DE2331663A1 - Verfahren zum herstellen chemisch gebundener feuerfester formkoerper - Google Patents

Verfahren zum herstellen chemisch gebundener feuerfester formkoerper

Info

Publication number
DE2331663A1
DE2331663A1 DE19732331663 DE2331663A DE2331663A1 DE 2331663 A1 DE2331663 A1 DE 2331663A1 DE 19732331663 DE19732331663 DE 19732331663 DE 2331663 A DE2331663 A DE 2331663A DE 2331663 A1 DE2331663 A1 DE 2331663A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
microwave irradiation
heating
heated
temperature
chemically bonded
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732331663
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Dipl Ing Dr Bartha
Alexander Tutsek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Refratechnik Albert GmbH
Original Assignee
Refratechnik Albert GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Refratechnik Albert GmbH filed Critical Refratechnik Albert GmbH
Priority to DE19732331663 priority Critical patent/DE2331663A1/de
Publication of DE2331663A1 publication Critical patent/DE2331663A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/622Forming processes; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/626Preparing or treating the powders individually or as batches ; preparing or treating macroscopic reinforcing agents for ceramic products, e.g. fibres; mechanical aspects section B
    • C04B35/63Preparing or treating the powders individually or as batches ; preparing or treating macroscopic reinforcing agents for ceramic products, e.g. fibres; mechanical aspects section B using additives specially adapted for forming the products, e.g.. binder binders
    • C04B35/6303Inorganic additives
    • C04B35/6306Binders based on phosphoric acids or phosphates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/622Forming processes; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/64Burning or sintering processes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Devices For Post-Treatments, Processing, Supply, Discharge, And Other Processes (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

