DE2249751C3 - Verfahren zum Kopieren auf ein magnetisierbares Medium aufgebrachter magnetischer Aufzeichnungen - Google Patents

Verfahren zum Kopieren auf ein magnetisierbares Medium aufgebrachter magnetischer Aufzeichnungen

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DE2249751C3 DE19722249751 DE2249751A DE2249751C3 DE 2249751 C3 DE2249751 C3 DE 2249751C3 DE 19722249751 DE19722249751 DE 19722249751 DE 2249751 A DE2249751 A DE 2249751A DE 2249751 C3 DE2249751 C3 DE 2249751C3
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der, daß das Signal/Rausch-Verhältnis günstiger wird zu der Erkenntnis, daß für eine befriedigende über-„odurch ehe Bildgute ernes auf em derartiges Band tragung die Kontaktdauer nicht zu kurz sein soll.
lUfgeze,chneten und dann wiecergegebenen Fern- Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens
sehprogramms verbessert wird ,,..,. ^ch der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
Bisher konnten jedoch duich das armysteretische 5 für das zweite magnetisierbare Medium ein magne-Kopierverfahren auf derartige hochkoerzitrve Toch- tisches Material verwendet wird, das die Eigenschaft terbänder keine Kopien übertragen werden, weil aufweist, daß die Koerzitivkraft in dem genannten B&uier mit einer noch höheren Koerzitivkraft zur Temperaturbereich nur in geringem Maße oder gar Anwendung als Mutterband mit den bekannten nicht von der Temperatur abhängig ist, und daß, Magnetköpfen nicht genügend beschrieben werden io nachdem bei der ersten Temperatur auf das erste können. Der Erfindung hegt daher die Aufgabe zu- magnetisiert^ Medium die zu kopierenden Aufgrunde, das eingangs angegebene Verfahren so aus- zeichnungen aufgebracht worden sind, die beiden zugestalten, daß Kopien mit hohen Koezitivkräften Medien miteinander in Berührung und zusammmen hergestellt werden können. auf die zweite Temperatur gebracht werden.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten 15 Dies hat den Vorteil, daß, weil sich die Medien Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die während des Kopiervorgangs auf derselben Tempezu kopierenden Aufzeichnungen auf das erste ma- ratur befinden, während der verschiedenen Stufen gneusierbare Medium angebracht werden, wenn sich des Vorgangs kein Unterschied in Schrumpfung dieses Medium in einem Zustand mit niedriger Koer- oder Dehnung des Trägermaterials auftreten kann, zitivkraft befindet, und daß das Kopieren auf das ao was bei dem oben beschriebenen Verfahren wohl der zweite magnetisierbare Medium stattfindet, wenn Fall sein kann.
sich das erste magnetisierbare Medium in einem Zu- Ein weiterer Vorteil hierbei ist der, daß die beiden
stand mit hoher Koerzitivkraft befindet, unter der magnetisierbaren Medien auf dieselbe Spule aufge-Bedingung, daß beim Kopieren der Koerzitivkraft wickelt werden können (sogenanntes bifilares Wik- Hcl des ersten magnetisierbaren Mediums, die 25 kein), wonach sie in einem auf die zweite Tempera-Koerzitivkraft Hcdes zweiten magnetisierbaren tür gehaltenen Raum dem Übertragungsfeld ausge-Mediums und die Feldstärke H des magnetischen setzt werden können.
