DE237152C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE237152C DE237152C DENDAT237152D DE237152DA DE237152C DE 237152 C DE237152 C DE 237152C DE NDAT237152 D DENDAT237152 D DE NDAT237152D DE 237152D A DE237152D A DE 237152DA DE 237152 C DE237152 C DE 237152C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rollers
- membrane
- trough
- cellulose
- solution
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 229920002678 cellulose Polymers 0.000 claims description 25
- 239000001913 cellulose Substances 0.000 claims description 25
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 21
- 239000000243 solution Substances 0.000 claims description 19
- 229920000297 Rayon Polymers 0.000 claims description 11
- 239000002253 acid Substances 0.000 claims description 11
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 8
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 8
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 6
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 claims description 5
- 230000015271 coagulation Effects 0.000 claims description 5
- 238000005345 coagulation Methods 0.000 claims description 5
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 2
- 150000003863 ammonium salts Chemical class 0.000 claims 1
- 239000012266 salt solution Substances 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 7
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical compound [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 4
- 235000002639 sodium chloride Nutrition 0.000 description 4
- 239000011780 sodium chloride Substances 0.000 description 4
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 4
- BFNBIHQBYMNNAN-UHFFFAOYSA-N ammonium sulfate Chemical compound N.N.OS(O)(=O)=O BFNBIHQBYMNNAN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 229910052921 ammonium sulfate Inorganic materials 0.000 description 3
- 235000011130 ammonium sulphate Nutrition 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 229920002955 Art silk Polymers 0.000 description 2
- DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M Ilexoside XXIX Chemical compound C[C@@H]1CC[C@@]2(CC[C@@]3(C(=CC[C@H]4[C@]3(CC[C@@H]5[C@@]4(CC[C@@H](C5(C)C)OS(=O)(=O)[O-])C)C)[C@@H]2[C@]1(C)O)C)C(=O)O[C@H]6[C@@H]([C@H]([C@@H]([C@H](O6)CO)O)O)O.[Na+] DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M 0.000 description 2
- 230000001112 coagulating effect Effects 0.000 description 2
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 2
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 2
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 description 2
- 235000010755 mineral Nutrition 0.000 description 2
- 239000011707 mineral Substances 0.000 description 2
- 239000008188 pellet Substances 0.000 description 2
- 239000011734 sodium Substances 0.000 description 2
- 229910052708 sodium Inorganic materials 0.000 description 2
- QDHHCQZDFGDHMP-UHFFFAOYSA-N Chloramine Chemical compound ClN QDHHCQZDFGDHMP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 241000270295 Serpentes Species 0.000 description 1
- 239000001166 ammonium sulphate Substances 0.000 description 1
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 238000004043 dyeing Methods 0.000 description 1
- ZOOODBUHSVUZEM-UHFFFAOYSA-N ethoxymethanedithioic acid Chemical compound CCOC(S)=S ZOOODBUHSVUZEM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 229920001021 polysulfide Polymers 0.000 description 1
- 239000005077 polysulfide Substances 0.000 description 1
- 150000008117 polysulfides Polymers 0.000 description 1
- 238000001556 precipitation Methods 0.000 description 1
- 238000000746 purification Methods 0.000 description 1
- 230000000384 rearing effect Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 150000004763 sulfides Chemical class 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
- 239000012991 xanthate Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29D—PRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
- B29D7/00—Producing flat articles, e.g. films or sheets
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C71/00—After-treatment of articles without altering their shape; Apparatus therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
- Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
- Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Cellulosehäutchen beliebiger Länge
aus wäßrigen Celluloselösungen, insbesondere aus einer Viskoselösung, durch Eintretenlassen
der betreffenden Lösung in dünner Schicht in eine Koagulationsflüssigkeit.
Man hat schon vorgeschlagen, Cellulosehäutchen durch Koagulieren von Celluloselösungen
herzustellen. Man ist dabei zunächst
ίο von der Herstellung der künstlichen Seide ausgegangen.
So wird z. B. in der amerikanischen Patentschrift 759332 für ein Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden aus Viskose die
Reinigung und Umwandlung des Cellulosexanthogenate in reine Cellulose beschrieben,
ohne zu zeigen, wie dieses Verfahren sich für die darin angedeutete Herstellung von Films
wirklich gestaltet.
