DE227783C - - Google Patents

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DE227783C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R23/00Transducers other than those covered by groups H04R9/00 - H04R21/00

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Electrostatic, Electromagnetic, Magneto- Strictive, And Variable-Resistance Transducers (AREA)
  • Diaphragms For Electromechanical Transducers (AREA)

Description

PATENTAMT.
ν/
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 «."GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. September 1908 ab.
Es sind bereits Mikrophone bekannt geworden, bei welchen die Änderung des dem Stromdurchgang entgegengesetzten Widerstandes dadurch erfolgt, daß den Membranschwingungen entsprechend ein den Mikrophonstrom leitendes Organ in ein stromleitendes Mittel mehr oder weniger eingetaucht und damit das herausragende Ende verkürzt oder verlängert wird. Diese Apparate haben indessen keine praktische
ίο Bedeutung erlangt, weil ihnen große Mangel anhafteten. Teils konnten sie nur in stehender Lage angeordnet werden, da sonst ein Herausfließen des stromleitenden Mittels die Folge war, teils waren infolge des ungeeigneten Materials des Tauchorgans zur Widerstandsänderung sehr starke, nicht erlangbare Schwingungen der Membran erforderlich, oder es machte sich auf. dem Tauchorgan nach kurzer Benutzung eine starke Krustenbildung bemerkbar, die der Verschiebung innerhalb des stromleitenden Mittels Widerstand entgegensetzte. Schließlich kamen bei anderen Ausführungsformen auch noch mechanische Widerstände zur Geltung, da die bewegliche Elektrode keine lineare Ver-Schiebung, sondern eine sensenartige Bewegung erhielt, wodurch infolge des großen Trägheitswiderstandes des angewendeten Quecksilbers bei den hier in Frage kommenden schnellen Schwingungen der Kontakt mit dem Quecksilber stark beeinträchtigt wurde.
Im Gegensatz hierzu soll gemäß vorliegender Erfindung ein in allen Lägen verwendbares Mikrophon geschaffen werden, bei welchem durch die Membranschwingungen die Verstellungen der beweglichen Elektrode — und zwar zur Vermeidung von mechanischen Widerständen in durchaus linearer Richtung — in erheblich stärkerem Maße erfolgen, zugleich unter entsprechender Gestaltung dieser Elektrode und Verwendung eines Materials für dieselbe, welches schon bei verhältnismäßig kleinen Veränderungen in der Länge des aus der stromleitenden Flüssigkeit herausragenden Endes eine erhebliche Widerstandsänderung hervorruft und außerdem jede Krustenbildung ausschließt.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung in einem Schnitt durch das Mikrophon zur Veranschaulichung gebracht.
Hinter einem Schalltrichter 1 liegt eine beliebige Membran 2, zweckmäßig aus Metall, an welcher in der Mitte ein Stift 3 befestigt ist. Dieser Stift steht durch leicht biegsame Federbänder 4 mit zwei doppelarmigen, am Gehäuse drehbar gelagerten Hebeln 5 und 6 in Verbindung, deren andere Enden Untereinander durch eine in entsprechendem Winkel gebogene leichte Feder 7 vereinigt sind. In der Mitte ist an dieser Feder ein dünner biegsamer Kohlenfaden 8 angeordnet, welcher in ein kleines Gefäß 9 hineinreicht, in dem sich ein Quecksilbertropfen oder eine andere stromleitende Flüssigkeit befindet. Der Stromkreis verläuft von der Batterie 10 nach dem Schallgehäuse der Membran 2 durch diese selbst hindurch, weiter nach Stift 3, Federbänder 4, Hebel 5 und 6, Feder 7,
Kohlenfaden 8 nach der stromleitenden Flüssigkeit im Behälter 9, von wo aus durch einen Platindraht 11 eine Verbindung mit einer Metallkappe 12 geschaffen wird, die dann den Strom nach der Linienleitung weiterführt, welche mit dem anderen Pol der Batterie 10 in Verbindung steht. Wenn daher in den Schalltrichter ι hineingesprochen und so die Membran 2 zu Schwingungen veranlaßt wird, nimmt der Stift 3 an diesen Schwingungen teil und übermittelt durch die Federbänder 4, die sich leicht biegen können, die Bewegung auf die beiden Hebel 5 und 6, welche demzufolge um ihren Drehpunkt schwingen, so daß die freien Enden dieser Hebel, entsprechend den Membranschwingungen, gegeneinander oder auseinander bewegt werden. Da die beiden Hebelenden durch die Feder 7 verbunden sind, muß diese Feder, die, wie schon erwähnt, in entsprechendem Winkel gebogen ist; bei einer Annäherung der Hebelenden einen spitzeren Winkel erhalten und gleichzeitig den Kohlenfaden 8 erheblich mehr in den mit stromleitender Flüssigkeit gefüllten Behälter . 9 hineinbewegen, so daß das aus dem Behälter hervor-■ stehende Ende des Kohlenfadens verkürzt wird.