DR. ING. KARL BOEHMERT * MPL.-INC. ALBERT BOEHMERT
28 BREMEN · FELDSTRASSE 24 · TEL (0421) »74044
DR.-ING. WALTER HOORMANN - DlPL-PHYS. DR. HEINZ GODDAR
Aktenzeichen: NeUS-MDeldUng Postscheckkonto: Hamburg 126083
; Bankkonto: Bremer Bank, Bremen, Kto. 1001449
Named. Anm.: Refratechnik Albert GmbH
Mein Zeichen: R 60 28 Bremen, den 21. Juni 1973
Refratechnik Albert GmbH, 34 Göttingen, Rudolf-Winkel-Straße 1 ...".... . ......
Verfahren zum Herstellen chemisch gebundener feuerfester Formkörper
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen feuerfester Formkörper aus mit wässrigem Bindemittel versetzten Feststoffen durch Härten der ausgeformten Formkörper unter eine chemische Reaktion des Bindemittels mit wenigstens einem Teil der Feststoffe bewirkender Erwärmung.
Feuerfeste Formkörper sind vorgeformte und verfestigte Baustoffe, die bei industriellen Fertigungsprozessen verwendet werden, bei denen Temperaturen von mehr als 1000° C auftreten. Sie dienen als Innenauskleidung der Reaktions- oder Verbrennungsräume und haben die Aufgabe, das Prozeßgut und den Wärmeträger örtlich zu begrenzen. Sie werden in Form von sogenannten
409883/1129
feuerfesten Steinen^ Blöcken oder Fertigbauteilen beispielsweise in den öfen der Stahl-und Zementindustrie eingesetzt.
Gebundene feuerfeste Formkörper bestehen im allgemeinen aus einem preßfähigen Korngemisch abgestuften Kornaufbaus, welches unter Druck geformt und vor dem Einsatz durch einen keramischen Brennprozeß dauerhaft verfestigt wird.
Andererseits lassen sich feuerfeste Formkörper der beschriebenen Art auch dadurch herstellen, daß ein Feststoff, beispielsweise totgebrannter Dolomit 1 Periklas und /oder Magnesit, mit heißem Pech oder Teer vermischt wird. Aus dem warmgehaltenen Gemisch wird der Formkörper in der gewünschten Form hergestellt und daraufhin durch Erwärmung auf eine relativ niedrige Temperatur, üblicherweise auf eine Temperatur unterhalb der Verkokungstemperatur des Teers oder Pechs, gehärtet. Bei der Härtung des Teers oder Pechs verdunsten die flüchtigen Bestandteile dieses Bindemittels, wobei jedoch keinerlei chemische Reaktion des Bindemittels mit den Feststoffanteilen der Formkörper erfolgt.
Eine andere Art der Verfestigung läßt sich durch Zugabe einer wässrigen Lösung eines sogenannten chemischen Bindemittels zu der Feststoffmasse erzielen, welches bei höherer Temperatur wenigstens mit einem
409883/1129
Teil der Feststoffmasse reagiert, wobei infolge der chemischen Reaktion eine Verfestigung des Formkörpers durch die Bildung von Monoaluminiumphosphat, Aluminiumsulfat und/oder Magnesiumchlorid, V/asserglas, Borsäure, Borsäureanhydrit oder Chrom (VI)oxid erfolgt. Die zur Verfestigung und damit zum Härten der Formkörper erforderliche Erwärmung erfolgt üblicherweise in den in der keramischen Industrie als Trockeneinrichtungen gebräuchlichen periodisch betriebenen Kammertrocknern, bei denen die Formkörper auf Horden oder Gestellwagen in die Kammern eingefahren und dort durch umgewälzte Luft getrocknet werden. Die erforderliche Erwärmung kann auch in kontinuierlich arbeitenden Kanal- oder Tunneltrocknern erfolgen, bei denen das auf Wagen aufgeschichtete Gut Zonen unterschiedlicher Temperatur- und Feuchtigkeitsgrade durchläuft. Eine weitere Möglichkeit der Erwärmung der Formkörper besteht in der sogenannten Strahlungstrocknung, die jedoch in der Feuerfestindustrie seltener angewendet wird.
Die beschriebenen Vorrichtungen zur Erwärmung der chemisch sich verfestigenden Formkörper haben die Eigenart, daß die Wärme durch Konvektion oder Strahlung an die Formkörper herangeführt und zunächst von der Oberfläche der Formkörper nach innen weitergeleitet werden muß, bis die Formkörper insgesamt durchwärmt sind. In der Anfangsphase, in der also ein Temperaturgradient von der Außenfläche der Formkörper zum Formkörperinneren besteht, wird die Diffusion von Feuchtigkeit vom Formkörperinneren nach außen infolge des Temperaturgradienten behindert. In der anschließenden Trocknungsphase diffundiert
409883/1129
dann die Feuchtigkeit nach außen, wobei sich ein von innen nach außen abfallender Feuchtigkeitsgradient einstellt. Bei der Trocknung chemisch gebundener feuerfester Formkörper kommt es hierbei zu einer Bindemittelmigration von innen nach außen, wobei sich das chemische Bindemittel in den äußeren Schichten konzentriert, während das Steininnere an der Bindephase verarmt. Hieraus resultiert bei chemisch gebundenen Formkörpern ein inhomogenes Gefüge mit einer harten Außenhaut und einem weichen Kern. Dies ist ein beträchtlicher Nachteil der chemisch gebundenen feuerfesten Formkörper, da nur optimal homogene .Formkörper den an feuerfeste Auskleidungen oder dergleichen gestellten Anforderungen gerecht werden. Außerdem ist bei dem bekannten Verfahren zum Herstellen chemisch gebundener feuerfester Formkörper während der Erwärmung im Ofen die Aushärtung entsprechend dem Temperaturgradienten in der Außenzone der Formkörper zum gleichen Zeitpunkt weiter fortgeschritten als in den inneren Zonen. Dies bedeutet, daß die verfestigte Außenhaut bereits dicht und wasserundurchlässig ist, bevor der Hauptteil des Wassers aus dem Formkörperinneren entwichen ist. Als Folge bilden sich Risse, welche zu einer Zerstörung des Formkörpers führen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem eine homogene Verteilung der Bindephase und damit des Gefüges in den ausgehärteten Formkörpern gewährleistet ist. Bei diesem Verfahren soll gleichzeitig vermieden werden, daß die Außenzonen der Form-
409883/1129
körper in ihrem Erhärtungsverlauf den Innenzonen vorauseilen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren der genannten Art gelöst, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Formkörper zur Erwärmung einer Mikrowellenbestrahlung ausgesetzt werden.
Es ist bereits seit langem bekannt, daß anstelle konventioneller Trocknungsverfahren mittels beheizter öfen zur Erwärmung von Materialien, welche dipolhaltige Bestandteile, beispielsweise Wasser, enthalten, eine Bestrahlung mittels Mikrowellen durchgeführt werden kann. Diese Mikrowellenbestrahlung eignet sich zum raschen und wirksamen Kochen von Nahrungsmitteln, zum Gefriertrocknen und zum Trocknen zahlreicher anderer Produkte, wie beispielsweise Papier und Holz. Insgesamt läßt sich die Erwärmung mittels Mikrowellenbestrahlung stets dann durchführen, wenn die zu erwärmenden Materialien einen hohen dielektrischen Verlustfaktor besitzen. Der wesentliche Vorteil der Mikrowellenbestrahlung gegenüber konventionellen Erwärmungsverfahren, also gegenüber der beschriebenen Ofentrocknung, besteht darin, daß anstelle einer von der Außenfläche der zu erwärmenden Stoffe oder Körper ausgehenden Aufheizung eine Volumenerwärmung, gleichmäßig über den Querschnitt des dipolhaltigen Körpers oder dergleichen, erfolgt.
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß die Mikrowellenbestrahlung sich zur
409883/1129
