DE2244870A1 - Zuendermischung - Google Patents

Zuendermischung

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DE2244870A1
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mixture
borax
iron
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ignition
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DE2244870A
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Harry J Hyer
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RTX Corp
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United Aircraft Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B33/00Compositions containing particulate metal, alloy, boron, silicon, selenium or tellurium with at least one oxygen supplying material which is either a metal oxide or a salt, organic or inorganic, capable of yielding a metal oxide
    • C06B33/06Compositions containing particulate metal, alloy, boron, silicon, selenium or tellurium with at least one oxygen supplying material which is either a metal oxide or a salt, organic or inorganic, capable of yielding a metal oxide the material being an inorganic oxygen-halogen salt

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Description

UNITED AIRCRAFT CORPORATION
400 Main Street
East Hartford,Connecticut 06I08
ZÜNDERMISCHUNG
Priorität: USA 181.641
Patentanmeldung vom 17. September 1971
Die vorliegende Erfindung betrifft eine exotherme pyrotechnische Mischung, welche zur Zündung von gas-erzeugenden Patronen benutzt werden kann.
In vielen bekannten Gaserzeugungssystemen ist eine exotherme Gas erzeugende Mischung mit einer leichter zündbaren Mischung versehen, welche in Verbindung mit einem herkömmlichen Zünder oder einem elektrischen Zünder einen Zündzug für die. Zündung des Hauptkörpers des das Gas erzeugenden Materials bereitstellt (siehe US Patente 2.981.616, 3.293.187 und 3.156.797). Eine zufriedenstellende Zündung dieser Arten von pyrotechnischen Mischungen, sowie der Thermitmischungen, erfordert, dass ein Zündstoff hoher Wärmeabgabe in innigem Kontakt mit der Masse des zu zündenden pyrotechnischen Materials während einer, die Zündung der selbstunterhaltenden exothermischen Reaktion im Körper des pyrotechnischen Materials ermöglichenden, ausreichenden Zeit gehalten wird. Der Zünder muss deshalb leichter entzündbar sein, wie die Hauptmasse des pyrotechnischen Materials, und Zündermischungen aus Feinpulvermetallen, wie etwa Eisen, Bor, Titan, Zirkonium oder Magnesium, in Verbindung mit geeigneten Oxydationssteffen, wie etwa ein ChIo-
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rat oder Perchlorat, mit oder ohne inerte, aschebildende Zus wie etwa z.B. Alurainiuraoxyd oder Asbest, haben sich für diesen Zweck als zufriedenstellend erwiesen. tJier.e Mischungen können ohne Entwicklung von Gasen verbrennen und die Ausbreitung^geschwindigkeit für diese Mischungen kann durch Veränderung des Verhältnisses Oxydationsmittel zu Brennstoff des Oxydierungsmittels und des Metalls, leicht verändert werden, wie es aus dem Stande der Technik bekannt ist. Wenn die pyrotechnische Mischung als Gasgenerator in einem geschlossenen System, wie etwa z.B. demjenigen, das im US Patent 2.981.616 beschrieben ist, oder als Sauerstoffquelle in einem tragbaren Schneid—brenner, sowie er in der US Anmeldung Nr. 179.891 vom 13. September 1971 beschrieben worden ist, benutzt wird, hat es sich als wünschenswert erwiesen, dem Zünder eine kleine Menge eines organischen Materials, wie etwa Dextrin, beizusetzen, um dessen Zusammenhalten und seine Verbindung mit dem gas-erzeugenden Material zu unterstützen. Das organische Bindemittel erhöht jedoch die Ausbrextungsgeschwindigkeit der Verbrennung des Zünders erheblich und bewirkt zusätzlich die Erzeugung einer kleinen Gasmenge, welche normalerweise bei sonst kein Gas erzeugenden Mischungen nicht auftreten würde. Man hat festgestellt, dass, wenn solche Zünder in einem geschlossenen Volumen benutzt werden, oft eine schnelle Druckerhöhung im geschlossenen Volumen auftritt. Dies kann bewirken, dass sich der zünder von der Oberfläche der pyrotechnischen Mischung abhebt, und eine unvollkommene und sporadische Zündung bewirkt wird. Es kann auch eine zu hohe Druckerhöhung auftreten.
Somit ist es diu Aufgabe der Erfindung eine langsam brennende Zündermischung für eine pyrotechnische Vorrichtung bereitzustellen.
Dies wird entsprechend der Erfindung durch das Zusetzen von Na3B4O7.ΙΟΗ,Ο (Borax) in herkömmlichen Zündermischungen von der Eisen-Chlorattype erreicht.
Dieser Zusatz verringert die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Verbrennung der Mischung und erzeugt eine zähe, fest anhaftende Schlacke, welche schwer von der Oberfläche des Hauptkörpers des pyrotechnischen Materials abgestossen werden kann und liefert
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eine sichere Zündung.