Hilfsfeldes der Anforderung entsprechen, daß: Es hat sich herausgestellt, daß insbesondere mit
He1 . „. Kobalt dotierte Eisenoxyde sich sehr gut zur An-
aHct <H< ——, wobei 1< a < δ ibt. 3o wendung als magnetisches Material für das Mutter
band bei einem der oben beschriebenen Verfahren
Eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfah- eignen. Die Koerzitivkraft von mit 3 Atomprozent rens nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, Kobalt dotiertem, in einer Lackschicht dispergiertem daß für das erste magnetisierbare Medium ein ma- und auf einem Träger angebrachtem y-Fe„O3 nimmt gnetisches Material verwendet wird, das die Eigen- 35 von einem Wert von 600Oe bei Zimmertemperatur schaft aufweist, daß zu einer ersten Temperatur eine z. B. auf einen Wert von 2000 Oe bei —75° C zu. erste Koerzitivkraft gehört, und daß zu einer zweiten Im allgemeinen wird ein günstiger Effekt
Temperatur eine erheblich höhere Koerzitivkraft ge- mit einem Material erreicht, das der Formel hört, wobei die zu kopierenden Aufzeichnungen bei (CoxFeJ^)2O3 entspricht, wobei Ο,ΟΚΚΟ,Ι ist, der ersten Temperatur auf das erste Medium aufge- *o d. h. mit /-Fe2O3, das zwischen 1 und 10 Atomprobracht werden und das Kopieren bei der zweiten Tem- zent Kobalt enthält,
peratur stattfindet. Eine weitere Ausführungsform des erfindungsge-
Für das erste Medium (das Mutterband) sowie für mäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Medium (das Tochterband) kann dasselbe als magnetisches Material für das erste Medium ein Material verwendet werden. In diesem Falle soll das 45 Material verwendet wird, das der allgemeinen For-Mutterband, nachdem bei der ersten Temperatur mel M5R entspricht, wobei M mindestens ein Uberdarauf die zu kopierenden Aufzeichnungen aufge- gangsmetall der ersten langen Periode und R mindebracht worden sind, gesondert auf die zweite Tem- stens ein seltenes Erdmetall darstellt, daß dieses Meperatur gebracht werden, um die Koerzitivkraft zu dium, bevor die zu kopierenden Aufzeichnungen erhöhen, während das Tochterbacd auf eine Tempe- 50 darauf aufgebracht werden, Wasserstoffgas unter ratur gebracht bzw. auf einer Temperatur gehalten Druck ausgesetzt wird, und daß der Wasserstoffgaswird, zu der ein Zustand mit niedriger Koerzitivkraft druck beseitigt wird, bevor das Kopieren stattfindet, gehört, bevor der Kopiervorgang, bei dem man das Es ist bekannt, daß die Koerzitivkraft eines
Mutter- und das Tochterband miteinander in Beruh- SmCo5-artigen Materials erheblich herabgesetzt werrung bringt und ein magnetisches Hilfsfeld auf diese 55 den kann, wenn es Wasserstoffgas unter Druck ausBänder einwirken läßt, stattfinden kann. Ein Nach- gesetzt wird, und daß die ursprüngliche Koerzitivteil dieses Verfahrens ist der, daß bei einer vollstän- kraft nach der Beseitigung des Wasserstoffgasdruckes digen Optimalisierung des Vorgangs derart hohe nach kurzer Zeit wieder auftritt. Diese Eigenschaft Anforderungen an ein für den beabsichtigen Zweck kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgeeignetes Mutterband gestellt werden, daß es allein 60 teilhaft verwendet werden. Insbesondere ist es günschon aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht prak- stig, daß das Kopieren bei Zimmertemperatur er· tisch ist, für das Tochterband dasselbe magnetische folgen kann.