chemischen Aushärtung feuerfester Formkörper, bei denen die wässrige Lösung eines chemischen Bindemittels mit bestimmten Feststoffbestandteilen reagiert, besonders gut eignet, weil infolge der Mikrowellenerwärmung der Formkörper die chemische Reaktion prinzipiell anders verläuft als bei konventioneller Erwärmung: Während bei der Verwendung konventioneller Trockner unter allen Umständen ein Temperatur- und Feuchtigkeitsgradient im zu verfestigenden Formkörper auftritt, wodurch eine stark diffusionsgesteuerte Reaktion des chemischen Bindemittels mit den Feststoffen stattfindet, erfolgt die Verfestigung der Formkörper beim erfindungsgemäßen Verfahren durch eine Reaktion mit örtlich konstanter Kinetik, wodurch die Qualität der hergestellten Formkörper entscheidend verbessert wird.
Durch die deutsche Offenlegungsschrift 2 127 6O7 ist es zwar bereits bekannt, teerhaltige Formkörper mittels Mikrowellenbestrahlung zu härten, jedoch handelt es sich dabei lediglich um den Ersatz der konventionellen Ofenbeheizung durch Mikrowellenbestrahlung, wodurch die Trocknungszeit herabgesetzt wird. Die überraschende Lehre der Erfindung, den Reaktionsablauf durch die Verwendung der Mikrowellenbestrahlung zu beeinflussen, konnte dieser Druckschrift nicht entnommen werden, weil dort das Bindemittel in keiner Weise mit den Feststoffen reagiert.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß für die Mikrowellenbestrah-
409883/1129
lung eine Frequenz von 900 bis 25 000 Megahertz verwendet wird. Dabei kann es vorgesehen sein, daß für die Mikrowellenbestrahlung eine Frequenz von etwa 2 5°0 Megahertz verwendet wird.
Die Verfestigung der chemisch gebundenen Formkörper, zu deren Herstellung das erfindungsgemäße Verfahren dient, erfolgt im wesentlichen durch Phosphatbindung. Diese Phosphatbindung kann entweder durch chemische Reaktion von Phosphorsäure mit Oxiden oder anderen Salzen oder aber ohne eine chemische Reaktion durch rein thermische Entwässerung und Bildung kondensierter Phosphate erfolgen. Beide Mechanismen führen mit steigender Temperatur zur Ausbildung eines Basalzementes, der die gröberen Kornfraktionen, d.h. die granulierten Feststoffanteile, miteinander verkittet. Die Erhärtung eines feuerfesten, tonerdehaltigen Formkörpers, der in der erfindungsgemäß vorgesehenen Weise mit Orthophosphorsäure verpreßt und getrocknet wird, verläuft prinzipiell dabei in drei Stufen. In der ersten Stufe, die in einer Reaktion der Orthophosphorsäure mit dem reaktiven Feinanteil des Formkörpers beispielsweise AIpO, zu Al (HpPO^,) ^ χ aq. besteht, führt bei Temperaturen zwischen 20 und Λ*?0° C zu einer zunehmenden Verfestigung unter Ausbildung von Al (HpPO^),. In der zweiten Stufe, bei weiterem Erhitzen im Bereich von 236 bis 257°C, kondensiert das Al (HpPO^)7 unter Abgabe von chemisch gebundenem Wasser zu Alp (HpPpO17);,, wobei die Festigkeit weiter zunimmt. Schließlich kondensiert das Αΐ2(Η2Ρ2θπ)χ x
zwischen 400 und 500° C unter Abgabe von chemisch gebundenem
409883/1 129
Wasser zu Al(P(O,^·
Je nach den Anforderungen, die an die Festigkeit der herzustellenden Formkörper gestellt werden, kann die Reaktion bis zu einer der drei genannten Stufen geführt werden. Demzufolge zeichnen sich xveitere Ausführungsformen der Erfindung dadurch aus, daß die Formkörper durch die Mikrowellenbestrahlung auf Temperaturen von wenigstens I5O0 C, von wenigstens etwa 260° C oder aber von mehr als 5OO C erwärmt werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung, in der drei Ausführungsbeispiele im einzelnen erläutert sind.
Beisniel 1
Zunächst wurde ein F-ormkörper aus Leicht schamotte üblichen Kornaufbaus mit 14- % Orthophosphorsäuregehalt und einem Raumgewicht von 1,4- g/cnr vorgeformt. Der Stein, mit einem Gewicht von 5*57 kg» wurde in einem in der Gastronomie üblichen Mikrowellengerät mit einer Frequenz von 2 4-50 Megahertz und einem Anschlußwert von 1,2 kW getrocknet. Nach 20 Minuten war der Stein trocken, nach 100 Minuten war die erste Stufe und nach 24-0 Minuten die zweite Stufe der Phosphatbindung abgeschlossen. Die Kaltdruckfestigkeit des Steines betrug anschließend 120 kp/cm .
Die entsprechende Wärmebehandlung in einem konventionellen Tunneltrockner erfordert 32 Stunden, wobei die Eingangstemperatur 5O0C und die Endtemperatur
40988 3/1129
_ Q —
250° C beträgt.
Bei der Mikrowellenhärtung, die in der beschriebenen Art durchgeführt wurde, ergab sich in der Steinmitte, also im Abstand von 10 cm von der Außenzone, ein PpOc1-Gehalt von 6,60 %, während der entsprechende Gehalt in der Außenzone 7,12 % betrug. Demgegenüber wies der konventionell getrocknete Stein in der Steinmitte einei P20;--Gehalt von 5,5^· % auf, während der entsprechende Wert in der Außenzone 9,53 °/o betrug. Hieraus ergibt sich die Überlegenheit der Mikrowellenbestrahlung gegenüber der konventionellen Wärmebehandlung, da bei dem erfindungsgemäß behandelten Stein die Bindemittelverteilung über den Steinquerschnitt praktisch konstant ist, während beim konventionell gehärteten Stein ein beträchtlicher Gradient der Bindemittelkonzentration von der Außenzone zur Steinmitte mit daraus resultierender Qualitätsbeeinträchtigung des Formkörpers zu beobachten ist.
Beispiel 2
Es wurde ein Formkörper aus Sinterbauxit üblichen Kornaufbaus mit einem Orthophosphorsäuregehalt von 4 % und einem Raumgewicht von 2,80 g/cm^ hergestellt. Der Stein mit einem Gewicht von 7,75 kg wurde wie in Beispiel 1 wärmebehandelt. Der Stein war nach 20 Minuten trocken; nach 60 Minuten war die erste Stufe und nach 140 Minuten die zweite Stufe der Phosphatbindung abgeschlossen. Die Kaltdruckfestigkeit betrug anschließend 520 ko/cm .
409883/1 129
- ίο -
Auch hier wurden in einem konventionellen Tunnelofen mit einer Eingangstemperatur von 50 C und einer Endtemperatur von 250 C 32 Stunden Härtungszeit "benötigt.
Beispiel 3
Zur Herstellung eines Formkörpers aus Sintermagnesia üblichen Kornaufbaus mit 2 % Sulfitablauge (Calziumligninsulfonat), 50%-ig, wurde ein Stein mit einem Gewicht von 8,20 kg in dem Mikrowellengerät von Beispiel 1 und Beispiel 2 gehärtet. Nach 20 Minuten war der Stein getrocknet, nach 80 Minuten war die Bindung soweit abgeschlossen, daß der Stein eine KaItdruckfestigkeit von 810 kg/cm erreicht hatte.
Bei allen vorstehend beschriebenen Beispielen kann zur Erwärmung des Steins auch eine kombinierte Aufheizung durch Mikrowellenbestrahlung und durch konventionelle Ofenbeheizung gewählt werden. Vorzugsweise erfolgt diese kombinierte Beheizung stufenförmig, indem nämlich anfangs ausschließlich durch Mikrowellenbestrshlung erwärmt wird, um so die erwähnte gleichmäßige Bindemittelverteilung zu erreichen, woraufhin dann in der Endphase, bei höheren Temperaturen, die konventionelle Aufheizung oder Endtrocknung erfolgt.
Die in der vorstehenden Beschreibung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebigen Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
409883/1 1 29

