DE239176C - - Google Patents

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DE239176C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D37/00Circular looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Kettenfadenwächter für Rundwebstühle, welcher eine Abstellung des Webstuhles bewirkt, wenn ein Kettenfaden übermäßig schlapp wird oder bricht. Gegenstand der Erfindung ist ein Fadenwächter dieser Art, bei welchem die Kettenfäden sehr dicht nebeneinander angeordnet werden können, ohne das Arbeiten der elektrischen Abstellvorrichtung zu behindem, so daß eine große Anzahl von Kettenfäden verwendet und ein entsprechend feines Zeug gewebt werden kann.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, in welcher bedeutet:
Fig. ι einen Vertikalschnitt durch einen Rundwebstuhl gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht, bei welcher einige Teile weggelassen sind,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die den Antriebsmotor steuernde Schaltvorrichtung,
Fig. 4 einen Schnitt durch die eine Webstuhlseite in vergrößertem Maßstabe.
Das Webstuhlgestell besteht aus einer Mehrzahl radial angeordneter Ständer 1, welche zwei Ringe 2 und 3 tragen. Das Gestell trägt ferner den mittleren zylindrischen Ring 6, an dessen Oberkante das Zeug gewebt wird, und an welchem entlang das gewebte Zeug nach den Aufwickelwalzen 104, 105 niedergeht. Der Schützen 15 läuft in einer von den beiden Ringen 16, 17 gebildeten runden Schützenbahn. Die beiden Ringe sind durch die Drähte 18 miteinander verbunden, welche in gewissen Entfernungen voneinander angeordnet sind und ein Riet bilden, durch welches die Kettenfäden i hindurchgehen. Die Schützenbahn sitzt an Auslegern 4 der Ständer 1. Die Kettenfäden t werden von Litzen 8 bewegt, welche ihrerseits unter dem Einfluß von Hebeln 13 stehen, die drehbar in dem Ring 2 gelagert sind und ihre Bewegung von der Führungsnut 14 des rotierenden Treibringes 12 erhalten, der seinerseits drehbar an dem ringförmigen Gestellteil 6 sitzt und mit einer Innen-Verzahnung 27 versehen ist, die mit dem auf der Welle des Motors 25 sitzenden Zahnrad 26 in Eingriff steht.
Der Antriebsmotor des Webstuhles steht unter dem Einfluß einer Schaltvorrichtung geeigneter Art, etwa der in Fig. 3 dargestellten. Hierbei ist der schematisch dargestellte Motor mit 25 bezeichnet, dessen eine geeignete Erregervorrichtung einschließender Strom nach den Kontakten 29, 30 zu verläuft. Der Kontakt 30 ist fest, während der Kontakt 29 an einer Stange 28 sitzt, so daß, wenn diese nach rechts (Fig. 3) gezogen wird, die Kontakte geschlossen werden und der Motor angelassen wird. Die Stange 28 ist mit einer Klinke 36 versehen, welche mit einem Klinkenfänger 38 in Eingriff steht, der seinerseits drehbar bei 39 gelagert ist und den Schaltkontakt 29, 30 in Eingriff hält. Der Ring 3 trägt an der Innenseite einen isolierten Kontaktring 52, der durch einen Leitungsdraht 53 mit einem Magneten 42 verbunden ist (Fig. 3). Der Anker 40, welcher von einer Feder 41 hochgehalten wird, wirkt als Anschlag für den Klinkenfänger 38 und hält diesen gewöhnlich in Eingriffsstellung. Der Anker 40 ist mit einem weiteren, Draht 54
