DE238262C - - Google Patents

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DE238262C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/18Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
    • B41F3/30Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes for lithography

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 238262 KLASSE 15d. GRUPPE
HANS WINTER in LEIPZIG.
Schnellpresse für indirekten Druck.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Januar 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schnellpresse für indirekten Druck, d. h. eine Maschine, bei der der Druck von der Druckform zunächst auf einen mit Gummituch oder einem anderen elastischen Bezug überspannten Zylinder übertragen und von diesem an das zu bedruckende Arbeitsstück abgegeben wird. Um mit einer Schnellpresse eine möglichst große Druckfläche ausdrucken zu können,
ίο sucht man allgemein den zum eigentlichen Drucken nicht verwendeten Arbeitsgang der Maschine, d. h. den Weg des angelegten Bogens bis zum Beginn des Druckes möglichst gering zu machen. Da dieser tote Gang hauptsächlich durch die Anordnung der Einfärbewalzen / bedingt wird, so wird vorzugsweise nur der Weg der Druckform von ihrer in Fig. 1 gezeichneten Stellung aus bis zur Berührung mit dem Übertragungszylinder als toter Gang angenommen. Diese Strecke, von der untersten Stelle des Zylinders B aus auf den Zylinder B abgewickelt gedacht, ergibt den Druckanfang auf dem Zylinder und zugleich die günstigste Anlegestelle. Jede Vergrößerung dieser Strecke bedeutet entweder einen Verlust des ausdruckbaren Formates oder bedingt eine Vergrößerung und damit Verteuerung der ganzen Maschine. Da dieser Druckanfang ganz in die Nähe der Berührungsstelle der Zylinder B und C zu liegen kommt, so kann nur entweder an den unteren Teil des oberen Zylinders oder, wie bei vorliegender Erfindung, an den oberen Teil des unteren Zylinders angelegt werden, wenn man nicht eine unverhältnismäßig große und teure Maschine erhalten will. Die Ablage des bedruckten Bogens dagegen muß von dem oberen Zylinder aus erfolgen, da der untere Zylinder dazu infolge seiner Lage und Drehrichtung nicht geeignet ist. Bei bekannten Maschinen dieser Art erfolgt die Anlage des zu bedruckenden Bogens an den unteren Teil des oberen Zylinders C. Ein gleichmäßiges Erfassen der Bogen ist wegen des dabei erfolgenden Anhebens der vorderen Bogenkante durch die Greifer des Zylinders C nicht möglich, und es kann deshalb mit diesen Maschinen kein genaues Passen bei Vielfarbendruck erreicht werden. Dieser Übelstand wird durch die vorliegende Erfindung vermieden, da hierbei die Anlage an dem oberen Teil des unteren Zylinders B erfolgt und der angelegte Bogen beim Erfassen durch die Greifer des Zylinders B nicht angehoben und verschoben wird, sondern in seiner Lage verharren kann, bis der Greifer geschlossen ist. Erst nachdem der Druck begonnen hat, der Bogen also zwischen Übertragungszylinder B und Druckzylinder C gehalten wird und ein Verschieben des Bogens nicht mehr zu befürchten ist, wird der Bogen von den Greifern des Zylinders B an die Greifer des Zylinders C abgegeben und von diesen in bekannter Weise ausgelegt.
Der Arbeitsvorgang ist folgender: Die hin und her bewegte Druckform A gibt nach erfolgter Einfärbung durch die Walzen / einen Abdruck auf den mit Gummituch überspannten Zylinder B ab, der ihn mit Hilfe des Druckzylinders C auf den zu bedruckenden Bogen überträgt. Letzterer ist von dem Anlegetisch jF aus angelegt, von den Greifern D des Zylinders B erfaßt und mit fortgeführt worden. Diese Greifer halten den Bogen während der
Umdrehung des Zylinders B so lange fest, bis der Druck begonnen hat, d. h. bis die Vorderkante des zu bedruckenden Bogens die Berührungsstelle der Zylinder B und C durchlaufen hat. Infolge des nunmehr stattfindenden Druckes ist ein Verschieben des Bogens nicht mehr möglich, und die Abnahme des Bogens von dem Zylinder B durch die Greifer E des Zylinders C erfolgt ohne Gefahr für ίο genaues Passen bei Vielfarbendruck. Die weitere Führung und die Auslage des bedruckten Bogens erfolgt in bekannter Weise, z. B. durch eine Greifertrommel G mittels Stäbe und Bänder auf den Auslegetisch H.
Die Erfindung kann sowohl für Flachdruck 15 als auch für Hoch- oder Tiefdruck Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Schnellpresse für indirekten Druck, dadurch gekennzeichnet, daß der zu bedruckende Bogen zunächst in der Nähe der Druckstelle von den Greifern (D) des Übertragungszylinders (B) erfaßt, bis kurz nach Beginn des Druckes von diesen festgehalten und dann von den Greifern (E) des Druckzylinders (C) abgenommen und weitergeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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