DE2232632C3 - Anzeigevorrichtung - Google Patents
AnzeigevorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine anzeigevorrichtung, insbesondere bei einer Uhr, wobei die Zeitanzeige
mittels einer Flüssig-Kristall-Anzeigevorrichtung erfolgt, die aus einer zwischen zwei durchsichtigen Elektrodenplatten
angeordneten Kristall-Flüssigkeit besteht, die an den Stellen in kristalline Form
umgewandelt wird, wo ein elektrisches Potential zwischen den elektrisch leitenden Schichten der Elektrodenplatte
vorhanden ist, wobei bei mindestens einer Elektrodenplatte die elektrisch leitenden Schichten
die Form von radial von einem Zentrum nach außen zeigenden Balken aufweisen, die aufeinanderfolgend
an ein zur Schicht der Elektrodenplatte entgegengesetztes Potential geschaltet werden, mit einer die
Elektrodenplatten abdeckenden Schutzabdeckung.
Es ist mehrfach, so auch durch die CH-AS 7 696/70, eine Anordnung bekanntgeworden, die für die Zeitanzeige
den Eindruck umlaufender Zeiger erwecken soll. Dazu weisen bei mindestens einer Elektrodenplatte die elektrisch leitenden Schichten die Form von
radial von einem Zentrum nach außen zeigenden Balken auf, die aufeinanderfolgend an ein zur Schicht der
anderen Elektrodenplatte entgegengesetztes Potential geschaltet werden.
Ferner ist durch die Zeitschrift »Der Elektroniker« Nr. 6, 1972, Seiten 287 bis 294, bekanntgeworden,
zur Erhöhung der Kontrastwirkung die Flüssigkristallzellen zu beleuchten. In der Anwendung auf eine
Uhr, die in einem solchen Fall von einer Batterie gespeist wird, ist es naheliegend, sich zur Beleuchtung
einer elektrischen Lichtquelle zu bedienen, wie dies auch bei einigen auf dem Markt befindlichen Arm
banduhren der Fall ist.
Um eine solche Energie verzehrende elektrische Lichtquelle entbehrlich zu machen, wurde bereits gemäß
der US-PS 863287 das Zifferblatt einer Uhr dadurch beleuchtet, daß auf der Rückseite der undurchsichtigen
Zeigerenden eine Leuchtfarbe aufgebracht ist, deren Aktivator ein radioaktiver Strahler ist.
Bei einer Anzeigevorrichtung mit Flüssigkristallanzeige kann nicht jeder radioaktive Strahler zur Erhöhung
der Kontrastwirkung benutzt werden. Die dabei
ίο verwendeten organischen Substanzen sind gegenüber
harter Nuklearstrahlung äußerst empfindlich und neigen zur Zersetzung.
Es stellt sich daher die Aufgabe, an einer Anzeigevorrichtung mit Flüssigkristallen eine Beleuchtungs-
mögüchkeit zu finden, die eine Schädigung der Flüssigkristalle
vermeidet und dadurch eine höhere Lebensdauer der damit ausgestatteten Anzeigevorrichtung
sicher erreichen läßt.
Die Lösung ist darin zu sehen, daß bei einer An-
ao Zeigevorrichtung, insbesondere bei einer Uhr, der
eingangs geschilderten Art zentrisch zu den Elektrodenpiailen
die Schutzabdeckung eine undurchsichtige Abdeckung trägt, unter der eine die Elektrodenplatten
ausleuchtende Lichtquelle angeordnet ist, die aus
a5 einer Leuchtfarbe besteht, deren Aktivator ein
schwacher Beta-Strahler ist.
Dessen Beta-Strahlen durchdringen den Glaskörper der Elektrodenplatte nicht, unter welchem sich
die organische Substanz befindet, so daß keinerlei
Strahlung, auch keine Sekundär-Strahlung an die organischen Substanzen gelangen kann. Zweckmäßigerweise
sind zur besseren Ausleuchtung der Anzeigevorrichtung die Elektrodenplatten konisch angeordnet.
