DE235656C - - Google Patents

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DE235656C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft
    • B64B1/005Arrangements for landing or taking-off, e.g. alighting gear

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 235656 KLASSE 77 h. GRUPPE
BERNHARD SORGE in BAUMSCHULENWEG. Luftschiff-Verankerungsvorrichtung.
Zusatz zum Patente 235655 vom 27. Juni 1909.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. August 1909 ab. Längste Dauer: 26. Juni 1924.
Bei dem Gegenstande des Hauptpatents 235655 war davon ausgegangen worden, daß das Verankerungsorgan sich an einer teleskopartig ausgebildeten Welle befindet und in die Erde eingreift und eindringt, indem es eingedreht wird. Bei der weiteren Ausbildung nach der vorliegenden Erfindung ist das Verankerungsorgan einer Auseinanderbewegung, einer Ausdehnung senkrecht zur Erdbohrerachse fähig, und hierbei braucht dieses sozusagen erweiterungsfähige Verankerungsorgan nicht notwendigerweise eine Erdschraube zu sein, obgleich eine solche nach wie vor verwendet wird, sondern es kann ein besonderer Körper dazu verwendet werden, der in ein Erdloch eingesenkt wird, welches von der Erdschraube, die nunmehr als Erdbohrer wirkt, hergestellt worden ist. Dieser besondere Körper und der Erdbohrer können getrennt angeordnet und benutzt werden oder zweckentsprechend miteinander vereinigt sein, aber die Erdschraube kann auch an und für sich auseinanderbewegbar, gewissermaßen spreizbar sein, was mechanisch auf mannigfache Weise ausführbar bzw. erreichbar ist, insbesondere wenn die Kraftübertragung von der Gondel o. dgl. nach dem Verankerungsorgan hin nicht rein zwangläufig, sondern mit Hilfe eines solchen Mediums, wie z. B. Druckluft o. dgl., erfolgt. Der Endzweck der Sache ist in jedem Falle nicht nur die Verankerung an und für sich, sondern auch eine erhöhte Festigkeit, eine verstärkte Sicherheit derselben, außerdem aber sollen überhaupt weitere Wege und Möglichkeiten bezüglich der Verankerung (und der Lösung derselben) mit eigenen, dem Luftschiff selbst zugehörigen Mitteln gewiesen werden.
Bei der in Fig. 1 gezeigten beispielsweisen Ausführungsform der weiteren Ausbildung des Hauptgegenstandes sind, ebenso wie in den Fig. ι und 2 des Hauptpatents, zwei Erdschrauben bzw. Erdbohrer d, d1 vorhanden, die sich am unteren Ende von Teleskopwellen g, g1 befinden. Diese Wellen sind hohl und jede von einem Drahtseil durchzogen, mittels' dessen man die freihängende Schraube heraufziehen oder, bei eingedrehter Schraube, das Luftschiff herabziehen kann. Diese Erdschrauben haben hier die Aufgabe von Erdbohrern, d. h. sie sollen jede ein Loch herstellen, in welches ein aufblähbares Organ, wie z. B. ein hohler Gummikörper, eingesenkt werden kann. Die Figur zeigt beide Lagen dieser Teile. Rechts ist der Bohrer d1 eben dabei, ein Loch zur Aufnahme des Gummikörpers p1 herzustellen, links ist der Gummikörper p in das fertige Loch eingesenkt, welches der Bohrer d vorher hergestellt hatte. Der Gummikörper p1 ist, wie zu sehen, noch nicht durch Druckluft aufgeblasen, der Gummikörper p aber ist es, und somit ist er fest an die Erdlochwandung angepreßt, so daß er dem mit ihm durch ein Drahtseil r o. dgl. verbundenen Luftschiff α einen außerordentlich festen Halt verleiht. Beim Vorhandensein von zwei Gondein und von zwei Satz der Verankerungsvor-
richtungen werden unter normalen Umständen natürlich beide benutzt. Die Erdschrauben kann man, wenn man wünscht, so aufhängen, daß sie, außer direkt, auch von der anderen Gondel aus angehoben werden können, und auch die Gummikörper fi, -p1 kann man mit schrägen, jeweils zu der anderen Gondel geführten Seilen verbinden, um eine seitliche Einstellungsmöglichkeit für diese Körper zu
ίο schaffen, -p2 sind die Druckluftschläuche, die von einer der Gondeln aus durch irgendeines der bekannten Mittel gespeist werden.
Wenn nun aber die Erdschraube als Erdbohrer arbeiten und ein Loch herstellen soll, so muß die Erde aus dem Loch entfernt werden. Dies kann entweder mittels des Erdbohrers selbst geschehen, indem dieser bei genügend schneller Drehung und zweckentsprechend gestaltetem oberen bzw. obersten Schraubengang die Erde nach oben hinauswirft, wobei man dem Schaft eine kelchartige Ausbreitung (s. Fig. 2) geben kann, welche die Erde radial ablenkt, so daß diese gewissermaßen einen Kranz um das Erdloch herum bildet, oder man macht sich die Druckluft auch hierbei zunutze, beispielsweise nach Art von Fig. 3. Hier ist der Schraubenschaft hohl, und an seinem unteren Ende hat er Düsen w, durch die hindurch die vom Luftschiff aus zugeführte Druckluft ausbläst und die mittels des Bohrers d gelockerte Erde herausbläst. Selbstverständlich kann auch hierbei ein Kelch o. dgl. nach Art von s (Fig. 2) verwendet werden. Natürlich kann das Herausschaffen der Erde aus dem Loch auch noch auf mannigfache andere Weise erfolgen.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform veranschaulicht, bei der der Gummikörper p3 von einer zentralen Hülse durchzogen und mittels dieser Hülse auf der Spindel des Erdbohrers geführt ist. Wenn der letztere das Loch hergestellt hat, dann wird er bei dieser Ausbildung nicht herausgezogen, sondern er verbleibt an Ort und Stelle, und die hervorstehende Spindel dient als Führung, also als feststehende, starre, zwangläufige, sichere Führung für den Gummikörper, der nun auf die bequemste und zuverlässigste Weise eingesenkt werden kann.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Luftschiff - Verankerungsvorrichtung nach Patent 235655, dadurch gekennzeichnet, daß das Verankerungsorgan seitlich erweiterbar und hierdurch im Erdboden festklemmbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verankerungsorgan aus einem in ein Erdbodenloch einsenkbaren, aufblähbaren Hohlkörper besteht.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Erdschraube als Erdbohrer zur Herstellung des Erdbodenloches benutzt wird, wobei die zum Aufblähen des hohlen Verankerungskörpers mitgeführte Druckluft o. dgl. auch zum Ausblasen der aufgelockerten Erde, dient, um hierdurch das Erdbodenloch zur Aufnahme des Hohlkörpers zu bilden.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Erdbohrerwelle als Führung für den an ihr längsbeweglichen Hohlkörper dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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