DE2249727B2 - Vorrichtung zum Absperren und Regeln gasförmiger Medien - Google Patents
Vorrichtung zum Absperren und Regeln gasförmiger MedienInfo
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- F16K1/16—Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces with pivoted closure-members
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Description
40
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Absperren und Regeln gasförmiger Medien von hoher Temperatur
in Kanälen großer Nennweite und rechteckigen Querschnitts mit mehreren auf einer den im Kanal vorgesehenen,
als Gehäuse dienenden Rahmen durchdringenden Betätigungswelle angeordneten, mit dieser gemeinsam
schwenkbaren Klappen.
Derartige Absperrorgane werden hauptsächlich in Gaskanälen mit sehr großem Strömungsquerschnitt
verwendet, wie sie beispielsweise in Großkesselanlagen, Zementwerken, Hüttenwerken, Heizungs- und
Trocknungsanlagen od. dgl. anzutreffen sind. Die Gaskanäle können beispielsweise als allseitig geschlossene
Blechkanäle oder auch als gsmauerte Kanäle ausgeführt sein.
Bei Verwendung der Vorrichtung zum Absperren und Regeln gasförmiger Medien mit stark wechselnden
Temperaturen ergeben sich Probleme aus der unterschiedlichen Wärmedehnung der verschiedenen Teile
der Vorrichtung. Die mit dem strömenden Gas intensiv in Berührung kommenden Teile der Vorrichtung erwärmen
sich in der Regel schneller, als die Teile, die nicht oder nur geringfügig mit dem Gas in Berührung
kommen. Die Folge ist, daß sich die stärker erwärmten Teile stärker ausdehnen, als die weniger oder nicht erwärmten
Teile, woraus sich die Gefahr ergibt, daß die Vorrichtung in Folge von Verziehungen des Materials
undicht wird und die gegeneinander beweglichen Teile der Vorrichtung sich verklemmen. Wenn d,e Vomch-Jung
in Gaskanälen verwendet wird, die .m Falle von
Äiungen oder sonstigen Explosionen im angeschossenen
System schlagartig geöffnet werden mussin
können solche Verkleidungen oder auch nur eine
Schwergängigkeit der beweglichen TeHe der Vornchtune
verheerende Folgen haben.
Fine Vorrichtung der eingangs genannten An ist beispie
iwd'e aus de? US-PS 35 25 328 bekannt Bei dieer
vorbekannten Vorrichtung erhitzen sich d.e .m Querschnitt des Gaskanals befindlichen Klappen und
die Welle, auf der sie befestigt sind, verhahnismaßig
schnell, während die in der Wandung des Gaskana s angeordneten und als Gehäuse dienenden Rahmenteile
defvoiSüng relativ kahl bleiben. Da die Weile verhältnismäßig
lang ist, ist der Betrag, um den s.ch d.e Welle bei der Erwärmung insgesamt verlangen, verhältnismäßig
groß. Um diese Dehnungen auszugleichen ist die Welle an einem Ende in ax.aler Richtung
längsverschiebbar gelagert. Die bei der vorbekannien Vorrichtung vorhandenen, aufJrW* befestigten
Klappen dehnen sich mit der Welle. Um einen_ Ausgleich
der Wärmedehnungen der Klappen zu erreichen, ist bei der vorbekannten Vorrichtung zwischen den
Klappen und dem Rahmen eine telcskopart.g ein- und
ausfahrbare Dichteinrichtung vorgesehen. Eine solche
weit aus- und einfahrbare Dichtung isi notwendig, da
die Längenveränderung der Klappen verhältnismäßig groß ist Solche teleskopartig ein- und ausfanrbaren
Dichtungen sind verhältnismäßig empfindlich und neigen leicht zum Verklemmen.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, das Absperrorgan
der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden daß die durch die Dichtungen der Klappen
auszugleichenden seitlichen Verschiebungen der Klap-Den so gering wie möglich gehalten werden, um Undichtigkeiten
bzw. gefährliche Verklemmungen der Vorrichtung auch bei Verwendung von sehr langen
Wellen auszuschließen.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art vor, daß die Klappen längsverschieblich auf der Welle gelagert sind.