Die Zeichnungen stellen verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dar. Es
zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil eines Zifferblatts,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine ,?rste Ausführungsform einer Zeigerbalkenanordnung,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer Zeigerbalkenanordnung,
Fig. 4 eine dritte und die
4S Fig. 5 eine vierte alternative Lösungsmöglichkeit
und
Fig. 6 einen Teilschnitt durch das Zentrum einer Anzeigevorrichtung.
Die Fig. 1 zeigt, daß auf einer Glasplatte des Flüs-
sig-Kristall-Sandwiches 2, 3 leitende Auflagen 1 in Form von Strichen, Balken bzw. Zeigern aufgebracht
sind. Die einzelnen Balken sind voneinander elektrisch isoliert, d. h. sie berühren sich nicht. Die Anschlüsse
für die Balken 1 befinden sich unter einer Ab-
5S deckung 22 in der Mitte der Glasplatte 17 und sind
damit unsichtbar. Die Balken 1 dienen zur Anzeige der Minuten und Stunden, während ringförmig angeordnete
Punkte 7 zur Anzeige der Sekunden dienen. Sind die elektrisch leitenden Schichten des Flüssig-
Kristall-Sandwiches 2, 3 an kein Potential angeschlossen,
sind weder die Balken 1 noch die Punkte 7 sichtbar. Erst bei Anlegen einer Spannung werden die
Teile des Flüssig-Kristalls sichtbar, zwischen denen die Spannung liegt.
6S Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist ein Balken
5 vorgesehen, in dessen Verlängerung sich ein Balkenteil 6 befindet. Der Anschluß des Balkenteils 6
erfolgt über die relativ dünne Zuleitung 8. Soll an der
gezeigten Stelle eine Minutenanzeige erfolgen, werden
der Balken 5 und das Balkenteil 6 über die Zuleitung 8 an ein Potential angeschlossen. Hierdurch wird
das Flüssigkeitskristall im Bereich der Balkenteile S, 6 in Kristallform überführt. Die Zuleitung für den
Balken 5 und das Balkenteil 6 erfolgt über das Zentrum des Uhrzifferblatts.
Soll an der gezeigten Stelle lediglich eine Stunde angezeigt werden, bleiben die Teile 6,8 spannungslos,
während nur tn den Balken 5 eine Spannung angeschlossen wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist ein langer Balken 10 vorgesehen, zu dem parallel kürzere Balkenteile
11', 11" verlaufen. Ist an dieser Stelle eine Minutenanzeige vorzunehmen, liegt lediglich der Balken
10 an Spannung. Bei einer Stundenanzeige dagegen bleibt der Balkenteil 10 spannungslos, während
nunmehr die Spannung an den Balkenteilen 11', 11" liegt.
Um den Eindruck eines wandernden Stundenzeigers zu bekommen, kann die Lösung nach Fig. 4 gewähit
werden. Wie in vorbeschriebener Weise springt
die Minutenanzeige in Minutenabständen vcxi Balken 10' zu Balken 10" usw. Soll die Stundenanzeige 3 angezeigt
werden, werden die kurzen Balken 12, 13 an Spannung gelegt. Zum Zeitpunkt 3 Uhr und 12 Minuten
wird der Balken 12 spannungslos und der Balken
14 an Spannung gelegt, so daß nunmehr die Stundenanzeige von den Balken 13, 14 vorgenommen wird.
Bei der Lösung nach Fig. 5 dient ein kurzer Balken
15 zur Anzeige der Stunden und ein langer Balken
16 zur Anzeige der Minuten. Die Anordnung kann hierbei so gewählt werden, daß über einen Winkelbereich
von 360° 60 kurze Balken 15 und 60 lange Balken 16 vorhanden sind.
