DE2256995C3 - Verfahren zur Herstellung eines Flüssigkeitsfilters - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines FlüssigkeitsfiltersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Flüssigkeitsfilters aus einem in einem Gehäuseteil
befestigten, axial durchströmten Filterwickel, der aus spiralig um ein Mittelrohr aufgewickeltem Filtermaterial
und aus beigefügten Klebemitteln besteht, so daß zwei spiralförmig ineinander gefügte, von entgegengesetzten
Seiten zugängliche Räume im Filterwickel gebildet sind.
Bei der Herstellung derartiger Filter war es bisher üblich, das äußere, stirnseitige Ende des auf einem
Mittelrohr spiralig aufgerollten Filtermaterials zuerst mit dem Wickel selbst zu verkleben. Danach wurde am
äußeren Umfang des Wickels ein breiter Klebstoffwulst aufgetragen und der so vorbereitete Wickel in ein
büchsenförmiges Gehäuse eingeführt, wobei überschüssiger Klebstoff am Rand des Gehäuses hängenblieb und
von Hand entfernt werden mußte. Der verfestigte Zweikomponentenkleber bildete eine dichte, feste
Verbindung zwischen dem papiernen Filtermaterial und dem metallnen Gehäuse. Dieses Verfahren läßt sich nur
schwer weiter vereinfachen und automatisieren.
Ferner ist es auch bekannt, eine zickzackförmig gefaltete und zu einem Ring gebogene Filterpapierbahn
so zwischen einem Gehäuseteil und einem Mittelrohr anzuordnen, daß die Faltkanten des Balgs vom
Mittelrohr sternförmig nach außen verlaufen. Beim Zusammenbau wird zuerst der Balg mit Hilfe einer im
Gehäuseteil liegenden Thermoplastfolie mit dem Gehäuseteil selbst dicht und fest versiegelt; danach erst
wird der Stoß des noch offenen Mittelrohrs versiegelt.
Dieses Herstellverfahren verwendet bereits Thermoplastmaterial und eignet sich für eine weitgehende
Automatisierung der Verfahrensschritle, läßt sich aber nur bei dem erwähnten Filterwickel in sogenannter
Axialstcrnbauart anwenden, der infolge des offenen Mittelrohrs leicht in ein Gehäuseteil einsetzbar ist
(DT-OS 20 47 989).
Aufgabe der Erfindung ist es, ein für eine Massenfabrikation geeignetes Verfahren zum Befestigen eines
axial durchströmten Filterwickels in einem Gehäuse anzugeben, bei dem kein Klebstoffübcrschuß notwendig
ist.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß vor dem Einbau des Filterwickels in das Gehäuseteil um
den Umfang des Filterwickels herum eine aus Thermoplast bestehende Kleberraupe gelegt wird, die
in warmem Zustand unter Abkühlung auf gegenüber den zugeordneten Innenabmessungen des Gehäuseteils
angepaßte Abmessungen gedrückt wird, wonach der Filterwickel in das auf eine über den Erweichungspunkt
des Thermoplasts erhitzte Gehäuseteil eingeführt und danach abgekühlt wird, wobei das erstarrende Thermoplast
eine dichte, feste Verbindung zwischen Gehäuseteil und Filterwickel herstellt.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß der Filterwikkel
wegen seiner geschaffenen Formgenauigkeit ohne überschüssigen Klebstoff einfach in das Gehäuseteil
eingebaut werden kann und daher keinerlei Nachbehandlungen erforderlich sind, so daß dieser Vorgang
leicht zu automatisieren ist.
Besonders zweckmäßig gestaltet sich das Verfahren durch die Verwendung eines Heißschmelzklebers mit
einem bestimmten Erweichungspunkt.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
ergibt sich dann, wenn gleichzeitig mit dem Aufbringen der ringförmigen Kleberraupe am
Umfang des Filterwickels eine, die Klebemittel mit bildende, zweite Kleberraupe entlang dor Schnittstelle
des spiralig aufgewickelten Filtermateri ils angebracht wird, die unter Abkühlung auf eine mit dem Inneren des
Gehäuseteils abgestimmte Form gedrücki wird.
Damit kann das Aufbringen des Klebstoffs sowohl zum dichten Befestigen des Filterwickels im Gehäuseteil
als auch zum Befestigen des Endes der spiralig aufgerollten Filtermaterialbahn am Filterwickel und
zum Abdichten eines spiraligen Raumes im Wickel mit einem einzigen Arbeitsgang erledigt werd..-η. Nach dem
Drücken auf Maß und Form mittels gekühlter Formbacken liegt somit ein formstabiler Filterwickel
vor, der ohne Schwierigkeiten unmittelbar von einer nachfolgenden Maschinenautomatik übernommen werden
oder auch beliebig lang gelagert werden kann.
Weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltungen des m
Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird anhand der Zeichnung näher erläutert, die in
vereinfachter Weise einzelne Filterelemente nach ι-verschiedenen
Verfahrensschritten zeigt. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Filterwikkels
beim Wickelvorgang,
Fig. 2 den Filterwickel nach beendeter Wickelvorgang,
auf Maß geschnitten und mit Kleberraupen _><, versehen,
F i g. 3 den Filterwickel nach F i g. 2 mit auf Maß und Form gedrückten Kleberraupen,
F i g. 4 das Einsetzen des Filterwickels in ein erhitztes Gehäuseteil. ;,
Fig. 1 zeigt einen Filterwickel 10, der aus einer aufgewickelten Filtermaterialbahn 11 mit V-f( rmigem
Querschnitt besteht, die unter Beifügung eines Thcrmoplastklebers 12 über eine Düse 12' spiralig um ein
Mittelrohr 13 gewickelt ist, so daß sich zwei vi spiralförmige, jeweils zu einer Stirnseite 14, 15 hin
offene Räume 16, 17 im Filterwickel bilden. Dieser auf einer Wickelmaschine herstellbare Filterwickel 10 wird
bei Erreichen eines vorbestimmten Durchmessers auf Maß geschnitten und sodann von einer automatischen ι-,
Einrichtung übernommen. In dieser Einrichtung wird der Filterwickel 10, wie Fig. 2 näher zeigt, in einem
einzigen Arbeitsgang um seinen Umfang herum mit einer ersten Kleberraupe 18 und entlang dem äußeren
Ende 19 der Filtermaterialbahn 11 mit einer zweiten Kleberraupe 21 überzogen. Das Auftragen der ersten
und zweiten Kleberraupe 18 bzw. 21 geschieht kontinuierlich.
Die Kleberraupen 18, 21 bestehen aus einem über seinen Erweichungspunkt erhitzten und damit zähfliissigen
Heißschmelzkleber aus der Gruppe der Thermoplaste, der eine dichte, feste Verbindung zwischen dem
Papier des Filterwickels 10 und dem Metall eines Gehäuseteils 22 ermöglicht Die noch warmen Kleberraupen
18, 21 werden von gekühlten Formbacken auf Maß und Form gedrückt, wobei sich auf dem Rücken
der Kleberraupen 18,21 glatte Flächen 23,24 ausbilden.
Der Außendurchmesser der ringförmig verlaufenden Fläche 23 weist vorteilhafterweise ein geringes Übermaß
in bezug auf den zugeordneten Innendurchmesser des Gehäuseteils 22 auf. Aus Gründen des Zusammenbaus
ist es vorteilhaft, die Fläche 24 auf einen euvas kleineren Durchmesser zu drücken als derjenige der
Fläche 23, so daß am Übergang beider Flächen 24,23 ein kleiner Absatz 25 ausgebildet ist. Der Filterwickel 10 ist
damit als solcher fertig und durch den beim Abkühlen erstarrenden Heißschmelzkleber relativ formstabil; er
kann daher je nach Bedarf unmittelbar weiterverarbeitet oder gelagert werden.
Fi g. 4 zeigt das Einsetzen des Filterwickels 10 in das
Gehäuseteil 22, das lediglich in der Klebezone über den Erweichungspunkt des verwendeten Heißschmelzklebers
hinaus erhitzt ist. Beim Erhitzen dehnt sich das Gehäuseteil 22 aus und erleichtert das Einführen des
Filterwickels 10. Beim Einführen schmelzen lediglich die äußeren Schichten der Kleberraupe 18, wodurch die
Klebefähigkeit des Heißschmelzklebers aktiviert wird. Durch anschließendes Abkühlen erstarrt der Heißschmelzkleber
und bildet dann eine dichte und feste Verbindung zwischen dem Filterwickel 10 und dem
Gehäuseteil 22. Beim Abkühlen zieht sich auch das Gehäuseteil 22 wieder zusammen und begünstigt das
Erreichen einer sicheren Abdichtung. Eine Nachbehandlung ist nicht erforderlich; ein nicht dargestellter Deckel
kann in üblicher Weise auf das Gehäuseteil 22 gesetzt und dicht befestigt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die gezeigte Filierbauarl beschränkt. So kann der Filterwikkel
anstelle der kreisrunden Form auch z. B. einen ovalen Querschnitt aufweisen. Auch kann der Filterwikkel
anstelle des büchsenförmigen Gehäuseteils mit einem flachen Deckel auf gleiche Weise zu einem
Einbaiifiltcr montiert werden. Ferner ist das Verfahren
auch auf einen Filterwickcl anwendbar, dessen Filtermaterialbahn anstelle der gezeigten Bahn mit V-förmigem
Querschnitt aus zwei einzelnen Papierbahnen besteht, die in an sich bekannter Weise spiralig
aufgerollt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
- Patentansprüche:!. Verfahren zur Herstellung eines Flüssigkeitsfilters aus einem in einem Gehäuseteil befestigten, axial durchströmten Filterwickel, der aus spiralig um ein Mittelrohr aufgewickeltem Filtermaterial und aus beigefügten Klebemitteln besteht, so daß zwei spiralförmig ineinander gefügte, von entgegengesetzten Seiten zugängliche Räume im Filterwickel gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Einbau des Filterwickels (10) in das Gehäuseteil (22) um den Umfang des Filierwickels (10) herum eine aus Thermoplast bestehende Kleberraupe (18) gelegt wird, die in warmem Zustand unter Abkühlung auf gegenüber den zugeordneten Innenabmessungen des Gehäuseteil (22) angepaßte Abmessungen gedruckt wird, wonach der Filterwickel (10) in das auf eine über den Erweichungspunkt des Thermoplasts erhitzte Gehäuseteil (22) eingeführt und danach abgekühlt wird, wobei der erstarrende Thermoplast eine dichte, feste Verbindung zwischen Gehäuseteil (22) und Filterwickel (10) herstellt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Thermoplast ein Heißschmelzkleber mit einem vorgegebenen Erweichungspunkt ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit dem Aufbringen der ringförmigen Kleberraupe (18) am Umfang des Filterwickels (10) eine die Klebemittel mit bildende, zweite Kleberraupe (21) entlang der Schnittstelle (19) des spiralig aufgewickelten Filtermaterials angebracht wird, die unter Abkühlung auf eine mit dem Innern des Gehäuseteils (22) abgestimmte Form gedrückt wird.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Drücken der Kleberraupe auf Maß diese gleichzeitig auf Form gedruckt wird.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Abkühlung auf Maß gedruckte, erste Kleberraupe (18) einen größeren Außendurchmesser aufweist als der zugehörige Innendurchmesser des Gehäuseteils (22).
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Abkühlung auf Maß gedrückte, zweite Kleberraupe (21) einen kleineren Außendurchmesser aufweist als der zugehörige Innendurchmesser des Gehäuseteils (22).
- 7. Verfahren nach Anspruch 6 dadurch gekenn zeichnet, daß das Gehäuseteil (22) nur in einem der ersten Kleberraupe (18) zugeordneten Bereich über den Erweichungspunkt des Thermoplasts erhitzt wird.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Kleberraupe (18) in einem Bereich angeordnet wird, der beim Einbau des Filterwickels (10) zuletzt in das Gehäuseteil (22) eingeführt wird.
Priority Applications (13)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722256995 DE2256995C3 (de) | 1972-11-21 | Verfahren zur Herstellung eines Flüssigkeitsfilters | |
| US05/413,634 US4065341A (en) | 1972-11-21 | 1973-11-07 | Method of making a liquid filter |
| IT31459/73A IT1001821B (it) | 1972-11-21 | 1973-11-16 | Procedimento per la fabbricazione di un filtro per liquidi |
| SU1971105A SU559625A3 (ru) | 1972-11-21 | 1973-11-19 | Способ изготовлени гидравлического фильтра |
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| BE137961A BE807562A (fr) | 1972-11-21 | 1973-11-20 | Procede pour fabriquer un filtre a liquide |
| SE7315687A SE386831B (sv) | 1972-11-21 | 1973-11-20 | Sett for framstellning av ett vetskefilter |
| ES420699A ES420699A1 (es) | 1972-11-21 | 1973-11-20 | Procedimiento para la fabricacion de filtros para liquidos. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19722256995 DE2256995C3 (de) | 1972-11-21 | Verfahren zur Herstellung eines Flüssigkeitsfilters |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2256995A1 DE2256995A1 (de) | 1974-05-22 |
| DE2256995B2 DE2256995B2 (de) | 1977-06-02 |
| DE2256995C3 true DE2256995C3 (de) | 1978-01-19 |
Family
ID=
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