DE230620C - - Google Patents
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- DE230620C DE230620C DENDAT230620D DE230620DA DE230620C DE 230620 C DE230620 C DE 230620C DE NDAT230620 D DENDAT230620 D DE NDAT230620D DE 230620D A DE230620D A DE 230620DA DE 230620 C DE230620 C DE 230620C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H3/00—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up intermittently, e.g. mules
- D01H3/02—Details
- D01H3/26—Driving or stopping arrangements not otherwise provided for; Locking motions ; Control of machines
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H2700/00—Spinning or twisting machines; Drafting devices
- D01H2700/21—Piecing or cleaning in spinning mules
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei den Selbstspinnern für Kammgarne und Baumwolle haben sich die Anflugfäden stets
als ein großes Übel gezeigt. Wenn während des Spinnvorganges am Selbstspinner einige
Fäden brechen, so haben bei der Ausfahrt des Wagens die Enden der der Spindel anhaftenden
Bruchteile der Fäden die Neigung, sich an den Nachbarspindeln zu fangen und auf deren Garnkörper aufzuwickeln. Während
ίο der Einfahrt des Wagens brechen die Fäden
vielfach beim Abschlagen infolge der plötzlich erhöhten Spannung unter dem Draht,
und da die Einfahrt eine viel kürzere Zeit in Anspruch nimmt als die Ausfahrt, fallen
die Fadenbruchteile nicht so schnell hinunter, als der Wagen einfährt. Die ,Fadenbruchteile
schweben, durch die von der. Einfahrt verursachte Luftverdrängung gehalten, in der
Luft und werden von dem durch die Drehung der Spindeln hervorgerufenen, Luftzug angezogen
und beim Berühren der Nachbarspindeln auf den Wickelkörper fest mit aufgewunden.
Dem Ansetzer, der nur einen Teil der Spindeln übersehen kann, ist es in den meisten Fällen nicht möglich, den Anflugfaden
sofort zu erkennen, da der aufwindende Faden den angeflogenen Bruchteil deckt. Andererseits
muß man auch mit der Nachlässigkeit oder Unkenntnis einzelner Arbeiter rechnen, die es unterlassen, diese Anflugfäden zu
entfernen. Wird der angeflogene Faden später bemerkt, so muß man, um denselben zu entfernen, einen Teil guter Fäden abwickeln,
der dann unbrauchbar wird und dem Abfall anheimfällt, während der leidende Garnkörper '
zum Versand nicht mehr benutzt werden kann. Läßt man den Anflugfaden auf dem Garnkörper sitzen, so hat man mit Schwierigkeiten
in Zwirnerei, Weberei und Wirkerei zu kämpfen, da der Anflugfaden einerseits
Fadenbruch herbeiführt und das Ablaufen des Garnkörpers erschwert, andererseits aber Veranlassung
gibt, Fadenstücke aus dem Gewebe usw. ausbrechen zu müssen und dieses wieder zu stopfen, was vielfach den Wert der Ware
verringert. Alles in allem vermindert der Anflugfaden" in der Spinnerei und Weberei
die Produktion und schafft viele Unannehmlichkeiten, Aufenthalt und Schaden. Schon
sind verschiedenfach in der Spinnerei Mittel angebracht worden, um dem Übel abzuhelfen.
Die nachstehend beschriebene Vorrichtung nimmt dadurch, daß die sich drehenden
Plüschwalzen sich bei Beginn der Ausfahrt des Wagens heben und während der Dauer
des ganzen Wagenzuges in dieser Stellung sich drehen, sämtliche an den Spindeln oder
dem Zylinder brechende Fäden auf, reißt sie an den Spindelspitzen oder dem Vorderzylinder
ab und, wickelt die Fadenbruchteile auf.
