KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der Feststellvorrichtung eines an
einer Schiene entlang bewegbaren Winkels nach Patent 211126. Das Neue besteht
darin, daß das Gelenkviereck senkrecht zur Reißschiene angeordnet ist und seine kurzen
Schenkel an drehbar gelagerten Schrauben festsitzen, welche bei der durch die Feder
bewirkten gegenseitigen Längsverschiebung der
langen Glieder des Gelenk Vierecks die den Winkel gegen die Reißschiene feststellenden
Klemmleisten gegen die Reißschiene anpressen. Durch diese Anordnung wird gegenüber einer
bekannten Feststellvorrichtung, bei welcher zur Feststellung des Winkels an der Reißschiene
eine Schraube dient, der Vorteil erreicht, daß die starre Feststellung selbsttätig
erfolgt. Die Verbesserung gegenüber dem Hauptpatent 211126 liegt darin, daß durch
Anwendung der Schrauben der starre Schluß der Feststellvorrichtung mit der. Reißschiene
ein für allemal gewährleistet ist, während es bei der Feststellvorrichtung nach dem
Hauptpatent 211126 von der Zuverlässigkeit
der die Vorrichtung bedienenden Person abhängt, daß die die Klemmleisten verbindenden
Schenkel beim Einstellen der Feststellvorrichtung eine solche Schräge zur
Schiene erhalten, daß von einer starren Verbindung noch die Rede sein kann. Die7
Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung in Fig. 1 in Draufsicht dargestellt;
Fig. 2 zeigt das Gelenkviereck. Das Gelenkviereck b', β, η ist senkrecht zur Reißschiene
f an der oberen, den Winkel gelenkig tragenden Klemmleiste b' angeordnet, die, wie
beim Hauptpatent, gleichzeitig als Führungsleiste dient. An der Klemmleiste b' sind
zwei Schrauben α, α drehbar gelagert, mit welchen die kurzen Schenkel e, β des Gelenk-Vierecks
fest verbunden sind. Die untere Klemmleiste b besitzt Gewindemuttern für die Schrauben α und kann sonach, ohne seit-.
lieh verschoben zu werden, der Reißschiene f genähert oder von derselben entfernt werden.
Es geschieht dies durch gleichzeitige und gleichmäßige Drehung der beiden mit Linksgewinde
versehenen Schrauben α durch die beiden kurzen Hebel e, welche durch die
mit einer Handhabe ausgestattete Verbindungsstange η untereinander verbunden sind.
Die an der Klemmleiste V festsitzende und gegen einen Ansatz der Stange η drückende
Feder g stellt die Vorrichtung selbsttätig an der Reißschiene f fest, indem sie mittels der
Stange η und Hebel e die Schrauben α in eine
entsprechende Drehung versetzt.
Ρλ τ ε ν τ - A ν s ρ κ υ c η :
Feststellvorrichtung eines an einer Reißschiene entlang bewegbaren Winkels nach
Patent 211126, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gelenkviereck senkrecht zur Reißschiene angeordnet ist und seine kurzen
Schenkel (e) an drehbar gelagerten Schrauben (a) festsitzen, welche bei der durch
die Feder (g) bewirkten gegenseitigen Längsverschiebung der langen Glieder
(n, b'J des Gelenkvierecks die den Winkel gegen die Reißschiene feststellenden Klemmleisten
(b, b'J gegen die Reißschiene anpressen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.