Material als für das Mutterband zu verwenden. Die Erfindung wird beispielsweise an Hand de
Außerdem ist es bei Anwendung gleicher Bänder Zeichnung nachstehend näher erläutert. Es zeigt
(und also notwendigerweise ungleicher Temperatu- 65 F i g. 1 ein Diagramm der sich bei einem Kopier ren beim Kopieren) erforderlich, die Kontaktzeit Vorgang der erwähnten Art ergebenden Schritte,
kurz zu halten, damit sich beim Kopieren kein Tem- F i g. 2 eine Vorrichtung zur Anwendung des Ko
peraturausgleich ergibt. Dies steht im Widerspruch piervorgangs nach der Erfindung,
F i g. 3 und 4 die jeweiligen Remanenzkurven bei Dies ist bei dem in F i g. 4 dargestellten Fall ganz
einer bestimmten Wahl des magnetischen Materials verschieden. Die Remanenzkurven A' und B' sind
für das Mutter- und Tochterband, hier viel weniger steil. Obgleich das Verhältnis der
Fig. 5 die Beziehung zwischen der Temperatur T Koerzitivkräfte der durch die Kurven/!' und B' dar-
und der Koerzitivkraft//, von mit verschiedenen 5 gestellten Bänder dem Verhältnis der Koerzitiv-
Mengen Kobalt dotierten y-Fe2O3-Bändern, kräfte der durch die Kurven A und B in F i g. 3 dar-
F i g. 6 die Beziehung zwischen der Wasserstoff- gestellten Bänder nahezu entspricht, ist der Kopierkonzentration Chz und der Koerzitivkraft Hc von effekt viel schlechter als in dem in F i g. 3 darge-SmCo5, und stellten Fall. Bei Anwendung des optimal gewählten
Fig. 7 eine besondere Ausführungsform einer io Feldes H1 als Übertragungsfeld wird etwa 40%> des
Vorrichtung zur Anwendung des Kopiervorgangs Mutterbandes gelöscht und wird das Tochterband
nach der Erfindung. zu etwa 70°/o beschrieben. Dieser Kopiereffekt kann
In F i g. 1 sind die sich beim sogenannten Kon- bei Anwendung von Materialien mit derart flach
taktkopieren von Videobändern ergebenden Schritte verlaufenden Remanenzkurven nur verbessert wer-
schematisch dargestellt. Das Ausgangssignal der 15 den, wenn das Verhältnis der Koerzitivkräfte des
Kamera 1 wird mittels eines Video-Aufzeichnungs- Mutter- und des Tochterbandes größer gewählt wird,
gerätes 2 spiegelbildlich festgelegt. Dadurch wird ein d. h., wenn z. B. ein Mutterband verwendet wird, zu
Mutterband erhalten, von dem in der Kopier- dem eine Remanenzkurve gehört, die in bezug auf
maschine 3 Tochterbänder hergestellt werden, die die Kurve B' nach rechts verschoben ist. Um ein der-
schließlich getrennt werden 4. 20 artiges Mutterband gut zu beschreiben, ist jedoch
Die Wirkungsweise der Kopiermaschine gemäß wieder ein höheres Schreibfeld erforderlich. Derar-
dem anhysteretischen Kopierverfahren wird in tige hohe Schreibfelder lassen sich bei kurzen WeI-
F i g. 2 veranschaulicht. Ein Mutterband 5, in dessen lenlängen mit den jetzigen Magnetköpfen jedoch
magnetischer Oberfläche 6 eine Aufnahme festge- nicht erzielen.
legt ist, wird von einer Vorratsspule 9 zugeführt. 25 Aus Obenstehendem geht also hervor, daß die Das Mutter- und Tocherband werden mit ihren ma- Größe des Faktors α in der Ungleichheit:
gnetischen Oberflächen 6 bzw. 10 zwischen den An- ^
druckrollen 11 und 12 miteinander in innige Be- aHc.t < H < —S.
