DE235340C - - Google Patents

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DE235340C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63JDEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J1/00Stage arrangements
    • A63J1/02Scenery; Curtains; Other decorations; Means for moving same

Landscapes

  • Tents Or Canopies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 235340 KLASSE 77g. GRUPPE
FRANZ HERTERIGH in BERLIN.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine neuartige Bühneneinrichtung. Die bisher zum Abschluß der Bühne nach den Seiten und oben verwendeten Kulissen und Soffitten waren sehr ungünstig für die Schallwirkung; denn ein Teil der Schallwellen wurde durch die senkrecht vom Schnürboden herabhängenden, aus Leinwand bestehenden Dekorationsstücke aufgefangen und verlor sich im
ίο weiten Bühnenraume. Während gewölbte Räume nur mit großen Schwierigkeiten und in seltenen Fällen als geschlossene Szene aufgebaut werden konnten, und auch die Anwendung massiver Zimmerdekorationen wegen des großen Gewichts der einzelnen Teile sich für dauernde Anwendung als untunlich erwies, genügten die bekannten versteiften Leinendekorationen den jetzigen Anforderungen weder in bezug auf plastische, noch in bezug auf akustische Wirkung. Man hat daher bereits vorgeschlagen, das Spielfeld der Bühne durch ihr zugekehrte massive Flächen zu umgeben, in denen einige Zwischenräume zum Einbringen von Dekorationsteilen und Beleuchtungsvorrichtungen angeordnet werden sollten, wobei besonders die Schwierigkeiten mannigfachen Dekorationswechsels und rascher und praktischer Handhabung der schweren Kulissenstücke zu überwinden gewesen wären, an denen jeder bisherige Versuch, massive und plastische Dekorationen dauernd zu verwenden, gescheitert ist.
Die Erfindung besteht darin, daß durch die Aneinanderreihung einer Anzahl Torbögen, deren obere Teile feste, der Bühne 'zugekehrte Flächen haben, deren Seitenteile aber nur aus Rahmenwerk bestehen, das zur Aufnahme geeigneter Verkleidungsflächen eingerichtet ist, einerseits eine für die Schallwirkung sehr günstige Umschließung der Bühne geschaffen, andererseits aber auch eine leichte Wandlung der Szenerie möglich ist. Diese neue Bühneneinrichtung entspricht auch insofern den neuzeitlichen Anforderungen, als mit verhältnismäßig einfachen Mitteln eine umfangreiche Verwendung plastischer Dekorationen ermöglicht wird.
Eine weitere Vervollkommnung bildet die Art der Anbringung der das Rahmenwerk der Seitenteile verkleidenden Flächen. Es ist bekannt, mehrere nacheinander zur Verwendung kommende Kulissen an einer gemeinsamen Drehachse leicht auswechselbar auzubringen. Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß jede einzelne der um eine gemeinsame Achse drehbaren Kulissen noch für sich allein drehbar ist. Durch diese große Beweglichkeit wird nicht nur ein sehr rascher Szenenwechsel ermöglicht, sondern .es können auch die noch nicht verwendeten Wände, die sich also noch außerhalb des Spielfeldes befinden, dicht zusammengelegt werden, so daß sie den Zugang zur Bühne nicht versperren.
Bei dem durch die Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele ist Fig. 1 der Grundriß j der Bühne. Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie C-D der Fig. 1 und Fig. 3 ein senkrecht dazu geführter Querschnitt durch die Bühne. Fig. 4 ist eine schaubildliche Vorderansicht der Bühne. Fig. 5 bis 9 zeigen die Art der Aufhängung der die Seitenteile der Pfeiler verkleidenden Wände.
Die vordersten, auf den Pfeilern cv. und ax stehenden Bogenteile a, b und c sind feststehend, die dahinter liegenden Bögen sind veränderlich, und zwar in der Weise, daß die Seitenpfeiler ex und fx. nach den Seiten herausfahrbar und ihre oberen Bogenteile d, e, f nach oben abhebbar sind. Durch diese Veränderlichkeit der hinteren Pfeiler ist es ermöglicht, die perspektivische Wirkung zu ändem.
Die nur aus Rahmenwerk bestehenden Seitenpfeiler ex und fx ruhen auf Untergestellen k, die auf Schienen fahrbar sind (Fig. 3). Die Schienen liegen auf einem Zwischenboden I quer zur Bühne. Die oberen, • nach der Bühnenseite zu feste Wände bildenden Bogenteile d, e, f sind an Seilen Ii aufgehängt, mittels deren sie, in seitlichen Führungen g geführt, nach oben aufgewunden werden können. In Fig. 3 sind Seitenpfeiler und Bogen in ihrer äußersten Lage punktiert eingezeichnet. Zum Aufhängen der das Rahmenwerk der Seitenpfeiler nach der Bühne zu verkleidenden auswechselbaren Wände dienen Säulen n, die hinter den Seitenpfeilern aufgestellt sind. Die Säulen werden nach dem Zuschauerraum hin vollkommen von den Pfeilern verdeckt. Sie tragen drehbare Aufhängevorrichtungen, an denen die Wände 0 aufgehängt werden (Fig. 5 bis 9). Jede Säule kann eine ganze Anzahl derartiger W'ände tragen, und zwar ist jede Wand für sich an der Aufhängevorrichtung drehbar, so daß sie in jedem beliebigen Winkel zur Säule eingestellt werden kann, wie das in Fig. 7 und 8 angedeutet ist. Außerdem kann jede Wand, wie das bekannt ist, für sich allein von der Säule abgenommen und an anderer Stelle eingefügt werden, so daß jede beliebige Reihenfolge hergestellt werden kapn. Beim Szenenwechsel werden die vordersten Wände entfernt und die folgenden in die Bühne eingeschwenkt (Fig. 1). An den Wänden 0 sind Arme φ befestigt, an deren Enden sich geeignete Vorrichtungen befinden, um diese Arme leicht lösbar und drehbar an den Säulen η zu befestigen. Fig. 5 und 6 zeigen zwei verschiedene Ausführungsformen. In Fig. 8 ist dargestellt, wie zwei Wände miteinander verbunden werden können.
Die hinter den beweglichen Seitenpfeilern angeordneten Säulen n- sind an den Pfeilern befestigt und zugleich mit ihnen nach den Seiten herausfahrbar. Hinter der Rippe e des dritten Torbogens befinden sich mehrere ebenfalls zum Aufhängen von Kulissen dienende Säulen ny, die auf Untergestellen ky ruhen und auf ihnen über die ganze Bühnenbreite in bekannter Weise fahrbar sind.
Hinter den Torbögen a, c, e befinden sich vom Schnürboden herabzulassende Wände q, die seitlich in Führungen g·1 geführt sind. Sie dienen dazu, die Rundungen der Bögen zu verdecken und abzuschließen. An diesen Wänden befinden sich unten Querbalken r zur Darstellung von Unterzügen o. dgl. Diese Querbalken haben rinnenförmige Gestalt und sind nach hinten zu offen, sie dienen gleichzeitig zur Aufnahme von Beleuchtungskörpern s.
Im übrigen ist die Bühne in bekannter Weise mit Versenkungen ausgestattet und wird hinten in ebenfalls bekannter Weise durch einen runden massiven Bühnenhimmel abgeschlossen, der die Schallwirkung zu unterstützen hat.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bühneneinrichtung, bei der einzelne torartige Bögen die Bühne überdecken, dadurch gekennzeichnet, daß die Pfeiler der Bögen nur aus Rahmenwerk bestehen, das auf der der Bühne zugekehrten Seite durch auswechselbare Wände (0) ausgefüllt wird.
2. Bühneneinrichtung nach Anspruch 1, bei der als Kulissen mehrere nacheinander zur Verwendung kommende. Wände (0) um eine gemeinsame Achse drehbar aufgehängt sind, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufhängen dieser Wände (0) hinter den Pfeilern angeordnete ausfahrbare Säulen in) dienen, an denen jede einzelne Wand (0) für sich allein drehbar ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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