Um die Reflexionswirkung zu erhöhen, die von der* in Kristallform überführten Bereichen des Flüssig-Kristalls
ausgeht, kann das flüssige Kristall-Sandwich 19 konisch ausgebildet sein. Es ist zudem möglich,
unter der undurchsichtigen zentrischen Abdeckplatte 22 eine Lichtquelle anzuordnen. Im Falle von Uhren,
die von einer Stromquelle geringer Kapazität betrieben werden, besteht die Lichtquelle 23 aus Leuchtfarbe,
deren Aktivator ein schwacher Beta-Strahler
ίο ist. Im gezeigten Beispiel nach Fig. 6 stellt der Teil
17 eine Schutzabdeckung dar. Da das FlüssigKristall-Sandwich
19 durchsichtig ist und keine Spannung an den elektrisch leitenden Teilen anliegt, wäre normalerweise
die Anordnung des Zifferblatts unsicht-
'5 bar. Um diesem Mangel abzuhelfen, kann das Flüssig-Kristali-Sandwich
19 mit einer Zifferblattscheibe kombiniert sein. Wird die Zifferblattscheibe vor dem
Sandwich 19 angeordnet, muß die Zifferblattscheibe Ausschnitte aufweisen, die den balkenförmigen Belä-
gen des Sandwiches etwa entsprechen. Im gezeigten
Beispiel nach Fig. 6 ist die Zifferb! :tscheibe 21 hinter dem Sandwich 19 angeordnet. In dic-,cm FaI! sollte
die Zifferblattscheibe 21 mindestens an den Stellen mit einer nicht reflektierenden Schicht versehen sein,
*5 an denen sich die Balken befinden. Gleiches gut natürlich
auch für die Stellen, an denen sich die Sekundenpunkte 7 befinden. Weiterhin kann eine Zifferblattblende
20 vorgesehen sein, die den äußeren Rand 4 des Sandwiches 19 übergreift. Diese ringför-
mige Zifferblattblende dient gleichzeitig der Abdekkung
der Anschlüsse 9 für die Sekundenpunkte 7.
In Fig. 6 ist das Uhrgehäuse mit 18 bezeichnet. Der Raum 24 hinter der Zifferblattscheibe 21 dient zur
Aufnahme der Schaltelektronik für das Sandwich 19
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Anzeigevorrichtung, insbesondere bei einer Uhr, wobei die Zeitanzeige mittels einer Flüssig-Kristall-Anzeigevorrichtung
erfolgt, die aus einer zwischen zwei durchsichtigen Elektrodenplatten angeordneten Kristall-Flüssigkeit besteht, die an
den Stellen in kristalline Form umgewandelt wird, wo ein elektrisches Potential zwischen den elektrisch
leitenden Schichten der Elektrodenplatten vorhanden ist, wobei bei mindestens einer Elektrodenplatte
die elektrisch leitenden Schichten die Form von radial von einem Zentrum nach außen
zeigenden Balken aufweisen, die aufeinanderfolgend an ein zur Schicht der anderen Elektrodenplatte entgegengesetztes Potential geschaltet werden,
mit einer die Elektrodenplatten abdeckenden Schutzabdeckung, dadurch gekennzeichnet,
daß zentrisch zu den Elektrodenplatten die Schutzabdeckung (17) eine undurchsichtige
Abdeckung (22) trägt, unier der eine die Elektrodenplatten ausleuchtende Leuchtquelle
(23) angeordnet ist, die aus einer Leuchtfarbe besteht, deren Aktivator ein schwacher Beta-Strahler
ist.
2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur besseren Ausleuchtung
der Anzeige die Elektrodenplatten kenisch angeordnet sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19722232632 DE2232632C3 (de) | 1972-07-03 | 1972-07-03 | Anzeigevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19722232632 DE2232632C3 (de) | 1972-07-03 | 1972-07-03 | Anzeigevorrichtung |
Publications (3)
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| DE2232632C3 true DE2232632C3 (de) | 1981-09-17 |
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Family Applications (1)
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| Country | Link |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1972-07-03 DE DE19722232632 patent/DE2232632C3/de not_active Expired
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Also Published As
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