DE2425158C3 - Baustoffmischer - Google Patents
BaustoffmischerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Baustoffmischer mit einem Mischbehälter mit Öffnungen zum Eingeben
der Zuschlagstoffe und zum Ausladen des Gemisches, in welchem eine Antriebswelle mit mindestens einem an
ihr angebrachten Mischwerkzeug und mindestens einem Element zum Übertragen von Rüttt ,bewegungen auf
das Gemisch montiert sind, das mit einem Rüttler verbunden ist, der außerhalb des Mischbehälters
angeordnet und mit ihm durch eine elastische Zwischenwand verbunden ist.
Es ist ein derartiger Mischer aus der SU-PS 2 89 932 bekannt.
Beim Mischer bekannter Konstruktion besteht das Element zum Übertragen von Rüttelbewegungen auf
das Gemisch aus einem Zylinder, der mit dem Rüttler itarr verbunden ist Der Zylinder ist derartig in den
Mischbehälter eingesetzt, daß zwischen ihm und der Behälterinnenwand ein Ringraum entsteht. Die Antriebswelle
mit den Mischwerkzeugen befindet sich innerhalb dieses Zylinders. Die Rüttelbewegung wird, da
eine elastische Zwischenwand, welche den Rüttler mit dem Mischbehälter verbindet, vorhanden ist direkt auf
das im Mischbehälter befindliche Gemisch übertragen. Der Mischbehälter selber erhält keine Rüttelbewegung.
Einer der Nachteile eines derartig gebauten Mischers besteht darin, daß der Zylinder bei der Rüttelbewegung
die Zähigkeit des Gemisches vermindert und das Entstehen von turbulenten Strömungen in dessen
ganzem Volumen hervorruft. Durch diese Strömungen werden die Bestandteile bei einem Wassergehalt des
Gemisches von 40% und mehr qualitätsgerecht durchgemischt. Bei einem niedrigeren Wassergehalt
wächst die Gemischzähigkeit und daher sind im ganzen Gemischvolumen Laminarströmüngiin vorherrschend,
in denen das Gemisch nicht durchgemischt wird. Daher wird längeres Durchmischen erforderlich, doch dies ist
nicht immer möglich, und zwar besonders in den Fällen, wenn das Betongemisch Kalk enllhält. Infolge des
Kontakts mit Wasser während des Diüfchmischens wird
der Kalk »gelöscht«, wodurch Gemischtemperatur und -Zähigkeit bis zu Werten wachsen, welche über den am
Ende des Durchmischens zulässigen Werten liegen. Außerdem ist der bekannte Mischer verhältnismäßig
wenig zuverlässig, da die Betriebszeit des Zylinders bei Rüttelbelastung sehr gering ist
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mischer zu schaffen, bei dem das
Element zum Übertragen der Rüttelbewegungjn auf
ίο das Gemisch so gebaut ist, daß turbulente Strömungen
im ganzen Gemischvolumen bei praktisch beliebiger Gemischzähigkeit und bei erhöhtem Arbeitsvermögen
des Mischerelementes erzeugt werden können.
Dies wird erfindungsge.Tiäß dadurch erreicht daß das
Flement zum Übertragen der Rüttelbewegungen auf
das Gemisch aus einem Kolben besteht, der einen wirksamen Durchmesser besitzt, welcher nicht größer
als die Länge der Welle ist, die sich im Gemisch bei der
Rüttelbewegung bildet und der an seiner Stirnseite ein schaufelartiges Prallblech trägt während weitere
Prallbleche am Zylinder des Mischbehälters angeordnet sind.
Dank einer solchen Konstruktion pflanzen sich vom Kolben ausgehend Wellen sphärischer Form fort,
welche das ganze Gemisch durchdringen.
Auf diese Weise gewährleistet ein Mischer erfindungsgemäßer Konstruktion ein qualitätsgerechtes
Durchmischen auch sehr zäher Gemische für Zellenbeton.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist der Kolben so im GefäU angeordnet, daß seine Längsachse
senkrecht zur Antriebswelle steht
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung unter Hinweis auf die
J5 Zeichnung beschrieben; es zeigt
F i g. 1 die Gesamtansicht des Mischers,
Fig.2 einen durch die Senkrechtachse desselben Mischers gehenden Schnitt,
Fig.2 einen durch die Senkrechtachse desselben Mischers gehenden Schnitt,
F i g. 3 den Kolben zum Übertragen der Rüttelbewegungen
vom Rüttler auf das Gemisch.
Der Mischer ist zum Zubereiten eines Gemisches für Zellenbeton bestimmt, dessen Zähigkeit vom Wassergehalt
abhängt Der erfindungsgemäße Mischer kann Gemische mit einem minimalen Wassergehalt von
ungefähr 25%, d. h. Gemische mit verhältnismäßig hoher Zähigkeit, zubereiten.