Der an der Spindelspitze abgerissene Faden · kann ohne. weiteres bei Beginn der nächsten
Ausfahrt angesetzt werden. Ebenso ergeht es den Fäden, welche beim Abschlagen und
während der Einfahrt brechen. Diejenigen Fäden, welche hinter den Plüschwalzen brechen, werden kurz vor Beendigung der
Einfahrt durch die gesenkten, sich drehenden Plüchwalzen aufgenommen und die Bruch-
. stücke aufgewickelt. Mithin erscheint ein Anfliegen von Fadenbruchstücken an die
ίο Garnkörper ausgeschlossen, wodurch Zeit gewonnen,
die Produktion erhöht und ein besseres Ablaufen der Garnkörper bedingt wird. Auch können Doppelfadenbrecher (z.B.
solche nach Patent Klein) unbehindert an dem Selbstspinner bleiben. Die neue Vorrichtung
kann an jedem Selbstspinner irgendwelchen Systems der Kammgarn- und Baumwollspinnerei
angebracht werden.
Fig. ι zeigt die neue Vorrichtung im Querschnitt,
Fig. 2 in Vorderansicht.
Die aus Holz gefertigte, mit Plüsch, Tuch .. oder Filz bezogene Walze α wird von der Welle b durch auf diese gezogene Lederringe c angetrieben. Die Welle b hat auf dem einen Ende einen Wirtel d, welcher mittels stärkerer Spindelschnur von einem am Endgestell des Wagens angebrachten Wirtel e angetrieben wird. Der Wirtel β wird von dem Wirtel f angetrieben. Durch eine Zwischenschaltung wird die Geschwindigkeit um 8/6 vermindert. Der Wirtel f wird von der Blechtrommel, welche auch die Spindeln antreibt, angetrieben. Zwischen den Wirtein d und e sind, um. die verbindende Schnur während des Auf- und Niedergehens der Plüschwalzen gespannt zu halten, federnde Wirtel angebracht, über die die Schnur stets läuft. . Die Welle b, welche dicht hinter den Spindeln über den ganzen Wagen geht, ist, wie auch die Plüschwalzen a, . im Lager g gelagert. Dieses Lager g wieder-' holt sich von etwa zehn zu zehn Spindeln und befindet sich auf der Stange h, welche in dem Führungsrohre"i sich leicht auf und . 45 nieder bewegt. An dem Träger für dieses Führungsrohr befindet sich noch' eine Rolle k, über die ein Stahlband I läuft. Das Stahlband I ist auf dem einen Ende mit der Stange h durch eine verstellbare Schraube verbunden und mit dem anderen Ende an der Leiste m angeschraubt. Die Leiste m ist ebenfalls auf der Rolle k gelagert und wird am Wagenendstück beim Hauptgestell durch die Gelenkkette 0, die durch ein Scharnier mit m verbunden, auf der Rolle p gelagert und mit einem Ende an p festgeschraubt ist, in der Richtung nach r beim Beginn der Ausfahrt des Wagens angezogen, so daß infolge des Stahlbandes I und der stützenden Rolle k eine wagerechte Bewegung in eine senkrechte verwandelt wird. Mithin heben sich die Welle b und die Plüschwalze a. Da sich nun bei jedem Lager g auch -ein Stahlband I befindet und die Leiste m sich über den ganzen Wagen erstreckt, so ist das Heben der Welle b in ihrer Länge ein gleichmäßiges. Die Rolle f ist mit einem Kegelrad verbunden, dieses greift in ein Kegelrad u, an welchem sich die Hälfte einer Zahnkupplung befindet. Die andere Hälfte der Zahnkupplung ist mit einem Kettenzahnrad q fest verbunden, welches von einer Galischen Gelenkkette angetrieben wird, die parallel dem Hauptgesten an diesem angebracht ist. Beim Beginn der Ausfahrt des Wagens drückt ein Schallgetriebe gegen den Hebel w, wodurch der hiermit verbundene Arm ν zurückgedrückt wird und durch die mit ν durch Gelenk verbundene Gabel χ eine Zusammenkupplung bewirkt und das Kegelrad u in Drehung versetzt wird, gleichzeitig auch die Rolle