DE223360C - - Google Patents

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DE223360C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/529Processes or devices for preparing lime water

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 223360 -KLASSE 85 b. GRUPPE
MAX GOLLMERT in CHARLOTTENBURG.
Vorrichtung zur Herstellung gesättigten, geklärten Kalkwassers für Wasserreinigungszwecke.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. September 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung gesättigten und geklärten Kalkwassers für Wasserreinigungszwecke. Bekanntlich ist es. wichtig, bei Vorrichtungen dieser Art dafür zu sorgen, daß das durch die Kalkschicht hindurchströmende Wasser dabei vollständig gesättigt wird und zu diesem Zwecke alle Teile des Wassers in innige -Berührung mit dem Kalk kommen. Schüttet oder gießt man den gelöschten Kalk oder die Kalkmilch unmittelbar in das konische untere Ende des zurzeit allgemein verwendeten hohen Sättigungsbehälters und läßt dann das zu sättigende Wasser in diese Kalkschicht einströmen, so läßt sich bekanntlich eine derartige vollkommene Sättigung nicht erreichen, weil sich durch das strömende Wasser in ihr Kanäle bilden, durch die es ungesättigt hindurchströmen kann. Um diesen Übelstand zu vermeiden, hat man bereits vorgeschlagen, in den oberen Teil des ■ hohen Sättigungs- und Klärbehälters einen besonderen Behälter einzubauen und in diesen ein eimerartiges Gefäß mit durchlöchertem Boden einzusetzen, das zur Aufnahme des Kalkes dient und von unten nach oben von dem zu sättigenden Wasser durchströmt wird, welches alsdann von hier in den unteren Teil des hohen Sättigungs- und Klärbehälters übergeleitet wird.
Vorliegende Erfindung besteht nun darin, eine flüssigkeitsdurchlässige Unterlage, ein Filter o. dgl. für den gesättigten Kalk unmittelbar in den hohen Sättigungs- und Klärbeliälter, und zwar zweckmäßigerweise nahe seinem unteren Ende einzusetzen. Diese Unterlage füllt die ganze lichte Weite des Behälters an der betreffenden Stelle vollständig aus, und das unterhalb der Unterlage in den Sättiger einströmende Rohwasser, welches langsam durch sie und den auf ihr ruhenden gelöschten Kalk hindurchtritt, steigt dann in dem Behälter allmählich in die Höhe, um ihn an seinem oberen Ende als geklärtes Kalkwasser zu verlassen. Da bei dieser Einrichtung das ruhige Aufsteigen des Wassers in dem sich zweckmäßigerweise nach oben erweiternden Klärbehälter nicht durch den Einbau anderer Behälter gestört wird, vielmehr der ganze Querschnitt des Sättigungsbehälters der aufsteigenden Flüssigkeit zur Verfügung steht, so wird ein gründliches und vollständiges Absetzen der etwa mit in die Höhe gerissenen Kalkteilchen vor" dem Austritt des Wassers gesichert. Dadurch, daß die, flüssigkeitsdurchlässige Unterlage für den : '_ Kalk nahe dem unteren Ende des hohen Klärbehälters angeordnet ist, wird ferner der Vorteil erreicht, daß das durch die Unterlage hindurchtretende Roh wasser auch von oben her unter dem Druck einer großen Flüssigkeitssäule steht, was für die vollständige Sättigung des Wassers mit dem Kalk von Bedeutung ist. Außerdem bietet die Einrichtung gemäß der Erfindung den Vorteil, daß sie sich leicht anbestehenden Kalksättigungsbehältern anbringen läßt, die hierzu keines besonderen Um- baues bedürfen.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht,
und zwar zeigt Fig. ι den Kalksättiger im Längsschnitt, Fig. 2 in größerem Maßstabe einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 1.
In das konische Sättigungsgefäß 1 mündet das Kalkmilchzuführungsrohr 2 in der üblichen Weise. Das Rohwasserzuführungsrohr 3 ist außen am Sättigungsgefäß entlang und bei 15 in* den unteren Teil des Konus eingeführt. Im Innern des Sättigungsgefäßes ist das Rohr 3
ίο nach unten umgebogen, so daß eine direkte Strömung des aus der Mündung 5 austretenden Wassers nach oben vermieden wird.
Etwas oberhalb der Mündung 5 des Rohres 3 ist die flüssigkeitsdurchlässige Unterlage für den Kalkschlamm angeordnet. Diese besteht aus zwei mit Abstand übereinander angeordneten weitmaschigen Drahtnetzen 6, 7, deren Zwischenraum durch eine Schicht 14 geeigneten Materials, wie Holzwolle, 7 bis 10 cm starken Wacholderreisern, grobkörnigem Koks o. dgl., ausgefüllt ist. Die Unterlage ist derart eingerichtet, daß sie sich dicht an die Innenwandung des Sättigungsgefäßes 1 anschmiegt; es kann zu diesem Zwecke ein entsprechend konisch gestalteter Ring 18 eventuell mit Gummidichtung vorgesehen werden. An die Unterlage sind zwei Stangen 10 angelenkt, welche sich durch den Kalksättiger hindurch nach oben erstrecken und hier mit Hilfe von Riegeln 11 gehalten werden. Hierdurch wird die Unterlage an ihrem Platz festgehalten.