Der Mischer besitzt einen Mischbehälter 1, Fig. 1. der auf einem festen Unterbau sitzt Der Mischbehälter
1 besteht aus einem senkrecht stehenden Zylinder 2 mit
so einem Deckel 3, in dem Öffnungen 4, Fig.2, zum
Eingeben der Zuschlagsstoffe vorgesehen sind, und mit einem Boden 5. Der Deckel 3 ist mit dem Zylinder 2
durch einen kegelförmigen Abschlußteil 6 verbunden. Der Boden 5 besitzt die Form eines Kegels, welcher mit
seiner Spitze in den Mischbehälter 1 ragt und mit dem Zylinder 2 durch einen kegelförmigen Übergangsteil 7
verbunden ist. Im Boden 5 sind zwei Öffnungen 8 zum Ausladen des fertigen Gemisches, welche nicht abgebildete
Verschlüsse besitzen, vorgesehen.
Längs der Achse des Mischbehälters 1 ist senkrecht eine Antriebswelle 9 mit Mischwerkzeugen iö montiert,
die übereinander längs der Antriebswelle 9 angeordnet sind. Die Antriebswelle 9 besitzt einen Keilriemenantrieb
11, der einen Elektromotor 12 enthält, auf dessen Welle eine Scheibe 13 des Keilriemenantriebs 11
befestigt ist Die Bewegung wird auf die Antriebswelle 9 über eine auf dem Wellenende aufgesetzte Riemenscheibe
14 übertragen, wobei das Wellenende durch
eine Öffnung im Boden 5 herausgeführt ist, Zum Verdünnen des Gemisches und sorgfältigerem Durchmischen
seiner Bestandteile befindet sich am Mischbehälter 1 eine Reihe von Rüttlern 15, deren Anzahl
hauptsächlich durch das Fassungsvermögen des Mischbehälters 1 bestimmt wird. Die Rüttler 15 dienen zum
Erzeugen von längsgerichteten mechanischen Wellen.
Im Mischerbehäker 1 sind vier Rüttler 15 mit Richtwirkung j.iontiert Jeder Rüttler 15 besitzt ein
Element zum Übertragen der Rüttelbewegungen auf ι ο das Gemisch. Dieses Element besteht aus einem Kolben
16, dessen wirksamer Durchmesser nicht größer als die Länge der Welle ist, die sich im Gemisch bei
Rüttelbewegung bildet Die Frequenz der Rüttelbewegung wird in Abhängigkeit von den mechanischen
Eigenschaften des Gemisches gewählt und befindet sich in der Regel im Bereich von 10 bis 200 Hz.
Die Amplitude der Rüttelbewegung hängt auch von den mechanischen Eigenschaften ab und liegt im
Bereich von 0,05 bis 2,0 mm. Im vorliegenden Fall wird
ein Unwucht-Eiektrorütder verwendet der Schwingungen mit einer Frequenz von 47 Hz und einer Amplitude
von 0,1 bis 1 mm erzeugt
Der Kolben 16 besteht aus einer quadratischen Platte, die entsprechend dem Radius des Zylinders 2 des
Mischbehälters 1 gebogen ist In diesem Fall wird unter dem wirksamen Durchmesser des Kolbens 16 das
Verhältnis der projizierten Umfangsfläche der quadratischen Platte auf eine Ebene, die senkrecht zur
Längsachse des Kolbens IS steht zur Zahl π verstanden.
Zum Anbringen der Rüttler 15, F i g. 3, am Mischbehälter 1 des Mischers sind im Zylinder 2 öffnungen
vorgesehen, in denen jeweils ein Rüttler 15 so montiert ist daß der Kolben 16 die Öffnung im Zylinder 2 des
Mischbehälters 1 überdeckt Hierbei ist der Kolben 16 mit dem Zylinder 2 durch eine elastische Zwischenwand
17 verbunden, weiche das Übertragen der Rüttelbewegungen vom Rüttler 15 mit dem Kolben 16 auf den
Mischbehälter 1 verhindert Gleichzeitig dient diese Zwischenwand 17 zum Abdichten des Mischbehälters 1.
An der Stirnseite jedes der Kolben 16, die dem Behälterinnenraum zugewandt ist F i g. 2, sind schaufeiförmige Prallbleche 18 befestigt die zum Dämpfen der
Geschwindigkeit der Gemischströmungen an den Wänden des Mischbehälters 1 dienen wodurch die Tiefe
des Trichters vermindert wird, der sich im Gemisch um die Antriebswelle 9 herum beim Rotieren derselben
bildet Weitere 'Prallbleche 18 sind an der Oberfläche des Zylinders 2 in versetzter Ordnung in einem Abstand
von 1 bis 2 m in senkrechter und waagerechter Richtung befestigt.
Der Mischer arbeitet folgendermaßen.
