DE238537C - - Google Patents

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DE238537C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63HTOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
    • A63H33/00Other toys

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  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 77/. GRUPPE-30.
JACQUES KELLERMANN in BERLIN.
und sich selbsttätig entfalten kann.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1910 ab.
Die Erfindung betrifft einen zusammenklappbaren Gegenstand, der aus einzelnen aneinandergelenkten Platten besteht und sich selbsttätig entfalten kann. Derartige flach zusammenlegbare und in diesem Zustande verpack- und verschickbare Gegenstände, die beim Öffnen der Verpackung oder beim Loslassen des zusammengeklappten Gegenstandes selbsttätig in die Gebrauchsstellung gelangen,
ίο sind bekannt. Das Neue besteht darin, daß sämtliche Platten durch ein um sie herumgelegtes elastisches Band verbunden sind. Dabei wird zweckmäßigerweise das elastische Band von einem ringförmigen Gummiband gebildet. Die Verbindung des Gummibandes mit den Scheiben kann dabei auf einfachste Weise dadurch hergestellt werden, daß die radial angeordneten Scheiben an ihrem Außenrande mit engen Schlitzen versehen werden, durch welche das Gummiband hindurchgesteckt und in denen es durch die Reibungs- und Klemmwirkung unverrückbar festgehalten wird. Der Gegenstand der Erfindung ist mannigfacher Ausbildung fähig und dementsprechend für mannigfache Zwecke benutzbar. So kann er als Halter für verschiedenartige Zwecke ausgebildet sein, z. B. auch als Leuchter, er kann aber auch als Spielzeug dienen und entsprechende Ausbildung erfahren; es kann ein Kotillonartikel daraus hergestellt werden u. dgl. mehr. Rundet man die zusammenklappbaren, radial angeordneten Scheiben an ihrem Außenrande entsprechend ab, so kann man auf diese Weise auch einen zusammenklappbaren Stehauf herstellen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 eine Vorderansicht eines als Stehauf ausgebildeten Spielzeugs dieser Art in zusammengeklapptem Zustande, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht desselben Gegenstandes in geöffnetem Zustande, Fig. 3 eine Oberansicht des Gegenstandes in zusammengeklapptem und Fig. 4 eine Oberansicht desselben Gegenstandes in geöffnetem Zustande, wobei in den Fig. 3 und 4 die Platten oder Scheiben zur besseren Veranschaulichung verdickt dargestellt sind. Fig. 5 zeigt den Erfindungsgegenstand in seiner Ausbildung als Leuchter in einer perspektivischen Ansicht des gebrauchsfertigen Gegenstandes. Fig. 6 gibt eine Vorderansicht des zusammengeklappten Leuchters und Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 5.
Das in den Fig. 1 bis 4 veranschaulichte Spielzeug ist gänzlich aus Karton oder Pappe auf einfachste Weise hergestellt, also außerordentlich billig.- Die im wesentlichen sektorförmigen Platten oder Scheiben 1 bestehen aus Karton- oder Pappblättern. Je zwei dieser radialen Platten hängen in der Mitte zusammen, d. h. sie sind aus einem einzigen Kartonblatt von Halbmondform gebildet, wie insbesondere aus Fig. ι deutlich erkennbar. Bei
dem gezeigten Beispiel sind fünf solcher halbmondförmigen Blätter verwendet (s. Fig. 3 und 4). Diese fünf in der Form vollkommen gleichen Blätter sind so übereinandergelegt, daß sie sich decken und werden sämtlich durch eine in ihrer Mitte angebrachte Heftklammer 2 zusammengehalten. Von den fünf halbmondförmigen Blättern sind vier in der Mitte geknickt, wodurch die sektorförmigen Scheiben 1 entstehen, die um die Heftklammer 2 als Drehachse gegeneinander drehbar sind. Lediglich die fünfte Scheibe 3 (Fig. 4) ist ungebrochen, steht also fest, während die übrigen Scheiben nach beiden Seiten hin auf- und zusammengeklappt werden können.
An den Rändern sind die Scheiben 1 mit engen Schlitzen 4 (Fig. 1) versehen. In diese ist ein Gummiband 5 eingelegt, welches also sämtliche Scheiben in der insbesondere aus Fig. 4 ersichtlichen Weise umgibt. Dabei wird dieses Band infolge der Enge der Schlitze 4 von jeder der Scheiben 1 durch die Reibung festgehalten, so daß es sich nicht relativ zu diesen Scheiben zu verschieben oder zu drehen vermag. Gefördert wird dieses Festhalten des Bandes noch dadurch, daß es in den engen Schlitzen 4 zusammengedrückt wird und sich infolgedessen an beiden Seiten dicht neben diesen Schlitzen verdickt. Dies bietet gleichzeitig auch die Möglichkeit, ein einmal gerissenes Gummiband noch weiter zu benutzen, da dann nichts weiter nötig ist, als die Enden des gerissenen Bandes in einen der Schlitze 4 festzuklemmen. Befindet sich die Stehauffigur in der Gebrauchsstellung, so nimmt das Gummiband 5 die aus der Fig. 4 ersichtliche Lage ein; ist die Figur hingegen zusammengeklappt, so liegt das Band so, wie es die Fig. 3 veranschaulicht, wobei die außenliegenden Teile 6 des Gummibandes sich in gespanntem Zustande befinden, so daß sie bestrebt sind, die radialen Platten 1 wieder selbsttätig in die Gebrauchslage zu führen.