„ Das Kalkmilchzuführungsrohr 2 ist in seinem unteren Teil 16 ringförmig gebogen und in diesem ringförmigen Teil mit einer Anzahl von nach unten gerichteten Öffnungen 17 versehen, aus denen die Kalkmilch austreten kann. Auf diese Weise wird eine besonders gleichmäßige Verteilung des Kalkschlammes auf der Unterlage erzielt. . . '
Das in der üblichen Weise am oberen Ende des Gefäßes 1 angebrachte Abflußrohr ist mit 12, der Ablaßhahn für den Kalkschlamm am unteren Ende des Konus mit 13 bezeichnet.
Bei der Benutzung der Vorrichtung wird die Kalkmilch durch das Rohr 2 auf die Unterlage aufgebracht und alsdann das Rohwasser durch das Rohr 3 unter der Kalkschicht eingeführt, so daß es sich in dem Raum unter dem Drahtnetz 6 frei ausbreiten kann. Es steigt infolgedessen langsam und ruhig durch die Drahtnetze und das Filtermaterial hindurch in die Kalkschicht hinein, die es in ihrer vollen Breite und Höhe durchsickert, um alsdann in ruhigem Strom nach dem oberen Ende des Gefäßes hin aufzusteigen, so daß das Absitzen unbehindert erfolgen kann und die gesättigte Lösung klar durch das Rohr 12 zum Abfluß kommt.
Die Reinigung des Filters kann in einfacher Weise erfolgen. Es werden zu diesem Zweck j die Stangen 10 aus ihren Riegeln gelöst, dann j wird die Unterlage durch Heben der einen und Senken der anderen Stange schräg gestellt, im Wasser auf und ab geschwenkt, so daß der Kalkschlamm abgespült wird und in das untere Ende des Konus fällt. Hierauf wird die Unterlage wieder in ihre ursprüngliche Lage gebracht und von neuem mit Kalk beschickt, während der nach unten gefallene Kalkschlamm durch das Rohr 13 abgelassen wird.
Es sind naturgemäß mannigfache Änderungen der beschriebenen Ausführungsform möglich. So kann die Form des Sättigungsgefäßes auch eine andere sein, beispielsweise eine zylindrische oder eine halb konisch und halb zylindrische, wobei entweder der über oder aber auch der unter der Unterlage befindliche Teil des. Gefäßes zylindrisch bzw. konisch gestaltet sein kann. Durch Anordnung einer Einschnürung, eines Anschlages o. dgl. an der betreffenden Stelle des Sättigungsgefäßes kann dabei das erforderliche Lager für die Unterlage geschaffen werden, so daß diese sich (flüssigkeits-) dicht an die Wandung des Gefäßes anschmiegen kann. Auch kann das Gefäß, falls dies zweckmäßig erscheint, in dem unter der Unterlage gelegenen Teil erweitert sein, um eine besonders ruhige Ausbreitung des aus dem Rohr 3 in das Gefäß eintretenden Wassers zu erzielen. Wesentlich aber ist immer, daß dafür Sorge getragen wird, daß das Wasser frei in den Apparat unter der Kalkschicht eintreten kann, und daß es gezwungen wird, diese in breiter Fläche und großer Ausdehnung ruhig zu durchströmen, so daß Wirbelbildungen verhindert werden. Das Rohwasserzuführungsrohr kann auch von oben durch die Unterlage hindurch in den darunterliegenden Teil des Sättigungsgefäßes geführt werden. Zum Festhalten und Schwenken des Podestes kann auch ein durch die Seitenwandung des Gefäßes nach außen geführter drehbarer Riegel, Schlüssel 0. dgl. dienen.
Statt mit Kalk kann der Sättiger natürlich auch mit einer beliebigen anderen chemischen, mehr oder weniger schwer löslichen Substanz je nach dem erstrebten Zweck beschickt werden, und es kann auch an Stelle von Wasser eine andere Sättigungsflüssigkeit Verwendung finden.

Claims (1)

110 Patent-Ansprüche:
i. Vorrichtung zur Herstellung gesättigten, geklärten Kalkwassers für Wasserreinigungszwecke mit flüssigkeitsdurchlässiger Unterlage für den Kalk, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar in einem hohen Sättigungs- und Klärbehälter nahe seinem unteren Ende eine die ganze lichte Weite dieses Behälters vollständig ausfüllende, flüssigkeitsdurchlässige Unterlage für den Kalk eingesetzt ist, durch die das
unterhalb durch ein Rohr zugeführte Rohwasser Irindurchströmen muß.
Vorrichtung nach Anspruch i, da-
durch gekennzeichnet, daß die flüssigkeitsdurchlässige Unterlage schwenkbar in dem Sättigungsgefäß angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohwasserzuführungsrohr von außen in das untere Ende des Sättigungsgefäßes eingeführt und hier unter der Unterlage nach unten umgebogen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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