DE229504C - - Google Patents

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DE229504C
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statoscope
air space
tube
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housing
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/62Devices characterised by the determination or the variation of atmospheric pressure with height to measure the vertical components of speed

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electric Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 229504 ~ KLASSE 77h. GRUPPE
Statoskop. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. April 1910 ab.
Bei den bisher bekannten Statoskopen muß vor jeder Beobachtung die Verbindung zwischen dem Luftraum und der Außenatmosphäre von Hand unterbrochen werden.
Die Erfindung besteht nun darin, daß mit dem Statoskop eine Vorrichtung verbunden wird, welche in selbsttätiger Weise in gewissen Abständen das Innere des Manometergehäuses mit der Außenluft verbindet bzw. abschließt; ίο hierdurch entfällt die Notwendigkeit, diese Unterbrechungen von Hand vorzunehmen, und es wird die Möglichkeit geschaffen, die Hände für andere Tätigkeiten frei zu halten.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. ι zeigt ein gemäß der Erfindung ausgebildetes Statoskop bei offenem Gehäuse und aufgeklapptem, nur teilweise dargestelltem Deckel, so daß man die Rückwand des Statoskopgehäuses wahrnehmen kann;
Fig. 2 ist ein teilweiser Schnitt nach 2-2 der Fig. ϊ;
Fig. 3 ist eine der Fig. 1 im wesentlichen entsprechende Ansicht, bei welcher die vordere Verschlußplatte des Uhrwerks abgenommen ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Statoskop A mit einer Röhre α versehen, welche bekanntermaßen in freier Verbindung mit der Außenluft steht und derart ausgebildet ist, daß man gegebenenfalls leicht einen Verschluß des freien Endes derselben vornehmen kann. Mit der Röhre α ist eine Vorrichtung in Verbinduug gebracht, welche in selbsttätiger Weise eine Aufeinanderfolge von öffnungs- und Schlußbewegungen des Röhrenendes veranlassen kann. Zur Einleitung dieser Bewegungen dient zweckmäßig ein Uhrwerk, wie es in einem Ausführungsbeispiel durch B auf der Zeichnung veranschaulicht ist. Das Uhrwerk wirkt auf das freie Ende der Röhre α durch einen -geeigneten Zwischenmechanismus. Derselbe besteht aus einem mehrfach abgebogenen Hebel, dessen zwei Arme b und c (Fig. 3) mittels Zapfen d an der Wand des Uhrgehäuses angelenkt sind. Ein Stiftenrad β wird von dem Uhrwerk derart bewegt, daß dasselbe bei seiner Drehung den Hebel b, c in einer bestimmten Richtung zum Ausschwingen bringt. Ein Schieber f ist mit seitlichen Ansätzen f1 versehen, welche durch Schütze f2 (Fig. 1) der Wandung des Uhrgehäuses greifen und dadurch eine Führung für den Schieber bilden; das eine Ende des letzteren ist außerdem mit einer öse f3 versehen, in welche der Arm c des Winkelhebels b, c eingreift. Eine Feder g ist mit ihrem einen Ende an der Wandung des Uhrgehäuses befestigt und mit dem anderen Ende an dem Schieber f, auf welchen sie entgegen der durch das Stiftenrad e auf den Doppelhebel b, c ausgeübten Schwingbewegung einwirkt.
Mit dem Schieber f steht ein Verschlußkörper, ζ. B. in Form eines Stopfens h, durch Zwischenschaltung eines Halters h1 in fester Verbindung derart, daß gewöhnlich und infolge
Einwirkung der Feder g auf den Schieber f durch den Stopfen ein dichter Abschluß der Mündung a1 der Röhre α erfolgt, während bei Bewegung des Schiebers f, entgegen der Wirkung der Feder g, der Stopfen h die Mündung freigibt und dadurch das Innere des Manometergehäuses mit der Außenatmosphäre in Verbindung bringt. Die Steuervorrichtung für das Verschlußorgan h kann gegebenenfalls
ίο durch eine Anzeigevorrichtung i (Fig. i) ergänzt werden, welche an den Bewegungen des Schiebers teilnimmt; der Anzeigevorrichtung entspricht auf dem Außendeckel C des Statoskopgehäuses D ein Fenster i1, welches in jedem Augenblick eine Feststellung ermöglicht, ob die Röhre α in offenem oder geschlossenem Zustand sich befindet.
Vorausgesetzt, daß das Uhrwerk sich in Tätigkeit befindet, ist die Wirkungsweise der Vorrichtung folgende:
Nehmen die einzelnen Teile der Vorrichtung die auf der Zeichnung dargestellte Lage ein, so ist die Röhre α verschlossen, und das Manometergehäuse des Statoskops bewegt den Zeiger des letzteren je nach den Höhenänderungen, welche der Ballon oder die Flugmaschine, an welchem das Statoskop befestigt ist, vornimmt; dieser Zeiger des Manometers bleibt, wenn das Luftfahrzeug nach Änderung seiner Höhenlage horizontal sich vorwärts bewegt, in derjenigen Lage, welche er bei der letzten Verbindung des Manometerinnern mit der Außenluft eingenommen hat — also in der Stellung, in welcher er fortfährt, auf »steigend« oder »fallend« hinzuweisen ·—; diese Zeigerstellung dauert bis zu dem Augenblick an, wo infolge der Einwirkung des Stiftenrades e auf den Doppelhebel b, c die Mündung a1 der Röhre α durch den Stopfen h freigegeben wird.
Es erfolgt nunmehr eine Verbindung zwischen der Außenluft und dem Innern des Manometergehäuses, wodurch der Zeiger in die Nullstellung zurückgebracht wird, und fast unmittelbar darauf von neuem ein Abschluß des Manometerinnern gegenüber der Außenluft infolge Zurückbewegung des Stopfens h in die Röhrenmündung a1. Hierdurch wird das Statoskop für eine neue Ablesung in Bereitstellung gebracht; die öffnungs- und Schließbewegung wiederholt sich in der gekennzeichneten Reihenfolge.
Eine sachgemäße Wirkungsweise des Apparates erfordert lediglich eine geeignete Wahl der Zeitfolgen der Öffnungs- und Schließbewegungen des Stopfens h; für Ballons und Flugfahrzeuge dürfte diese Zeitfolge derart zu wählen sein, daß die Dauer jeder Wirkungsperiode etwa 15 Sekunden beträgt.
Der Apparat ist in der im vorstehenden gekennzeichneten Weise bereits geeignet, in selbsttätiger Weise zu wirken und die angegebenen Nachteile der bisherigen Statoskopanordnungen zu beseitigen. Es ist indessen zweckmäßig, mit dem Statoskopgehäuse noch eine besondere Anordnung zu verbinden, welche bei plötzlichem Hochsteigen oder Fallen des Luftfahrzeuges den Innenraum des Manometergehäuses in dauernder Verbindung mit der Außenluft hält.
Zu diesem Zweck kann man das Manometergehäuse oder die Röhre a mit einer Zweigleitung versehen, welche durch einen Gummischlauch / gebildet sein kann; an dem Deckel C des Statoskops wird eine elastische Platte oder Klemme k derart befestigt, daß zwischen dieser und der Rückseite des Statoskopdeckels die Röhre /, deren Ende frei bleibt, durchgeführt werden kann. Außerdem ist an dem Deckel C ein drehbarer Knopf zu befestigen, welcher mit einem Druckdaumen I1 in fester Verbindung steht; je nach der dem Knopf gegebenen Stellung tritt der Daumen I1 außer Berührung mit der Klemmplatte k oder preßt letztere derart gegen den Schlauch /, daß dieser flachgedrückt und hierdurch abgeschlossen wird. Der Knopf I wird zweckmäßigerweise mit einer Anzeigevorrichtung /2 versehen, um jederzeit feststellen zu können, ob die Hilfsleitung / geöffnet oder geschlossen wird. go
Der Knopf I wird in derjenigen Lage, in welcher ein Zusammenklemmen und daher Abschließen des Schlauches j bewirkt wird, so lange gehalten, als man Ablesungen an dem Statoskop vornehmen will, dagegen wird der Knopf zwecks Freigabe des Schlauches j in die entgegengesetzte Stellung bewegt, wenn man mit dem Fahrzeug ein beschleunigtes Hochsteigen bzw. eine beschleunigte Abwärtsbewegung ausführen will; die gleiche Einstellung des Knopfes wird vorgenommen, wenn das Statoskop außer Wirksamkeit gesetzt werden soll.
Wenn die selbsttätige Einstellvorrichtung für das Statoskop von einem Uhrwerk abgeleitet wird, entsprechend dem beschriebenen Ausführungsbeispiel,wird dieses Uhrwerk zweckmäßig zugleich für den Antrieb einer Zeituhr ausgebildet, so daß es nicht erforderlich ist, eine besondere Uhr mit sich zu führen.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Statoskop, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftraum mit einer Absperrvorrichtung derart in Verbindung steht, daß durch diese der Luftraum selbsttätig mit der Außenluft abwechselnd in und außer Verbindung gebracht wird.
2. Statoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein von einem Uhr- iao
werk (B) beeinflußtes Hebelgestänge (b, c, f, V) ein Verschlußorgan (h) in hin und her gehende Bewegung versetzt, welches die Öffnung des Lufti'aumes abwechselnd öffnet und schließt.
3. Statoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Luftraum (A) eine von Hand verschließbare Leitung (j) abzweigt, durch welche unabhängig von der selbsttätig gesteuerten Leitung (a) der Luftraum mit der Außenluft in Verbindung gebracht werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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