Die Folge dieser längsverschieblichen Lagerung ist,
daß unterschiedliche Längendehnungen der Klappen einerseits und der Welle andererseits ausgeglichen
werden können und daß die Längenänderungen der Klappen nicht an einer einzigen seitlichen Dichtung,
sondern an allen Dichtungen zwischen den einzelnen Klappen ausgeglichen werden können, wodurch der an
jeder Dichtung auszugleichende Betrag verhältnismäßig klein wird, so daß man auf eine komplizierte, teleskopartig
ein- und ausfahrbare Dichtung zwischen dem Rahmen und den Platten verzichten kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung erfolgt die Verbindung zwischen
der Welle und den Klappen über auf der Welle sitzende drehbare und längsverschiebbare Klappenträger
und nockenartige Mitnehmer, die mit der Welle fest verbunden sind und sich beim Schwenken an die Klappen
anlegen. Durch diese Ausbildung der Verbindungen erübrigen sich formschlüssige Schiebesitze od. dgl,
die in der Herstellung und Montage relativ aufwendig
wären.
Zweckmäßig ist die Welle an beiden Enden und in ihrem Längenbereich in axialer Richtung verschiebbar
im Rahmen der Absperrvorrichtung bzw. in Stegen des
Rahmens gelagert. Hierdurch kann sich die Welle, ohne irgendwelchen Zwängungen ausgesetzt zu sein, in die
jeweils günstigste Lage relativ zum Rahmen verschieben.
Die Abdichtung der Klappen gegen den Rahmen bzw. die Stege des Rahmens erfolgt zweckmäßig durch
Dichtleisten, deren Breite verändei jar ist.
Um die Klappen relativ zu dem Rahmen bzw. den Stegen des Rahmens jeweils in der richtigen Lage zu
halten, sind auf der Welle zwischen den Klappenträgern und dem Rahmen bzw. den Stegen des Rahmens
Distanzstücke angeordnet, die in axialer Richtung gegen die Welle verschiebbar sind und ein der
Wärmedehnung der Klappen entsprechendes Spiel belassen.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung wird im folgenden an Hand der
Zeichnung näher erläutert, in der
F i g. 1 einen Schnitt durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung und
F i g. 2 die Vorrichtung in gleicher Darstellung wie F i g. 1 zeigt, wobei hier jedoch die Welle und die Klappen
erwärmt sind und sich infolge von Wärmedehnung gegenüber dem Rahmen ausgedehnt haben.
Der äußere Rahmen der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung zum Absperren und Regeln gasförmiger
Medien ist in seiner Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet und besteht aus U-förmigen Trägern,
die in der nicht dargestellten Wandung des Gaskanals eingelassen sind oder sonstwie mit dieser Verbunden
sind. Weiterhin weist der Rahmen 1 der Vorrichtung Stege 2 auf, die sich über den durch die Vorrichtung
abzusperrenden Querschnitt des Gaskanals erstrecken. Im Rahmen 1 bzw. den Stegen 2 ist eine
Welle 3 gelagert, die sich senkrecht zu den Stegen 2 über den Querschnitt des Gaskanals erstreckt und auf
der nebeneinander mehrere Klappen 4 angeordnet sind.
Beim in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Vorrichtung sind insgesamt drei Klappen 4
nebeneinander angeordnet. Bei entsprechend längerer Ausbildung der Welle 3 können selbstverständlich auch
mehr derartige Klappen 4 auf der Welle 3 angeordnet werden. Ober den gesamten Querschnitt des Gaskanals
köimen auch mehrere Wellen 3 mit daran befestigten Klappen 4 angeordnet sein.
Die Lagerung der Welle 3 erfolgt am Rahmen 1 über Stopfbuchsenlager 5, die der Welle 3 eine Verschiebungsmöglichkeit
in axialer Richtung belassen. Ebenso gestalten die in den Stegen 2 befindlichen Lager 6 der
Welle 3 eine Bewegungsmöglichkeil in axialer Richtung.
to An einem Ende ist die Welle 3 mit einem Stellhebel 7
versehen, mit dem sie zum Zwecke des Verschwenken der Klappen 4 um ihre Längsachse verdreht werden
kann.