Man hat aber auch (britische Patentschrift 28538/1908) speziell die Herstellung von Cellulosehäutchen
beschrieben, die darin besteht, . flüssige Celluloselösung auf einer Walzenfläche
auszubreiten und mittels der sich drehenden Walze durch ein Koagulationsbad zu führen,
welches natürlich nur von einer Seite auf die Celluloselösungsschicht koagulierend wirken
kann. Das koagulierte, auf der Walzenoberfläche anhaftende Celluloseblatt wird durch
einen Schaber von der Walzenfläche abgelöst, die noch weiterhin von anhaftenden Cellulose-.
resten und sonstigen Unreinigkeiten, z. B. mittels Bürstenwalze gereinigt wird. Das Celluloseblatt,
welches in beliebiger Länge hergestellt werden soll, wird dann durch verschiedene
Bäder hindurchgeführt, indem es, getragen von Schnüren o. dgl., immer mit derselben Seite
gegen Walzen dicht angedrückt und mit der anderen der Wirkung der Bäder ausgesetzt wird.
Nach S ü ν e r η »Die künstliche Seide«, II. Auflage, S. 141 unten und 142 oben, soll
die Herstellung von Films durch Einspritzen von Viskoselösung durch einen Schlitz in ein
Chlorammoniumbad und Aufbäumen des Films im Bade und die Herstellung längerer Bahnen
durch Auffließenlassen von Viskoselösung außerhalb des Fällbades auf eine durch dieses sich
hindurchbewegende Unterlage bewirkt werden, wobei in letzterem Falle die Filmbahn durch
Aufbäumen innerhalb des Fällbades beständig von der Unterlage abgelöst werden soll.
Demgegenüber nun bezweckt die vorliegende Erfindung die Herstellung von Cellulosehäutchen
beliebiger Länge aus wäßrigen Celluloselösungen, insbesondere aus einer Viskoselösung,
durch Eintretenlassen der betreffenden Lösung in eine Koagulationsflüssigkeit, von welcher
das Häutchen von allen Seiten umspült wird, in einem kombinierten Verfahren zu bewirken,
bei welchem das entstehende Häutchen unmittelbar im fortlaufenden Arbeitsgang durch die
weiteren Behandlungsbäder (wie z. B. Reinigungsflüssigkeit und Säure) weitergeführt wird.
Bei diesem Verfahren wird nach vorliegender Erfindung das Häutchen innerhalb des Koa-
gulationsbades- und der sich anschließenden Bäder, soweit es daselbst für eine freie Bewegung
noch keine ausreichende Festigkeit besitzt, jeweils über mehrere derart angeordnete,
verhältnismäßig eng zusammenliegende Rollen geleitet, daß es sich abwechselnd mit
der einen und der anderen Seite an eine Walze anlegt und so ein gleichmäßiges und allseitiges
Bespülen des Haut chens mit der Flüssigkeit
ίο stattfindet.
Die Zeichnung stellt beispielsweise die Einrichtung dar, welche das soeben gekennzeichnete
Verfahren auszuführen gestattet.
Fig. ι ist eine Ansicht der Einrichtung,
Fig. ι ist eine Ansicht der Einrichtung,
Fig. 2 ist dieselbe im Grundriß.
Die Einrichtung besteht aus ununterbrochen aufeinanderfolgenden, mit 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8,
9, 10, 11 und 12 numerierten Trögen. Die
Zahl der Tröge ist übrigens nicht absolut.
Sie hängt von der Zahl der Baddurchgänge, welchen man das Häutchen, sei es im Ammoniumsulfatbade,
sei es im Seesalz, sei es im Säurebade, sei es endlich in den Waschwasserbädern,
unterwerfen will, ab.
Ein Heizsystem, auf welches einzugehen hier unnötig ist, wird in den verschiedenen Trögen
in passender Weise verteilt. Zu diesem Zwecke werden Schlangen zur Zirkulation von heißem
Wasser oder Dampf in den Trögen verteilt, wo der Flüssigkeit eine höhere Temperatur ge-.
geben werden soll.
Die wäßrige xanthogensaure Celluloselösung, »Viskose« genannt, wird, wenn diese behandelt
werden soll, in der Einrichtung durch den Trichter b (Fig. 1) eingeführt.
