DE2332833C3 - Steuerbare elektrolumineszente Anordnung mit einer Haltleiterkristallscheibe - Google Patents
Steuerbare elektrolumineszente Anordnung mit einer HaltleiterkristallscheibeInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10H—INORGANIC LIGHT-EMITTING SEMICONDUCTOR DEVICES HAVING POTENTIAL BARRIERS
- H10H20/00—Individual inorganic light-emitting semiconductor devices having potential barriers, e.g. light-emitting diodes [LED]
- H10H20/062—Light-emitting semiconductor devices having field effect type light-emitting regions, e.g. light-emitting High-Electron Mobility Transistors
-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine steuerbare »
elektrolumineszente Anordnung mit einer Halbleitereinkristallscheibe entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 1. Eine derartige steuerbare elektrolumineszente Anordnung ist aus »RCA Technical Notes«,
Nr. 755 (April 1968), bekannt. w
Bei dieser bekannten Anordnung wird durch die angelegte Steuerspannung in einem Bereich der
Halbleitereinkristallscheibe eine Inversionsschicht erzeugt, die mit dem Bereich einen elektrolumineszierenden
PN-Übergang erzeugt. Der Injektionswirkungsgrad und damit die Helligkeit der Anordnung hängen somit
von der Dicke der Inversionsschicht und damit von der angelegten Steuerspannung ab.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so so
auszugestalten, daß sie keiner Inversionsschicht bedarf.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die Anordnung schon bei der
angelegten Steuerspannung Null leuchtet und die leuchtende Fläche verkleinert werden kann.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteranspriichen.
Wenn bei der Anordnung nach der Erfindung der PN-Übergang zwischen den beiden Bereichen der
Halbleitereinkristallscheibe mit Hilfe der Ohm'schen Kontakte in der Durchlaßrichtung vorgespannt wird,
werden Minoritätsladungsträger in den Bereich zwi- *>■>
sehen dem PN-Übergang und der dielektrischen Schicht injiziert und dadurch Rekombinationen herbeigeführt,
die nur strahlend sein können, wenn sie im Volumen und nicht an der Oberfläche erzeugt werden.
Wenn die Steuerelektrode positiv in bezug auf den angrenzenden Halbleiterbereich polarisiert wird, werden
die injizierten, in den entsprechenden Teil dieses Bereichs eindiffundierenden Ladungsträger vom elektrischen
Feld zu der Oberfläche geführt, wenn es sich um Elektronen handelt, oder sie werden zu dem Übergang
getrieben, wenn es sich um Löcher handelt Im ersteren Falle können sie keine strahlenden Rekombinationen
herbeiführen; im letzteren Falle entsprecaen die erzeugten Rekombinationen den Volumeneigenschaften
des Materials und der innere Lumineszenzgrad ist maximal. Eine umgekehrte Erscheinung ergibt sich,
wenn die Steuerelektrode negativ in bezug auf den angrenzenden Halbleiterbereich polarisiart wird.
Außerdem ist die Oberfläche, über die sich der Einfluß des elektrischen Feldes bemerkbar macht, von der Form
und den Abmessungen der Steuerelektrode abhängig. Die Anordnung nach der Erfindung ermöglich: auf diese
Weise die Lokalisierung der Lichtemission durch die Veränderung der an die Steuerelektrode angelegten
Spannung.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert
Es zeigt
F i g. 1 einen schematischen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der Anordnung senkrecht zu der
Emissionsoberfläche,
F i g. 2 eine graphische Darstellung der elektrischen Feldstärke entlang A-A in F i g. 1,
Fig.3 eine graphische Darstellung der unteren Grenze des Leitfähigkeitsbandes entlang A-A in F i g. 1
und
F i g. 4 einen schematischen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1
enthält die Anordnung eine Halbleiterscheibe 21 mit einem ersten Bereich 1 vom N-Leitfähigkeitstyp und mit
einem zweiten Bereich 2 vom P-Leitfähigkeitstyp, wobei ein Übergang / zwischen d.:n beiden Bereichen
der Scheibe gebildet wird. Auf dem Bereich 2 erstreckt sich eine dielektrische durchlässige Schicht 4, die
ihrerseits mit sehr dünnen Metallschichten 5 und 5' bedeckt ist, die durchlässige Teilelektroden einer
Steuerelektrode bilden. Eine Metallablagerung 8 dient zur Bildung eines Kontakts auf dem Bereich 2 und eine
andere Metallablagerung 7 dient zur Bildung eines Kontakts auf dem Bereich 1. Die Anordnung wird
mittels der Kontakte 8 und 7 in der Durchlaßrichtung vorgespannt. Dadurch werden Minoritätsladungsträger
über den Übergang /injiziert. Die in dem Bereich 2 vom P-Typ injizierten Elektronen rekombinieren mit Majori-•msladungsträgern
(Löchern), und manche dieser Rekombinationen sind strahlend, wenn sie im Volumen
und nicht an der Oberfläche auftreten. Wenn eine Spannung Van die Steuerelektrode 5 angelegt wird, hat
das sich in dem Bereich 2 ergebende elektrische Feld einen Effekt, der von der Polarität und dem Wert dieser
Spannung abhängig ist.
