DE2425233C3 - Verfahren zur Gewinnung von Gallium - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von GalliumInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Extraktion von Gallium aus Galliumamalgam, das durch Umsetzung
von Natriumaluminatlaugen des Bayer-Aluminiumoxidprozesses mit Natriumamalgam gewonnen wird, wobei das im Quecksilber angereicherte
Gallium mit alkalischen Medien extrahiert wird.
Es bestand nun die Aufgabe, diese aus DBP 12 60 797
und DBP 11 15 031 skizzierte bekannte Arbeitsweise zu
verbessern und ein Verfahren zu schaffen, das bei einer kontinuierlichen Durchführung und bei gleichzeitig
rationellerem Quecksilber-Einsatz bessere Ausbeuten liefert
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der elektrolytische Rückextraktionsprozeß durch Anlegen
einer -elektrischen Spannung unterstützt wird, wobei die Hg-haltige Phase als Anode geschaltet wird, während
eine oberhalb der Quecksilberoberfläche angebrachte Metallelektrode, als Kathode dient. Diese Kathode kann
in einer bevorzugten Ausführungsform aus Nickel
■ο bestehen.
Die Extraktion des Galliums aus dem Quecksilber wird nun laut beiliegender Figur auf folgende Weise
vorgenommen: Zunächst wird der Stromfluß zwischen den Elektroden 1 und 3 so lange aufrechterhalten, bis
is aus dem das Natrium und Gallium enthaltenden Quecksilber das elektronegativere Natrium in Lösung
gegangen ist. Nach Auswechseln der über der Hg-haltigen Phase stehenden Lauge kann dann der
elektrolytische Extrakticnsprozeß fortgesetzt werden, wobei das Gallium in Lösung geht und sich an der
Kathode 3 niederschlägt. Um die Extraktion des Galliums aus dem Quecksilber und dessen Abscheidung
an der Kathode stets im gleichem Maße vornehmen zu können, können Hilfselektroden dazugeschaltet werden.
ein Teil der elektrolytischen Abscheidung von Gallium aus der Lauge auch in einem zweiten Behälter
vorgenommen werden.
ber kann auch in einem einzigen Verfahrensschritt durchgeführt werden, nur wirkt sich dann als nachteilig
aus, daß sich die über dem Quecksilber stehende Lauge zu stark mit Alkali anreichert, so daß periodisch
zumindest ein Teil des Elektrolyten gegen reines
In der Zeichnung bedeuten im einzelnen 1 die anodisch
geschaltete Hg-haltige Phase, 2 die wäßrige alkalihaltige Phase, 1 die Kathode, die entweder, wie in der
Figur in der Mitte, aber auch an anderer Stelle und in anderer Form in die Flüssigkeitsphase 2 ragt.
Die Hilfselektrode 5 (+ ) ermöglicht ein gekoppelt gleichförmig anodisches Inlösunggehen wie auch
kathodisches Abschneiden des Galliums. Mit dem Rührwerk 4 wird das Hg gerührt, um eine ständig neue
mit Gallium beladene Oberfläche für die elektrolytische Auflösung an der Grenzfläche Lauge — Quecksilber
anzubieten.
Das an der Elektrode 3 sich abscheidende flüssige Gallium wird in dem Sammelbehälter 6 aufgefangen und
gegen die quecksilberhaltige Phase abgegrenzt. Durch den Auslaß 7 wird das flüssige Gallium periodisch
abgelassen.
Claims (7)
1. Verfahren zur Extraktion von Gallium aus Galliumamalgam, das durch Umsetzung von
Natriumaluminatlaugen des Bayer-Aluminiumoxydprozesses mit Natriumamalgam gewonnen wird und
das im Quecksilber angereicherte Gallium in bekannter Weise mit alkalischen Medien extrahiert
und sodann elektrolytisch als Metall abgeschieden wird, dadurch gekennzeichnet, daß der
elektrolytische Rückextraktionsprozeß durch Anlegen einer elektrischen Spannung unterstützt wird,
wobei die Hg-haltige Phase als Anode geschaltet wird, während eine oberhalb der Quecksilberoberfläche
angebrachte Metallelektrode als Kathode dient.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion des Natriums in einer
ersten Stufe und die des Galliums in einer zweiten Stufe vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion des Natriums in
einer alkalihaltigen, aber galliumfreien Lösung vorgenommen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1—3, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion des Galliums in
eine mit Gallium angereicherte Lösung erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 -4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidung des Galliums
durch Hilfselektrode (5) unterstützt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb der Hg-haltigen
Phase stehende Gallatlösung einer kontinuierlichen Filtration unterworfen wird.
7. Verfahresn nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kathode dienende
Metallelektrode aus Nickel besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742425233 DE2425233C3 (de) | 1974-05-24 | Verfahren zur Gewinnung von Gallium |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742425233 DE2425233C3 (de) | 1974-05-24 | Verfahren zur Gewinnung von Gallium |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2425233A1 DE2425233A1 (de) | 1975-12-11 |
| DE2425233B2 DE2425233B2 (de) | 1977-07-07 |
| DE2425233C3 true DE2425233C3 (de) | 1978-02-16 |
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