DE233933C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE233933C DE233933C DENDAT233933D DE233933DA DE233933C DE 233933 C DE233933 C DE 233933C DE NDAT233933 D DENDAT233933 D DE NDAT233933D DE 233933D A DE233933D A DE 233933DA DE 233933 C DE233933 C DE 233933C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lime
- added
- tar
- water
- coal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
- C10L5/06—Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
- C10L5/10—Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
SS
Patentschrift
.-■ JKS 233933 KLASSE 10 b. GRUPPE
in LONDON.
Wenn man gewisse chemische Körper, beispielsweise Chlor, auf flüssige Kohlenwasserstoffe
einwirken läßt, werden Substitutionsprodukte erhalten, in denen ein oder mehrere
Atome Wasserstoff durch eine gleiche Anzahl einwertiger Elemente ersetzt sind. Diese Substitutionsprodukte
besitzen eine große Viskosität und verbinden sich leichter untereinander sowie mit anderen Reagentien, wie z. B. Kalk
ίο ο. dgl. Die Folge hiervon ist, daß Kohlenwasserstoffe
von größerem Molekularkomplex und höherem Molekulargewicht gebildet werden. Ein derartiges Produkt ist für die Zwecke
der Herstellung von künstlichem Brennstoff besonders geeignet, sowohl hinsichtlich seiner
vorzüglichen bindenden Eigenschaften als auch infolge des Umstandes, daß es weniger Rauch
beim Brennen abgibt. Es hat sich gezeigt, daß, wenn die oben erwähnte Reaktion von Chlor
auf flüssige Kohlenwasserstoffe stattgefunden hat, durch Behandlung der so vorbereiteten
Kohlenwasserstoffe mit Kalk oder einem Alkali ein Bindemittel erhalten wird, welches die wertvolle
Eigenschaft besitzt, während der Verbrennung dissoziiert anstatt destilliert zu werden.
Außerdem ist das Bindevermögen eines derartigen Bindemittels demjenigen von Pech
allein unterlegen. Dieses Resultat scheint als Ergebnis einer Verseifung oder irgendeiner
ähnlichen Reaktion durch das Alkali o. dgl. erhalten zu werden.
In der nachfolgenden Beschreibung soll unter dem Ausdruck »Kohlenstaub« jedes fein verteilte
Kohlenmaterial, das sich zur Herstellung von künstlichem Brennstoff eignet, und unter
dem Ausdruck »öl« jeder flüssige Kohlenwasserstoff,
wie z. B. Brennstoffe, öle, Teer ο. dgl., verstanden werden.
Als in der Praxis zur Verwendung in technischem Maßstabe sehr geeignetes Mittel zur
Behandlung der Kohlenwasserstoffe hat sich Chlorkalk erwiesen, welcher hinsichtlich seiner
Billigkeit und der Leichtigkeit, mit der es gehandhabt werden kann, besondere Vorteile hat;
wenn Chlorkalk verwendet wird, ist es nicht immer erforderlich, Kalk oder ein anderes
Alkali zuzusetzen.
Das Bindemittel wird aus dem Öl z. B. in folgender Weise hergestellt:
Das Öl, d. h. flüssige Kohlenwasserstoffe, wie z. B. Brennöl oder Teer, werden mit Chlor oder
Chlorkalk, beispielsweise 1V2 bis 3 Prozent
Chlorkalk, gründlich in einem Kessel gemischt und verrührt. Sobald die Reaktion stattgefunden
hat, wird die Masse erhitzt und sodann vorteilhaft Wasser zugesetzt; sodann wird
Kalk (Ca O) unter Erhitzen und fortwährendem Rühren zugegeben, wobei eine kautschuk-
oder gummiartige Substanz, d. h. das Bindemittel, entsteht.
Bei Verwendung von Chlorgas führt man dieses vorteilhaft mit Dampf. (zweckmäßig
überhitztem ,Dampf) in das Öl ein. Kalk wird darauf in der oben beschriebenen Weise zu-
) gesetzt.
Bei der Herstellung des künstlichen Brenn-Stoffes wird das genannte Bindemittel dem Kohlenstaub
in irgendeiner geeigneten Weise, beispielsweise auf die in der britischen Patentschrift
7357/06 dargestellte Art einverleibt.
,,Tm folgenden soll eine beispielsweise Ausführung des Verfahrens zur Herstellung von .■■ künstlichem Brennstoff gemäß vorliegender, Erfindung gegeben werden.
. 550 kg Gasteer werden in einen geschlossenen Behälter gebracht und 55 kg Chlorkalk zuge-
,,Tm folgenden soll eine beispielsweise Ausführung des Verfahrens zur Herstellung von .■■ künstlichem Brennstoff gemäß vorliegender, Erfindung gegeben werden.
. 550 kg Gasteer werden in einen geschlossenen Behälter gebracht und 55 kg Chlorkalk zuge-
i5' setzt und die Masse langsam gerührt. Die
Masse wird darauf erhitzt, sodann werden un-
,.; gefähr 140 kg Wasser und darauf 270 kg gepulverter
Kalk (CaO) unter fortwährendem Umrühren und Erhitzen zugesetzt.
Das Produkt bildet das oben beschriebene Bindemittel und kann sofort verwendet werden,
doch ist es vorteilhafter, es abkühlen und einige Tage vor dem Gebrauch stehen zu lassen.
330 kg dieses Bindemittels werden dann gründlich gemischt und mit 1700 kg Kohlenstaub
und 70 kg Wasser vermengt (wobei das Wasser mit der Kohle oder nach der Kohle zugesetzt wird); das Ganze wird auf ungefähr
160 bis 204 ° C. erhitzt.
