DE239246C - - Google Patents

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DE239246C
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valve
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levers
lever
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

Elften *<Ejemplar
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Tr 239246 KLASSE 46 b. GRUPPE
ADOLFSCHLEGELINRIGA5RuSZl.
Die Erfindung betrifft eine Steuerungseinrichtung für Vorwärts- und Rückwärtsbewegung bei Verbrennungsmotoren, bei der für beide Drehrichtungen dieselben Ventile benutzt werden und für beide Drehrichtungen nur ein Steuernocken zur Verwendung gelangt.
Es ist an sich bekannt, dieselben Ventile und denselben Steuernocken für beide Drehrichtungen bei Verbrennungsmotoren mit Um- steuerung zu verwenden, jedoch gab es bisher keine einfache, in allen Punkten festgelagerte derartige Steuerung.
Bei der vorligenden, den Gegenstand der Erfindung bildenden Steuerung wird dies dadurch erreicht, daß der für beide Drehrichtungen zur Verwendung kommende Steuernocken bei Drehung in dem einen Sinne direkt auf den Ventilhebel, bei Drehung in dem anderen Sinne jedoch erst durch Vermittlung eines besonderen Hilfshebels auf den Ventilhebel wirkt.
Zu dem Zwecke ist der Ventilhebel auf einem verstellbaren Drehpunkt gelagert und durch einen Lenker mit einem auf einem festen Drehpunkt gelagerten Hilfshebel verbunden. Sowohl der Hilfshebel wie der Ventilhebel tragen je eine Steuerrolle, die gegeneinander in der Richtung der Steuerwellenachse versetzt sind, so daß durch Verschiebung des Steuernockens der eine oder der andere Hebel beeinflußt wird.
Um den Nocken frei verschieben zu können, sind die Steuerrollen von dem Nocken durch Verlegung des Drehpunktes des Ventilhebels abhebbar eingerichtet, und zwar ohne daß dadurch die Ventile in ihrer Stellung beeinflußt werden, d. h. z. B. ohne daß sie geöffnet werden, wie dies bisher bei allen bekannten Konstruktionen der Fall war. Zur Verlegung des Drehpunktes des Ventilhebels ist derselbe auf einem drehbaren Exzenter gelagert. Ist nach dem Abheben der Rollen der Nocken verschoben, dann findet durch Drehung desselben Exzenters eine Rückstellung der Ventilhebel statt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar ist.
Fig. ι eine Darstellung der Anordnung des Lufteinsaugeventils, während
Fig. 2 ein Detail im Grundriß nach Fig. 1 darstellt.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Steuerwelle α durch Schraubenräderübersetzung in bekannter Weise von der Kurbelwelle des Motors aus in rotierende Bewegung versetzt. Auf die Steuerwelle ist eine unrunde Scheibe b als Steuernocken aufgesetzt, die durch Abwickelung auf die Rollen c oder d durch Hebelübersetzung das Öffnen des Ventils bewirkt. Das Schließen des Ventils geschieht durch eine Spiralfeder f, welche in dem Gehäuse des Ventileinsatzes untergebracht ist. Die in den Gabeln der Hebel g und h auf Bolzen drehbar angeordneten Rollen c und d sind in der Längsachse der Steuerwelle gegenseitig versetzt angebracht, und zwar so, daß der betreffende, auf der Steuerwelle sitzende Steuernocken bei rotierenden Bewegung in der Pfeilrichtung (Vorwärtslauf) nur die Rolle c, in entgegengesetzter Richtung (Rückwärtslauf) nur die Rolle d beeinflußt. Die Rollen c und d sind bei jedem einzelnen Ventil der Steuerung
des betreffenden Kolbenweges entsprechend an der Peripherie der unrunden Scheiben oder Nocken angeordnet.
Die Achse u des Übertragungshebels g ist exzentrisch verdrehbar auf der festen Welle i angeordnet, und zwar werden durch Verdrehung des Exzenters von k nach I (mittels Lenker m und Zugstange n) unter gleichzeitiger Einwirkung der Zugfeder o, wobei der Punkt p
ίο als fester Stützpunkt dient, die Arme der Hebel g und h, in welchen die Rollen c und d lägern, so viel von der unrunden Steuerscheibe abgehoben, daß der vorstehende Nocken genannter Steuerscheiben, welche bei rotierender Steuerwelle das Öffnen des Ventils besorgen, freilaufen, also die Rollen c und d nicht mehr treffen, so daß also ohne Hindernis die unrunde Steuerscheibe b auf der Steuerwelle a verschoben werden kann.
ao Die unrunde Steuerscheibe b ist auf einer auf der Steuerwelle verschiebbaren und durch Federkeile q gegen Verdrehung gesicherten Büchse 7 fest aufgekeilt.