Wenn der Wen der Spannung von V2 auf Vi erhöht
wird, wird die Tiefe der Feldzone proportional vergrößert, wie in F i g. 2 dargestellt ist Das Feld ist
stark in der dielektrischen Schicht 4 bis zu der Grenzfläche D. An der Grenzfläche D zwischen der
dielektrischen Schicht 4 und dem Halbleiterbereich 2 fällt das Feld auf einen niedrigeren Wert ab; dann nimmt
der Wert des Feldes linear auf den Wert Null ab. Es ist ersichtlich, daß sich für eine Spannung Vu die an die
eitende Schicht angelegt wird, das Feld bis zu einer Tiefe Fi erstreckt, während sich für eine darunter
liegende Spannung V2 (betragsmäßig) das Feld nur bis zu einer Tiefe F2
< Fi erstreckt, wobei der Gradient G in den beiden Fällen genau gleich ist. Die Grenze F von ·
der an das Feld praktisch gleich Null ist, unterteilt den Bereich 2 in zwei Zonen, und zwar eine Äquipotentialzone
2a, innerhalb der sich die injizierten Elektronen durch Diffusion verschieben, von denen eine gewisse
Anzahl endgültig die benachbarte Zone 2b erreichen, in wenn die Dicke der Zone 2a ihre Diffusionslänge L
unterschreitet, und die zweite Zone 2b, die eine elektrische Feldzone ist, in der die Elektronen bei
positiver Spannung V zu der dielektrischen Schicht 4 geführt oder bei negativer Spannung V in Richtung auf r>
die Grenze F beschränkt werden.
F i g. 3 zeigt, daß in dem Bereich 1 die Untergrenze des Leitungsbandes bei 11 liegt. Rechts von dem
Übergang / steigt die Untergrenze auf 12 an, wie bei jeder in der Durchlaßrichtung vorgespannten elektrolumineszierenden
PN-Diode. Von der Grenze F an folgt die Untergrenze einer genau exponemiellen Kurve, und
zwar entweder der Kurve 13 im Falle einer legativen Spannung Köder der Kurve 14 im Falle einer positiven
Spannung V. Wenn die Polarität der Spannung V positiv ist treten die Rekombinationen mit größerer Wahrscheinlichkeit
in der Nähe der Oberfläche auf und sind nicht strahlend, während bei negativer Spannung die
Rekombinationen mit größerer Wahrscheinlichkeit in der Nähe der Grenze F auftreten und die Wahrschein- «1
lichkeit des Auftretens strahlender Rekombinationen maximal ist
Durch Änderung des Wertes der Spannung V kann auf diese Weise eine kontinuierliche Änderung der
Lichtausbeute zwischen Null und einem Höchstwert J5 erhalten werden, je nach der inneren Quantenausbeute
in der Zone 2a und je nach der Absorption in der Zone 2b, in der dielektrischen Schicht 4 und in der
Steuerelektrode 5.
Wenn für die an die Steuerelektrode 5 angelegte Spannung V und für die an die Steuerelektrode 5'
angelegte Spannung V entgegengesetzte Polaritäten gewählt werden, wird die eine Fläche hell und die
andere dunkel erscheinen. Die Lichtemission wird an der negativ polarisierten Fläche lokalisiert Das von der «
Spannung Verzeugte elektrische Feld, das sich bis zu F erstreckt, hat z. B. einen abstoßenden Effekt auf die
Elektronen und die Fläche 5 wird hell; das von der Spannung V erzeugte Feld, das sich bis zu H erstreckt,
hat einen anziehenden Effekt auf die Elektronen und die Fläche 5'wird dunkel,
Nunmehr wird die Herstellung einer Anordnung gemäß F i g. 1 beschrieben.