Es wird der Elektromotor 12 eingeschaltet der die Antriebswelle 9 mit den Mischwerkzeugen 10 in
Bewegung setzt. Dann werden über die öffnungen 4 im Deckel 3 des Mischbehälters 1 die flüssigen Gemischbestandteile
und hiernach die trockenen Zuschlagstoffe eingegeben. Gleichzeitig mit dem Beginn des Eingehens
der Zuschlagstoffe wird der Rüttler 15 eingeschaltet Beim Umlaufen der Antriebswelle 9 leiten die Schaufeln
der Mischwerkzeuge 10 die Gemischbestandteile, welche sich in der Nähe der Antriebswelle 9 befinden,
nach unten und auf die Wände des Zylinders 2 zu. Hierbei erhält infolge des Umlaufens der Antriebswelle
9 die Strömung eine Drallbewegung und es entsteht ein Trichter im Gemisch um die Antriebswelle 9 herum. Am
Boden 5 des Mischbehälters 1 ändert die Strömung ihre Richtung und steigt längs den Wänden des Mischbehälters
1 nach oben. Der Strom stößt b. seiner Aufwärts- und seiner Draiibewegung auf schaufciföTnige Prallbleche
18, die an der Innenfläche des Zylinders 2 und an den Stirnflächen der Kolben 16 angebracht sind. Hierbei
wird die Strömungsgeschwindigkeit teilweise gedämpft und die Strömung erhält turbulente Form, wodurch das
Durchmischen der Bestandteile verbessert und die Aufsteigungshöhe des Gemisches an den Wänden des
Mischbehälters 1 beim Entstehen eines Trichters vermindert wird. Die Umlaufgeschwindigkeit der
Antriebswelle 9 wird so gewählt, daß sie zum intensiven Durchmischen der Gemischbestandteile während einer
vorgegebenen Zeit und zum Erzeugen eines Trichters ausreichend ist sowie im Bereich von 100 bis 900 U/min
liegt. Die gewählte Drehzahl hängt von den physikalisch-mechanischen Eigenschaften des Gemisches ab.
Der Rüttler 15 ist mit dem Mischbehälter 1 durch eine elastische Zwischenwand 17 verbunden, was zur Folge
hat, daß die Rüttelbewegung direkt auf das Gemisch übertragen wird. Im Gemisch wird die Rüttelbewegung
in Form von elastischen längsgerichteten Wellen foi .gepflanzt. Da der wirksame Durchmesser der
Kolben 16 nicht größer als die Länge dieser Wellen ist. so pflanzen sich von den Kolben 16 ausgehend Wellen
sphärischer Form fort, welche eine Rüttelbewegung auf das ganze Gemisch übertragen. Unter Einwirkung der
Rüttelbewegung wird die Gemischzähigkeit um ein Mehrfaches geringer, wodurch die Qualität des Durchmischens
der Bestandteile verbessert wird und die Durchmischungsdauer vermindert werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Baustoffmischer mit einem Mischbehälter mit Öffnungen zum Eingeben der Zuschlagstoffe und
zum Ausladen des Gemisches, in welchem eine Antriebswelle mit mindestens einem an ihr angebrachten
Mischwerkzeug und mindestens einem Element zum Übertragen von Rüttelbewegungen auf das Gemisch montiert sind, das mit einem Rüttler
verbunden ist, der außerhalb des Mischbehälters angeordnet und mit ihm durch eine elastische
Zwischenwand verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Element zum Übertragen
der Rüttelbewegungen auf das Gemisch aus einem Kolben (16) besteht, der einen wirksamen
Durchmesser besitzt, welcher nicht größer als die Länge der Welle ist, die sich im Gemisch bei der
Rüttelbewegung bildet, und der an seiner Stirnseite ein schaufelartiges Prallblech (18) trägt, während
weitere Praübleche (18) am Zylinder (2) des
Mischbehältets-(l) angeordnet sind.
2. Baustoffmischer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (16) so im
Mischbehälter (1) angeordnet ist. daß seine Längsachse senkrecht zur Antriebswelle (9) steht
Priority Applications (1)
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| DE2425158A DE2425158C3 (de) | 1974-05-24 | 1974-05-24 | Baustoffmischer |
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|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (7)
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| DE3201162C1 (de) * | 1982-01-15 | 1983-05-19 | Hudelmaier, geb. Otto, Ingrid, 7900 Ulm | Betonmischer mit Vibrator |
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| ES2079509T3 (es) * | 1990-04-26 | 1996-01-16 | Esref Halilovic | Procedimiento para la mezcla de hormigon y aparato mezclador. |
| FR2758477B1 (fr) * | 1997-01-21 | 1999-03-26 | Abb Flexible Automation Gmbh | Installation d'agitation pour un conteneur |
| CN108905812A (zh) * | 2018-07-12 | 2018-11-30 | 合肥七小俊生物科技有限公司 | 一种用于生物制药的搅拌装置 |
-
1974
- 1974-05-24 DE DE2425158A patent/DE2425158C3/de not_active Expired
Also Published As
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|---|---|
| DE2425158B2 (de) | 1977-12-22 |
| DE2425158A1 (de) | 1975-12-04 |
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