DE2403545A1 - Verfahren zur herstellung von furnacerussen mit abgesenkter dbp-zahl - Google Patents

Verfahren zur herstellung von furnacerussen mit abgesenkter dbp-zahl

Info

Publication number
DE2403545A1
DE2403545A1 DE2403545A DE2403545A DE2403545A1 DE 2403545 A1 DE2403545 A1 DE 2403545A1 DE 2403545 A DE2403545 A DE 2403545A DE 2403545 A DE2403545 A DE 2403545A DE 2403545 A1 DE2403545 A1 DE 2403545A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
additive
soot
fuel gas
raw material
atomization
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2403545A
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred Dipl Chem Dr Voll
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DE2403545A priority Critical patent/DE2403545A1/de
Publication of DE2403545A1 publication Critical patent/DE2403545A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/44Carbon
    • C09C1/48Carbon black
    • C09C1/50Furnace black ; Preparation thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von FurnaceruSen mit abgesenkter DBP-Zahl Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Furnaceruß mit abgesenkt er DBP-Zahl unter Zugabe von struktursenkenden Additiven.
  • Bei dem an sich bekannten und in vielen Varianten durchgeführten Purnacerußverfahren werden Verstärker- und Farbruße aus meist flüssigen Kohlenwasserstoffen in einem feuerfest ausgemauerten Strömungsreaktor hergestellt. Außer dem Einsatzkohlenwasserstoff wird im allgemeinen aus wirtschaftlichen Erwägungen noch ein gasförmiger Brennstoff (Erdgas, Stadtgas) in den Reaktor gegeben.
  • Dieses Brenngas bildet zusammen mit Verbrennungsluft eine heiße Flamme aus, in die der Einsatzkohlenwasserstoff (Rußrohstoff) meist in feinverteilter Form eingesprüht wird. Zur feinen Verteilung des Rußrohstoffes bedient man sich häufig der 2-Stoffserstäubung, wobei im allgemeinen Preßluft als Zerstäubermedium verwendet wird. Der feinverteilte Rußrohstoff wird in die heißen Abgase der Brenngasflamme im allgemeinen etwas weiter stromab eingemischt, wobei er durch Pyrolyse und teilweise Verbrennung in Ruß und Abgas umgesetzt wird. Bevor das Ruß-Abgas-Gemisch den Reaktor verläßt und der Abscheideanlage zugeführt wird, wird es durch Einsprühen von Wasser auf eine Temperatur unter 9000C abgekühlt.
  • Bei diesem Verfahren lassen sich verschiedene Rußqualitäten dadurch herstellen, daß man das Verhältnis der Mengendurchsätze von Rußrohstoff, Zerstäuberluft, Verbrennungsluft und Brenngas, sowie die Verweilzeit im Reaktor variiert. Die entstehenden Ruße bestehen normalerweise nicht aus isolierten Primärteilchen, vielmehr sind diese Primärteilchen mehr oder weniger stark miteinander verwachsen und bilden größere Aggregate. Ein Baß für den Grad der Verwachsung von Primärteilchen untereinander, der als Struktur des Rußes bezeichnet wird, ist die Dibutylphthalatabsorption (DBP-Zahl).
  • Besonders im Hinblick auf die Verwendung von Rußen als schwarzes Pigment ist man an einer möglichst niedrigen DBP-Zahl des Rußes interessiert.
  • In gewissen Grenzen läßt sich die Struktur eines Rußes, d.h. der Grad der Verwachsungen von Primärteilchen untereinander,ausgedrückt durch die DBP-Zahl, durch das Gas/Ol-Verhältnis variieren. Soll die DBP-Zahl auf sehr niedrige Werte abgesenkt werden, ist die Zugabe eines struktursenkenden Additives notwendig. Meist wird hierfür KCl verwendet, das als Lösung in den Rußrohstoff eingespeist wird und mit diesem gemeinsam in den Reaktor eingesprüht wird.