Bewegen sich dagegen die freien Enden der Hebel auseinander, so wird der Winkel in der Feder 7 noch stumpfer gestaltet, der Kohlenfaden 8 also aus dem Behälter 9 herausgezogen und so das nicht mit der Flüssigkeit in Berührung stehende Ende des Kohlenfadens, verlängert. Durch geeignete Bemessung des von der Bandfeder 7 gebildeten Winkels kann erreicht werden, daß schon bei geringer Gegeneinanderbewegung der Federenden ein wesentlich größerer Ausschlag des Kohlenfadens 8 hervorgerufen wird, als die Summe der beiden gegeneinander ausgeführten Bewegungen der
40. Federenden ausmacht.
Der Kohlenfaden 8 wird also in voller Übereinstimmung mit den Membranschwingungen verkürzt und verlängert und bildet, da er im Stromkreis der Batterie 10 liegt, auf diese Weise einen beim Sprechen sich ändernden Widerstand. Denn, wenn das aus dem Behälter 9 herausstehende Ende des Kohlenfadens länger ist, ist ein größerer Widerstand eingeschaltet, als wenn dieses vorstehende Ende nur klein ist und der übrige Teil des Kohlenfadens innerhalb der stromleitenden Flüssigkeit des Behälters 9 liegt. Entsprechend den Membranschwingungen wird daher in an sich bekannter Weise der von der Batterie 10 gelieferte Strom in seiner Intensität schwanken und so, wie bei den gewöhnlichen Körnermikrophonen in der Lage sein, die Membran des zugehörigen Telephons in den Schallschwingungen entsprechende Vibrationen zu versetzen.
Um einerseits die Wirksamkeit des beschriebenen Mikrophons möglichst lange zu erhalten, andererseits den Hebelbewegungen und der Bewegung des Kohlenfadens möglichst wenig Luftwiderstand entgegenzusetzen, wird der ganze Mechanismus zweckmäßig in ein evakuiertes Gefäß 13 eingeschlossen, welches am besten aus Glas besteht. Der die stromleitende Flüssigkeit aufnehmende kleine Behälter 9 ist zweckmäßig ebenfalls aus Glas und unmittelbar an den Behälter 13 angeschmolzen. Für den Durchtritt des Kohlenfadens besitzt der Behälter 13 eine kleine Öffnung 14, welche an sich schon so klein ist, daß das Quecksilber infolge seiner Oberflächenspannung nicht herausfließen kann. Die zweiarmigen Hebel 5 und 6 werden von federnden Metallscheiben 15 getragen, welche an der äußeren Peripherie an dem Behälter 13 luftdicht befestigt sind. Diese Scheibchen 15 bilden den Drehpunkt für die beiden Hebel 5 und 6. Durch die Evakuierung des Gefäßes 13 wird außerdem ein Verbrennen des Kohlenfadens 8, selbst wenn er Rotglut annimmt, infolge Fehlens von Sauerstoff unmöglich gemacht.
Es ist natürlich ohne weiteres klar, daß die Mittel zur Übertragung der Bewegung von der schwingenden Membran nach dem Kohlenfaden 8 hin zahlreichen Abänderungen unterliegen können, ohne das Wesen der Erfindung zu beeinflussen. So können z. B. von den Hebein 5 und 6 gleichzeitig mehrere Federn 7 beeinflußt werden. Im Behälter 13 können auch indifferente Gase vorhanden sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Mikrophon, bei welchem zur Widerstandsänderung durch die Membranschwingungen unter Vermittlung eines Hebelsystems ein stromleitendes Organ in eine leitende Flüssigkeit mehr oder weniger eingetaucht und somit der herausragende Teil verkürzt oder verlängert wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Widerstandsorgan ein dünner biegsamer Kohlenfaden (8) zur Anwendung kommt, der, durch eine Öffnung geführt, in ein kleines Quecksilbergefäß eintritt und hierbei den Verschluß des Gefäßes bewirkt, und der ferner zwecks Erlangung verhältnismäßig starker Verstellungen in der Mitte einer leicht biegsamen Feder (7) befestigt ist, die mit den freien Enden zweier gegenübergestellter, von der Membran gleichzeitig bewegter Hebel in Verbindung steht, so daß eine kniehebelartige Wirkung eintritt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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