Claims (8)

  1. -Kk-
    Ansprüche
    Verfahren zum Herstellen feuerfester Formkörper aus mit wässrigem Bindemittel versetzten Feststoffen durch Härten der ausgeformten Formkörper unter eine chemische Reaktion des Bindemittels mit wenigstens einem Teil der Feststoffe bewirkender Erwärmung, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper zur Erwärmung einer Mikrowellenbestrahlung ausgesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Mikrowellenbestrahlung eine Frequenz von 900 bis 25 000 Megahertz verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Mikrowellenbestrahlung eine Frequenz von etwa 2 5OO Megahertz verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper durch die Mikrowellenbestrahlung auf eine Temperatur von wenigstens etwa 1500 C erwärmt werden.
    409883/1129
    -42 -
  5. 5· Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper durch die Mikrowellenbestrahlung auf eine Temperatur von wenigstens etwa 260 C. erwärmt v/erden.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper durch die Mikrowellenbestrahlung auf eine Temperatur von mehr als 500° C erwärmt werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper zusätzlich zur Mikrowellenbestrahlung durch Ofenbeheizung erwärmt werden.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper nach der Mikrowellenbestrahlung durch Ofenbeheizung erwärmt werden.
    409883/1129
DE19732331663 1973-06-22 1973-06-22 Verfahren zum herstellen chemisch gebundener feuerfester formkoerper Pending DE2331663A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732331663 DE2331663A1 (de) 1973-06-22 1973-06-22 Verfahren zum herstellen chemisch gebundener feuerfester formkoerper