  • Dieses Verfahren der Additivzugabe hat jedoch den Nachteil, daß es bei sehr feinteiligen Rußen zunehmend schwieriger wird, sehr niedrige DBP-Zahlen zu erreichen. Außerdem wird durch die Anwendung größerer Mengen an Additiv-Lösung die Rußölzerstäubung ungünstig beeinflußt, und zwar in dem Sinne, daß die Teilchengröße des Rußes ansteigt, sobald die Additivlösung dem Rußrohstoff zugegeben wird.
  • Um nun wieder die ursprüngliche Teilchengröße des ohne Additiv hergestellten Rußes zu erhalten, muß das Luft/6l-Verhältnis vergrö(3ert werden. Damit sinkt aber zwangsläufig die Ausbeute. Das bedeutet, daß sehr feinteilige Furnaceruße stark abgesenkter DBP-Zahl in schlechterer Ausbeute erhalten werden als solche mit hoher DBP-Zahl.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei sonst unveränderten Einstellbedingungen am Burnacerußreaktor unter Zugabe von struktursenkenden Additiven die DBP-Zahl stark herabsetzen kann, indem man das Additiv als unabhängig von der Rußrohstoffzerstäubung bereitetes Aerosol in die Brenngasflamme bzw. deren Abgase einspeist.
  • Als struktursenkendes Additiv können Alkaliverbindungen verwendet werden. Die Wirksamkeit steigt bekanntlich mit steigendem Atomgewicht des Alkaliions. Aus wirtschaftlichen Gründen empfiehlt sich der Einsatz von Kaliumverbindungen, insbesondere von Kaliumchlorid, welches einen guten Eompromiß zwischen Wirksamkeit und Preis darstellt. Im erfindungsgemäßen Verfahren können jedoch alle in Wasser oder organischen Lösungsmitteln löslichen Alkaliverbindungen verwendet werden.
  • Um eine möglich.s- hohe Feinteiligkeit des Additiv-Aerosols und damit schnellere Verdampfungsgeschwindigkeit und gleichmäßigere Adlitivverteilung zu erzielen, kann es vorteilhaft sein, als Additiv Eal Walze zu verwenden, deren Anionen sich unter den Bedingungen der Rußbildung zersetzen, also zum Beispiel Carbonate, Nitrate. Weiterhin sind als Additiv auch Kaliumverbindungen organischer Säuren, wie Kaliumacetat, verwendbar.
  • Besonders günstige Ergebnisse werden erhalten, wenn man eine Lösung des struktursenkenden Additivs mittels einer Zerstäubungsvorrichtung in den Reaktor einbringt. Es kann dabei sowohl eine wäßrige Lösung als auch eine ein brennbares Lösungsmittel enthaltende Lösung eingebracht werden. Für die Herstellung von Lösungen in brennbaren organischen Lösungsmitteln kommen aufgrund der Löslichkeitsverhältniss e neben Alkalihalogeniden vorwiegend Alkalihydroxiw de und die Salze organischer Säuren in Betracht.
  • Die Herstellung des Aerosols erfolgt in an sich bekannter Weise durch Zerstäubung mittels einer Einstoffzerstäuberdüse oder durch eine Zweistoffzerstäubung unter Einsatz eines gasförmigen Zerstäubermediums. Als Zerstäubermedium kann Luft, ein brennbares Gas oder auch ein Inertgas verwendet werden.
  • Das Additiv kann nach günstigen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens in die vorzugsweise vorgewärmte Verbrennungsluft oder in das Brenngas eingesprüht werden. Im ersten Fall kann das Einsprühen in den vorderen Reaktorteil nahe dem Verbrennungslufteintritt erfolgen; im zweiten Fall kann das noch nicht entflammte Brenngas oder auch die Brenngasflamme beladen werden.
  • Wird eine Additivlösung in vorgewärmte Verbrennungsluft oder in die Brenngasflamme eingesprüht, so kann bei Einstoffzerstäubung Wasser als Lösungsmittel verwendet werden. Wenn aber die Lösung in einen relativ kalten Luftstrom eingesprüht werden soll, kann es zweckmäßig sein, ein brennbares organisches Lösungsmittel zu verwenden, da dieses einerseits weniger Verdampfungsenergie verbraucht und andererseits durch seine Verbrennung als Energiespender die Trocknung des Sprüngutes fördert. Diese Trocknung ist wichtig, um das versprühte Additiv nicht