Bei allen unrunden Steuerscheiben sind dabei die Auflaufflächen der Rollen gleich den Ablaufflächen, also symmetrisch ausgebildet, so daß also bei Vorwärts- wie auch bei Rückwärtslauf des Motors die Ventile die gleiche Öffnungs- und Schlußbewegung machen.
Die Achse s bildet einen festen Drehpunkt für den Kniehebel h. In der Gabel des Kniehebels h ist die Rolle d gelagert, welche bei rotierender Bewegung der Steuerwelle entgegengesetzt der Pfeilrichtung und entsprechend der Verschiebung der Steuerscheibe b von letzterer beeinflußt wird und mittels des anderen Schenkels die Bewegung durch den Lenker t auf den Hebel g und auf das Ventil überträgt.
Soll nun der betreffende Motor von Vorwärtslauf auf Rückwärtslauf umgesteuert werden, so sind zunächst die Brennstoffpumpen auszuschalten und der Motor (am besten mittels geeigneter Bremse) zum Stillstand zu bringen. Im Moment des Stillstandes werden mittels der Zugstange η die Exzenter u, auf welchen die Hebel g sitzen, verdreht und dadurch sämtliche Rollen c und d der Hebel g und h, wie anfangs beschrieben, von den unrunden Steuerscheiben abgehoben; alsdann wird die Büchse r mit der fest darauf sitzenden unrunden Steuerscheibe entsprechend verschoben und darauf die Hebel g und h wieder in die Arbeitslage zurückgebracht, so daß also bei rotierender Steuerwelle entgegengesetzt der Pfeilrichtung (Rückwärtsgang des Motors) die unrunde Steuerscheibe die Rolle d beeinflußt. ' Das Ingangsetzen des Motors geschieht also für Vorwärts- als auch Rückwärtslauf mit den gleichen Ventilen und gleicher Betätigung.
Schiffsmotoren werden mit der Berücksichtigung, daß hier geringe rotierende Schwungmassen vorhanden sind, nach Abstellung der Brennstoffpumpen sogleich, ohne den Stillstand des Motors abzuwarten, vom Vorwärtslauf auf Rückwärtslauf und umgekehrt umgesteuert.
Die Betätigung der einzelnen Hebel bei der Umschaltung von einer Drehrichtung zur anderen kann auch zweckentsprechend kombiniert und mittels eines einzigen Steuerrades bewerkstelligt werden.
Die gesamte Anordnung gemäß der Erfindung ist einfach und übersichtlich. Dieselbe kann bei beliebiger Anzahl von Arbeitszylindern in Anwendung gebracht werden und ist bei Mehrzylindermotoren von den gegenseitigen Kurbelwinkeln nicht abhängig. Die ganze Konstruktion der Bewegungsübertragung von der Kurbelwelle auf die Steuerwelle wird nicht, verändert und bleibt in genau derselben Lage wie bei einem nur nach einer Drehrichtung laufenden Motor.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Umsteuervorrichtung für die Lufteinsaug- und -auspuff ventile von Verbrennungsmotoren unter Benutzung derselben Ventile für Vor- und Rückwärtslauf und Lagerung der Ventilhebel auf einem Exzenter zum Abheben der Rollen dieser Ventilhebel von der verschiebbaren Nockenscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß versetzt gegen die an den Ventilhebeln (g) gelagerte Rolle (c) eine zweite Rolle (d) an am Maschinengestell gelagerten drehbaren Hebel (h) vorgesehen ist, die mit dem Ventilhebel (g) durch einen Zwischenlenker (t) so verbunden ist, daß je nach der Stellung des verschiebbaren Steuernockens der Hub desselben auf die Ventilspindeln entweder unmittelbar für Vorwärtslauf oder mittelbar für Rückwärtslauf übertragen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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