DE227560C - - Google Patents

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DE227560C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N1/00Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
    • H04N1/024Details of scanning heads ; Means for illuminating the original
    • H04N1/032Details of scanning heads ; Means for illuminating the original for picture information reproduction
    • H04N1/036Details of scanning heads ; Means for illuminating the original for picture information reproduction for optical reproduction

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 227560 KLASSE 21«. GRUPPE
EDOUARD BELIN in PARIS.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Januar 1908 ab.
Die Erfindung betrifft einen für die Fernübertragung von Bildern, Photographien u. dgl. bestimmten Empfängerapparat derjenigen Art, bei welcher ein Galvanometer, welches von den .5 durch die Geberstelle in dem Empfängerstromkreis verursachten Stromschwankungen beeinflußt wird, einen Spiegel bewegt, der die Lichtstrahlen auf die empfindliche Schicht lenkt.
Das Neue bei der Erfindung besteht in der
ίο gleichzeitigen Verwendung eines äußerst empfindlichen, ganz aperiodischen Galvanometers nach Art des B1 ο η d e 1 sehen Oscillographen, dessen sehr kleiner Spiegel 250 bis 300 Schwingungen und darüber in der Sekunde auszuführen imstande ist, ferner einer in an sich bekannter Weise unter Zuhilfenahme von dioptrischen Mitteln auf den kleinen Galvanometerspiegel konzentrierten konstanten Lichtquelle und außerdem einer an sich ebenfalls bereits bekannten Platte mit abgestufter Färbung, welche die von ihr empfangenen und durch sie hindurchgehenden Lichtstrahlbündel, die alle von ein und derselben Größe bzw. gleichen Querschnitts sind, in entsprechender Farbenabstufung auf die durch geeignete Mittel bewegte lichtempfindliche Schicht überträgt.
Auf Grund des Zusammenwirkens der angegebenen Teile wird die Möglichkeit einer sehr schnellen Übertragung unter Erzielung, einer Bildkörnüng stets gleicher Größe sowie sehr feiner Farbenabstufungen, die beispielsweise bei sog. Halbtonbildern wesentlich sind, gegeben.
Diese Vorzüge sind nicht erreichbar, wenn, wie bei bekannten Apparaten, die betreffenden Einrichtungen nicht gemeinsam benutzt werden.
Verwendet man beispielsweise wie bei früheren Vorrichtungen dieser Art die konstante Lichtquelle und den in geeigneter Weise bewegten Galvanometerspiegel samt der Platte mit abgestufter Färbung unter mehr oder weniger starker Abblendung des Lichtstrahlenbündels, so entstehen auf der empfindlichen Schicht Körnungen oder Punktgebilde ungleichmäßiger Größe.
Benutzt man hingegen, zusammen mit einem durch wenig empfindliche mechanische Mittel bewegten Spiegel und einer Platte mit Farbenabstufungen, eine Lichtquelle, die nicht auf den Spiegel konzentriert ist, so ergeben sich bei geringer Geschwindigkeit der Übertragung nur blasse und undeutliche Punktgebilde auf der lichtempfindlichen Schicht.
Der neue Apparat ermöglicht die Wiedergabe des Urbildes entweder mit denselben Abmessungen oder auch vergrößert oder verkleinert.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform eines Empfängers nach vorliegender Erfindung dargestellt.
Der Empfängerapparat kann mit einem beliebigen Geberapparat zusammenarbeiten, der imstande ist, im Zusammenhang mit dem zu
übertragenden Bilde Stromschwankungen in dem Linienstromkreis herbeizuführen.
Das wie bei früheren Bildfernübertragungsvorrichtungen auch hier verwendete Galvanometer, das unter dem Einflüsse der Strom-■ Schwankungen im Linienstromkreis ansprechen . soll, besteht bei der Einrichtung nach vorliegender Erfindung aus einem sehr empfindlichen Spiegelgalvanometer i, beispielsweise einem
ίο Bifilargalvanometer oder einem Blondelschen Oscillographen, dessen sehr kleiner Spiegel 250 bis 300 Schwingungen und darüber in der Sekunde auszuführen imstande ist. Unter dem Einflüsse des veränderlichen Linienstromes dreht sich der Spiegel 2 des Galvanometers um seinen Aufhängepunkt. Wird nun auf diesen Spiegel ein feststehendes zusammenlaufendes Strahlenbündel, welches von einer geeigneten Lichtquelle 3 ausgeht, geworfen, wobei dieses Strahlenbündel zuerst durch eine Sammellinse 4 hindurchgeht, die in der Weise angeordnet ist, daß der Brennpunkt der Lichtquelle 3 sich im Punkte χ auf dem Spiegel 2 befindet, so gibt letzterer, der seinerseits als Lichtquelle betrachtet werden kann, zu der Entstehung eines zurückgeworfenen Strahlenbündels Anlaß, welches sich gleichzeitig mit dem Spiegel 2 in einer zu diesem senkrechten Ebene bewegt, wobei die Bewegungen des von dem Spiegel zurückgeworfenen Lichtstrahles stets der Veränderung des Linienstromes und folglich der Ablenkung des Galvanometers entsprechen.