Das Zusetzen von Borax in eine Eisen-Chloratzündermisehung verringert die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Verbrennung der Mischung wesentlich und erzeugt eine Asche, welche sehr fest zusammenhält und auf der Mischung haften bleibt, auf welcher sie abgesetzt wird. Die Erfindung kann in Eisen-Chlorat-Zündermischungen benutzt werden, welche aus einer Mischung von Eisen und einem Chlorat bestehen, das typisch ein Alkali- oder ein Erdkalimetallchlorat ist. Die tatsächliche Zusammensetzung der Zundermischung kann in weiten Bereichen verändert werden, um in bekannter Weise eine A'nderung der Eigenschaften, wie etwa z.B. der Entzündbarkeit, zu erhalten; um aber als Zünder benutzt werden zu können, sollte das Verhältnis Eisen/Chlorat auf der brennstoffreichen Seite des stoechiometrischen Verhältnisses liegen. Wenn die Mischung andere oxydierbare Stoffe, wie etwa z.B. ein Bindemittel aus Dextrin enthält, sollte ausreichend Chlorat vorgesehen sein, um die oxydierbarenStoffe zu oxydieren, wobei jedoch eine insgesamt brennstoffreiche Mischung aus Eisen und Chlorat erhalten bleiben soll. Als Faustregel gilt, je brennstoffreicher die Mischung, desto leichter die Zündung. Zusätzlich zum Eisen, Chlorat und einem organischen Bindemittel, können verschiedene Mengen von aschebildenden und/oder verstärkenden Materialien, wie etwa z.B. Aluminiumoxyd, Asbest und zerhackte Glasfasern.in bekannter Weise zugesetzt sein. Typisch werden diese Materialien in Form einer Paste mit Wasser vermischt und dann entweder auf die zu zündende Oberflächeaufgebracht, oder in die geeignete Form verdichtet und. dann auf der zu zündenden Oberfläche aufgebracht und dort getrocknet. Weil der Zünder normalerweise mit Wasser vermischt ist, kann Borax als solches zugesetzt werden, oder es kann in der Mischung aus irgendeiner der unvollständig hydrierten Formen des Ha B,O. hergestellt werden. Die Menge von Borax, welche benutzt wird, hängt von dem gewünschten Grad der Verringerung der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Verbrennung ab. So werden z.B. kleine Mengen von Borax eine gewisse Wirkung haben und es wurde gefunden, dass 5 % Borax die /iusbreitungsgeschwindigkeit der Verbrennung um mehr als 50 % gegenüber der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Verbren-
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_ 4 —
nung eines vergleichbaren boraxfreien Materials verringert. Höhere Mengen von Borax können auch benutzt werden, aber es ist in den meisten Fa'llen nicht notwendig die Verbrennungsgeschwindigkeit unterhalb den Wert zu senken, welcher mit einem Zusatz von ungefähr 5 % Borax erreicht wird. Die Wirkung des Borax auf typische Zündermischungen wird sofort an Hand der Tabelle I, welche die Resultate von zwei Verbrennungsversuchen für jede Mischung enthält, verstä'ndlich.
(in TABELLE I in IV V VI VII VIII IX X
I 30 30 30 30 30 30 60 57
30 37 32 32 32 32 32 32 35,35
FE 32 Gewichtsprozenten) 27 32 27 27 27 27 2 M
NaClO3 27 II 5 5 5 5 5 5 1 0,95
Al2O3 5 35 1 1 1 1 1 1 ■ - -
Dextrin 1 32 - - - - - - - 5
Asbest 5 27 - - 5 -. - - - -'
Na2B4O .10H2O - 5 - - - 5 - - -
H3BO3 - 1 - - - - 5 -. - -
Na3PO4.10H2O -
CaCl2.2H2O -
-
-
Verbrennungsgeschwindigkeit (cm/min)
Versuch 1 7,6 16,5 10,9 15,0 10,9 12*4 17,5 11,9 9,4 4,0
Verbrennungsgeschwindigkeit (cm/min)
Versuch 2 7,4 15,5 11,9 15,0 11,2 11,2 16,5 12,2 9,6. 4,3
Aus dieser Tabelle geht hervor, dass die Mischung I, welche 5 % Borax enthielt, eine wesentlich niedrigere Ausbreitungsgeschwindigkeit der Verbrennung hatte, wie irgendeine vergleichbare Mischung II,III oder IV, welche, anstelle von Borax, jeweils einen Zusatz von 5 % Eisen, Chlorat oder Aluminiumoxyd enthielten. Ähnliche Resultate wurden mit der boraxhaltigen Mischung X erzielt, wenn man
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diese mit der vergleichbaren boraxfreien Mischung IX vergleicht. Zusätzlich erzeugt Borax eine grössere Verringerung der Ausbreitungsgeschwindigkeitder Verbrennung als andere getestete Zusätze (Mischungen V bis VIII) welche jeweils borhaltige und hochhydrierte Verbindungen enthielten. Desweitern erscheint die Wirkung des Borax einzigartig bei Eisen-Chloratraischungen zu sein, weil durch Versuche festgestellt worden ist, dass diese Wirkungen ,bei Eisen-Perchlor atmis chungen oder mit irgendeinem herkömmlichen Ztfndermischung, wie etwa Nitrat-Zucker-Kohlenstaub, Thermit, BKNO3 oder Äluminium-Perchlorat-Pflanzenöl (AlclO) nicht eintritt.
3 11 9 H I 2 /Di) 1 0

Claims (6)

~ 5 — PATENTANSPRÜCHE
1. Eine Eisen-Chlorat-ZCfndermischung, dadurch gekennzeichnet, dass ihr eine die Verbrennungsgeschwind.igkeit verringernde Menge von Borax zugesetzt ist.
2. Mischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine brennstoffreiche Mischung aus Eisen und Metallchloraten ist.
3. Mischung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallchlorate aus der Gruppe der Alkali- und Erdalkalimetallchlorate ausgewä'lt sind.
4. Mischung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass desweitern ein organisches Bindemittel zugesetzt ist.
5. Mischung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass desweitern ein inertes Festxgungsmittel zugesetzt ist.
6. Mischung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass äsche-bildende inerte Mittel zugesetzt sind.
j Ί !I I :' / O ') I
DE2244870A 1971-09-17 1972-09-13 Zuendermischung Pending DE2244870A1 (de)

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