an den Wänden des Reaktors niederschlagen und festsetzen zu lassen, sondern es letztlich in sprühgetrockneter und teilverdampfter Form in die Rupbildungszone gelangen zu lassen. Es ist demnach im Hinblick auf die erforderliche Trocknungsenergie für das Einsprühen in kalte Gasströme zweckmäßig, wenigstens eine brennbare Komponente (Zerstäubermedium oder Lösungsmittel) zu verwenden, wenn in ein sauerstoffhaltiges Gas eingesprüht wird und umgekehrt Luft als Zerstäubermedium zu verwenden, wenn das Additiv in ein brennbares Gas eingesprüht wird.
  • Bei Burnacerußreaktoren, in denen die Oxydation des Brenngases in einer Vorbrennkammer durchgeführt wird, kann das Additiv entweder in die Vorbrennlrammer bzw. in die dieser zugeleiteten Gasströme eingesprüht werden.
  • Eine außerordentlich wirksame Maßnahme im Rahmen der Erfindung besteht darin, daß das Additiv in die Brenngasflamme bzw. deren Abgas an einem Ort eingesprüht wird, welcher vor der Stelle liegt, bei der die innige Durchmischung des Rußrohstoffs mit den heißen Abgasen der Brenngasflamme einsetzt.
  • Das Additiv kann nach einer vorteilhaften Variante der Erfindung auch in feinteiliger fester Form, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines Trägergases, auf dem Weg über Verbrennungsluft und/oder Brenngas oder direkt in die im Reaktor oder seiner Vorbrennkammer befindliche Brenngasflamme oder deren Abgase eingespeist werden. Dabei kann ebenfalls eine besonders wirksame Absenkung der DBP-Zahl des entstehenden Rußes bewirkt werden, indem das Additiv an einem Ort in den Reaktor eingeführt wird, welcher vor der Stelle des Einset e zens der innigen Durchmischung des Rußrohstoffs mit den heißen Abgasen der Brenngasflamme liegt. Dabei kann sprühgetrocknetes Additiv eingespeist werden.
  • Allen beschriebenen Verfahrensmaßnahmen ist gemeinsam, daß man das struktursenkende Additiv unabhängig von der RuSrohstoffaufuhr in die Rußbildungszone gelangen läßt.
  • Da das erfindungsgemäße Verfahren der Additiveinspeisung unabhänglg von speziellen Gegebenheiten der Wärmeerzeugung und der Rußrohstoffeinmischung ist, kann es grundsätzlich in jedem Furnacereaktor angewendet werden; es ist also nicht an eine spezielle Ausführungsform des Reaktors gebunden. Verwendet man allerdings einen Reaktor, der zwischen Rußrohstoffinjektor und Quench keinen konstanten Querschnitt aufweist, sondern Verengungen oder Einbauten enthält, so ist zu berücksichtigen, daß auch die Stellung des Rußrohstoffinjektors einen gewissen Einfluß auf die DBP-Zahl ausüben kann da das Ausgangsniveau, von dem aus die DBP-Zahl abgesenkt werden soll, etwas unterschiedlich sein kann.
  • Ahnliches gilt für die Betriebsweise eines Furnace-Reaktors. Es ist z.B. bekannt, daß das Gas/Ruprohstoff-Verhältnis und die Größe des Gesamt-Durchsatzes bis zum gewissen Grade die DBP-Zahl des Furnacerußes verändern können. Durch diese Maßnahmen läßt sich aber die DBP-Zahl bei weitem nicht so stark absenken, wie dies durch Anwendung von'Additiven möglich ist. Die Tatsache, daß auch die Betriebsweise des Reaktors die DBP-Zahl beeinflussen kann, schränkt das erfindungsgemäße Verfahren nicht ein, sondern schafft vielmehr die Möglichkeit einer optimalen Kombination von Betriebsweise und Additivzugabe, da sich das erfindungsgemäße Verfahren auf alle Betriebsweisen von Furnacerußreaktoren (z.B. Ein- oder Zweistoffzerstäubung des Rußrohstoffs, beliebiger Durchsatz, beliebiges Verhältnis der Eingangs stoffe untereinander, beliebiger Abstand zwischen Rußrohstoffinjektor und Quenchj uneingeschränkt anwenden läßt.