Bei Beginn der Arbeit wird der Boden dieses Trichters, welcher von einem sich' über die
ganze Breite des Apparates erstreckenden Schlitz gebildet wird, durch irgendein Mittel
verschlossen und durch diesen Schlitz auf der ganzen Breite ein Gewebeband gezogen, welches
um Walzen c, die im ersten Troge angeordnet sind, gelegt wird, wie dies durch die
strichpunktierten Linien angezeigt ist. Dieses Gewebeband läuft nachher in einen Riemen
aus, welcher durch den ganzen Apparat von Trog ι bis 12 geht, indem er um die Walzen
in jedem Bade läuft und so dem Wege folgt, wie er durch die strichpunktierten Linienzüge
angezeigt wird.
Der Riemen gelangt aus der Einrichtung nach dem Troge 12. Bevor die- Einrichtung
in Betrieb gesetzt wird, werden das Gewebeband und sein Riemen so angeordnet wie
eben angegeben. Man bringt hierauf in das Bad ι eine wäßrige konzentrierte Lösung von
Ammoniumsulfat oder eine andere geeignete Flüssigkeit. In die Tröge 2 und 3 bringt man
eine wäßrige Seesalzlösung von geeigneter Konzentration.
In die Tröge 4, 5 und 6 führt man Mineralsäure in veränderlicher Konzentration, in die
Tröge 7, 8, 9 und 10 kaltes Wasser, endlich in die Tröge 11 und 12 heißes Wasser ein.
In dem Troge 1 (Fig. 1). sind quer sieben
Walzen angeordnet, vier oberhalb, drei unterhalb. Alle diese Walzen werden durch einen
mechanischen Antrieb angetrieben, wie man es im Schema auf Fig. 2 sieht. Dieser Antrieb
besteht in seiner Gesamtheit aus einer Längswelle x, welche sich auf die ganze Länge der
Einrichtung erstreckt, und welche jedem Troge gegenüber mit kegelförmigen Triebwerken y
versehen ist, welche in die Triebwerke ζ von gleicher kegelförmiger Gestalt eingreifen; jedes
dieser Triebwerke ζ gibt durch einen geeigneten Antrieb den verschiedenen Walzen, welche in
dem entsprechenden Troge angeordnet sind, die gewünschte Drehbewegung.
Im Troge 2 sind in gleicher Weise sieben Walzen d verteilt, vier oberhalb und drei
unterhalb. Dasselbe ist der Fall im Troge 3, wo sich sieben Walzen e, im Troge 4, wo sich
sieben Walzen f, im. Troge 5, wo sich sieben Walzen g befinden.
Dieser Trog 5 enthält, wie oben gezeigt, das zweite Säurebad, und in diesem wird das
Häütchen, indem es seinen Platz in der Einrichtung ändert, wie weiter unten erklärt
werden wird, unter der Einwirkung der Säure in Wasser unlöslich gemacht. Es ist an sich
zur Genüge fest und widerstandsfähig geworden, so. daß es nicht mehr nötig ist, dasselbe, wie
in dem ersten Teil der Einrichtung, während seines ganzen Durchlaufes in allen Teilen zu
tragen.
Auch in den Trögen 6, 7, 8, 9, 10,11 und 12
wickelt sich das Häutchen zwanglos um die einfachen Walzen, von denen vier oberhalb
des Niveaus der verschiedenen Tröge und vier unterhalb auf dem Boden angeordnet sind.
Für den Trog 6 sind vorhanden: vier Walzen oberhalb h und vier Walzen unterhalb h',
für den Trog 7 vier Walzen oberhalb i und vier Walzen unterhalb i', für den Trog 8 vier
Walzen oberhalb j und vier Walzen unterhalb /',
für den Trog 9 vier Walzen oberhalb k und vier Walzen unterhalb k', für den Trog 10 vier
Walzen oberhalb I und vier Walzen unterhalb V,
für den Trog 11 vier Walzen oberhalb m und
vier Walzen unterhalb m' und endlich für den Trog 12 vier Walzen oberhalb η und vier
Walzen unterhalb n'.
Man sieht, daß in dem ersten Teil der Einrichtung die verschiedenen Walzen c, d, e, f, g
und die dazwischen vermittelnden Walzen 0, ft, q, r in solcher Weise angeordnet sind, daß
während seines Durchlaufes das Häutchen in allen Punkten auf seiner ganzen Breite beständig
oder fast beständig gehalten wird. Es
hat somit für sich nicht nötig, getragen zu werden.
Im Gegenteil sind' in dem zweiten Teil der Maschine, wo das Häutchen schon eine gewisse
Widerstandsfähigkeit erhalten hat, die Walzen derartig angeordnet, daß das Häutchen entsprechend
einer gewundenen Linie zwanglos vorwärts wandert, indem es einfach in der Richtung von oben nach unten und von unten
ίο nach oben durch die verschiedenen Walzen,
welche in den Trögen angeordnet sind, geschickt wird.