Die Verbindung zwischen der Welle 3 und den Klap-
pen 4 erfolgt über drehbar und längs verschiebbar auf der Welle 3 sitzende Klappenträger 8, die mit den
Klappen 4 starr verbunden sind.
Weiterhin weist die Welle 3 starr mit ihr verbundene nockenförmige Mitnehmer 9 auf, die sich beim Verdrehen
der Welle 3 an die Klappen 4 anlegen und diese um die Achse der Welle 3 verschwenken.
Zwischen d;n Klappenträgern 8 und den Lagern 5 bzw. 6 im Rahmen 1 bzw. den Stegen 2 des Rahmens
sind auf der Welle 3 jeweils Disianzbüchsen 10 angeordnet.
Diese Distanzbüchsen 10, die zur Zentrierung der Klappen 4 relativ zum Rahmen 1 dienen, belassen
jedem Klappenträger 8 das zur unbehinderten Wärmedehnung der zugehörigen Klappe 4 erforderliche Spiel.
Gegen den Rahmen 1 bzw. die Stege 2 sind die Klappen
durch elastische Dichtleisten 11 abgedichtet, die in ihrer Breite veränderlich sind und sich so den unterschiedlichen
Längendehnungen der Klappen 4 anpassen können.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich, verformen sich die Dichtleisten ti bei Erwärmen der Klappen 4 und der Welle 3
an allen drei Klappen 4 um etwa den gleichen Betrag. Die Welle 3 kann sich unbehindert durch die Klappen 4
und deren Dichtleisten U gegen den relativ kalt bleibenden Rahmen 1 in axialer Richtung ausdehnen. Die
Zentrierung der Klappen 4 gegen die Teile des Rahmens 1 erfolgt völlig unproblematisch durch die Distanzbüchsen
10.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Absperren und Regeln gasförmiger Medien von hoher Temperatur in Kanälen
großer Nennweite und rechteckigen Querschnitts mit mehreren auf einer den im Kanal vorgesehenen,
als Gehäuse dienenden Rahmen durchdringenden Belätigungswelle angeordneten, mit dieser gemeinsam
schwenkbaren Klappen, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (4) längsverschiebiich
auf der Welle (3) gelagert sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen der Welle
(3) und den Klappen (4) über auf der Welle (3) sitzende drehbare und längsverschiebbare Klappenträger
(8) und nockenartige Mitnehmer (9) erfolgt, die mit der Welle (3) fest verbunden sind und sich
beim Schwenken an die Klappen (4) anlegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (3) an beiden Enden
und in ihrem Längenbereich in axialer Richtung verschiebbar im Rahmen (1) der Absperrvorrichtung
bzw. in Stegen (2) des Rahmens gelagert ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (4) gegen den
Rahmen (1) bzw. die Stege (2) des Rahmens durch Dichtleisten (11) abgedichtet sind, deren Breite veränderbar
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (3) zwischen den
Klappenträgern (8) und dem Rahmen (1) bzw. den Stegen (2) des Rahmens Distanzstücke (10) angeordnet
sind, die in axialer Richtung gegen die Welle (3) verschiebbar sind und ein der Wärmedehnung
der Klappen (4) entsprechendes Spiel belassen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722249727 DE2249727C3 (de) | 1972-10-11 | Vorrichtung zum Absperren und Regeln gasförmiger Medien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722249727 DE2249727C3 (de) | 1972-10-11 | Vorrichtung zum Absperren und Regeln gasförmiger Medien |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2249727A1 DE2249727A1 (de) | 1974-05-02 |
| DE2249727B2 true DE2249727B2 (de) | 1975-11-06 |
| DE2249727C3 DE2249727C3 (de) | 1976-06-10 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3022862A1 (de) * | 1980-06-19 | 1982-01-14 | Janich, geb.Fischer, Elsbeth, 4720 Beckum | Schwenkbare klappe |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3022862A1 (de) * | 1980-06-19 | 1982-01-14 | Janich, geb.Fischer, Elsbeth, 4720 Beckum | Schwenkbare klappe |
| EP0042493A3 (en) * | 1980-06-19 | 1983-02-16 | Pks-Engineering Gmbh & Co. Kg | Swivelling damper |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2249727A1 (de) | 1974-05-02 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |