DE227783C - - Google Patents
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- DE227783C DE227783C DENDAT227783D DE227783DA DE227783C DE 227783 C DE227783 C DE 227783C DE NDAT227783 D DENDAT227783 D DE NDAT227783D DE 227783D A DE227783D A DE 227783DA DE 227783 C DE227783 C DE 227783C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R23/00—Transducers other than those covered by groups H04R9/00 - H04R21/00
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Electrostatic, Electromagnetic, Magneto- Strictive, And Variable-Resistance Transducers (AREA)
- Diaphragms For Electromechanical Transducers (AREA)
Description
PATENTAMT.
ν/
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 «."GRUPPE
Es sind bereits Mikrophone bekannt geworden, bei welchen die Änderung des dem Stromdurchgang
entgegengesetzten Widerstandes dadurch erfolgt, daß den Membranschwingungen entsprechend
ein den Mikrophonstrom leitendes Organ in ein stromleitendes Mittel mehr oder weniger eingetaucht und damit das herausragende
Ende verkürzt oder verlängert wird. Diese Apparate haben indessen keine praktische
ίο Bedeutung erlangt, weil ihnen große Mangel
anhafteten. Teils konnten sie nur in stehender Lage angeordnet werden, da sonst ein Herausfließen
des stromleitenden Mittels die Folge war, teils waren infolge des ungeeigneten Materials
des Tauchorgans zur Widerstandsänderung sehr starke, nicht erlangbare Schwingungen
der Membran erforderlich, oder es machte sich auf. dem Tauchorgan nach kurzer Benutzung
eine starke Krustenbildung bemerkbar, die der Verschiebung innerhalb des stromleitenden
Mittels Widerstand entgegensetzte. Schließlich kamen bei anderen Ausführungsformen auch
noch mechanische Widerstände zur Geltung, da die bewegliche Elektrode keine lineare Ver-Schiebung,
sondern eine sensenartige Bewegung erhielt, wodurch infolge des großen Trägheitswiderstandes
des angewendeten Quecksilbers bei den hier in Frage kommenden schnellen Schwingungen der Kontakt mit dem Quecksilber
stark beeinträchtigt wurde.
Im Gegensatz hierzu soll gemäß vorliegender Erfindung ein in allen Lägen verwendbares
Mikrophon geschaffen werden, bei welchem durch die Membranschwingungen die Verstellungen
der beweglichen Elektrode — und zwar zur Vermeidung von mechanischen Widerständen
in durchaus linearer Richtung — in erheblich stärkerem Maße erfolgen, zugleich unter
entsprechender Gestaltung dieser Elektrode und Verwendung eines Materials für dieselbe, welches
schon bei verhältnismäßig kleinen Veränderungen in der Länge des aus der stromleitenden
Flüssigkeit herausragenden Endes eine erhebliche Widerstandsänderung hervorruft und außerdem jede Krustenbildung ausschließt.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung in einem Schnitt durch das Mikrophon
zur Veranschaulichung gebracht.
Hinter einem Schalltrichter 1 liegt eine beliebige Membran 2, zweckmäßig aus Metall, an
welcher in der Mitte ein Stift 3 befestigt ist. Dieser Stift steht durch leicht biegsame Federbänder
4 mit zwei doppelarmigen, am Gehäuse drehbar gelagerten Hebeln 5 und 6 in Verbindung,
deren andere Enden Untereinander durch eine in entsprechendem Winkel gebogene leichte
Feder 7 vereinigt sind. In der Mitte ist an dieser Feder ein dünner biegsamer Kohlenfaden 8
angeordnet, welcher in ein kleines Gefäß 9 hineinreicht, in dem sich ein Quecksilbertropfen
oder eine andere stromleitende Flüssigkeit befindet. Der Stromkreis verläuft von der
Batterie 10 nach dem Schallgehäuse der Membran 2 durch diese selbst hindurch, weiter nach
Stift 3, Federbänder 4, Hebel 5 und 6, Feder 7,
Kohlenfaden 8 nach der stromleitenden Flüssigkeit im Behälter 9, von wo aus durch einen
Platindraht 11 eine Verbindung mit einer Metallkappe 12 geschaffen wird, die dann den
Strom nach der Linienleitung weiterführt, welche mit dem anderen Pol der Batterie 10 in Verbindung
steht. Wenn daher in den Schalltrichter ι hineingesprochen und so die Membran
2 zu Schwingungen veranlaßt wird, nimmt der Stift 3 an diesen Schwingungen teil und
übermittelt durch die Federbänder 4, die sich leicht biegen können, die Bewegung auf die
beiden Hebel 5 und 6, welche demzufolge um ihren Drehpunkt schwingen, so daß die freien
Enden dieser Hebel, entsprechend den Membranschwingungen, gegeneinander oder auseinander
bewegt werden. Da die beiden Hebelenden durch die Feder 7 verbunden sind, muß diese Feder, die, wie schon erwähnt, in entsprechendem
Winkel gebogen ist; bei einer Annäherung der Hebelenden einen spitzeren Winkel erhalten und gleichzeitig den Kohlenfaden
8 erheblich mehr in den mit stromleitender Flüssigkeit gefüllten Behälter . 9 hineinbewegen,
so daß das aus dem Behälter hervor-■ stehende Ende des Kohlenfadens verkürzt wird.
Bewegen sich dagegen die freien Enden der Hebel auseinander, so wird der Winkel in der
Feder 7 noch stumpfer gestaltet, der Kohlenfaden 8 also aus dem Behälter 9 herausgezogen
und so das nicht mit der Flüssigkeit in Berührung stehende Ende des Kohlenfadens, verlängert.
Durch geeignete Bemessung des von der Bandfeder 7 gebildeten Winkels kann erreicht
werden, daß schon bei geringer Gegeneinanderbewegung der Federenden ein wesentlich
größerer Ausschlag des Kohlenfadens 8 hervorgerufen wird, als die Summe der beiden
gegeneinander ausgeführten Bewegungen der
40. Federenden ausmacht.
Der Kohlenfaden 8 wird also in voller Übereinstimmung mit den Membranschwingungen
verkürzt und verlängert und bildet, da er im Stromkreis der Batterie 10 liegt, auf diese Weise
einen beim Sprechen sich ändernden Widerstand. Denn, wenn das aus dem Behälter 9 herausstehende
Ende des Kohlenfadens länger ist, ist ein größerer Widerstand eingeschaltet, als wenn
dieses vorstehende Ende nur klein ist und der übrige Teil des Kohlenfadens innerhalb der
stromleitenden Flüssigkeit des Behälters 9 liegt. Entsprechend den Membranschwingungen
wird daher in an sich bekannter Weise der von der Batterie 10 gelieferte Strom in seiner
Intensität schwanken und so, wie bei den gewöhnlichen Körnermikrophonen in der Lage
sein, die Membran des zugehörigen Telephons in den Schallschwingungen entsprechende Vibrationen
zu versetzen.
Um einerseits die Wirksamkeit des beschriebenen Mikrophons möglichst lange zu erhalten,
andererseits den Hebelbewegungen und der Bewegung des Kohlenfadens möglichst wenig
Luftwiderstand entgegenzusetzen, wird der ganze Mechanismus zweckmäßig in ein evakuiertes
Gefäß 13 eingeschlossen, welches am besten aus Glas besteht. Der die stromleitende
Flüssigkeit aufnehmende kleine Behälter 9 ist zweckmäßig ebenfalls aus Glas und unmittelbar
an den Behälter 13 angeschmolzen. Für den Durchtritt des Kohlenfadens besitzt der Behälter
13 eine kleine Öffnung 14, welche an sich schon so klein ist, daß das Quecksilber infolge
seiner Oberflächenspannung nicht herausfließen kann. Die zweiarmigen Hebel 5 und 6 werden
von federnden Metallscheiben 15 getragen, welche an der äußeren Peripherie an dem Behälter
13 luftdicht befestigt sind. Diese Scheibchen 15 bilden den Drehpunkt für die beiden
Hebel 5 und 6. Durch die Evakuierung des Gefäßes 13 wird außerdem ein Verbrennen des
Kohlenfadens 8, selbst wenn er Rotglut annimmt, infolge Fehlens von Sauerstoff unmöglich
gemacht.
Es ist natürlich ohne weiteres klar, daß die Mittel zur Übertragung der Bewegung von
der schwingenden Membran nach dem Kohlenfaden 8 hin zahlreichen Abänderungen unterliegen
können, ohne das Wesen der Erfindung zu beeinflussen. So können z. B. von den Hebein
5 und 6 gleichzeitig mehrere Federn 7 beeinflußt werden. Im Behälter 13 können auch
indifferente Gase vorhanden sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Mikrophon, bei welchem zur Widerstandsänderung durch die Membranschwingungen unter Vermittlung eines Hebelsystems ein stromleitendes Organ in eine leitende Flüssigkeit mehr oder weniger eingetaucht und somit der herausragende Teil verkürzt oder verlängert wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Widerstandsorgan ein dünner biegsamer Kohlenfaden (8) zur Anwendung kommt, der, durch eine Öffnung geführt, in ein kleines Quecksilbergefäß eintritt und hierbei den Verschluß des Gefäßes bewirkt, und der ferner zwecks Erlangung verhältnismäßig starker Verstellungen in der Mitte einer leicht biegsamen Feder (7) befestigt ist, die mit den freien Enden zweier gegenübergestellter, von der Membran gleichzeitig bewegter Hebel in Verbindung steht, so daß eine kniehebelartige Wirkung eintritt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE228489T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE227783C true DE227783C (de) |
Family
ID=5867224
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT227783D Active DE227783C (de) | |||
| DENDAT228489D Active DE228489C (de) |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT228489D Active DE228489C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE228489C (de) |
-
0
- DE DENDAT227783D patent/DE227783C/de active Active
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE228489C (de) |
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