DE239097C - - Google Patents

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DE239097C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/38Driving-gear; Starting or stopping mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

RLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 239097 KLASSE 25 b. GRUPPE
Patentiert .im Deutschen Reiche vom 17. August 1910 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung von einfädigen Spitzenklöppelmaschinen, welche ein zeitweises Stillsetzen der Klöppel ah den Kreuzungsstellen der Gangbahn in durch Abstumpfen der Gangplattenspitzen gebildeten Aussparungen ermöglicht, und bei welcher die das Wiedereinrücken der Klöppel vermittelnden Glieder zugleich die Steuerung der Klöppel an den Kreuzungsstellen bewirken.
Von den bekannten Maschinen dieser Art unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand namentlich dadurch, daß die das Wiedereinrücken und das Steuern der Klöppel verursachenden Glieder an bzw. iii den Tellern der Maschine angeordnet sind. Diese Neuerung hat insbesondere den wesentlichen Vorteil, daß man die genannten Glieder in der Richtung auf die Klöppel einwirken lassen kann, in der diese von den sie dann mitnehmenden Treibern weiter bewegt werden, wodurch Stöße im Getriebe nach Möglichkeit vermieden werden.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Dabei zeigt Fig. 1 einen Teil einer mit der Neuerung ausgestatteten Maschine teils im Grundriß, teils im wagerechten Schnitt und Fig. 2 im Querschnitt nach Linie A-A der Fig. 1.
Auf der Zeichnung sind α die die Teller b tragenden Pfeiler, welche in üblicher Weise in der Grundplatte c festgeschraubt sind und auf dem der dem betreffenden Teller zugehörige Klöppel treiber d von bekannter Gestalt zusammen mit seinem Treibrade β drehbar gehalten ist. Die Teller b besitzen an der Unterseite einen hohlen Zapfen f, der durch den ebenfalls hohlen Pfeiler α hindurchgeführt ist, und eine auf diesen Zapfen f unterhalb der Maschine aufgeschraubte Mutter g bewirkt die Verbindung des Tellers mit dem Pfeiler, so daß die sonst dazu dienende obere Verschraubung hier vermieden ist. ■
Die Stillsetzung der Klöppel erfolgt in Gangbahnaussparungen h, welche durch Abstumpfen der hinter der eigentlichen Kreuzungsstelle liegenden Gangplattenspitzen gebildet sind und aus denen die Klöppel dann, wenn sie wieder an der Flechtung teilnehmen sollen, durch die das Wiedereinrücken besorgenden Glieder je nach Maßgabe des herzustellenden Geflechtmusters dem rechten oder linken Klöppeltreiber zugeführt werden. Die Stillsetzung vermitteln im gezeichneten Beispiele unter den Kreuzungsstellen angeordnete, geeignet gestaltete Federn i, welche die Klöppel in die Gangbahnaussparungen h eingleiten lassen. Die Konstruktion der Still-Setzeinrichtung als solche bildet jedoch keinen Gegenstand der Erfindung und könnte durch eine andere ersetzt werden.
Zur Wiedereinrückung und zur Steuerung der Klöppel sind nun in den Tellern zwei einander diametral gegenüberstehende Schieber k k1 angeordnet, welche nach den Gangbahnaussparungen hin verschiebbar sind, in
ihrer Ruhelage aber in dem Teller verborgen liegen, d. h. nicht in die Gangbahn eingreifen, welche aber, wenn sie vorgeschoben werden, die in den Gangbahnaussparungen stehenden Klöppel aus diesen herausdrücken in die dem benachbarten Teller zugehörige Gangbahn, so daß sie dann von dem zugehörigen Treiber erfaßt und weiter bewegt werden. Je nachdem ein stillgesetzter Klöppel von der Gangbahnaussparung aus nach rechts oder links weiter bewegt werden soll, braucht nur der Schieber k bzw. k1 des einen oder der des anderen Tellers vorgeschoben zu werden. Die Bewegungsrichtung der Schieber h k1 wird dabei so gewählt, deß sie möglichst mit der Richtung' der Gangbahn, in die der Klöppel eingeführt wird, zusammenfällt und dadurch Stöße beim Einrücken der Klöppel vermieden werden.
Zur Bewegung der Schieber k dienen Daumen IP, welche auf einem durch den hohlen Tellerzapfen hindurchgesteckten Bolzen m bzw. auf einem wieder durch letzteren hindurchgeführten Bolzen m1 angeordnet sind, so daß durch Drehen des einen oder des anderen dieser Bolzen m m1 die Daumen 111 unabhängig voneinander um die Tellerachse gedreht werden können. In diesen Daumen sind Kurvennuten eingearbeitet, in welche die Schieber k k1 mit Zapfen eingreifen, und welche so gestaltet sind, daß durch eine Teildrehung der Daumen die Schieber k k1 aus ihrer Ruhelage in der vorbeschriebenen Weise vorgeschoben und auch in die erstere wieder zurückbewegt werden können. Diese Teildrehungen vermitteln Züge des Musterwerks mit Hilfe der auf den Bolzen m m1 angeordneten Hebel η η1. Dabei werden diese Zugvorrichtungen zweckmäßig so eingerichtet, daß immer zwei gleichzeitig zu bewegende Schieber k auch von einer Platine aus in Tätigkeit gesetzt werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Einrichtung von einfädigen Spitzenklöppelm aschinen zum Wiedereinrücken der in Aussparungen der Gangbahn stillgesetzten Klöppel, dadurch gekennzeichnet, daß die das Wiedereinrücken der Klöppel vermittelnden Glieder, welche zugleich deren Steuerung bewirken, auf den Tellern angeordnet sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Tellern je zwei Schieber (k k1) unabhängig voneinander gegen die Gangbahnaussparungen bewegbar und diametral einander gegenüber angeordnet sind, welche in ihrer Ruhelage keinen Einfluß auf die Klöppel ausüben, wenn vorgeschoben aber einen in der Gangbahnaussparung stehenden Klöppel in die dem benachbarten Teller zugehörige ■· Gangbahn zur weiteren Mitnahme durch den Treiber drücken.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieber (k k1) ihre Bewegung durch auf den Tellern angeordnete Daumenscheiben (I I1) erhalten, welche von dem Musterwerk aus durch Vermittlung von durch den Pfeiler hindurchgefürten Bolzen (m m1) mit darauf sitzenden Hebeln (n n1) in Tätigkeit gesetzt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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