Zum Festhalten der Stehauffigur in dem zusammengeklappten Zustande dient zweckmäßigerweise eine Hülse, welche in Fig. 1 und 3 bei 7 punktiert angedeutet ist und die über die segmentförmigen Scheiben 1 geschoben werden kann und zweckmäßigerweise aus Papier o. dgl. besteht. Zieht man diese Hülse ab und läßt die Figur los, so fliegen die Segmente unter der Wirkung des sich entspannenden Gummibandes in die Gebrauchsstellung. Stellt man bei diesem Loslassen der Segmente die Figur auf einen Tisch oder eine sonstige ebene Unterlage, so wird sie während der Ausbreitung der Segmente durch die Wirkung des sich entspannenden Gummibandes wie ein Kreisel in Umdrehung versetzt, wodurch eine hübsche und eigenartige Wirkung neben der Stehaufwirkung erzielt wird.
An das ungebrochene halbmondförmige Blatt 3 ist eine Figur 8 angeklebt, die natürlich beliebige Form und Zeichnung aufweisen kann. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist hierfür das Brustbild eines Dienstmannes gewählt. Es können aber auch beliebige andere Figuren hierfür benutzt werden. Auch können bereits fertige Oblatenfiguren zu diesem Zwecke Verwendung finden. Ebenso können auch die Segmente 1 mit beliebigen Verzierungen, Zeichnung und Malerei versehen sein, und es können auch Reklamen 0. dgl. darauf angebracht sein. Die Figur 8 ist so gestaltet, daß sich das ganze Spielzeug, auch wenn es auf den Kopf oder auf die Seite gelegt wird, selbsttätig wieder aufrichtet.
Gegebenenfalls kann man statt der flachen, aus einem einzigen Blatt bestehenden Figur 8 auch diese aus einer Reihe von Platten nach Art der Platten 1 bilden bzw. von der Verlängerung dieser selbst bilden lassen, so daß dann die ganze Vorrichtung im wesentlichen Eiform erhält. In diesem Falle können auch je zwei einander zugekehrte Flächen der Platten in sich ergänzender Weise mit Figuren o. dgl. bemalt sein.
Bei der in den Fig. 5 bis 7 veranschaulichten Ausführungsform bestehen die radialen Scheiben 9 aus Metallblech und sind auf einer go in der Mitte befindlichen Achse 10 scharnierartig drehbar angeordnet. Bei dieser Ausführungsform sind nur acht Scheiben vorgesehen, die entweder sämtlich drehbar oder aber auch wiederum zwei entgegengesetzt zueinanderliegend starr miteinander verbunden und undrehbar sein können. An ihren oberen Enden sind die Scheiben 9 in der aus den Fig. 5 und 6 bei 11 ersichtlichen Weise derart ausgehöhlt, daß durch alle Scheiben zusammen ein Hohlraum 12 gebildet wird, in welchen ein Licht 13 eingesetzt werden kann.
Der aus dem elastischen Band gebildete Mechanismus kann eventl. von außen durch in bekannter Weise zwischen die Ränder der Scheiben geklebte Streifen aus biegsamem Material, wie gefälteltem Papier, Stoff o. dgl. unsichtbar gemacht werden.
Wie ohne weiteres verständlich, ist die Erfindung auch für Herstellung anderer Gegenstände brauchbar. Z. B. kann man auf diese Weise auch sich selbsttätig öffnende, zusammenklappbare Kotillonmützen herstellen, wobei dann der zusammenklappbare Teil am oberen Ende der Mütze entweder auf oder in dieser untergebracht sein kann. Auch für Mützen anderer Art, z. B. Reisemützen, ist die Erfindung in gleicher Weise anwendbar.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: ,
    ι. Zusammenklappbarer Gegenstand, der aus einzelnen aneinandergelenkten Platten besteht und sich selbsttätig entfalten kann, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Platten durch ein um sie herumgelegtes elastisches Band verbunden sind.
  2. 2. Verbindung des Bandes mit den Platten, dadurch gekennzeichnet, daß es klemmend in Schlitzen der Platten gehalten wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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