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732331663 DE2331663A1 (de) 1973-06-22 1973-06-22 Verfahren zum herstellen chemisch gebundener feuerfester formkoerper

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2331663A1 true DE2331663A1 (de) 1975-01-16

Family

ID=5884685

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19732331663 Pending DE2331663A1 (de) 1973-06-22 1973-06-22 Verfahren zum herstellen chemisch gebundener feuerfester formkoerper

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2331663A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1991008177A1 (en) * 1989-11-28 1991-06-13 Ioannis Gyllis Processing of ceramic materials with radio-frequencies of the microwave and uhf zones both modulated or non-modulated

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1991008177A1 (en) * 1989-11-28 1991-06-13 Ioannis Gyllis Processing of ceramic materials with radio-frequencies of the microwave and uhf zones both modulated or non-modulated

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0166094B1 (de) Verfahren und Anlage zur Herstellung von Gipsfaserplatten
DD142537A5 (de) Verfahren zur herstellung eines flammhemmenden als formkoerper ausgefuehrten bauelementes aus lignocelluloseteilchen
DE3313596C1 (de) Keramikplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2805523B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Gipsbauteilen
DE2104680A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenstoffkörpern
DE2844951C2 (de) Verwendung eines in einem Metallrahmen unter Druck geformten feuerfesten Keramikmaterials als Schieber für ein Absperrorgan zum Regeln des Flusses von Metallschmelzen
DE2331663A1 (de) Verfahren zum herstellen chemisch gebundener feuerfester formkoerper
DE2127607B2 (de) Verfahren zur herstellung bindemittelhaltiger feuerfester formkoerper
DE102005052380B4 (de) Hochtemperaturfester Aluminat-Wärmedämmstoff, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
DE2611688C2 (de) Verfahren zur Verhinderung der Schrumpfung einer wässrigen hydraulischen zementartigen Mischung während des Abbindens und Härtens durch den Zusatz eines wärmebehandelten, teilchenförmigen, kohlenstoffhaltigen Materials vor oder während der Zugabe von Wasser
DE3343345C2 (de)
DE1471227B2 (de) Basisches feuerfestes erzeugnis und verfahren zu seiner herstellung
DE2162747A1 (de) Verfahren zur herstellung von waermespeichersteinen
DE578389C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Baustoff aus Kalk
DE2205119C3 (de) Asbestfaserplatte
DE1471402B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines feuerfesten Stoffs unter Verwendung von Phosphaten als Bindemittel für Ofenauskleidungen
DE3929703A1 (de) Verfahren zum herstellen von gipsbauteilen
DE2914144A1 (de) Verfahren zum herstellen von formsteinen aus kalksilikat-betonen, insbesondere von kalksandsteinen
DE764851C (de) Verfahren zum Nachbehandeln vorgeformter, bindemittelhaltiger Koerper aus verfilzten Faserstoffen
AT113677B (de) Verfahren zur Herstellung von ungebrannten feuerfesten Formstücken.
DE2613977C3 (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Holzspanplatten
AT223368B (de) Verfahren zur Wärmehärtung von Formkörpern
AT325496B (de) Verfahren und anlage zur herstellung von sintermagnesia, sinterdolomit, sinterkalk oder deren mischungen
DE1204991B (de) Verfahren zum Herstellen korrosionsbestaendiger Bauelemente
DE2018098A1 (de) Verfahren zur Herstellung von basischen feuerfesten Formkorpern