DE223451C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06C—DETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
- C06C15/00—Pyrophoric compositions; Flints
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- Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, daß Legierungen der seltenen Erdmetalle mit Eisen, das auch teilweise
durch Nickel, Kobalt oder Mangan ersetzt sein kann, eine hohe Pyrophorität aufweisen.
Diese Legierungen, welche in den österreichischen Patentschriften 19251 und 28760
eingehend beschrieben sind, haben bereits vermöge ihrer intensiven Funken- und Flammenbildungen,
die sie beim Reiben geben, zu Zünd- und Leuchtzwecken auf technischem Gebiete mit Erfolg Verwendung gefunden.
Nach den Angaben über die Legierungsfähigkeit des Cermetalles mit Quecksilber haben
sich auch pyrophore Cerquecksilberlegierungen herstellen lassen. Die pyrophore Kraft dieser
Legierungen mit einem zwischen 10 Prozent und 16 Prozent schwankenden Gehalt an Cer
verleiht denselben die bemerkenswerte Eigenschaft, lediglich durch Einwirkung des Luft-Sauerstoffes
sich selbst zu entzünden, so daß eine Einleitung der Zündung auf mechanischem Wege nicht nötig ist. Bringt man daher
eine Legierung von vorstehend erwähnter Zusammensetzung an die Luft, so erfolgt nach
sehr kurzer Zeit ein heftiges Erglühen unter Verbrennung des Cers, während das Quecksilber
dabei verdampft.
Auf diesem Gebiete angestellte Versuche zeigten nun, daß das pyrophorische Verhalten
der Legierungen aus Cer und Quecksilber eine andere Erscheinungsform annimmt, sobald der
Gehalt an Cer 40 Prozent übersteigt. Bei dieser Erhöhung des Cergehaltes verbrennt die
Legierung infolge ihrer rasch eintretenden Selbstentzündung an der Luft unter heftigem
Sprühen und intensiver Funkenbildung, wodurch eine überaus glänzende Lichtentwicklung
hervorgerufen wird. Die Intensität der Funkenbildungen wächst mit steigendem Cergehalt,
um bei einem Cergehalt von ungefähr 80 Prozent ihr Maximum zu erreichen. Eine weitere
Erhöhung des Cergehaltes schwächt die pyrophore Kraft der Legierungen sehr bedeutend
ab; es tritt zwar auch bei diesen stark cerhaltigen Legierungen nach sehr kurzer Ein-Wirkungsdauer
der Luft ein äußerst rascher Zerfall unter Wärmeentwicklung ein; letztere
ist indessen nicht mehr hinreichend, um ein Erglühen oder ein Funkensprühen der Legierung
hervorzurufen.
Das gleiche pyrophorische Verhalten wie die vorstehend beschriebenen Legierungen, zeigen
auch die Legierungen der anderen seltenen Erdmetalle mit Quecksilber, welche in der
gleichen Weise am reaktivsten sind bei einem Gehalt an Quecksilber von 60 Prozent bis 20 Prozent.
Es ist somit für die praktische Verwendung dieser pyrophorischen Legierungen nicht notwendig,
die sehr kostspieligen reinen seltenen Erdmetalle zu verwerten; es empfiehlt sich
vielmehr für die Praxis Gemenge der Erdmetalle anzuwenden, wie diese aus den im Handel erhältlichen technischen Produkten gewonnen
werden können.
In ihren physikalischen Eigenschaften zeichnen sich die Legierungen der seltenen Erdmetalle
mit Quecksilber durch ihre Sprödigkeit aus; sie lassen sich leicht zu einem feinen Pulver
zerreiben, was für ihre technische Verwendung von wesentlicher Bedeutung ist.
Die Herstellung der Legierungen geschieht in der Weise, daß das Erdmetall in fein yer-
teilter Form, ζ. B. als sehr feine Späne, unter Luftabschluß in Quecksilberdampf auf 500 bis
600° erhitzt wird. Das Metall nimmt unter diesen Bedingungen leicht Quecksilber auf, und
zwar hängt die Menge des in Legierung tretenden Quecksilbers ab von der Dauer und Intensität
der Erhitzung innerhalb der angeführten Temperaturgrenzen.
Die oben geschilderten pyrophorischen Eigenschäften der Legierungen der seltenen Erdmetalle
mit Quecksilber ermöglichen eine sehr mannigfaltige und zweckmäßige Verwendbarkeit
derselben zu technischen Zünd- und Leuchtzwecken. Da die Legierungen lediglich schon
durch die Gegenwart von Luft sich selbst entzünden und bei ihrer Verbrennung intensive
Funken- und Flammenbildungen geben, so vermögen sie äußerst leicht Zündungen von
brennbaren Gasen und anderen leicht entzünd-
ao liehen Stoffen hervorzurufen. Das einzige Erfordernis
für die praktische Anwendung der Legierungen ist die Verwahrung unter Luftabschluß,
was sich indessen ohne Schwierigkeit mit den einfachsten Vorrichtungen erzielen läßt.
Für jeden beliebigen Moment kann dann die Zünd wirkung durch Zutritt von Luft erfolgen.
Erwähnt sei noch, daß Mischungen der fein gepulverten Legierungen mit Sauerstoffträgern,
beispielsweise mit Chloraten, an der Luft direkt ohne irgendwelche mechanische Einwirkung explodieren,
so daß namentlich die Verwertung der Legierungen für die Schieß- und Sprengtechnik
überaus nahe liegt..
Claims (2)
1. Pyrophore Metallegierungen aus den seltenen Erdmetallen und Quecksilber, gekennzeichnet
durch einen zwischen 40 Prozent und 80 Prozent schwankenden Gehalt an seltenen Erdmetallen.
2. Verfahren zur Herstellung der Legierungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Erdmetall in fein verteilter Form, z, B. als sehr feine Späne, unter Luftabschluß im Quecksilberdampf
auf 500 bis 600 ° erhitzt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Country Status (1)
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