  • Ein erheblicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht auch darin, daß die Rußrohstoffzerstäubung durch die Additiv-Zugabe nicht mehr beeinflußt wird. Somit erlaubt das -erfindungsgemäPe Verfahren, auch sehr feinteilige Furnace-Farbrupe mit niedriger DBP-Zahl in gleichmäßiger Qualität herzustellen. Darüber hinaus wird die struktursenkende Wirkung des Additives besser ausgenutzt als bei allen herkömmlichen Verfahren, so daß die Menge des einzusetzenden Additivs reduziert werden kann. Als weiterer positiver Effekt ergibt sich eine Erhöhung der Farbstärke des Rußes bei gleichbleibender Farbtiefe.
  • Eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Furnacerußprozesses ist in Abb. 1 in Form eines Fließschemas gezeigt. Darin sind die beschriebenen 4 verschiedenen Orte eingezeichnet, an denen das Additiv sowohl als Lösung wie auch als Pulver in den Prozeß eingeführt werden kann.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutert.
  • Beispiel 1 Beispiel 1 zeigt anhand einer Gegenüberstellung von zwei feinteiligen Furnacerußen die Wirkung der erfindungsgemäßen Additivzugabe. Ruß I wurde in bekannter Weise hergestellt, wobei die Additivlösung - hier wässrige Kol-Lösung - in den Rußrohstoff eingespeist wird und mit diesem gemeinsam in der Zweistoffzerstäuberdüse zerstäubt wird. Demgegenüber wurde bei der Herstellung von Ruß II KCl-Lösung der gleichen Konzentration getrennt von der Rußrohstoffzerstäubung mit Hilfe einer Einstoffzerstäuberdüse in die vorgewärmte Verbrennungsluft eingesprüht. Durch diese Maßnaghme entsteht bei sonst gleichen Einstellbedingungen ein Ruß mit geringerem migrorneterindex und geringerer DBP-Zahl.
  • Die Einstellbedingungen und Analysendaten sind nachfolgend aufgeführt: Ruß I Ruß II Zerstäuberluftdruck (kp/cm2) 6,4 6,1 Zerstäuberluftdurchsftz (Nm³/h) 46,9 46,8 Verbrennungsluftdurchsatz (Nm³ /h) 113,6 113,9 Brenngasdurchsatz (Nm³/h) 9,9 10,2 Rußrohstoffdurchsatz (kg/h) 27,2 26,9, Additivzugabe (mg KCl/kg Rußrohstoff) 2050 2070 ASTM-Jodadsorption (mg/g) 176 168 Nigrometerindex 79 76 DBP-Zahl (ml/g) 0,62 0,54 Beispiel 2 Bei der Herstellung von Ruß III wurde als Additivlösung eine wässrige K2 CO3 -Lösung verwendet, die mit Luft als Zerstäubermedium in die Verbrennungsluft eingesprüht wurde. Die Zerstäubung der Salzlösung geschah wiederum getrennt von der Rußrohstoffzerstäubung.
  • Ruß III Zerstäuberluftdurchsatz (Nm3 /h) 46,4 -VerbrennungsluStdurchsatz (Nm3 /h) 11 1 ,6 Brenngasdurchsatz (Nm3/h) 9,8 Rußrohstoffdurchsatz (kg/h) 27,1 K2 CO3 -Zusatz (mg/kg Rußrohstoff) 2020 AS2M-Jodadsorption (mg/g) 259 Nigrometerindex 76 DBP-Zahl (ml/g) 0,53 Beispiel 3 Anstelle von wässrigen Alkalisalzlösungen können auch Lösungen in organischen Lösungsmitteln verwendet werden.
  • Zur Gewinnung von Ruß IV wurde eine Lösung von Kaliumacetat in Äthanol als Additiv verwendet. Die Lösung wurde mit Hilfe einer Zweistoffzerstäuberdüse in die Verbrennungsluft gegeben, wobei N2 als Zerstäubermedim verwendet wurde. Die Rußrohstoffzerstäubung geschah getrennt davon mit Luft als Zerstäubermedium.
  • Ruß IV Zerstäuberluftdurchsatz (Nm3 /h) 50,3 Verbrennungsluftdurchsatz (Nm3 /h) 114,8 Brenngasdurchsatz (Nm3 /h) 9,7 Rußrohstoffdurchsatz (Nrn3/h) 27,2 Kaliumacetatzusatz (ing/kg Rußrohstoff) 2780 ASTM-Jodadsorption (mg/g) 262 Nigrometerindex 76 Farbstärke n. DIN 53204 1,03 DBP-Zahl (ml/g) 0,52 Ölbedarf (%) -460 bezogen auf IRB 3 = o,87 als Standard Beispiel: 4 Ruß V wurde mit einer wässrigen Lösung von CsCl als struktursenkendem Additiv hergestellt. Die Lösung wurde mit Hilfe einer Zweistoffzerstäuberdüse in den vorderen Reaktorteil in die Verbrennungsluft eingesprüht. Als Zerstäubermedium diente Erdgas, das durch seine Verbrennung die Energie für eine rasche Verdampfung des Lösungsmittels liefert. Der Rußrohstoff wurde getrennt von der Additiveinsprühung weiter stromab in den Reaktor über eine Zweistoffzerstäubung eingespeist.