rührung gebracht. Während sie miteinander in Be- a
rührung sind, werden sie in dem gestrichelt darge- 3° von der Steilheit der Remanenzkurven abhängt, stellten Gebiet 13 der Einwirkung eines magnetischen Namentlich geht daraus hervor, daß je steiler die Übertragungsfeldes, das z. B. quer zu der Transport- Kurven sind, je kleiner auch der Faktor α sein kann,
richtung der Bänder verlaufen kann, ausgesetzt. Das Die Steilheit der Remanenzkurven hängt ihrerseits Übertragungsfeld ist im allgemeinen ein Wechselfeld unter anderem von der Gleichmäßigkeit der für den mit einer von der Transportgeschwindigkeit der 35 Überzug des Bandes verwendeten magnetischen Bänder abhängigen Frequenz und mit einer maxi- Teilchen und von der Weise ab, in der die magnemalen Feldstärke H, die einerseits größer als die tischen Teilchen in dem Bindemittel dispergiert sind. Koerzitivkraft HCi des Tochterbandes 8, aber ande- In bezug auf F i g. 2 sei noch bemerkt, daß, nachrerseits kleiner als die Koerzitivkraft HCl des Mutter- dem unter den oben beschriebenen Bedingungen die bandes 5 ist. Insbesondere muß die Anforderung er- 40 Information von dem Mutterband auf das Tochterfüllt werden, daß band übertragen worden ist, das Mutterband zu der H'i U-I^- ο- Vorratsspule 14 und das Tochterband zu der Vor- 0Hc2 <H< -^- wobei 1< a < 2 ist. ratsspule 15 geführt wird. Ferner sei bemerkt, daß
es an sich bekannt ist, das Mutterband während des
Mit Hilfe des Faktors α wird ausgedrückt, daß es bei 45 Transports von der Vorratsspule 7 zu der Vorratsgegebenen Werten von He1 und HH auch von der spule 14 mit mehr als einem Tochterband in Berüh-Steilheit der Remanenzkurven des Mutter- und des rung zu bringen, woduruch ein mehrfacher Kopier-Tochterbandes abhängt, ob ein effektives Kopieren Vorgang erzielbar ist.
möglich ist. Dies wird an Hand der F i g. 3 und 4 Wenn das anhysteretische Kopierverfahren zur verdeutlicht. 50 Herstellung von Kopien auf Bändern mit einer Köln Fig. 3 werden die Remanenzkurven A und B erzitivkraft von z.B. 1000 Oe verwendet werden soll, zweier verschiedener Magnetbänder dargestellt. Dar- ist dazu ein Mutterband mit einer Koerzitivkraft von aus ist ersichtlich, daß, wenn das Band, zu dem die 1500 bis 2000 Oe erforderlich, je nach den Rema-Remanenzkurve B gehört, als Mutterband verwen- nenzkurven der zu verwendenden Bänder, wie oben det wird, während das Band, zu dem die Remanenz- 55 auseinander gesetzt worden ist. Ein derartiges hochkurve/l gehört, als Tochterband verwendet wird, koerzitives Mutterband kann aber mit den jetzigen die Größe des Übertragungsfeldes Hx derart gewählt Magnetköpfen nicht in genügendem Maße beschriewerden kann, daß das Mutterband während des Ko- ben werden. Nach der Erfindung kann dieses Propiervorganges möglichst wenig von dem Übertra- blem gelöst werden, wenn dafür gesorgt wird, daß gungsfeld gelöscht wird (im dargestellten Falle zu 60 das Mutterband beim Beschreiben sich in einem Zuetwa 10 Vo), und daß das Tochterband möglichst stand mit niedriger Koerzitivkraft befindet und sovollständig beschrieben wird (im dargestellten Falle mit gut beschrieben werden kann, während es sich zu etwa 90%). Dies bedeutet, daß durch die verhält- beim Kopieren in einem Zustand mit hoher Koerzinismäßig große Steilheit der Remanenzkurven das tivkraft befindet und also von dem dabei anzulegen-Verhältnis der Koerzitivkräfte der durch die Kur- 65 den magnetischen Hilfsfeld möglichst wenig beeinven A und B dargestellten Bänder den Wert 1 nur flußt wird.
wenig zu überschreiten braucht, um ein effektives Dies wird nach einer ersten Möglichkeit dadurch
Kopieren zu ermöglichen. erzielt, daß Bänder verwendet werden, deren Koer-
7 8
zitivkraft stark von der Temperatur abhängig ist. Unterschied in Schrumpfung oder Dehnung der
Dies wird an Hand der F i g. 5 veranschaulicht, in respektiven Träger auftreten, wodurch die Genauig-
der die Temperatur als Abszisse und die bei dieser keit des Kopiervorganges günstig beeinflußt wird.