Auf dem'Wege des reflektierten Strahlenbündels ist ferner eine Sammellinse 5 angeordnet, so daß der vom Spiegel 2 reflektierte Punkt sich stets auf der Hauptachse der. Linse 5 befindet. Werden diese Bedingungen genau erfüllt, so wird das Bild des Punktes χ stets in X, und zwar immer an ein und derselben Stelle der Hauptachse, erhalten, wie groß auch der Reflektionswinkel sein mag.
An der Stelle X, d. h. im Brennpunkt des durch die Linse 5 hindurchgehenden Strahlenbündels, wird nun die zum Empfang bestimmte empfindliche Schicht 6 (beispielsweise ein photographischer Film oder Träger) angebracht, welche auf eine Walze 7 aufgewickelt ist, die eine Dreh- und eine Längsbewegung erfährt, wobei der Bewegungsausschlag größer oder kleiner, jedoch stets synchron zu demjenigen der Walze, welche auf der Geberstation das Originalbild o. dgl. trägt, sein muß.
Auf dem Wege des von dem Spiegel 2 reflektierten Strahlenbündels vor oder hinter der Linse 5 ist außerdem eine Platte 8 angeordnet, deren Färbungen gleichmäßig von mehr oder weniger tiefem Schwarz bis zur Durchsichtigkeit abnimmt.
Auf Grund dieser Einrichtung ändert sich die Stärke der von dem Spiegel 2 zurückgeworfenen Strahlenbündel sowie die Belichtung der j lichtempfindlichen Schicht 6, je nach der Stellung, die dem Spiegel von dem Linienstrom, der durch das Galvanometer 1 hindurchgeht, erteilt wird und je nach den vom Spiegel getroffenen verschiedenen Punkten der Platte 8.
Kehrt man die Platte 8; die als Farbtöneplatte bezeichnet werden kann, um, d. h. dreht man sie um 180ü, so wird das auf der Empfangsstation aufgenommene Bild entsprechend geändert, d. h. es wird das Bild positiv, falls das Original auf der Sendestation negativ war, und umgekehrt. Ersetzt man ferner die erwähnte normale Farbtöneplatte durch eine solche mit übertrieben starken oder zu schwachen Färbungen, so werden die auf der empfindlichen Schicht wiedergegebenen Bilder entsprechend verstärkt oder geschwächt.
Selbstredend muß der Apparat bei der praktischen Durchführung mit Trägern für die verschiedenen Mechanismen versehen sein, welche Traget mit dem eigentlichen Wesen der Erfindung nichts zu tun haben. Ferner muß die Farbtöneplatte zwecks Einstellung mittels einer Mikrometerschraube oder in sonst geeigneter Weise seitlich leicht verstellt werden können.
Die Vorrichtung wird außerdem durch eine die Walze 7 umgebende Dunkelkammer 9 vervollständigt, die eine, einzige Öffnung besitzt, die von einer Blende το verschlossen wird.
Es ist ohne weiteres klar, daß, wenn die Bewegungen auf der Empfangs- und der Sendestation einander gleich sind, die Nachbildung auf der Empfangsstation dieselben Abmessungen wie das Original auf der Sendestation aufweist. . -.
In den beiden anderen Fällen hingegen, d. h. wenn die Walze 7 auf der Empfangsstation eine Dreh- und eine Längsbewegung besitzt, die größer oder kleiner sind als die entsprechenden Bewegungen der Walze auf der Sendestation, so erhält man entweder eine vergrößerte oder eine verkleinerte Nachbildung. Selbstverständlich muß in den beiden Fällen ein genaues Verhältnis zwischen der Längsbewegung und der Drehbewegung vorliegen, um jede Verzerrung des Bildes zu vermeiden. Auch wird die Öffnung der Blende 10 entsprechend dem vorliegenden Einzelfalle geändert, so daß die Belichtung auf der empfindlichen Schicht stets ununterbrochene Farbtöne ergibt, die aus genau nebeneinander liegenden Streifen bestehen. Es ist ferner zweckmäßig, die empfindliche Schicht möglichst der Belichtungsöffnung zu nähern, so daß die Deutlichkeit des empfangenen Bildes nicht beeinträchtigt und eine Vergrößerung erhalten wird, die ebenso deutlich ist wie das Original, was für gewöhnlich nicht einmal in der Photographie der Fall ist.
Um eine normale Farbtöneplatte 8 zu erhalten, wird in folgender Weise verfahren:
Man führt an einer mit Bromsilber empfind-
lieh gemachten photographischen Platte einen kreisförmigen Schirm vorbei, der mit einer radialen Öffnung versehen ist, derart, daß die verschiedenen Stellen der photographischen Platte Lichtmengen auffangen, die sich untereinander nach einer geometrischen Progression verhalten, deren Verhältniszahl 2, — 2, 4, 8 usw. beträgt.
Unter diesen Umständen ist die Undurchsichtigkeit der entwickelten photographischen Platte an den verschiedenen Stellen proportional den Logarithmen der Lichtmengen.
Die Farbtöneplatten zur Verstärkung oder Abschwächung der Nachbildung auf der Emp-
,15 fangsstation werden in derselben Weise herge-. stellt, jedoch unter Benutzung anderer Verhältniszahlen, so daß auf diese Weise unendlich viel Kombinationen erzielt werden können.
Gewünschtenfalls kann man eine Reihe von Farbtöneplatten der beschriebenen Art auf ein und derselben Scheibe anordnen, so daß man durch einfache Drehung der Scheibe die eine Platte durch eine andere ersetzen kann. Es genügt in diesem Falle, daß der mittlere Teil der verschiedenen Farbtöneplatten dieselbe Beschaffenheit besitzt. Auch kann die Farbtöneplatte eine doppelte Anordnung besitzen, d. h. zwei gleiche Farbtonleitern aufweisen, die symmetrisch zur Mittelachse liegen. Diese An-Ordnung besitzt den Vorteil, daß es nicht nötig ist, die Farbtöneplatte um 180 ° zu drehen, um das Endbild negativ statt positiv, oder umgekehrt, positiv statt negativ zu machen, sondern es genügt jetzt, den Spiegel des Oscillographen leicht um seine Achse zu verstellen, damit der Lichtstrahl, welcher der größten Intensität entspricht, von dem Mittelpunkt der Farbtonleiter nach ihrem Rand gesandt wird.
Für gewöhnlich nämlich erfolgt die Belichtung der Farbtonleiter von der Mitte nach der linken Kante; will man dagegen das Bild im oben angedeuteten Sinne umkehren, so muß die Belichtung von der rechten Kante nach der Mitte geschehen. Man könnte übrigens dasselbe Resultat erzielen durch Umkehrung des Stromes in den wirksamen Teilen des Oscillographen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Empfängerapparat für die Fernübertragung von Bildern, Photographien u. dgl., bei welchem ein unter dem Einflüsse der durch die Geberstelle in dem Empfängerstromkreis verursachten Stromschwankungen bewegter Spiegel die Lichtstrahlen auf die lichtempfmdliche Schicht lenkt, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Verwendung eines an sich bekannten äußerst empfindlichen, ganz aperiodischen Galvanometers ( B1 ο η d e 1-sehen Oscillographen o. dgl.), dessen sehr kleiner Spiegel. 250 bis 300 Schwingungen und darüber in der Sekunde auszuführen imstande ist, ferner einer in bekannter Weise unter Zuhilfenahme von dioptrischen Mitteln auf den kleinen Galvanometerspiegel konzentrierten konstanten Lichtquelle und außerdem einer an sich bekannten Platte mit abgestufter Färbung, welche die von ihr empfangenen Lichtstrahlenbündel stets gleichen Querschnittes in passender Farbenabstufung auf die entsprechend bewegte lichtempfindliche Schicht überträgt, zum Zwecke, die Möglichkeit einer sehr schnellen Übertragung bei Erzielung von Lichteindrücken stets gleicher Größe und von sehr feinen Schattierungen herbeizuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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