  • Ruß V Zerstäuberluftdurchsatz (Nm3 /h) 82,8 Verbrennungsluftdurchsatz (Nm3 /h) 123,2 Brenngasdurchsatz (Nm3 /h) 9,8 Rußrohstoffdurchsatz (kg/h) 27,2 C sGl-Zusat z (mg/kg Rußrohstoff) 350 ASTM-Jodadsorption (mg/g) 338 Nigroineterindex 72 Farbstärke n. DIN 53204 1,07 DBP-Zahl (ml/g) 0,63 Ölbedarf (%) 550 Bezogen auf IRB 3 = 0?87 Beispiel 5 Im Gegensatz zu den bisher beschriebenen Betriebsweisen des Furnacereaktors wurde bei Ruß VI die Gasverbrennung in eier Vorbrennkammer durchgeführt. In die in dieser Kammer brennende Gasflamme wurde wässrige KCl-Lösung mit Hilfe eines wassergekühlten Druckzerstäubers eingesprüht.
  • Die KCl-haltigen Verbrennungsgase traten dann in den Peaktor ein, wo der zerstäubte Rußrohstoff eingemischt wurde. Durchsätze und Analysenwerte waren wie folgt: Ruß VI Zerstäuberluftdurchsatz (Nm³ /h) 75,5 Verbrennungsluftdurchsatz (Nm³ /h) 130,3 Brenngasdurchsatz (Nm3 /h) 10,0 Rußrohstoffdurchsatz (kg/h) 26,8 KCl-Zusatz (mg;/kg Rußrohstoff) 2150 ASTM-Jodadsorption (mg/g) 335 Nigrometerindcx 75 DBP-Zahl (ml/g) 0,53 blbedarï (%) 475 Beispiel 6 Das struktursenkende Additiv kann in ebenso wirksamer Form wie in den vorangegangenen Beispielen eingesetzt werden, wenn es in die heißen Abgase der Brenngasverbrennung eingesprüht wird. Um das zu verwirklichen wurde ein Brenner rrcrwendet, bei dem das Gas senkrecht zur Brennerachse austritt und sofort mit der umgebenden Verbrennungsluft verbrennt. Weiter stromab wurde wässrige KCl-Lösung über eine 1-Stoffdüse in die Abgase der Brenngasverbrennung eingedüst. In einem noch weiter stromab gelegenen Reaktorteil wird der mit Preßluft zerstäubte Rußrohstoff eingemischt und zu Ruß umgesetzt. Obwohl das Rußrohstoff-Zerftäuberluft-Gemisch aus dem selben Brenner wie das Brenngas austritt, sind die Zonen der Gasverbrennung und der Rußbildung voneinander getrennt, da das Rußrohstoff-Zerstäuberluft-Geinisch in Richtung der Brennerachse als gebündelter Strahl durch die Gasflamme hindurchachießt und erst in gröberer Entfernung vom Brenner in die Abgase der Brenngasverbrennung eingemischt wird. Wach dieser Verfahrensvariante wurde Ruß VII hergestellt.
  • Ruß VII Zerstäuberluftdurchsatz (Nm3 /h) 53,2 Verbrennungsluftdurchsatz (Nm3 /h) 110,7 Brenngasdurchsatz (Nm3/h) 10,2 Rußrohstoffdurchsatz (kg/h) 26,9 KCl-Zusatz (mg/kg Rußrohstoff) 1200 ASTN-Jodadsorption (mg/g) 252 Nigroineterindex 76 Ölbedarf (%) 480 DBP-Zahl (ml/g) 0,53 Beispiel 7 Abweichend von den bisher aufgeführten Beis?ie]en, bei denen das struktursenkende Additiv stets als Lösung gehandhabt wurde, kann das Additiv auch direkt als Festkörper in den Reaktor eingespeist werden.
  • Feinteiliges FC1 wurde über eine Rüttelrinne dosiert und von einem kleinen Hilfsgebläse pneumatisch in den Reaktor in die Nähe des Verbrennungslufteintritts transportiert. Von dort aus wird es mit der VeLbrennungsluft in den Reaktor mitgerissen. rauch nach diesem Verfahren läßt sich das Additiv wirksam einsetzen, wie am Beispiel von Ruß VIII zu erkennetl ist.
  • Ruß VIII Zerstäuberluftdurchsats (Nm3 /h) 46,4 Verbrennung-sluftdurcisatz (Nm3/h) 153.3 Brenngasdurchsatz (Nin3 /h) 14,1 Rußrohstoffdurchsatz (kg/h) '27,7 KCl-Zusatz (mg/kg Rußrohstoff) 2040 ASTM-Jodadsorption (mg/g) 304 Nigromet erindex 72 Farbstärke n. DIN 53204* 1,06 DBP-Zahl (ml/g) 0,56 Ölbedarf (%) 470 * bezogen auf IRB 3 = 0,87