Wenn die Masse hinreichend kühl ist, kann sie zu Blöcken oder Briketts in irgendeiner
geeigneten Weise oder Maschine aufgearbeitet oder gepreßt werden.
Es kann weniger Bindemittel und mehr Kohle verwendet werden oder, wenn ein höherer Heizwert
verlangt wird, mehr Bindemittel und weniger Kohle — der Heizwert des Bindemittels
ist höher als der der besten Kohle.
Den Umständen und den Erfordernissen entsprechend, können die oben beschriebenen Verhältnisse
natürlich geändert werden.
Der Kalk kann in irgendeiner geeigneten Form, beispielsweise als gebrannter Kalk (CaO),
wie oben erwähnt, entweder in Klumpen oder in fein verteiltem Zustande verwandt werden;
in Fällen, wo der Teer einen Überschuß von Wasser enthält, würde zu dem Teer zugesetzter
gebrannter Kalk (besonders wenn der Zusatz in Form von Klumpen erfolgt) diesen Überschuß
an Wasser in dem Teer aufnehmen; und wo der Teer usw. selbst ursprünglich eine hinreichende
Menge Wasser enthält, kann der Zusatz von Wasser zu dem gechlorten Teer usw., wenn gewünscht, fortgelassen werden.
Anstatt Calciumoxyd zuzusetzen, kann man auch Calciumhydroxyd Ca(OH)1 verwenden.
Man kann Wasser zu dem Kalk zusetzen und dann, während letzterer heiß ist, ihn zu dem
vorher mit Chlor oder Chlorkalk behandelten Teer zusetzen, oder es kann auch Wasser zu dem
behandelten Teer zugesetzt und dann der Kalk, wie oben beschrieben, hineingebracht, werden;
oder es kann in einigen Fällen einfach Teer und Chlorkalk ohne irgendeinen weiteren Zusatz von
Kalk oder Wasser verwendet werden.
In allen Fällen kann man, nachdem sämtliche Bestandteile zusammengemischt sind, mehr
Wasser zu der Masse zusetzen oder dies je nach Wunsch unterlassen, wobei dies von der Eigenschaft
des verwendeten Kohlenstaubs oder Kohlenmaterials abhängt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von künstlichem Brennstoff aus Kohlenstaub und
flüssigen Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssigen Kohlenwasserstoffe
vor ihrem Vermischen mit dem Kohlenstaub zunächst mit Chlor behandelt und sodann mit Calciumoxyd versetzt
werden, wobei ein Bindemittel entsteht, welches dem Kohlenstaub unter Erhitzung
beigemengt wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens gemaß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Bindemittel flüssige Kohlenwasserstoffe verwendet werden, welche mit Chlorkalk mit oder ohne weiteren Zusatz
von Kalk behandelt worden sind.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE233933C true DE233933C (de) |
Family
ID=493836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT233933D Active DE233933C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE233933C (de) |
-
0
- DE DENDAT233933D patent/DE233933C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| LU83339A1 (de) | Brennstoffbriketts | |
| DE2942122C2 (de) | ||
| DE2165026A1 (de) | Salze von Polyaminen und ihre Verwendung als Zusatzstoffe für Öle | |
| DE4030127B4 (de) | Verfahren zum Auflösen von Kohle | |
| DE233933C (de) | ||
| DE1246147B (de) | Verfahren zur Gewinnung schwefelarmer schwerer Heizoele aus Ruecktstandsoelen | |
| EP0073527B1 (de) | Verfahren zum Hydrieren von Schwer- und Rückstandsölen und dafür verwendete Katalysatoren | |
| DE2832848A1 (de) | Fluessigbrennstoff und verfahren zu dessen herstellung | |
| DE2832858A1 (de) | Verfahren zur hydrierenden verarbeitung loesungsmittelraffinierter kohle | |
| DE211918C (de) | ||
| AT42011B (de) | Verfahren zur Herstellung von Brennstoff aus Kohlenpulver und dgl. Materialen. | |
| DE632493C (de) | Verfahren zum Herstellen von Steinkohlenbriketts | |
| DE933829C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoff-OEl-Heizoel- oder Dieseltreibstoffgemischen | |
| DE875384C (de) | Hochdruckschmieroele | |
| DE559396C (de) | Verfahren zur Gewinnung wertvoller fluessiger Kohlenwasserstoffe aus schweren Mineraloelen, Kohlendestillaten oder Kohlenpasten | |
| DE2942638C2 (de) | Verwendung eines aus hochviskosen Ölen o.ä. und hydrotisiertem Calciumoxid bestehenden Pulvers als Brennstoff für Staubfeuerungsanlagen | |
| DE301138C (de) | ||
| DE283995C (de) | ||
| DE157402C (de) | ||
| DE719536C (de) | Verfahren zur Druckextraktion von Kohlen, Torf, bituminoesem Schiefer u. dgl. in Gegenwart von Katalysatoren | |
| DE1645772A1 (de) | Brennstoffoel | |
| DE246028C (de) | ||
| DE751321C (de) | Verfahren zum Erzeugen von stand- und druckfesten Presslingen aus Braunkohlenkoks | |
| DE324258C (de) | Bindemittel fuer Brennstoffbriketts aus schwerem Kohlenwasserstoffoel, insbesondere solchem, welches im Teer vorkommt, mit Zusatz fester, verdickender Stoffe | |
| DE742068C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Heiz- bzw. Treiboeles aus einem Gemisch eines vorwiegend aromatischen asphalthaltigen und eines vorwiegend aliphatischen OEles |