Die Walzen c, d, e, f, g des ersten Teiles der
Maschine sind so, sehr nahe nebeneinander, aber ohne sich zu berühren, angeordnet, daß
zwischen ihnen für den Durchgang des Häutchens der notwendige Zwischenraum frei gelassen
ist. Nachdem die verschiedenen Tröge gefüllt, die Walzen in Bewegung gesetzt sind,
öffnet ein Arbeiter, welcher am Vorderteil der Maschine steht, den Boden des Trichters. Das
mit dem Riemen fest verbundene Gewebeband setzt sich durch die Maschine in Bewegung,
und die Viskoseschicht, welche aus dem Trichter in Berührung mit dem äußeren Rande dieses Gewebestoffes austritt, koaguliert
■ unmittelbar in dem Ammoniumsulfatbade. Das Band, welches sich weiterbewegt, zieht somit
eine koagulierte dünne Schicht aus der wäßrigen Viskoselösung nach sich, wobei die in dieser
Weise zugeführte Schicht durch die in dem Trichter befindliche Viskose fortgesetzt wird,
die übrigens selbst durch eine selbsttätige. Vorr
richtung oder durch aufeinanderfolgendes Eintragen zugeführt werden kann. Beim Austritt
aus dem Troge 1 ist das Blättchen (dünne Schicht) aus der wäßrigen Lösung von xanthogensaurer
Natroncellulose vollständig koaguliert. Das Blättchen kommt dann in den Trog 2, indem
es über die Walze 0 geht, und wird dort durch die Rollen d geführt, wie es in dem
Troge ι durch die Walzen c geführt worden ist. In dem Troge 2 wird es der reinigenden Wirkung
einer wäßrigen Seesalzlösung unterworfen.
Die Verunreinigungen und insbesondere die Sulfide und Polysulfide werden in diesem
Bade zurückgehalten. Die Reinigungswirkung, welche stets durch Seesalz bewirkt wird, wird
im Troge 3 fortgesetzt, wo das Häutchen durch die Walzen e geführt wird. Eventuell kann
die Zahl der Reinigungströge noch vermehrt werden.
Das Häutchen kommt nacheinander in die Tröge 4 und 5, wo es, geführt durch die Walzen
f und g, in das Mineralsäurebad eintritt. Das Häutchen wird durch die Zersetzung des
xanthogensauren Natrons in ein Cellulosehäutchen übergeführt. Das zu erhaltende Cellulosehäutchen ist dann in Wasser unlöslich.
Die unlöslich machende Wirkung wird im Troge 6, welcher ebenfalls Säure enthält, fortgesetzt,
aber die Fortbewegung des Häutchens wird dann ohne Führung in allen Teilen, wie vorher beschrieben, durchgeführt, da das
Häutchen in sich die gewünschte Widerstandsfähigkeit erlangt hat, um nicht mehr in allen
Punkten getragen zu werden.
Die chemische Arbeit ist in diesem Augenblick beendet, und die Fabrikation des Häutchens
wird durch einfaches Waschen in den Trögen 7, 8, 9,10,11 und 12 vervollständigt,
von denen die beiden oder drei letzteren z. B. erwärmt werden können in der Weise, daß
auf ein Auswaschen in kaltem Wasser ein Auswaschen in warmem Wasser folgt. Sobald
das äußerste Ende des Gewebebandes, welches infolge seiner Fortbewegung das Celluloseblättchen
nach sich zieht, in dem hinteren Teil der Maschine angekommen ist, schneidet
ein Arbeiter mittels eines Schneideinstrumentes das Celluloseblättchen am Rande seiner Verbindung
mit dem Gewebestoff ab und bringt hierauf das Ende des Celluloseblättchens auf einen zylindrischen Aufwickler s, auf welchen
eine Drehbewegung übertragen ist.
Die Maschine kann in diesem Zustande ohne Stehenbleiben weiterarbeiten. Es genügt jetzt,
die Viskose dem am Anfang der Maschine befindlichen Trichter zuzuführen und die zylindrischen
Aufwickler abzunehmen, sobald eine genügende Menge von Häutchen auf -jeden
von ihnen aufgewickelt ist.
Man kann so durch dieses Verfahren Cellulosehäutchen von fast unbestimmter Länge erhalten.