Es wird von einer Scheibe aus Galliumarsenid (GaA.;) ausgegangen, auf der eine epitaktische Galliumarsenidphosphidschicht
(GaAsi _ ,P, mit χ = 0,4) abgelagert ist, die mit Tellur mit einer Konzentration von
5 · 1016 Atomen/cm3 dotiert ist und eine Dicke von
70 μπι aufweist. In dieser epitaktischen Schicht wird
eine Zindiffusion mit einer mittleren Konzentration von 5 - 1018 Atomen/cm3 über eine Tiefe von 2 μιτι durchgeführt
Dann wird eine Wärmebehandlung durchgeführt, die eine Ausdiffusion von Zink bewirkt, wobei die
Oberflächenkonzentration auf etwa 10" Atome/cm3
herabsinkt.
Eine SiO2-Schicht von 0,15 μπι wird auf der
Oberfläche der diffundierten Schicht gebildet. Dann werden Elektroden einerseits auf dieser Schicht und
andererseits auf der Scheibe angebracht, damit die Anordnung mit einer Spannung von 1,8 V in der
Durchlaßrichtung gespeist werden kann und die Steuerelektroden mit einer zwischen +80 V und —10 V
einstellbaren Spannung polarisiert weroen können. Um eine ausreichende Lichtdurchlässigkeit zu erreichen,
sind die auf der Schicht angebrachten Elektroden aus Chrom mit einer Dicke von weniger als 50 nm
hergestellt
Fig.4 zeigt einen schematischen Schnitt durch ein
zweites Ausführungsbeispiel der Anordnung. Die Anordnung enthält eine Scheibe 21 mit einem
diffundierten Bereich 2, der mit der Scheibe einen PN-Übergang / bildet; eine dielektrische Schicht 4
bedeckt die Oberfläche und schützt somit den Übergang wo dieser bei 25 an die Oberfläche grenzt wobei
Kontaktanschlüsse über diese dielektrische Schicht auf dem diffundierten Bereich 2 angebracht werden. Eine
leitende Schicht bedeckt die dielektrische Schicht und ist so gestaltet, daß ihre Konfiguration den abzubildenden
Elementen entspricht.
Die Steuerelektroden 5, 5' sind z. B. gemäß einer ΧΎ-Matrix angeordnete Punkte oder gemäß der
bekannten Sieben-Segment-Anzeige angeordnete Stäbe. Auf der nicht mit Metallflächen bedeckten
Oberfläche der Schicht 4 erstreckt sich eine isolierende und undurchlässige Schicht 28, die dadurch undurchlässig
sein kann, daß auf ihrer Oberfläche eine dünne nichtisolierende undurchlässige Schicht angebracht
wird. Kontaktelektroden 7 und 8 sind auf gegenüberliegenden Seiten der Scheibe 21 angebracht.
Claims (4)
1. Steuerbare elektrolumineszente Anordnung mit einer Halbleitereinkristallscheibe, die aus zwei
Bereichen unterschiedlichen Leitfähigkeitstyps und ϊ einem dazwischen liegenden, im wesentlichen
parallel zu den Hauptoberflächen der Scheibe verlaufenden, durch Dotierung erzeugten PN-Übergang
besteht, mit Ohm'schen Kontakten an den beiden Bereichen, mit einer nur an einen Bereich κι
grenzenden dielektrischen Schicht auf einer Hauptoberfläche und mit einer lichtdurchlässigen Steuerelektrode
auf einem Teil der dielektrischen Schicht, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
dielektrische Schicht (4) in Richtung der Flächennor- ι * male des parallelen Teils des PN-Übergangs (J)
vollständig über dem PN-Übergang erstreckt
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke des Bereichs (2) zwischen dem PN-Übergang (J) und der dielektrischen Schicht
(4) 1 — 10 Diffusionslängen der Minoritätsladungsträger beträgt
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dotierungskonzentration
des Bereichs (2) zwischen dem PN-Übergang (J)und der dielektrischen Schicht (4) in der Nähe des
PN-Überganges höher als in der Nähe der dielektrischen Schicht ist
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektrode J«
aus mehreren Teüelektroden (5,5') besteht
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2332833A DE2332833C3 (de) | 1973-06-28 | 1973-06-28 | Steuerbare elektrolumineszente Anordnung mit einer Haltleiterkristallscheibe |
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| DE2332833A1 DE2332833A1 (de) | 1974-01-31 |
| DE2332833B2 DE2332833B2 (de) | 1981-07-09 |
| DE2332833C3 true DE2332833C3 (de) | 1982-03-18 |
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ID=5885294
Family Applications (1)
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| DE2332833A Expired DE2332833C3 (de) | 1973-06-28 | 1973-06-28 | Steuerbare elektrolumineszente Anordnung mit einer Haltleiterkristallscheibe |
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| DE (1) | DE2332833C3 (de) |
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1973
- 1973-06-28 DE DE2332833A patent/DE2332833C3/de not_active Expired
Also Published As
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| DE2332833A1 (de) | 1974-01-31 |
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