p. Sobald die Plüschwalzen die bestimmte Höhe erreicht haben, springt eine Klinke, welche an ζ befestigt ist, durch Federdruck in einen Schlitz der Rolle p und hält die Plüschwalzen in. hochgezogener Stellung. Kurz vor Beendigung der Einfahrt des Wagens drückt die Schaltung die mit ζ verbundene Klinke aus dem Schlitz von p, die Rolle p wird frei und die Welle b und Plüschwalzen α senken sich infolge ihres Gewichts sowie des Gewichts der. dazugehörigen Teile bis fast auf die Wagenoberkante. Die Leiste m macht dadurch zwangsweise die Bewegung in der Richtung nach s mit. Infolge der federnden Wirtel wird die Drehung der Plüschwalzen nicht unterbrochen und werden somit die Fäden, welche hinter den Plüschwalzen brachen und sich bei der schnellen Einfahrt auf den Wagen legen, um nun von den Nachbarspindeln aufgefangen und aufgewickelt zu werden, von den gesenkten Plüschwalzen aufgewickelt. Das beliebige Höher- und Tieferstellen der Plüschwalzen geschieht durch η (Fig. 1). Durch die dicht hinter den Spindein sich auf und nieder bewegenden, sich drehenden Plüschwalzen werden die gebrochenen Fäden kurz an der Spindel oder dem Zylinder abgerissen, so daß es möglichst verhindert ist, daß kurze Fadenenden an die Nachbarspindeln schlagen, um . auf dem Garnkörper als Anflugfäden festzusitzen. Auch können, was besonders wichtig ist, hierdurch ein großer Teil Doppelfäden vermieden werden. Außerdem bleiben die Wickel auf den Putzwalzen unter dem Vorderzylinder fast frei von gedrehten Fäden und ergeben somit einen reineren, wertvolleren Abfall. Die Vorrichtung kann an jedem auch schon stehenden Selbstspinner ohne viel Mühe und Unkosten angebracht werden'. Die Spindelmitten sind mit χ bezeichnet.
Die aus Holz gefertigte, mit Plüsch, Tuch .. oder Filz bezogene Walze α wird von der Welle b durch auf diese gezogene Lederringe c angetrieben. Die Welle b hat auf dem einen Ende einen Wirtel d, welcher mittels stärkerer Spindelschnur von einem am Endgestell des Wagens angebrachten Wirtel e angetrieben wird. Der Wirtel β wird von dem Wirtel f angetrieben. Durch eine Zwischenschaltung wird die Geschwindigkeit um 8/6 vermindert. Der Wirtel f wird von der Blechtrommel, welche auch die Spindeln antreibt, angetrieben. Zwischen den Wirtein d und e sind, um. die verbindende Schnur während des Auf- und Niedergehens der Plüschwalzen gespannt zu halten, federnde Wirtel angebracht, über die die Schnur stets läuft. . Die Welle b, welche dicht hinter den Spindeln über den ganzen Wagen geht, ist, wie auch die Plüschwalzen a, . im Lager g gelagert. Dieses Lager g wieder-' holt sich von etwa zehn zu zehn Spindeln und befindet sich auf der Stange h, welche in dem Führungsrohre"i sich leicht auf und . 45 nieder bewegt. An dem Träger für dieses Führungsrohr befindet sich noch' eine Rolle k, über die ein Stahlband I läuft. Das Stahlband I ist auf dem einen Ende mit der Stange h durch eine verstellbare Schraube verbunden und mit dem anderen Ende an der Leiste m angeschraubt. Die Leiste m ist ebenfalls auf der Rolle k gelagert und wird am Wagenendstück beim Hauptgestell durch die Gelenkkette 0, die durch ein Scharnier mit m verbunden, auf der Rolle p gelagert und mit einem Ende an p festgeschraubt ist, in der Richtung nach r beim Beginn der Ausfahrt des Wagens angezogen, so daß infolge des Stahlbandes I und der stützenden Rolle k eine wagerechte Bewegung in eine senkrechte verwandelt wird. Mithin heben sich die Welle b und die Plüschwalze