Temperatur gemessene Koerzitivkraft als Ordinate Unter diesen Umständen wurden zwei Versuche
aufgetragen ist. Die Messungen wurden an vier S durchgeführt, deren Ergebnisse nachstehend er-
7-Fe2O3-Bändern durchgeführt, die mit O, 1, 3 bzw. wähnt werden.
5 Atomprozent Kobalt dotiert waren. Es ist deutlich 1. Auf ein mit 5% Kobalt dotiertes >'-Fe2O3-Band ersichtlich, daß die Koerzitivkraft des nicht dotierten (das Mutterband) wurden bei Zimmertemperatur y-Fez03-Bandes in dem dargestellten Temperatur- Signale mit einer Wellenlänge von 6, 12 bzw. 48 μπι bereich praktisch von der Temperatur unabhängig io geschrieben. Die auf diese Weise angebrachte Inist, während die Koerzitivkraft der mit Kobalt dotier- formation wurde bei einer Temperatur unterhalb ten /-Fe2O3-Bander bei abnehmender Temperatur —100° C anhysteretisch auf ein undotiertes y-Fe2O3-stark zunimmt. Das mit 3°/o Kobalt dotierte Band Band (das Tochterband) kopiert, wobei ein Überkann z. B. bei Zimmertemperatur beschrieben (die tragungsfeld mit einer Feldstärke von 2000 Oe ver-Koerzitivkraft bei Zimmertemperatur ist 600 Oe) 15 wendet wurde. Beim Auslesen des Tochterbandes und gerade vor Durchführung des anhysteretischen bei Zimmertemperatur stellte sich heraus, daß in-Kopiervorgangs auf eine Temperatur von —70° C folge des Kopierens ein Verlust in bezug auf das (bei welcher Temperatur die Koerzitivkraft 1800 Oe Signal auf dem Mutterband aufgetreten war, dessen beträgt) abgekühlt werden. Größe von — 6 dB zu — 3 dB für das Signal mit der
Beispielsweise wird nachstehend ein Verfahren zur ao kleinsten bzw. der größten Wellenlänge variierte.
Herstellung mit Kobalt dotierter y-Fe2O3-Bänder er- 2. Auf ein mit 3%> Kobalt dotiertes >-Fe2O3-Band
läutert. (das Mutterband) wurden bei Zimmertemperatur Si-
Eine kobalthaltige Verbindung, Z-B-CoCl2-OH2O, gnale mit einer Wellenlänge von 3, 6, 12 bzw. 24 (im wird in Wasser gelöst und mit y-Fe2O3-Pulver "ge- geschrieben. Die auf diese Weise angebrachte Inmischt (dessen Herstellung an sich aus der Literatur as formation wurde bei einer Temperatur unterhalb bekannt ist). Dieses Gemisch wird gesiebt und, nach- —100° C anhysteretisch auf ein undotiertes ^-Fe2O3-dem durch Zusatz von NH4OH der pH-Wert auf Band (Tochterband) kopiert, wobei ein Übertra-8,5 eingestellt worden ist, wird das Gemisch eine gungsfeld mit einer Feldstärke von 1500 Oe verwenhalbe Stunde lang gerührt. Dann werden die festen det wurde. Beim Auslesen des Tochterbandes stellte Bestandteile abfiltriert, gewaschen und getrocknet. 30 sich heraus, daß infolge des Kopierens ein Verlust in Das Filtrat wird zunächst in einer reduzierenden bezug auf das Signal auf dem Mutterband aufgetre-Atmosphäre auf 425° C erhitzt, wodurch die kobalt- ten war, desssen Größe von — 8 dB für das Signal haltige Verbindung in Kobaltoxyd übergeht, und mit der kleinsten Wellenlänge zu —4 dB für das wird anschließend in einer oxydierenden Atmosphäre Signal mit der größten Wellenlänge variierte, erhitzt. Schließlich ergibt sich ein mit Kobalt dotier- 35 Eine zweite Möglichkeit, ein Mutterband in einem tes 7-Fe2O3-PuIvCr, das aus 3-Fe2O3-TeUChen be- Zustand mit niedriger Koerzitivkraft zu beschreiben steht, bei denen ein geringer Teil der Eisenatome und in einem Zustand mit hoher Koerzitivkraft zu durch Kobaltatome ersetzt ist. Dieses Pulver wird kopieren, besteht darin, daß SmCo. oder eine ähnmit einem Bindemittel gemischt und in einer dünnen liehe intermetallische Verbindung als magnetisches Schicht auf einen Träger angebracht. 40 Material für den Überzug verwendet wird.
In bezug auf F i g. 2 sei weiter noch bemerkt, daß, Die intermetallischen Verbindungen entsprechend
wenn für das Mutterband sowie für das Tochterband der allgemeinen Formel M5R, wobei M mindestens
ein magnetisches Material verwendet wird, dessen ein Übergangsmetall der ersten langen Periode und
Koerzitivkraft mit abnehmender Temperatur zu- R mindestens ein seltenes Erdmetall darstellt, bilden
nimmt, und insbesondere wenn für beide Bänder das- 45 eine Gruppe magnetisierbarer Materialien mit einei
selbe Material verwendet wird, derartige Maßnah- hexagonalen Kristallstruktur, einer hohen einach-
men getroffen werden sollen, daß nur das Mutter- sigen Kristallanisotropie und im allgemeinen einei
band gekühlt wird. Zu diesem Zweck wird in der hohen Koerzitikraft. Dies ist z. z. B. aus »Journal öl
Vorrichtung nach Fig. 2 das Mutterband5 über Applied Physics«, 38, S. 1001 (1967) bekannt, wc
einen gekühlten Metallschuh 16 geführt. 50 insbesondere beschrieben wird, wie die genannter
Wenn jedoch für das Tochterband ein magne- Verbindungen als Ausgangsmaterial für aus feiner
tisches Material verwendet wird, dessen Koerzitiv- Teilchen bestehende Magneten dienen können. Aucl
kraft nicht, oder nur in geringem Maße, von der ist es bekannt, daß die Koerzitivkraft der genannter
Temperatur abhängig ist, kann die in F i g. 7 gezeigte M5R-Verbindungen dadurch herabgesetzt werdei
Vorrichtung vorteilhaft angeweüdet werden. Das 55 kann, daß das betreffende Material Wasserstoffga
Mutterband 17 und das Tocherband 20 werden hier unter Druck ausgesetzt wird. Es hat sich herausge
von der Vorratsspule 19 bzw. 22 zugeführt, mit stellt, daß je nachdem die Wasserstoffkonzentratioi
ihren magnetischen Oberflächen 18 bzw. 21 mitein- in dem Material zunimmt, die Koerzitivkraft ab
ander in innige Berührung gebracht und zusammen nimmt. Dies ist in Fig. 6, in der als Abszisse di
auf die Spule 23 aufgewickelt. Diese Spule ist in 60 Wasserstoffkonzentration Ch2, in g · mol H2/g · mc
einem Raum 24 angeordnet, der auf eine gewünschte SmCo5 ausgedrückt, und als Ordinate die Koerzitiv
niedrige Temperatur abgekühlt werden kann. Außer- kraft aufgetragen ist, für die intermetallische Verbin
dem kann in diesem Raum ein magnetisches Hilfs- dung SmCo5 eranschaulicht. Der Gasdruck und di
feld, z. B. von einer (nicht dargestellten) den Raum zum Erhalten eines bestimmten Wasserstoffgehalt
umschließenden magnetischen Spule, erzeugt wer- 65 für das betreffende Material benötigte Zeit lage
den. Dadurch, daß sich das Mutter- und das Toch- zwischen 0 und 20 Amosphären bzw. zwischen
terband während des Kopiervorganges nach Fig. 6 und 1 Stunde,
auf derselben Temperatur befinden, kann kein Bei Beseitigung des Gasdruckes nimmt die Koei
zitivkraft nach etwa einer Stunde ihren ursprünglichen Wert wieder an.