Claims (21)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Verfahren zur Herstellung von Furnaceru,B mit abgesenkter DBP-Zahl durch Zugabe von struktursenkenden Additiven, dadurch gekennzeichnet, daß die Additive als unabhängig von der Rußrohstoffzerstäubung bereitetes Aerosol in die Brenngasflamme bzw. deren Abgas eingespeist werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als struktursenkendes Additiv Alkaliverbindungen verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2; dadurch gekennzeichnet, daß als Additiv Eal-iumverbindungen verwendet werden.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Additiv Kaliumchlorid verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, da,8 Kaliumsalze verwendet werden, deren Anionen unter den Bedingungen der Rußbildung zersetzt werden, z.B. Carbonate, Nitrate.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Additiv Kaliumverbindungen organischer Säuren, wie Kaliumacetat, verwendet werden.
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, da,ß eine Lösung des struktursenkenden Additivs mittels einer Zerstäubungsvorrichtung in den Reaktor eingebracht wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige Lösung eingebracht wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine ein brennbares Lösungsmittel enthaltende Lösung eingebracht wird.
  10. 10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerstäubung mittels Einstoffzerstäuberdüse erfolgt.
  11. 11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dap die Zerstäubung mittels Zweistoffzerstäubung unter Verwendung eines gasförmigen Zerstäubermediums durchgeführt wird.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Zerstäubermedium Luft verwendet wird.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein brennbares Gas als Zerstaubermedium verwendet wird.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch ll, dadurch gekennzeichnet, daß ein inertes Gas als Zerstäubermedium verwendet wird.
  15. 15. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv in die Verbrennungsluft eingesprüht wird.
  16. 16. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv in das Brenngas eingesprüht wird.
  17. 17. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv in eine Vorbrennkammer eingesprüht wird.
  18. 18. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv in die Brenngasflamme bzw. deren Abgas an einem Ort eingesprüht wird, welcher vor der Stelle liegt, bei der die innige Durchmischung des Rußrohstoffes mit den heißen Abgasen der Brenngasflamme einsetzt.
  19. 19. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß feinteiliges festes Additiv gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines Trägergases auf dem Weg über Verbrennungsluft und/oder Brenngas oder direkt in die im Reaktor oder seiner Vorbrennkammer befindliche Brenngasflamme oder deren Abgase eingespeist wird.
  20. 20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Additiv an einem Ort eingeführt wird, welcher vor der Stelle des Einsetzens der innigen Durchmischung des Rußrohstoffs mit den heißen Abgasen der Brenngasflamme liegt.
  21. 21. Verfahren nach Ansprüchen 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß man ein sprühgetrocknetes Additiv einspeist.
    L e e r s e i t e
DE2403545A 1974-01-25 1974-01-25 Verfahren zur herstellung von furnacerussen mit abgesenkter dbp-zahl Withdrawn DE2403545A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2403545A DE2403545A1 (de) 1974-01-25 1974-01-25 Verfahren zur herstellung von furnacerussen mit abgesenkter dbp-zahl

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2403545A DE2403545A1 (de) 1974-01-25 1974-01-25 Verfahren zur herstellung von furnacerussen mit abgesenkter dbp-zahl

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2403545A1 true DE2403545A1 (de) 1975-08-14

Family

ID=5905676

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2403545A Withdrawn DE2403545A1 (de) 1974-01-25 1974-01-25 Verfahren zur herstellung von furnacerussen mit abgesenkter dbp-zahl

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2403545A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0302323A3 (en) * 1987-08-06 1989-08-23 Degussa Aktiengesellschaft Process for preparing furnace blacks with a faint structure and low grit content
US4976945A (en) * 1988-05-24 1990-12-11 Mitsubishi Kasei Corporation Process for producing carbon black
WO1998047971A1 (en) * 1997-04-18 1998-10-29 Cabot Corporation Multi-phase aggregate comprising carbon and its preparation
EP1529818A1 (de) * 2003-11-06 2005-05-11 Degussa AG Russ

Cited By (11)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0302323A3 (en) * 1987-08-06 1989-08-23 Degussa Aktiengesellschaft Process for preparing furnace blacks with a faint structure and low grit content
US4976945A (en) * 1988-05-24 1990-12-11 Mitsubishi Kasei Corporation Process for producing carbon black
DE3916981B4 (de) * 1988-05-24 2004-09-23 Mitsubishi Chemical Corp. Verfahren zur Herstellung von Ruß
WO1998047971A1 (en) * 1997-04-18 1998-10-29 Cabot Corporation Multi-phase aggregate comprising carbon and its preparation
US5904762A (en) * 1997-04-18 1999-05-18 Cabot Corporation Method of making a multi-phase aggregate using a multi-stage process
US6057387A (en) * 1997-04-18 2000-05-02 Cabot Corporation Method of making a multi-phase aggregate using a multi-stage process
US6211279B1 (en) 1997-04-18 2001-04-03 Cabot Corporation Method of making a multi-phase aggregate using a multi-stage process
US6364944B1 (en) 1997-04-18 2002-04-02 Cabot Corporation Method of making a multi-phase aggregate using a multi-stage process
US6686409B2 (en) 1997-04-18 2004-02-03 Cabot Corporation Method of making a multi-phase aggregate using a multi-stage process
CN100341955C (zh) * 1997-04-18 2007-10-10 卡伯特公司 含碳的多相聚集体和其制备方法
EP1529818A1 (de) * 2003-11-06 2005-05-11 Degussa AG Russ

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2608417C3 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von russ
EP1489145B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Furnaceruss
DE2507021C3 (de) Verfahren zur Herstellung von RuB
DE2742505A1 (de) Verfahren und reaktor zur teilverbrennung pulverisierter kohle
DE2530371A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von russ
DE2540715B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Furnace-Russen mit erhöhten Strukturcharakteristika
DE69205715T2 (de) Verfahren zur Erzeugung von Russ.
DE2506438C3 (de) Verfahren zur thermischen Spaltung von Abfallschwefelsäure
DE2620614A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer gasfoermigen, kohlenmonoxid und wasserstoff enthaltenden mischung
DE1229217B (de) Verfahren zur Herstellung von Russ
DE2030510C2 (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelarmem Chrom (III)-oxid
EP0924268A2 (de) Perlruss und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2403545A1 (de) Verfahren zur herstellung von furnacerussen mit abgesenkter dbp-zahl
DE974793C (de) Verfahren zur Herstellung von feinverteilten Oxyden
DE4405010C2 (de) Verfahren zur Reinigung eines Verbrennungsabgases
DE3939197A1 (de) Verfahren und feuerungsanlage zur minderung der stickoxid-konzentration im abgasstrom von verbrennungsprozessen
DE1467493B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Russen
DE4103859A1 (de) Verfahren zum erzeugen eines oxid-aerosols als sorbens
DE1146215B (de) Russofen
EP0093909B1 (de) Verfahren zur Spaltung von verdünnter Schwefelsäure
DE1027347B (de) Verfahren zur Herstellung von Ofenruss
DE3726132C2 (de)
DE2050059C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Ofenruß
DE1300619B (de) Verfahren zur Herstellung von Furnace-Russ
DE2410565C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Furnaceruß und Reaktor zur Durchführung des Verfahrens

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
OGA New person/name/address of the applicant
8130 Withdrawal