a. Da sich nun bei jedem Lager g auch -ein Stahlband I befindet und die Leiste m sich über den ganzen Wagen erstreckt, so ist das Heben der Welle b in ihrer Länge ein gleichmäßiges. Die Rolle f ist mit einem Kegelrad verbunden, dieses greift in ein Kegelrad u, an welchem sich die Hälfte einer Zahnkupplung befindet. Die andere Hälfte der Zahnkupplung ist mit einem Kettenzahnrad q fest verbunden, welches von einer Galischen Gelenkkette angetrieben wird, die parallel dem Hauptgesten an diesem angebracht ist. Beim Beginn der Ausfahrt des Wagens drückt ein Schallgetriebe gegen den Hebel w, wodurch der hiermit verbundene Arm ν zurückgedrückt wird und durch die mit ν durch Gelenk verbundene Gabel χ eine Zusammenkupplung bewirkt und das Kegelrad u in Drehung versetzt wird, gleichzeitig auch die Rolle p. Sobald die Plüschwalzen die bestimmte Höhe erreicht haben, springt eine Klinke, welche an ζ befestigt ist, durch Federdruck in einen Schlitz der Rolle p und hält die Plüschwalzen in. hochgezogener Stellung. Kurz vor Beendigung der Einfahrt des Wagens drückt die Schaltung die mit ζ verbundene Klinke aus dem Schlitz von p, die Rolle p wird frei und die Welle b und Plüschwalzen α senken sich infolge ihres Gewichts sowie des Gewichts der. dazugehörigen Teile bis fast auf die Wagenoberkante. Die Leiste m macht dadurch zwangsweise die Bewegung in der Richtung nach s mit. Infolge der federnden Wirtel wird die Drehung der Plüschwalzen nicht unterbrochen und werden somit die Fäden, welche hinter den Plüschwalzen brachen und sich bei der schnellen Einfahrt auf den Wagen legen, um nun von den Nachbarspindeln aufgefangen und aufgewickelt zu werden, von den gesenkten Plüschwalzen aufgewickelt. Das beliebige Höher- und Tieferstellen der Plüschwalzen geschieht durch η (Fig. 1). Durch die dicht hinter den Spindein sich auf und nieder bewegenden, sich drehenden Plüschwalzen werden die gebrochenen Fäden kurz an der Spindel oder dem Zylinder abgerissen, so daß es möglichst verhindert ist, daß kurze Fadenenden an die Nachbarspindeln schlagen, um . auf dem Garnkörper als Anflugfäden festzusitzen. Auch können, was besonders wichtig ist, hierdurch ein großer Teil Doppelfäden vermieden werden. Außerdem bleiben die Wickel auf den Putzwalzen unter dem Vorderzylinder fast frei von gedrehten Fäden und ergeben somit einen reineren, wertvolleren Abfall. Die Vorrichtung kann an jedem auch schon stehenden Selbstspinner ohne viel Mühe und Unkosten angebracht werden'. Die Spindelmitten sind mit χ bezeichnet.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:
ι. Vorrichtung für Selbstspinner zum Verhüten von Anflug- und Doppelfaden während des Spinnens mittels drehbarer, auf dem Wagen hinter den Spindeln gelagerter Plüschwalzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Plüschwalzen beim Beginn der Ausfahrt des Wagens gehoben und kurz vor Beendigung der Einfahrt gesenkt werden. - 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Plüschwalzen während des Betriebes des Selbstspinners sowohl in gesenkter als auch in gehobener Stellung ununterbrochen gedreht werden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE230620C true DE230620C (de) |
Family
ID=490820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT230620D Active DE230620C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE230620C (de) |
-
0
- DE DENDAT230620D patent/DE230620C/de active Active
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