Übrigens kann man das Cellulosehäutchen, anstatt es auf einen Aufwickelzylinder
aufzuwickeln, auch zusammenfalten oder in Färbe-, Trocken- oder Schneidmaschinen
usw. leiten. Es ist selbstverständlich, daß für den ununterbrochenen Arbeitsgang eine selbsttätige
Zuführung und Entleerung jedes Troges mit einem notwendigen Überlauf vorgesehen sein muß.
Wie in den Trögen 1, 2, 3, 4 und 5, können natürlich die Führungswalzen auch in den
übrigen Trögen angeordnet sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Cellulosehäutchen von beliebiger Länge aus wäßrigen Celluloselösungen, insbesondere aus einer Viskoselösung, durch Eintretenlassen der betreffenden Lösung in dünner Schicht in eine Koagulationsflüssigkeit (z. B. Ammoniumsalzlösung) und unmittelbares, im fortlaufenden Arbeitsgange erfolgendes Weiterführen des so entstehenden Häutchens durch mehrere mit Reinigungsflüssigkeit und Säure beschickte Behälter, daduixh gekennzeichnet, 12gdaß das Häutchen innerhalb des Koagulätionsbades und der sich anschließenden Bäder, soweit daselbst das Häutchen für eine freie Bewegung noch keine ausreichende Festigkeit besitzt, jeweils über mehrere derart angeordnete, verhältnismäßig eng zusammenliegende Rollen geleitet wird, daß es sich abwechselnd mit der einen und der anderen Seite an eine Walze anlegt und so ein gleichmäßiges und allseitiges Bespülen des Häutchens mit der Flüssigkeit stattfindet.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE237152C true DE237152C (de) |
Family
ID=496787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT237152D Active DE237152C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE237152C (de) |
-
0
- DE DENDAT237152D patent/DE237152C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2059177A1 (de) | Verfahren und Einrichtung zum Nassspinnen | |
| DE2733355A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen herstellung von filtern | |
| DE966316C (de) | Verfahren zur Aufrechterhaltung des Verhaeltnisses von Loesungsmittel zum Faellmittel im Faellbad bei der Herstellung von kuenstlichen Gebilden | |
| DE892660C (de) | Vorrichtung zur Nassbehandlung von laufenden Faeden, insbesondere zur Nachbehandlung von kuenstlichen Faeden im fortlaufenden Arbeitsgang | |
| DE1660477A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Vereinigen eines einzelnen Fadens mit einem Zwirn | |
| DE1292126B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Florware | |
| DE237152C (de) | ||
| DE69808309T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum nassschmirgeln von textilgut | |
| DE1250956B (de) | Verfahren zur Herstellung von Gestricken aus einer Papier- oder Kunststoffbahn | |
| DE882285C (de) | Vorrichtung zur Behandlung kuenstlicher Faeden | |
| DE1669526A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Faserstraengen,insbesondere von Asbestfaserstraengen | |
| DE708040C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Nachbehandeln von in Stapel geschnittenen oder gerissenen Kunstfaeden | |
| DE3120042A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum impraegnieren von nass vorbehandelten warenbahnen, insbes. gewirke und gestricke, mit faerbeflotten und/oder chemikalien | |
| DE1280029B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von kuenstlichem Fleisch aus proteinfaserbuendeln | |
| DE910577C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Anspinnen von Kunstfaeden bei ihrer Herstellung und Nachbehandlung im fortlaufenden Arbeitsgang | |
| DE689900C (de) | Vorrichtung zum Nachbehandeln von endlosen Kunstfaserbaendern im fortlaufenden Arbeitsgang | |
| DE2429016A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines genadelten textilmaterials | |
| DE1735014C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Her stellung von vorwiegend aus Asbest be stehenden Bandern oder Filmen | |
| DE60010445T2 (de) | Maschine zur Behandlung, insbesondere zum Färben von strangförmigen Geweben | |
| DE1610915C3 (de) | Verfahren zum Imprägnieren weitmaschiger textiler Gewebe und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| DE848847C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen, unloeslichen Faeden aus pflanzlichen oder tierischen Eiweissstoffen | |
| DE2200312C3 (de) | Vorrichtung zum Waschen von textlien Warenbahnen | |
| DE1753694A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstleder aus regenerierter Zellulose | |
| DE2454256C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Waschen eines frisch gesponnenen, laufenden Kunstfaser-Fadens | |
| DE877054C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von kuenstlichen Faeden |