase, 1 die Kathode, die entweder, wie in der Figur in der Mitte, aber auch an anderer Stelle und in anderer Form in die Flüssigkeitsphase 2 ragt.
Die Hilfselektrode 5 (+ ) ermöglicht ein gekoppelt gleichförmig anodisches Inlösunggehen wie auch kathodisches Abschneiden des Galliums. Mit dem Rührwerk 4 wird das Hg gerührt, um eine ständig neue mit Gallium beladene Oberfläche für die elektrolytische Auflösung an der Grenzfläche Lauge — Quecksilber anzubieten.
Das an der Elektrode 3 sich abscheidende flüssige Gallium wird in dem Sammelbehälter 6 aufgefangen und gegen die quecksilberhaltige Phase abgegrenzt. Durch den Auslaß 7 wird das flüssige Gallium periodisch abgelassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Extraktion von Gallium aus Galliumamalgam, das durch Umsetzung von Natriumaluminatlaugen des Bayer-Aluminiumoxydprozesses mit Natriumamalgam gewonnen wird und das im Quecksilber angereicherte Gallium in bekannter Weise mit alkalischen Medien extrahiert und sodann elektrolytisch als Metall abgeschieden wird, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrolytische Rückextraktionsprozeß durch Anlegen einer elektrischen Spannung unterstützt wird, wobei die Hg-haltige Phase als Anode geschaltet wird, während eine oberhalb der Quecksilberoberfläche angebrachte Metallelektrode als Kathode dient.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion des Natriums in einer ersten Stufe und die des Galliums in einer zweiten Stufe vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion des Natriums in einer alkalihaltigen, aber galliumfreien Lösung vorgenommen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1—3, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion des Galliums in eine mit Gallium angereicherte Lösung erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 -4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidung des Galliums durch Hilfselektrode (5) unterstützt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb der Hg-haltigen Phase stehende Gallatlösung einer kontinuierlichen Filtration unterworfen wird.
7. Verfahresn nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kathode dienende Metallelektrode aus Nickel besteht.
DE19742425233 1974-05-24 Verfahren zur Gewinnung von Gallium Expired DE2425233C3 (de)

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DE2425233A1 DE2425233A1 (de) 1975-12-11
DE2425233B2 DE2425233B2 (de) 1977-07-07
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