Es ist also möglich, die Koerzitivkraft von SmCo5 von 1200 auf 400 Oe herabzusetzen, indem es Wasserstoffgas unter Druck ausgesetzt wird. Ein mit
10
diesem Material versehenes Mutterband kann also in diesem Zustand beschrieben und nach Beseitigung des Wasserstoffgasdruckes beim anhysteretischen Kopieren der darauf festgelegten Information auf ein hochkoerzitives Tochterband verwendet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

ausgesetzt wird, und daß der Wassersioffgas- Patentansprüche: druck beseitigt wird, bevor das Kopieren statt findet.
1. Verfahren zum Kopieren auf ein erstes magnetisierbares Aufzeichnungsmedium aufgebrach- 5 —
ter magnetischer Aufzeichnungen auf ein zweites
magnetisierbares Aufzeichnungsmedium, wobei
das erste magnetisierbare Medium und das zwei- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
te magnetisierbare Medium mit ihren magneti- Kopieren auf ein erstes magnetisierbares Aufzeichschen Oberflächen miteinander in Berührung ge- ίο nungsmedium aufgebrachter magnetischer Aufzeichbracht, diese Medien einem magnetischen Hilfs- nungen auf ein zweites magnetisierbares Aufzeichfe!d ausgesetzt und dann voneinander getrennt nungsmedium, wobei die magnetischen Oberflächen werden, dadurch gekennzeichnet, daß des ersten und des zweiten magnetisierbaren Medie zu kopierenden Aufzeichnungen auf das erste diums miteinander in Berührung gebracht, die beimagnetisierbare Medium aufgebracht werden, »5 den magnetiäerbaren Medien einem magnetischen wenn sich dieses Medium in einem Zustand mit Hilfsfeld ausgesetzt und dann voneinander getrennt niedriger Koerzitivkraft befindet, und daß das werden.
Kopieren auf das zweite magnetisierbare Medium Unter ein magnetisierbares Medium ist im allge-
stattfindet, wenn sich das erste magnetisierbare meinen ein Träger, wie ein Band oder eine Scheibe, Medium in einem Zustand mit hoher Koerzitiv- ao zu verstehen, auf dem ein Überzug aus magnetikraft befindet, unter der Bedingung, daß die schem Material, meistens in einem Bindemittel disAnforderung erfüllt wird, daß beim Kopieren die pergiert, angebracht ist.
Koerzitivkraft Hc , des ersten magnetisierbaren Bei Kopierverfahren, die ohne magnetisches HilfsMediums, die Koerzitivkraft H03 des zweiten ma- feld arbeiten, ist es bekannt, die Grundschichtfläche gnetisierbaren Mediums und die Feldstärke H »5 dis Zweitbandes und das aufgezeichnete Signale des magnetischen Hilfsfeldes der Anforderung tragende Stammband vor dem Erhitzungsvorgang zu entsprechen, daß: kühlen, um Reckungen oder sonstigen Defonnatio-
u nen der Bänder durch das Erhitzen vorzubeugen.