mit einer Batterie oder einer sonstwie geeigneten Elektrizitätsquelle 55 verbunden, die ihrerseits durch einen Draht 56 mit einem isolierten Kontakt 57 verbunden ist. Die Stange 28 besitzt einen vorstehenden Kontakt 58, welcher mit dem Kontakt 57 in Eingriff gelangt, sowie der Schalter geschlossen wird. Dieser Kontakt 58 ist elektrisch leitend mit dem Webstuhlrahmen verbunden; letzterer ist mit einem oder mehreren federbelasteten und von Hand zu beeinflussenden Kontakten 59 versehen (Fig. 1), welche mit dem Kontaktring 52 in Eingriff gebracht werden können. Die Anzahl dieser Kontakte ist beliebig, und zwar können sie um den Webstuhl herum in den verschiedenartigsten Stellungen angeordnet werden. Im vorliegenden Falle sitzen sie beispielsweise an den Auslegern 4, so daß, wenn einer mit dem Ring 52 in Kontakt gebracht wird, der den Magneten 42 einschließende Strom geschlossen wird. Dadurch zieht der Magnet seinen Anker 40 an, löst den Klinkenfänger 38 aus, so daß die Feder 33 den Motorstromkreis öffnen kann. Die bisher erläuterte Einrichtung bildet keinen Teil der Erfindung.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die Vorrichtnng zur Abstellung des Webstuhles bei Bruch oder übermäßigem Schlappwerden eines Kettenfadens ist nun so ausgebildet, daß die Kettenfäden sehr dicht nebeneinander angeordnet und eine große Anzahl von Kettenfäden verwendet werden können. Die Kettenfäden, welche über die Kettenfadenvorschubwalzen befördert werden, laufen über den ringförmigen Streichbaum 64 zu den Litzen 8. Unmittelbar außerhalb des Streichbaumes sind gemäß der Neuerung vertikal nach oben stehende federnde Wächterplatinen 65 angeordnet, die am unteren Ende mit dem Webstuhlrahmen verbunden sind und oben ein offenes Öhr 66, durch welches ein Kettenfaden hindurchgeht, und eine verlängerte Kontaktspitze 67 besitzen (Fig. 4). Diese Platinen sind aus biegsamem Draht hergestellt, welcher in die entsprechende Gestalt gebogen ist, und sitzen an ihren unteren Enden fest auf dem Teil 68 des Webstuhlrahmens. Sie vermögen sich radial nach dem Streichbaum 64 hin und radial von ihm weg zu bewegen. Die Kettenfäden verlaufen von den Kettenfadenvorschubwalzen 62, 63 nach oben durch feste öhre 69 und von da vertikal in Richtung auf die Platinen 65 und durch deren Öhre 66, welche ungefähr in Höhe des Streichbaumes 64 liegen. Die oberen Enden dieser Platinen 65 liegen in der Ebene des Kontaktringes .52. Die Spannung der Kettenfäden t biegt die nachgiebigen Platinen 65 etwas ab, so daß deren Kontaktspitzen 67 von dem Kontaktring 52 entfernt gehalten werden. Wenn jedoch irgendein Kettenfaden übermäßig schlapp wird oder bricht, so wird die Kohtaktspitze 67 der entsprechenden Platine 65 infolge deren Nachgiebigkeit gegen den Ring 52 befördert, wodurch der die Abstellvorrichtung überwachende Stromkreis' geschlossen und der Webstuhl abgestellt wird.
Die Bewegung einer jeden Wächterplatine 65 vollzieht sich in radialer Richtung, und da die Teile vertikal nach oben stehen, können sie sehr dicht nebeneinander angeordnet werden, ohne daß sie sich gegenseitig irgendwie in ihrer guten Wirkung behindern. Vielmehr kann man, da die Platinen außerhalb des Streichbaumes 64 angeordnet sind und einen Kreis von verhältnismäßig großem Durchmesser einnehmen, eine große Zahl dieser Platinen verwenden, so daß in dem Webstuhl eine große Anzahl von Kettenfäden verwendet und ein dementsprechend feines Zeug gewebt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrischer Kettenfadenwächter für Rundwebstühle, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des Streichbaumes angeordnete senkrechte Wächterplatinen (65) verwendet werden, welche am äußeren Ende mit ösen für die Kettenfäden versehen sind und sich beim Schlappwerden oder Bruch eines Kettenfadens radial nach außen gegen einen in den Abstellstromkreis eingeschalteten isolierten Kontaktring (52) zu bewegen vermögen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1009569B (de) * 1952-02-22 1957-05-29 Fairwest U K Ltd Vorrichtung zum Ausgleichen der Spannung der Kettenfaeden bei Rundwebmaschinen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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