aHCi < H < —3-, wobei K a < 2 ist. Aus der US-Patentschrift 27 28 383 ist bekannt,
a 30 daß die Informationsübertragung, die erfolgt, wenn
ein mit einer magnetischen Aufzeichnung versehenes
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- hochkoerzitives magnetisierbares Medium in einem kennzeichnet, daß für das erste magnetisierbare magnetischen Hilfsfeld mit einem nicht mit einer Medium ein magnetisches Material verwendet magnetischen Aufzeichnung versehenen niedrigkoerwird, das die Eigenschaft aufweist, daß zu einer 35 zitiven magnetisierbaren Medium in Berührung geersten Temperatur eine erste Koerzitivkraft ge- bracht wird, zum Kopieren von Magnetbändern verhört und daß zu einer zweiten Temperatur eine wendet werden kann. Gemäß diesem sogenannten erheblich höhere Koerzitivkraft gehört, wobei »anhysteretischen« Kopierverfahren wirken verschiedie zu kopierenden Aufzeichnungen bei der er- dene Maschinen, die mit hohen Geschwindigkeiten sten Temperatur auf das erste Medium aufge- 40 Kontaktkopien von Videobändern herstellen können, bracht werden und das Kopieren bei der zweiten Für das anhysteretische Kopierverfahren ist es we-Temperatur stattfindet. sentlich, daß die Koerzitivkraft des zu kopierenden
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch ge- Bandes (des Mutterbandes) größer als die Koerzitivkennzeichnet, daß für das zweite magnetisierbare kraft des Bandes ist, auf das kopiert wird (Tochter-Medium ein magnetisches Material verwendet 45 band), und daß die Feldstärke des magnetischen wird, das die Eigenschaft aufweist, daß die Koer- Hilfsfeldes, das zur Verbesserung der Übertragungszitivkraft in dem genannten Temperaturbereich kennlinie, insbesondere zur Linearsierung dieser nur in geringem Maße oder gar nicht von der Kennlinie, verwendet wird, größer als die Koerzitiv-Temperatur abhängig ist, und daß, nachdem bei kraft des Tochterbandes, aber kleiner als die Koerder ersten Temperatur auf das erste magnetisier- 50 zitivkraft des Mutterbandes ist. Es ist z. B. bekannt, bare Medium die zu kopierenden Aufzeichnun- daß die auf diese Weise auf ein Band mit einer Koergen aufgebracht worden sind, die beiden Medien zitivkraft von 250 Oe von einem Mutterband mit miteinander in Berührung und zusammen auf die einer Koerzitivkraft von 600 Oe unter Verwendung zweite Temperatur gebracht werden. eines Übertragungsfeldes mit einer Feldstärke von
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch ge- 55 350 Oe Aufzeichnungen übertragen werden können, kennzeichnet, daß für das erste magnetisierbare Auf dem Gebiet der Videokassetten-Auf zeich-Medium ein magnetisches Material verwendet nungs/Wiedergabegeräte zeigt sich jedoch eine Entwird, das der Formel (Co^Fe1. J2O3 entspricht, wicklung in Richtung der Anwendung von Bändern wobei 0,01 <*-<0,l ist. mit erheblich höheren Koerzitivkräften, die beträcht-
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 60 lieh oberhalb 250 Oe liegen. Diese Entwicklung ist kennzeichnet, daß als magnetisches Material für darauf zurückzuführen, daß die Informationspakdas erste Medium ein Material verwendet wird, kungsdichte eines magnetisierbaren Mediums mit der das der allgemeinen Formel M5R entspricht, wo- Koerzitivkraft des verwendeten magnetischen Mabei M mindestens ein Übergangsmetall der ersten terials zunimmt, so daß bei Anwendung von Bänlangen Periode und R mindestens ein seltenes 65 dem mit hohen Koerzitivkräften entweder die Kas-Erdmetall darstellt, das dieses Medium, bevor setten kleiner werden können, oder die Spieldauer die zu kopierenden Aufzeichnungen darauf auf- langer werden kann. Ein anderer Aspekt der Anweneebracht werden, Wasserstoffgas unter Druck dung von Bändern mit hohem Koerzitivkräften ist
DE19722249751 1971-10-21 1972-10-11 Verfahren zum Kopieren auf ein magnetisierbares Medium aufgebrachter magnetischer Aufzeichnungen Expired DE2249751C3 (de)

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